Lebenslauf als Imker/in: Beispiele und Anleitung
Bei einem Lebenslauf als Imker/in zählen vor allem Betriebsgröße und das Überleben der Völker. Schreiben Sie, wie viele Völker Sie allein betreut haben, wie hoch Ihre Winterverluste waren, wie Sie gegen die Varroamilbe behandeln und ob Sie mit Völkern zur Bestäubung gewandert sind. Nennen Sie dazu Ihre Führerscheinklasse, falls vorhanden Ihre Ausbildung zum Tierwirt oder zur Tierwirtin Fachrichtung Imkerei und, wenn Sie selbst Bienen halten, die Anzeige beim Veterinäramt. Dann haben Sie gute Chancen auf eine Einladung.
Lebenslauf-Muster für Imker/innen (Erwerbsimkerei und Bestäubung)
Das ist der Lebenslauf eines Imkers, der seit neun Jahren in Erwerbsimkereien arbeitet und heute eine Berufsimkerei leitet. Name und Betriebe sind erfunden. Achten Sie darauf, was im oberen Drittel steht: Völkerzahl, Winterverluste, Bestäubungsaufträge und Führerscheinklasse. Diese vier Angaben will eine Berufsimkerei vor allem anderen wissen.
Jonas Bergmann
Betriebsleiter Imkerei / Berufsimker
Celle · 05141 555 0164 · jonas.bergmann@beispiel.de · linkedin.com/in/jonas-bergmann-beispiel
Profil
Berufsimker mit 9 Jahren in Erwerbsimkereien mit Honigproduktion und Bestäubung in Niedersachsen und Brandenburg. Betreut derzeit 900 Völker an 35 Standorten; Winterverluste seit fünf Wintern zwischen 11 und 14 %. Stellt jedes Frühjahr 600 Völker zur Bestäubung in Obstplantagen und Heidelbeerkulturen auf. Tierwirt Fachrichtung Imkerei, Führerschein Klasse CE, Staplerschein.
Berufserfahrung
Betriebsleiter Imkerei · Erwerbsimkerei mit 900 Völkern und Wanderimkerei, Celle
02/2021 – heute
- Führung von 900 Völkern an 35 Standorten und Anleitung von 2 Imker/innen in Vollzeit und 5 Saisonkräften durch Obstblüte, Rapstracht, Sommertracht und Heide.
- Winterverluste in fünf Wintern zwischen 11 und 14 % gehalten, durch Varroa-Befallskontrollen an jedem Standort im Juli und Behandlung ab einer Schwelle von 2 Milben pro 100 Bienen.
- Aufstellung von 600 Völkern zur Bestäubung bei 9 Obstbau- und Heidelbeerbetrieben; vereinbarte Mindeststärke der Völker bei der Kontrolle durch die Auftraggeber in den letzten drei Saisons jedes Mal erreicht.
- Ernte von 22 bis 27 t Honig pro Jahr aus Raps, Robinie, Linde und Heide; Leitung der Schleuderstraße mit 2 Mitarbeitenden bei 200 Honigräumen pro Tag.
- Aufzucht von 450 bis 600 Königinnen pro Saison aus eigenen Zuchtvölkern, Zukauf von Königinnen um rund 12.000 € pro Jahr gesenkt.
Imker / Vorarbeiter · Imkerei mit 500 Völkern, Raps- und Robinientracht, Eberswalde
04/2018 – 02/2021
- Betreuung von 500 Völkern mit Ablegerbildung im Frühjahr und Wanderung in die Sommertracht, in der Saison im Schnitt 90 bis 110 Völkerdurchsichten pro Tag.
- Leitung eines 3-köpfigen Teams beim Schleudern: Abernten und Verarbeiten von 15 t Honig in 6 Wochen.
- Fälle von Amerikanischer Faulbrut in 3 Saisons auf null gesenkt, durch strengere Gerätehygiene und das Verbrennen verdächtiger Waben statt ihrer Wiederverwendung.
- Verladen und Transport von rund 150 Völkern pro Fuhre zur Raps- und Obstblüte, einschließlich der Gesundheitsbescheinigung des Veterinäramts für die Wanderung und der Meldung am neuen Standort.
Mitarbeiter Imkerei · Nebenerwerbsimkerei mit 120 Völkern, Uelzen
03/2017 – 04/2018
- Mitarbeit an 120 Völkern über eine ganze Saison, einschließlich Frühjahrsdurchsicht, Schwarmkontrolle und 3 Runden Varroa-Befallskontrolle.
- Bau und Drahten von 800 Rähmchen und Zusammenbau von 220 Zargen in der Winterwerkstatt.
- Betreuung des Wochenmarktstands an zwei Tagen pro Woche mit rund 500 € Umsatz pro Markttag aus Honig und Wachsprodukten.
Ausbildung
Tierwirt, Fachrichtung Imkerei (dreijährige Ausbildung)
Ausbildungsbetrieb in Niedersachsen und Berufsschule (Blockunterricht), 2016
Zertifikate
- Führerschein Klasse CE (2019)
- Lehrgang Ladungssicherung (2022)
- Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001 (2023)
- Lehrgang zum Bienensachverständigen (2020)
- Erste-Hilfe-Kurs (9 Unterrichtseinheiten), 2025
Kenntnisse
Was eine Berufsimkerei prüft, bevor sie Sie anruft
Die Imkerei ist eine kleine Branche, in der viel über Empfehlungen läuft. Ihr Lebenslauf muss deshalb vor allem zeigen, dass Sie den Betrieb keine Völker kosten. Vier Angaben leisten das.
- Die Zahl der Völker, die Sie selbst betreut haben, nicht die Größe des Betriebs. „900 Völker betreut“ und „in einer Imkerei mit 900 Völkern gearbeitet“ werden sehr unterschiedlich gelesen. Schreiben Sie, was zutrifft.
- Ihre Winterverluste in Prozent. Diese eine Zahl trennt Imker/innen von Menschen, die Imkereigeräte besitzen. War ein Jahr schlecht, nennen Sie die Spanne und den Grund.
- Ihr Umgang mit der Varroamilbe. Wer seine Kontrollmethode und seine Behandlungsschwelle nennt, sagt einer erfahrenen Betriebsleitung mehr als jedes Zertifikat. Auswaschproben, Puderzuckerproben, Gemülldiagnose und eine klare Schwelle lesen sich als Können.
- Führerschein und Maschinen. Wanderimkereien fahren die Völker nachts mit Lkw und Anhänger, wenn alle Bienen im Stock sind. Führerschein CE, Staplerschein und ein Fahreignungsregister ohne Einträge können so viel zählen wie Ihr Wissen über Bienen.
Profiltexte für den Lebenslauf als Imker/in
Berufsimker mit 9 Jahren in Wanderimkereien. Betreut 900 Völker an 35 Standorten, Winterverluste zwischen 11 und 14 %. Stellt jedes Frühjahr 600 Völker zur Bestäubung im Obstbau und in Heidelbeerkulturen auf. Führerschein Klasse CE, Staplerschein.
Imkerin mit 5 Jahren Erfahrung an 400 bis 550 Völkern in Raps- und Sommertracht. Durchschnittlich 38 kg Honig pro Volk gegenüber 30 kg im Betriebsschnitt. Zieht 200 Königinnen pro Saison und leitet die Schleuderstraße mit 160 Honigräumen pro Tag.
Mitarbeiter Imkerei mit drei vollen Saisons in Berufsimkereien in Niedersachsen und Brandenburg. Sieht 90 bis 110 Völker pro Tag durch, macht Varroa-Proben, bildet Ableger und hilft beim Schleudern. Kennt nächtliches Verladen bei der Wanderung und lange Tage zur Raps- und Obstblüte.
Imker mit eigener Nebenerwerbsimkerei von 140 Völkern seit 6 Jahren, in fünf davon Winterverluste unter 15 %. Zieht Königinnen aus eigenen, vitalen Völkern, vermarktet Honig und Wachsprodukte auf drei Wochenmärkten, Bienenhaltung beim Veterinäramt angezeigt. Sucht eine Vollzeitstelle in einer Berufsimkerei.
Imkerin mit 4 Jahren an einem Bieneninstitut und 2 Saisons als Bienensachverständige. Untersuchte rund 600 Völker pro Saison auf Amerikanische Faulbrut und den Kleinen Beutenkäfer und führte die Versuchsdokumentation für 60 Völker in Behandlungsversuchen.
Stichpunkte, die zeigen, dass Ihre Völker überleben
| Zu allgemein | Was eine Betriebsleitung lesen will |
|---|---|
| Regelmäßige Durchsicht der Völker. | Durchsicht von 90 bis 110 Völkern pro Tag in der Saison, mit Kontrolle von Brutnest, Weiselrichtigkeit, Futtervorrat und Platz, jeder Standort in digitalen Stockkarten dokumentiert. |
| Behandlung gegen Milben. | Befallskontrolle im Juli an 10 % der Völker je Standort mit der Auswaschmethode und Behandlung des ganzen Standorts ab 2 Milben pro 100 Bienen; Sommerbehandlung mit Ameisensäure, Winterbehandlung mit Oxalsäure in der brutfreien Zeit, nur mit zugelassenen Tierarzneimitteln und lückenlos dokumentiert. |
| Mithilfe bei der Honigernte. | Abernten und Schleudern von 15 t Honig in 6 Wochen mit einem 3-köpfigen Team, Bedienung von Entdeckelungsmaschine und Radialschleuder bei 200 Honigräumen pro Tag. |
| Königinnen gezogen. | Umlarven und Aufzucht von 450 bis 600 Königinnen pro Saison aus eigenen Zuchtvölkern bei rund 82 % Begattungserfolg, Einsparung von rund 12.000 € pro Jahr beim Zukauf von Königinnen. |
| Völker zur Bestäubung gebracht. | Verladen und Transport von rund 150 Völkern pro Fuhre in die Obstblüte, nächtliches Verzurren und Abdecken der Ladung, Gesundheitsbescheinigung und Meldung des Wanderstandorts erledigt. |
| Mit Bienenkrankheiten zu tun gehabt. | Fälle von Amerikanischer Faulbrut in 3 Saisons auf null gesenkt, durch das Verbrennen verdächtiger Waben statt Wiederverwendung und das Reinigen der Stockmeißel zwischen den Standorten. |
| Ableger im Frühjahr gemacht. | Bildung von 250 Ablegern pro Jahr mit zugekauften und selbst gezogenen Königinnen; Annahmequote im Schnitt 88 %, Winterverluste ohne Zukauf von Völkern oder Kunstschwärmen ausgeglichen. |
| Bienen gefüttert. | Verantwortung für die Fütterung an 35 Standorten: Winterfutter als Zuckerlösung und Sirup ab August, Futterteig bei Trachtlücken im Frühjahr, rund 20 t Futter pro Jahr angesetzt und ausgefahren. |
| Saisonkräfte angeleitet. | Einarbeitung und Anleitung von 5 Saisonkräften pro Saison in Smokerbedienung, Wabenhandling, Verhalten bei Stichen und Varroa-Proben; in vier Saisons kein Arbeitsunfall mit Ausfallzeit. |
| Honig verkauft. | Wochenmarktstand an zwei Tagen pro Woche mit durchschnittlich 500 € Tagesumsatz aus Honig, Cremehonig und Wachsprodukten, einschließlich der Etikettierung nach der Honigverordnung. |
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Kenntnisse für den Lebenslauf als Imker/in
Gruppieren Sie die Kenntnisse, damit man sie überfliegen kann. Zuerst Bienenbiologie und Völkerführung, dann Maschinen und Führerschein, dann die kaufmännische Seite, wenn die Stelle Vermarktung umfasst.
- Völkerführung: Durchsicht und Brutbeurteilung, Königin finden und zeichnen, Umweiseln, Ableger und Vereinigen, Schwarmkontrolle, Fütterung, Einwinterung
- Bienengesundheit: Varroa-Befallskontrolle mit Auswasch- und Puderzuckermethode, Behandlungskonzept mit zugelassenen Mitteln, Nosemose und Tracheenmilbe, Amerikanische und Europäische Faulbrut erkennen, Kleiner Beutenkäfer und Wachsmotte
- Zucht: Umlarven, Pflegevölker, Begattungseinheiten, instrumentelle Besamung, wenn Sie es können, Auslese auf Hygieneverhalten und Sanftmut
- Produktion: Schleudern, Entdeckeln, Sieben, Abfüllen, Wassergehalt mit dem Refraktometer messen, Wachs ausschmelzen, Cremehonig, Wabenhonig
- Technik: Rähmchen bauen und drahten, Beuten zusammenbauen und streichen, Gabelstapler, Ladekran, Verladen und Verzurren auf Pritsche und Anhänger, Fluglochverschluss und Netze
- Vorschriften und Dokumentation: Anzeige der Bienenhaltung beim Veterinäramt, Gesundheitsbescheinigung für die Wanderung, Bienenschutz bei Pflanzenschutzmitteln, Stockkarten digital oder in Tabellen, Nachweise über Tierarzneimittel, Hygiene beim Abfüllen
- Körperlich und saisonal: nächtliches Verladen, lange Sommertage im Schutzanzug, wiederholtes Heben voller Zargen, Reisen zur Wanderung und Bestäubung
Nachweise, Meldungen und Schulungen, die in den Lebenslauf gehören
Für die Bienenhaltung brauchen Sie in Deutschland keine Erlaubnis und keinen Sachkundenachweis. Es gibt aber Meldepflichten und eine anerkannte Berufsausbildung. Nennen Sie bei allem, was Sie aufführen, das Jahr.
- Anzeige der Bienenhaltung. Wer Bienen hält, muss das nach der Bienenseuchen-Verordnung dem zuständigen Veterinäramt mit Zahl der Völker und Standort anzeigen; in vielen Bundesländern kommt eine Meldung bei der Tierseuchenkasse dazu. Für das Wandern mit Völkern verlangen die Behörden in der Regel eine Gesundheitsbescheinigung über die Freiheit von Amerikanischer Faulbrut. Prüfen Sie die Regeln Ihres Landkreises, weil Verfahren und Gebühren abweichen.
- Ausbildung und Meister. Der anerkannte Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Tierwirt oder zur Tierwirtin Fachrichtung Imkerei, darauf baut die Meisterprüfung zum Tierwirtschaftsmeister oder zur Tierwirtschaftsmeisterin (Fachrichtung Imkerei) auf. Amerikanische Programme wie der Master Beekeeper der Eastern Apicultural Society haben keine direkte deutsche Entsprechung. Lehrgänge der Bieneninstitute und der Landesverbände der Imker, etwa zur Königinnenzucht, und die Schulung zum Bienensachverständigen sind eine Zeile wert.
- Führerschein. Für Wanderimkereien zählt vor allem Klasse CE, für kleinere Gespanne BE oder C1E. Ob die Schlüsselzahl 95 (Berufskraftfahrerqualifikation) nötig ist, hängt von der Fahrt ab; schreiben Sie, was Sie haben, statt zu raten, was nötig ist.
- Maschinen und Sicherheit. Staplerschein, Lehrgang Ladungssicherung und ein Erste-Hilfe-Kurs sind alle eine Zeile wert, gerade weil im Team immer mit einer allergischen Reaktion auf Stiche gerechnet werden muss.
- Lebensmittel. Wenn Sie abfüllen und verkaufen, nennen Sie Ihre Kenntnisse der Honigverordnung und der Kennzeichnung sowie eine Schulung zur Lebensmittelhygiene, falls Sie eine besucht haben.
Als Hobbyimker/in auf eine bezahlte Stelle
Die Imkerei im eigenen Garten ist echte Erfahrung, aber nur, wenn Sie sie als Arbeit darstellen. Zehn Völker, die Sie sechs Jahre lang durchgebracht haben, sind ein besserer Nachweis als ein Wochenendkurs.
- 1Führen Sie Ihre eigenen Völker im Lebenslauf als Betrieb mit Namen, Zeitraum und Völkerzahl auf. Nennen Sie Ihre Winterverluste, bei guten Werten auch Jahr für Jahr.
- 2Ergänzen Sie, was eine Berufsimkerei macht und Sie ebenfalls gemacht haben: Ableger, Umweiseln, Schleudern, Füttern, Varroa-Proben. Nennen Sie Zahlen, auch wenn sie klein sind.
- 3Schreiben Sie, was Sie heben können und wie lange Sie arbeiten können. Berufsimkerei ist schwer, heiß und schnell, und der häufigste Grund, warum Neue aufhören, ist, dass sie niemand gewarnt hat.
- 4Machen Sie vor der Bewerbung den Staplerschein und einen Erste-Hilfe-Kurs. Beides kostet wenig und räumt ein Hindernis aus dem Weg.
- 5Arbeiten Sie eine Saison in einer Berufsimkerei mit, auch in Teilzeit oder als Saisonkraft. Eine bezahlte Saison in einem echten Team verändert, wie jede spätere Bewerbung gelesen wird.
- 6Treten Sie einem Imkerverein oder dem Landesverband bei und schreiben Sie es dazu. Das zeigt, dass Sie weiterlernen, und dort wird von freien Stellen erzählt.
Imker mit 12 Völkern seit 6 Jahren, in fünf davon Winterverluste unter 20 %. Erledigt alle Ableger, Umweiselungen, Varroa-Proben und das Schleudern selbst, im Schnitt 25 kg Honig pro Volk. Bienenhaltung beim Veterinäramt angezeigt. Hebt volle Zargen ohne Probleme und ist lange Sommertage im Schutzanzug gewohnt.
Landarbeiterin mit 4 Jahren im Obst- und Ackerbau, dazu 2 Saisons ehrenamtliche Mitarbeit in einer Imkerei mit 200 Völkern in der Region. Geht sicher mit Waben und Smoker um, hilft beim Schleudern und hat den Führerschein CE ohne Einträge im Fahreignungsregister.
Aufbau, Länge und wie die Stellen wirklich besetzt werden
Eine Seite, mit längerer Erfahrung höchstens zwei. Berufsimkereien sind kleine Betriebe, oft Familienbetriebe, und die Betriebsleitung liest Ihren Lebenslauf zwischen zwei Standorten auf dem Handy. Schlichtes Layout, keine Grafiken; ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig, das Geburtsdatum ebenso. Schicken Sie ein PDF und kopieren Sie den Text zusätzlich in die E-Mail, denn viele dieser Stellen werden direkt per E-Mail besetzt.
- Schreiben Sie Völkerzahl und Region direkt zu jedem Arbeitgeber, nicht versteckt in den Stichpunkten.
- Gehen Sie offen mit Saisonarbeit um. „April bis November, Saisons 2023 und 2024“ ist in dieser Branche normal und wirkt besser als eine versteckte Lücke.
- Bewerben Sie sich bei einer großen Honigabfüllerei oder einem Bieneninstitut, wird oft ein Bewerbersystem genutzt. Übernehmen Sie die Begriffe der Anzeige: Imkerei, Bienenvölker, Varroa, Bestäubung, Wanderimkerei, Schleudern, Königinnenzucht.
- Ergänzen Sie eine Zeile zu Referenzen früherer Betriebe. In einer kleinen Branche zählt eine namentlich genannte Referenz, die ans Telefon geht, mehr als ein Zertifikat.
- Eine Bienengiftallergie und ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor erwähnen Sie nur, wenn Sie das möchten; Sie müssen es nicht angeben, aber die Teamleitung möchte es vor Ihrem ersten Tag am Bienenstand wissen.
“Das Erste, wonach ich suche, ist eine Zahl zu den Winterverlusten. Dass man Bienen liebt, kann jeder sagen. Wenn mir jemand schreibt, dass er die Verluste bei zweitausend Völkern bei zwölf Prozent gehalten hat, und mir dann erklärt, wie er die Milben kontrolliert, finde ich Arbeit für ihn, auch wenn ich gar nicht gesucht habe.”
Häufige Fragen
Wie sieht eine Stellenbeschreibung als Imker/in im Lebenslauf aus?
Schreiben Sie, was Sie geführt haben und was dabei herauskam: Völkerzahl, Standorte, Durchsichten pro Tag, Winterverluste, Honig in Kilo oder Tonnen, gezogene Königinnen, Bestäubungsaufträge. Vier oder fünf Stichpunkte zur aktuellen Stelle und drei zu älteren, mit einer Zahl bei jeder Stelle.
Welche Voraussetzungen braucht man für eine Stelle in einer Berufsimkerei?
Die meisten Betriebe wollen eine oder zwei Saisons praktische Arbeit an Völkern, die Fähigkeit, volle Zargen wiederholt zu heben, Toleranz gegenüber Stichen und langen heißen Tagen und einen Führerschein. Wanderimkereien wünschen sich für den Transport meist Klasse CE. Die Bienenhaltung muss beim Veterinäramt angezeigt sein, und für das Wandern wird in der Regel eine Gesundheitsbescheinigung verlangt.
Braucht man einen Abschluss, um als Imker/in zu arbeiten?
Für die Bienenhaltung selbst nicht. Die anerkannte Ausbildung ist Tierwirt/in Fachrichtung Imkerei, darauf baut die Meisterprüfung zum/zur Tierwirtschaftsmeister/in auf; Lehrgänge der Bieneninstitute und Imkerverbände sind freiwillig und angesehen. Jede Bienenhaltung muss beim Veterinäramt angezeigt werden. Nennen Sie nur, was Sie wirklich haben.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Imker/in?
Völkerdurchsicht und Brutbeurteilung, Varroa-Kontrolle und Behandlung, Königinnenzucht, Ableger und Umweiseln, Krankheiten erkennen, Fütterung, Schleudern und Abfüllen. Dazu Technik wie Gabelstapler, Verladen auf Pritsche und Anhänger und Rähmchenbau sowie Ihre Führerscheinklasse.
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Imker/in ohne bezahlte Erfahrung?
Behandeln Sie Ihre eigenen Völker als Betrieb: mit Namen, Zeitraum, Völkerzahl und Ihren Winterverlusten. Führen Sie mit Zahlen auf, was eine Berufsimkerei macht und Sie ebenfalls gemacht haben. Ergänzen Sie dann Staplerschein, Erste-Hilfe-Kurs und die Mitgliedschaft im Imkerverein und versuchen Sie, eine bezahlte Saison in einem Team zu bekommen.
Wie lang sollte ein Lebenslauf als Imker/in sein?
Eine Seite. Das sind kleine Betriebe, und die Betriebsleitung liest schnell. Zwei Seiten nur, wenn Sie mehrere große Imkereien geführt haben oder sich bei einem Bieneninstitut oder einer Honigabfüllerei bewerben, wo eine ausführlichere Darstellung erwartet wird.
Soll ich Bestäubungsaufträge erwähnen?
Ja, mit Kultur und Zahlen. In den USA ist die Mandelbestäubung in Kalifornien die größte Wanderung von Bienenvölkern; in Deutschland geht es vor allem um Obstblüte, Raps und Beerenkulturen. Eine Betriebsleitung will wissen, ob Sie Völker aufgestellt, die vereinbarte Völkerstärke bei der Kontrolle erreicht und die Unterlagen erledigt haben. Bestäubungsaufträge in Apfel-, Kirsch-, Heidelbeer-, Erdbeer- oder Kürbiskulturen sind ebenfalls eine Zeile wert.
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