Lebenslauf für Landwirt/innen im Ackerbau: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf als Landwirt/in ist ungewöhnlich: Sie zeigen, dass Sie einen Betrieb führen können, nicht nur eine Stelle ausfüllen. Stellen Sie bewirtschaftete Hektar, Kulturen, Maschinen und Ihre Erträge im Vergleich zum Durchschnitt des Landkreises nach vorn und zeigen Sie dann die betriebswirtschaftliche Seite: Kosten für Betriebsmittel, Vermarktung, Aufzeichnungen und Ihre Nachweise.
Lebenslauf-Muster für Landwirt/innen im Ackerbau (Getreide, Zuckerrüben, Raps)
Dieses Muster gehört zu einem Landwirt, der Weizen, Zuckerrüben und Raps auf eigenen und gepachteten Flächen anbaut und vorher auf einem größeren Betrieb gearbeitet hat. Name, Betriebe und Schule sind erfunden. Setzen Sie Ihre Hektar, Kulturen, Erträge und Maschinen ein. Wenn Sie Gemüse oder Sonderkulturen anbauen, passt derselbe Aufbau: Ersetzen Sie Dezitonnen durch Kisten, Kilo oder Anteile einer Solawi.
Jan Hinrichs
Landwirt / Betriebsleiter (Weizen, Zuckerrüben, Raps)
Hildesheim · 05121 555 0139 · jan.hinrichs@beispiel.de
Profil
Landwirt im Ackerbau mit 15 Jahren Praxis, seit 9 Jahren Betriebsleiter und verantwortlich für Anbau und Vermarktung auf 480 ha Winterweizen (davon ein Teil zur Saatgutvermehrung), Zuckerrüben und Raps. Fünfjähriges Mittel von 96 dt/ha Weizen und 84 t/ha Zuckerrüben, rund 7 % über dem Durchschnitt des Landkreises. Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt mit Sachkundenachweis Pflanzenschutz; teilflächenspezifische Aussaat und Düngung auf allen Flächen über das John Deere Operations Center.
Berufserfahrung
Betriebsleiter und Inhaber · Eigener Ackerbaubetrieb (Familienbetrieb, 480 ha, davon 290 ha gepachtet), Hildesheimer Börde
03/2017 – heute
- Bewirtschaftung von 480 ha Winterweizen, Zuckerrüben und Raps auf 38 Schlägen, davon 290 ha von 23 Verpächtern; alle auslaufenden Pachtverträge seit 2019 verlängert.
- Fünfjähriges Mittel von 96 dt/ha Weizen und 84 t/ha Zuckerrüben, rund 7 % über dem Durchschnitt des Landkreises; auch im Trockenjahr 2018 noch 78 dt/ha Weizen.
- Düngerkosten in drei Jahren um rund 45 €/ha gesenkt durch Bodenproben im 1-ha-Raster und teilflächenspezifische Grunddüngung, ohne Ertragsverlust; Düngebedarfsermittlung nach Düngeverordnung (DüV) für jeden Schlag.
- Aussaat mit 12-reihiger Einzelkornsämaschine und 6-m-Drillmaschine, Pflanzenschutz mit selbstfahrender Feldspritze mit 36 m Arbeitsbreite; Rübenaussaat auf 140 ha in einem normalen Frühjahr innerhalb von 6 Tagen.
- Vermarktung von Weizen und Raps über das ganze Jahr mit Vorkontrakten, Absicherung an der Warenterminbörse und 3.000 t eigenem Flachlager; 2025 im Schnitt rund 12 €/t über dem Erntepreis des örtlichen Landhandels.
- Schlagkartei, Aufzeichnungen zu Pflanzenschutz und Düngung, jährlicher Sammelantrag für die GAP-Direktzahlungen und Hagelversicherung; in 9 Jahren kein verspäteter Antrag und keine Kürzung nach einer Vor-Ort-Kontrolle.
Stellvertretender Betriebsleiter und Maschinenführer · Agrarbetrieb mit 1.700 ha Ackerbau (Weizen, Raps, Mais, Zuckerrüben), Magdeburger Börde
04/2013 – 02/2017
- Aussaat, Pflanzenschutz und Ernte auf 1.700 ha mit 3 festangestellten Mitarbeitern und 4 Saisonkräften, direkt dem Geschäftsführer unterstellt.
- In 4 Ernten einen knickgelenkten Traktor mit 400 PS, eine 12-reihige Einzelkornsämaschine, einen Mähdrescher mit 12-m-Bandschneidwerk und 3 Überladewagen gefahren.
- Wöchentliche Bestandskontrollen auf allen Schlägen in der Saison und Pflanzenschutzempfehlungen, die der Geschäftsführer freigab; 2016 zwei flächige Fungizidbehandlungen eingespart.
- Trocknung und Lagerung von rund 10.000 t Getreide und Raps im betriebseigenen Lager; Feuchte in drei Jahren immer innerhalb der Kontraktgrenzen, keine Abzüge bei der Abrechnung.
Saisonaler Maschinenführer · Agrarlohnunternehmen für Ernte und Pflanzenschutz, Raum Braunschweig
07/2011 – 03/2013
- Mähdrescher und Überladewagen in 2 Erntesaisons auf rund 3.600 ha bei Kunden in 3 Bundesländern gefahren.
- Getreidetransport mit Führerschein CE, im Schnitt 22 Fuhren pro Woche in der Ernte, ohne Bußgeld und ohne abgewiesene Ladung.
- Tägliche Wartung an 4 Maschinen: Abschmieren, Filter, Kontrolle von Riemen und Dreschkorb, Ausfallzeiten dokumentiert.
Ausbildung
Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt (nach der Ausbildung zum Landwirt)
Fachschule Agrarwirtschaft (zweijährig), Niedersachsen, 2011
Zertifikate
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Fortbildung aktuell
- Führerschein CE und T, keine Einträge im Fahreignungsregister
- Sicherheitsunterweisung Arbeiten in Silos und Behältern, 2025
- Schulung Ladungssicherung in der Landwirtschaft, 2024
- Erste-Hilfe-Kurs (9 Unterrichtseinheiten), 2025
Kenntnisse
Wer den Lebenslauf eines Landwirts wirklich liest
Die meisten Landwirtinnen und Landwirte schreiben erst dann einen Lebenslauf, wenn sie ihn für etwas Bestimmtes brauchen, und dieser Zweck bestimmt, was auf die Seite gehört. Klären Sie zuerst, welcher Fall bei Ihnen vorliegt.
- Bewerbung als Betriebsleiter/in oder Herdenmanager/in auf einem fremden Betrieb. Stellen Sie bewirtschaftete Hektar, Kulturen, Maschinen und die Größe des Teams nach vorn. Das kommt einem normalen Lebenslauf am nächsten.
- Bewerbung bei einem Agrarunternehmen: Saatgut, Pflanzenschutz, Landtechnikhandel, Genossenschaft oder Landhandel, Agrarversicherung, Precision-Farming-Dienstleister. Dort zählen Ihr Wissen im Pflanzenbau und dass Sie mit Landwirten reden können. Fortbildungen und Software sind hier wichtiger.
- Zupachten von Flächen bei privaten Verpächtern, Kirchengemeinden oder Kommunen. Hier überzeugen Erträge, Maßnahmen zum Boden- und Gewässerschutz, sorgfältige Aufzeichnungen, Versicherungen und wie lange Sie Pachtverträge schon halten.
- Finanzierung bei der Bank oder ein Förderantrag. Gefragt sind Ertragshistorie, Fläche, Aufzeichnungen und jede formale Qualifikation. Legen Sie den Lebenslauf dem Betriebskonzept bei, statt ihn allein zu schicken.
- Verkauf an Abnehmer: Großhandel, Lebensmittelhandel, Gastronomie. Geprüft werden QS- oder GLOBALG.A.P.-Zertifizierung und Audit-Ergebnisse, nicht Ihre Maschinenliste.
“Wenn mir ein Landwirt einen Lebenslauf für eine Betriebsleiterstelle schickt, schaue ich zuerst, ob er schon einmal für eine Entscheidung verantwortlich war, die Geld gekostet hat. Hektar und PS sind leicht hingeschrieben. Erzählen Sie mir von einer Saison, die schiefging, und was Sie dagegen getan haben, dann lese ich den Rest der Seite.”
Profiltexte und Berufsziele für Landwirt/innen
Drei oder vier Zeilen: Hektar, Kulturen, Jahre, eine Zahl zu Ertrag oder Wirtschaftlichkeit, ein Nachweis. Ein Berufsziel lohnt sich nur, wenn Sie aus einem anderen Bereich in die Landwirtschaft wechseln oder am Anfang stehen.
Landwirt im Ackerbau mit 480 ha Winterweizen, Zuckerrüben und Raps, seit 9 Jahren verantwortlich für Anbau und Vermarktung. Fünfjähriges Mittel von 96 dt/ha Weizen und 84 t/ha Zuckerrüben, rund 7 % über dem Durchschnitt des Landkreises. Sachkundenachweis Pflanzenschutz, teilflächenspezifische Bewirtschaftung auf allen Flächen.
Gemüsebäuerin mit 14 ha Freilandgemüse und 3 Folientunneln für eine Solawi mit 220 Mitgliedern, 2 Wochenmärkte und 6 Gastronomiekunden. Mitgliederzahl der Solawi in drei Saisons von 140 auf 220 gesteigert; Öko-Kontrolle 2025 ohne Beanstandung.
Betriebsleiter mit 12 Jahren auf Ackerbaubetrieben mit 1.200 bis 1.700 ha, verantwortlich für 3 festangestellte Mitarbeiter und 5 Saisonkräfte. Maschinenausfälle in der Ernte durch einen festen Wartungsplan gesenkt; Feuchte des Ernteguts in 4 Jahren immer innerhalb der Kontraktgrenzen, keine Abzüge.
Landwirt mit 15 Jahren auf 480 ha Weizen, Zuckerrüben und Raps, sucht eine Stelle in der Pflanzenbauberatung, im Vertrieb oder im Precision-Farming-Service. Arbeitet mit Rasterbeprobung, teilflächenspezifischer Düngung und Ertragskarten im John Deere Operations Center und kennt die Sicht der Landwirte aus dem eigenen, weiterhin bewirtschafteten Betrieb.
Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt mit 6 Saisons Vollzeit in der Landwirtschaft, sucht eine Stelle als Betriebsleiter oder stellvertretender Betriebsleiter im Ackerbau oder in einem Gemüsebaubetrieb. Hat Sä-, Pflanzenschutz- und Erntetechnik auf 970 ha gefahren, hat den Sachkundenachweis Pflanzenschutz und den Führerschein CE und bereitet sich auf die Meisterprüfung vor.
Stichpunkte für den Lebenslauf mit Zahlen, die etwas bedeuten
Lebensläufe in der Landwirtschaft beschreiben oft Jahreszeiten statt Ergebnisse. Hängen Sie an jede Aussage eine Zahl: Hektar, Dezitonnen, Euro pro Hektar, Tage, Tierzahl, Fuhren. Hier folgen Stichpunkte nach Betriebsbereichen.
Bewirtschaftung von 480 ha Winterweizen, Zuckerrüben und Raps auf 38 Schlägen, davon 290 ha von 23 Verpächtern; alle auslaufenden Pachtverträge seit 2019 verlängert.
Fünfjähriges Mittel von 96 dt/ha Weizen und 84 t/ha Zuckerrüben, rund 7 % über dem Durchschnitt des Landkreises; auch im Trockenjahr 2018 noch 78 dt/ha Weizen.
Wöchentliche Bestandskontrollen auf allen Schlägen und eigener Pflanzenschutzplan; 2016 zwei flächige Fungizidbehandlungen ohne Ertragseinbuße eingespart.
Düngerkosten in drei Jahren um rund 45 €/ha gesenkt durch Bodenproben im 1-ha-Raster und teilflächenspezifische Grunddüngung.
Aussaat mit 12-reihiger Einzelkornsämaschine und Pflanzenschutz mit selbstfahrender 36-m-Feldspritze; Rübenaussaat auf 140 ha in einem normalen Frühjahr innerhalb von 6 Tagen.
Trocknung und Lagerung von rund 10.000 t Getreide und Raps verantwortet; Feuchte in drei Jahren immer innerhalb der Kontraktgrenzen, keine Abzüge.
Weizen und Raps über das ganze Jahr mit Vorkontrakten und Absicherung an der Warenterminbörse verkauft; 2025 im Schnitt rund 12 €/t über dem Erntepreis des örtlichen Landhandels.
In vier Jahren 180 ha auf Mulchsaat mit Zwischenfrüchten umgestellt, zum Teil über Agrarumweltmaßnahmen gefördert; Bodenbearbeitung im Frühjahr von 2 Überfahrten auf keine gesenkt.
Schlagkartei, Aufzeichnungen zu Pflanzenschutz und Düngung, Sammelantrag für die GAP-Direktzahlungen und Hagelversicherung geführt; in 9 Jahren kein verspäteter Antrag und keine Kürzung nach einer Vor-Ort-Kontrolle.
Nach Hagelschlag im Mai 60 ha Zuckerrüben neu gedrillt, den Schaden innerhalb von 48 Stunden der Hagelversicherung gemeldet und das Jahr 6 % unter dem Fünfjahresmittel abgeschlossen statt mit einem Totalausfall der Schläge.
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Kenntnisse für den Lebenslauf als Landwirt/in
Drei Gruppen: was Sie anbauen, was Sie fahren und wie Sie den Betrieb führen. Die dritte Gruppe fehlt in den meisten Lebensläufen, und gerade sie bringt Ihnen die Stelle als Betriebsleiter auf fremden Flächen.
Pflanzenbau und Anbau:
- Die angebauten Kulturen mit Namen und Hektar
- Bodenbearbeitung: Pflug, Mulchsaat, Strip-Till, Direktsaat, Zwischenfrüchte
- Bodenproben, Düngeplanung nach Düngeverordnung und teilflächenspezifische Düngung
- Bestandskontrolle: Unkräuter, Schädlinge und Krankheiten bestimmen
- Herbizidstrategie und Resistenzmanagement
- Steuerung der Beregnung, wenn Sie beregnen
- Sortenwahl und Streifenversuche auf dem eigenen Betrieb
Maschinen und Arbeitsabläufe:
- Traktoren nach PS-Klasse, Sämaschinen nach Reihen und Arbeitsbreite, Mähdrescher nach Leistungsklasse und Schneidwerksbreite
- Selbstfahrende und angehängte Feldspritzen, Arbeitsbreite, Düsenwahl und Auslitern
- RTK-Lenksystem, Teilbreitenschaltung, Ertragskartierung
- Getreidelogistik: Förderschnecken, Überladewagen, Trocknung, Lagerverwaltung
- Wartung auf dem Feld, Hydraulik, Schweißen und Reparaturen in der Saison
- Lkw- und Traktortransport, und Ihr Führerschein CE oder T, wenn Sie ihn haben
Betriebsführung und Aufzeichnungen:
- Agrarsoftware: John Deere Operations Center, 365FarmNet, eine Ackerschlagkartei oder eigene Tabellen
- Vermarktung von Getreide und Raps und einfache Absicherung an der Warenterminbörse
- GAP-Sammelantrag, Aufzeichnungen nach Düngeverordnung und Pflanzenschutzrecht, Versicherungen
- Pachtverhandlungen mit Verpächtern
- Produktionskosten je Hektar und je Dezitonne
- Einstellung, Einsatzplanung und Sicherheitsunterweisung von Saisonkräften
- Entscheidungen zu Kauf, Leasing und Abschreibung von Maschinen
Nachweise, Fortbildungen und Ausbildung, die in den Lebenslauf gehören
In der Landwirtschaft gibt es weniger Pflichtnachweise als im Handwerk, aber die vorhandenen haben Gewicht. Nennen Sie nur, was Sie wirklich haben.
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz. Pflicht für alle, die beruflich Pflanzenschutzmittel anwenden, und ausgestellt von der zuständigen Behörde des Bundeslandes (je nach Land Landwirtschaftskammer oder Pflanzenschutzdienst). Eine landwirtschaftliche Ausbildung erfüllt in der Regel die Voraussetzungen, sonst gibt es eine Sachkundeprüfung. Der Nachweis ist alle drei Jahre mit einer Fortbildung aufzufrischen; schreiben Sie „Fortbildung aktuell“ dazu.
- Fortbildungsabschlüsse statt amerikanischer Zertifikate. Der amerikanische Certified Crop Adviser hat in Deutschland keine direkte Entsprechung. Für Beratung oder Vertrieb zählen Staatlich geprüfte/r Agrarbetriebswirt/in, Landwirtschaftsmeister/in oder ein Studium der Agrarwissenschaften.
- QS oder GLOBALG.A.P., wenn Sie Obst, Gemüse oder Kartoffeln an den Handel liefern. Abnehmer fragen gezielt danach.
- Audit-Ergebnisse, wenn Sie an den Großhandel oder Lebensmittelhandel liefern. Nennen Sie Jahr und Ergebnis.
- Die Öko-Zertifizierung nach EU-Öko-Verordnung erhält der Betrieb über eine zugelassene Öko-Kontrollstelle, nicht Sie persönlich. Schreiben Sie „Betrieb seit 2021 ökologisch zertifiziert (EU-Öko-Verordnung)“ und nicht so, als wäre es Ihr persönlicher Abschluss.
- Führerschein, wenn Sie ihn haben. Klasse T für Traktoren bis 60 km/h, Klasse CE für Lkw. Für Fahrten für den eigenen land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb gibt es Ausnahmen, etwa von der Pflicht zur Schlüsselzahl 95 (Berufskraftfahrerqualifikation); schreiben Sie, was Sie haben, statt zu raten, was nötig ist.
- Sicherheitsschulungen, die Arbeitgeber und Versicherungen gern sehen: Arbeiten in Silos und Behältern, Ladungssicherung, Erste Hilfe, Straßenfahrt mit breiten Maschinen, Angebote der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).
- Ausbildung: Die dreijährige Ausbildung zum Landwirt oder zur Landwirtin ist die übliche Grundlage, danach folgen die Fachschule (Staatlich geprüfte/r Agrarbetriebswirt/in), die Meisterprüfung zum Landwirtschaftsmeister oder zur Landwirtschaftsmeisterin oder ein Studium. Für Betriebsleiterstellen und die Agrarwirtschaft helfen sie deutlich; Lehrgänge der Landwirtschaftskammer und Fortbildungen von Verbänden sind ebenfalls eine Zeile wert.
Wenn Sie auf dem Hof aufgewachsen sind, aber nie eine Stellenbezeichnung hatten
Viele fahren seit dem 16. Lebensjahr Traktor und haben trotzdem nichts, was nach einem Werdegang aussieht. Das ist eine Frage der Darstellung, nicht der Erfahrung.
- 1Geben Sie dem Familienbetrieb einen richtigen Eintrag: Betrieb, Ihre Funktion (Mitarbeit, dann Maschinenführer, dann Betriebsleitung), Zeitraum und Hektar. Der Hof ist ein Unternehmen, und das zählt.
- 2Teilen Sie den Eintrag in Funktionen auf, wenn Ihre Verantwortung gewachsen ist, damit man die Entwicklung sieht statt eines Blocks über fünfzehn Jahre.
- 3Nennen Sie die Maschinen mit Größe und die Arbeiten, die Sie allein erledigt haben. „300 ha Rüben allein mit 12-reihiger Einzelkornsämaschine gedrillt“ sagt mehr als jeder Titel.
- 4Ergänzen Sie Saison- und Lohnarbeit: Erntekolonnen, Rübenroden im Lohn, Pflanzenschutz im Lohn, Getreidetransport, Getreideannahme beim Landhandel in der Ernte.
- 5Machen Sie den Sachkundenachweis Pflanzenschutz, bevor Sie sich bewerben, falls Ihre Ausbildung ihn nicht schon abdeckt. Er ist überprüfbar und unterscheidet Sie von jemandem, der nur Traktor gefahren ist.
- 6Nennen Sie Landjugend, Maschinenring, ein Amt im Bauernverband oder im Ortsverein. In der Landwirtschaft gilt das als Ansehen im Dorf, nicht als Füllmaterial.
Aussaat, Pflanzenschutz und Ernte auf dem Ackerbaubetrieb der Familie mit 360 ha Weizen, Raps und Zuckerrüben ab dem 16. Lebensjahr, seit 2019 Einzelkornsaat allein, seit 2022 Entscheidungen zu Sorten und Düngung auf 120 ha.
2 Erntesaisons in der Kolonne eines Lohnunternehmens auf rund 3.600 ha in 3 Bundesländern, Mähdrescher und Überladewagen gefahren und Getreide mit Führerschein CE transportiert.
In der Erntezeit bei der Getreideannahme eines Landhandels gearbeitet, 400 bis 600 Fuhren pro Woche angenommen, Proben auf Feuchte und Hektolitergewicht untersucht und die Gosse bedient.
Aufbau, Länge und Formulierungen
- Eine bis zwei Seiten. Zwei sind in Deutschland normal, wenn Sie mehrere Betriebe, Förderprogramme und Maschinen aufführen.
- Ergänzen Sie oben einen kurzen Block „Betrieb auf einen Blick“: Hektar, Kulturen, Bodenbearbeitung, Lagerkapazität, Beregnung, wichtigste Maschinen. Jeder in der Branche liest das in fünf Sekunden.
- Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig, das Geburtsdatum ebenso. Für eine Betriebsleiterstelle oder eine Stelle in der Agrarwirtschaft wird meist ein Anschreiben erwartet. Für Verpächter oder die Bank bleibt der Lebenslauf genauso schlicht.
- PDF, eine Spalte. Agrarunternehmen und Genossenschaften sichten mit denselben Bewerbersystemen wie alle anderen.
- Übernehmen Sie Begriffe aus der Anzeige: Pflanzenbau, Bestandsführung, teilflächenspezifisch, Precision Farming, Mulchsaat, Zwischenfrüchte, Vermarktung, GAP-Antrag, Düngeverordnung, Sachkundenachweis Pflanzenschutz und die Kulturen.
- Verwenden Sie die üblichen Einheiten: Dezitonnen oder Tonnen pro Hektar, und nennen Sie Landkreis oder Region, dazu gern die Ackerzahl, denn ein Ertrag bedeutet nur im Vergleich zu den Böden vor Ort etwas.
- Wenn Sie Gemüse oder Sonderkulturen anbauen, ersetzen Sie Dezitonnen durch die Einheiten Ihrer Abnehmer: Kisten, Kilo, Solawi-Anteile, Markttage, Gastronomiekunden.
Haben Sie im Ausland gewirtschaftet, etwa in den USA oder in Kanada, rechnen Sie Acres und Bushels in Hektar und Dezitonnen um, denn ein deutscher Leser rechnet nicht selbst. Ein Halbsatz genügt: „320 ha (rund 790 Acres) Weizen, Gerste und Raps“.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Landwirt/in?
Behandeln Sie den Hof als Unternehmen, das Sie geführt haben. Geben Sie ihm einen Eintrag mit Zeitraum, Hektar und Kulturen und darunter Stichpunkte mit echten Zahlen: Erträge im Vergleich zum Landkreis, Kosten pro Hektar, Lagerkapazität, Maschinengrößen, Größe des Teams. Ergänzen Sie Nachweise, Agrarsoftware und Ihre Aufzeichnungen. Eine bis zwei Seiten.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf eines Landwirts im Ackerbau?
Pflanzenbau (Bodenbearbeitung, Düngeplanung, Bestandskontrolle, Herbizidstrategie, Beregnung), Maschinen (Traktoren mit PS, Sämaschine mit Reihen, Mähdrescher mit Schneidwerksbreite, Spritze mit Arbeitsbreite, RTK und Ertragskartierung) und Betriebsführung (Vermarktung, GAP-Antrag und Aufzeichnungen, Produktionskosten, Pachtverhandlungen, Anleitung von Saisonkräften).
Wie beschreibe ich landwirtschaftliche Arbeit im Lebenslauf?
Über Umfang und Ergebnis, nicht über die Jahreszeit. „480 ha Weizen, Zuckerrüben und Raps auf 38 Schlägen“ und dazu „96 dt/ha Weizen im Fünfjahresmittel, rund 7 % über dem Landkreis“ schlägt „alle Arbeiten in Aussaat, Pflanzenschutz und Ernte erledigt“. Hängen Sie an jede Aussage Hektar, Dezitonnen, Euro pro Hektar oder Tage.
Welche Nachweise brauchen Landwirt/innen?
Der wichtigste ist der Sachkundenachweis Pflanzenschutz der zuständigen Behörde Ihres Bundeslandes mit Fortbildung alle drei Jahre. Dazu kommen Führerschein T oder CE, Schulungen zu Silos und Behältern, Ladungssicherung und Erste Hilfe. Wer Obst oder Gemüse an den Handel liefert, nennt QS oder GLOBALG.A.P. und die letzten Audit-Ergebnisse.
Gehört der Familienbetrieb in den Lebenslauf?
Ja, als richtiger Eintrag mit Betrieb, Ihrer Funktion, Zeitraum und Hektar. Teilen Sie ihn in Funktionen auf, wenn Sie von der Mitarbeit zur Betriebsleitung gewachsen sind, und sagen Sie, welche Entscheidungen wann Ihre wurden. Arbeit im Familienbetrieb ist Berufserfahrung; lassen Sie sie weg, entsteht eine Lücke, die Sie dann erklären müssen.
Wie sieht ein gutes Berufsziel im Lebenslauf eines Landwirts aus?
Nennen Sie die Art von Betrieb, die Sie suchen, und was Sie mitbringen. Zum Beispiel: „Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt mit sechs Saisons Vollzeit in der Landwirtschaft, sucht eine Stelle als Betriebsleiter im Ackerbau oder in einem Gemüsebaubetrieb, mit Sachkundenachweis Pflanzenschutz, Führerschein CE und Erfahrung in Aussaat und Ernte auf 970 ha.“
Sieht der Lebenslauf für Verpächter oder die Bank anders aus?
Ja. Ein Verpächter will Erträge, Maßnahmen zum Boden- und Gewässerschutz, wie lange Sie Pachtverträge halten, Versicherungen und wie sorgfältig Sie Aufzeichnungen führen. Die Bank will Ertragshistorie, Fläche und formale Qualifikation, zusammen mit einem Betriebskonzept. Eine Bewerbung als Betriebsleiter braucht dagegen bewirtschaftete Hektar, Maschinen und die Größe des Teams.
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