Lebenslauf für Ausbilderinnen und Ausbilder: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf als Ausbilder/in muss zwei Dinge zugleich belegen: dass Sie im Beruf glaubwürdig sind und dass Sie ihn vermitteln können. Nennen Sie Berufsabschluss, Meisterbrief oder Ausbildereignung (AEVO) und Ihre Jahre im Beruf, dann Ihre Zahlen aus der Ausbildung: Teilnehmende, Bestehensquoten, Abschlüsse und Vermittlung in Arbeit. Unten finden Sie ein vollständiges Muster sowie Profiltexte, Stichpunkte und Kenntnisse.
Lebenslauf-Muster für Ausbilderinnen und Ausbilder (Elektrotechnik)
Dieses Muster zeigt einen Elektrotechnikermeister, der neun Jahre im Beruf gearbeitet hat, bevor er in die Ausbildung wechselte, und heute den Bereich Elektrotechnik bei einem Bildungsträger leitet. Name und Einrichtungen sind erfunden. Ersetzen Sie Beruf, Nachweise und Zahlen durch Ihre eigenen.
Markus Wittlich
Leitender Ausbilder Elektrotechnik
Hannover · 0511 555 0134 · markus.wittlich@beispiel.de
Profil
Ausbilder für Elektrotechnik mit 11 Jahren in der beruflichen Bildung und 9 Jahren im Beruf als Auszubildender, Geselle und Obermonteur, Elektrotechnikermeister. Unterrichtet rund 120 Teilnehmende pro Jahr in 5 Lehrgängen, mit 88 % Bestehensquote im ersten Anlauf in der Gesellenprüfung und 81 % Beschäftigung innerhalb von 6 Monaten. Geprüfter Berufspädagoge (IHK), Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss. Neuaufbau der Ausbildungswerkstatt nach aktuellem Stand der DIN VDE 0100.
Berufserfahrung
Leitender Ausbilder Elektrotechnik und Koordinator Umschulung · Bildungsträger für Umschulung und überbetriebliche Ausbildung, Hannover
08/2019 – heute
- Unterricht in 5 Lehrgängen pro Jahr für rund 120 Teilnehmende in Gebäudeinstallation, gewerblichen Anlagen, Steuerungstechnik, Normen und Schaltplänen, mit rund sechs Stunden Werkstatt auf eine Stunde Theorie.
- Bestehensquote der Umschülerinnen und Umschüler in der Gesellenprüfung im ersten Anlauf in vier Jahren von 68 % auf 88 % gesteigert, mit wöchentlichen Übungen zum Nachschlagen in den VDE-Normen und zwei vollständigen Probeprüfungen.
- 81 % der Absolventinnen und Absolventen innerhalb von 6 Monaten in Beschäftigung, gestützt auf einen Beirat mit 11 Elektrobetrieben und 4 Firmenkontakttage pro Jahr.
- Neuaufbau der Ausbildungswerkstatt mit 24 Arbeitsplätzen nach aktuellem Stand der DIN VDE 0100: Leistungsverzeichnis für die Ausstattung über 160.000 € erstellt, Audit zur Maßnahmezulassung ohne Abweichungen.
- Lehrgänge zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) und Sicherheitsunterweisungen für Unternehmen der Region, rund 200 Teilnehmende pro Jahr.
- Einarbeitung und Begleitung von 3 nebenberuflichen Lehrkräften in Unterrichtsplanung, kompetenzorientierter Bewertung und Aufsicht in der Werkstatt.
Ausbilder in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, Elektrotechnik · Bildungszentrum einer Handwerkskammer
09/2015 – 07/2019
- Lehrgänge in Wochenblöcken für 4 Ausbildungsjahrgänge mit je 22 bis 28 Auszubildenden, vom ersten bis zum vierten Ausbildungsjahr.
- Abschlussquote der betreuten Jahrgänge von 64 % auf 79 % gesteigert, mit einer Lernstandskontrolle zur Mitte des Ausbildungsjahres, die gefährdete Auszubildende vor der Prüfung erkennt, und Rückmeldung an die Betriebe.
- 6 neue Werkstattübungen zu Steuerungstechnik und Rohrbiegen entwickelt, die zwei weitere Bildungszentren der Kammer übernommen haben.
- Abstimmung mit 30 Ausbildungsbetrieben zu Ausbildungsnachweisen und Ausbildungsstand der Auszubildenden.
Auszubildender, dann Geselle und Obermonteur, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik · Elektrobetrieb für Gewerbe- und Industriebau
08/2006 – 08/2015
- Führung von Montagetrupps mit 4 bis 9 Personen bei Gewerbeausbau, Schulsanierungen und leichtem Industriebau mit Auftragswerten von 70.000 € bis 2,1 Mio. €.
- Duale Ausbildung (3,5 Jahre) im Betrieb und an der Berufsschule, Gesellenprüfung im ersten Anlauf; berufsbegleitend Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk.
- 14 Auszubildende auf Baustellen angeleitet; 11 davon schlossen ihre Ausbildung ab und bestanden die Gesellenprüfung.
Ausbildung
Geprüfter Berufspädagoge (IHK), berufsbegleitende Fortbildung
Industrie- und Handelskammer Hannover, 2018
Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk (Teile I bis IV)
Handwerkskammer Hannover, 2013
Zertifikate
- Ausbildereignung nach AEVO (Teil IV der Meisterprüfung), Handwerkskammer Hannover, 2013
- Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss der Elektro-Innung, seit 2020
- Fortbildung Prüfen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel (DGUV Vorschrift 3), 2024
- Fortbildung Blended Learning in der beruflichen Bildung, 2022
- Erste-Hilfe-Kurs (9 UE), betrieblicher Ersthelfer, 2025
Kenntnisse
Worauf Bildungszentren, Träger und Ausbildungsleitungen achten
Eingestellt wird von der Leitung eines Bildungszentrums, eines Bildungsträgers oder einer betrieblichen Ausbildungsabteilung. Die Fragen unterscheiden sich je nach Umfeld etwas, der Kern ist gleich.
- Sind Sie im Beruf glaubwürdig? Jahre im Beruf, Abschlüsse und die erreichte Stufe (Gesellin oder Geselle, Meisterin oder Meister, Technikerin oder Techniker, Vorarbeiterin oder Vorarbeiter, Obermonteurin oder Obermonteur). Auszubildende testen das in der ersten Woche.
- Können Sie unterrichten oder nur selbst arbeiten? Gruppengrößen, Lehrgänge, eigene Unterlagen und wie Sie eine praktische Fertigkeit bewerten. „Neue Kollegen eingearbeitet“ ist nicht dasselbe, wie einen Lehrgang zu leiten.
- Bestehen Ihre Teilnehmenden und finden sie Arbeit? Bestehensquoten, Abschlussquoten, Beschäftigung nach sechs Monaten, Rückmeldungen der Betriebe. Bei Maßnahmen, die von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter gefördert werden, spielen solche Zahlen eine wichtige Rolle, deshalb sucht die Leitung danach.
- Übernehmen Sie Aufgaben rund um die Lehrgänge? Zulassung und Qualitätsmanagement, Budget für die Ausstattung, Beiräte, Sicherheit in der Werkstatt, Kontakte zu Betrieben, Prüfungsausschüsse.
- Haben Sie die Ausbildereignung? Wer ausbildet, braucht nach dem Berufsbildungsgesetz neben der fachlichen auch die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, meist nachgewiesen durch die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) vor IHK oder HWK oder durch die Meisterprüfung. Sagen Sie ehrlich, wo Sie stehen.
“Ihr Berufsabschluss sagt mir, dass Sie die Arbeit können. Ihre Bestehensquote sagt mir, dass Sie sie vermitteln können. Ein Lebenslauf mit nur einem von beiden lässt mich raten, und meistens rate ich falsch.”
Profiltexte für Ausbilderinnen und Ausbilder
Drei bis vier Zeilen: Glaubwürdigkeit im Beruf, Umfang der Ausbildung und eine Ergebniszahl. Setzen Sie Meisterbrief oder Ausbildereignung in den ersten Satz, wenn die Stelle sie verlangt.
Ausbilder für Schweißtechnik mit 8 Jahren in der Ausbildung und 12 Jahren im Stahl- und Rohrleitungsbau. Unterrichtet rund 90 Teilnehmende pro Jahr in 4 Lehrgängen; 92 % bestehen die Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1 im ersten Anlauf. Schweißfachmann und verantwortlich für eine Werkstatt mit 18 Schweißkabinen.
Ausbilderin in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung für Anlagenmechanik SHK, 4 Jahrgänge mit je 24 Auszubildenden vom ersten bis zum vierten Ausbildungsjahr. Abschlussquote mit einer Lernstandskontrolle zur Jahresmitte von 61 % auf 78 % gesteigert; Abstimmung mit 26 Ausbildungsbetrieben.
Technischer Trainer für Geräte- und Sicherheitsschulungen mit rund 400 Servicetechnikerinnen und Servicetechnikern pro Jahr an 9 Standorten. Einarbeitungszeit bis zur vollen Einsatzfähigkeit mit Kompetenz-Checklisten und Begleitschichten von 14 auf 9 Wochen verkürzt. Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge (IHK).
Praxisanleiterin mit 10 Jahren als Pflegefachfrau in der stationären Langzeitpflege und berufspädagogischer Weiterbildung zur Praxisanleitung. Begleitet jedes Jahr 16 Auszubildende in der Pflegeausbildung; 94 % bestanden die praktische Prüfung im ersten Anlauf, 86 % wurden nach der Ausbildung übernommen.
Meister im Kälteanlagenbauer-Handwerk mit 16 Jahren im gewerblichen Kundendienst, davon 6 Jahre als Obermonteur, der 12 Auszubildende bis zur Gesellenprüfung begleitet hat. Sachkunde für den Umgang mit Kältemitteln, Ausbildereignung mit der Meisterprüfung. Sucht eine Vollzeitstelle als Ausbilder; Fortbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK) läuft.
Aufgaben als Ausbilder/in als Stichpunkte im Lebenslauf
Die Aufgaben sind Unterricht, Bewertung, Lehrgangsentwicklung, Sicherheit und Kontakt zu den Betrieben. Hier ist jede als Ergebnis formuliert.
| Schwach (eine Aufgabe) | Stark (ein Ergebnis) |
|---|---|
| Unterricht für Auszubildende und Umschüler. | 5 Lehrgänge pro Jahr für rund 120 Teilnehmende in Gebäudeinstallation, Steuerungstechnik, Normen und Schaltplänen, mit rund sechs Stunden Werkstatt auf eine Stunde Theorie. |
| Vorbereitung auf die Gesellenprüfung. | Bestehensquote in der Gesellenprüfung im ersten Anlauf in vier Jahren von 68 % auf 88 % gesteigert, mit wöchentlichen Normenübungen und zwei vollständigen Probeprüfungen. |
| Erstellung von Lehrgangsunterlagen. | 6 neue Werkstattübungen zu Steuerungstechnik und Rohrbiegen geschrieben, von zwei weiteren Bildungszentren der Kammer übernommen. |
| Für Sicherheit in der Werkstatt gesorgt. | Werkstatt mit 24 Arbeitsplätzen nach den fünf Sicherheitsregeln und mit konsequenter PSA-Pflicht geführt; in 4 Jahren kein meldepflichtiger Unfall. |
| Zusammenarbeit mit Betrieben. | Beirat mit 11 Elektrobetrieben und 4 Firmenkontakttage pro Jahr organisiert; 81 % der Absolventinnen und Absolventen innerhalb von 6 Monaten in Beschäftigung. |
| Unterstützung schwächerer Teilnehmender. | Lernstandskontrolle zur Jahresmitte eingeführt, die gefährdete Auszubildende früh erkennt; Abschlussquote in drei Jahren von 64 % auf 79 % gesteigert. |
| Verwaltung der Ausstattung. | Leistungsverzeichnis für die Werkstattausstattung über 160.000 € nach aktuellem Normenstand erstellt, Audit zur Maßnahmezulassung ohne Abweichungen. |
| Sicherheitsschulungen durchgeführt. | Rund 200 Teilnehmende pro Jahr aus Unternehmen der Region zur elektrotechnisch unterwiesenen Person geschult. |
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Kenntnisse im Lebenslauf für Ausbilderinnen und Ausbilder
Gruppieren Sie in fachliche, pädagogische und organisatorische Kenntnisse. Die Leitung eines Bildungszentrums liest alle drei, eine betriebliche Ausbildungs- oder Trainingsleitung vor allem die zweite und dritte.
Fachliche Kenntnisse:
- Ihr Beruf auf der Stufe, auf der Sie ihn ausgeübt haben, mit den Anlagen, Werkzeugen und Geräten, die Sie unterrichten können
- Die Normen und Regeln Ihres Fachs mit genauer Bezeichnung und wie aktuell Ihr Stand ist
- Systematische Fehlersuche, die am schwersten zu vermitteln und am meisten gefragt ist
- Ausstattungsplanung, Wartung und Einrichtung der Werkstatt
- Branchensoftware und Systeme, die Auszubildende in ihrer ersten Stelle brauchen
Pädagogische Kenntnisse:
- Kompetenzorientierte Lehrgangsplanung nach Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan, Arbeitsanalyse und überprüfbare Lernziele
- Bewertung praktischer Fertigkeiten: Bewertungsbögen, Arbeitsproben, Abnahmen
- Prüfungsvorbereitung, einschließlich der Auswertung, an welchen Aufgaben Teilnehmende scheitern
- Unterricht mit Erwachsenen und Binnendifferenzierung in gemischten Gruppen
- Gruppenführung in Unterrichtsraum und Werkstatt, einschließlich Sicherheitsdisziplin
- Lernplattformen: Moodle, ILIAS oder die Plattform des Unternehmens
- Blended Learning und Online-Anteile für die Theorie, wo der Beruf es zulässt
Organisation und Betrieb:
- Ausbildungsordnung, Ausbildungsnachweise und Abstimmung mit Ausbildungsbetrieben, Kammer und Berufsschule
- Maßnahmezulassung nach AZAV und Qualitätsmanagement beim Bildungsträger
- Beiräte, Praktika in Betrieben und Firmenkontakttage
- Budget, Fördermittel und Beschaffung von Ausstattung
- Auswertung von Teilnehmerzahlen, Abbrüchen, Abschlüssen und Vermittlung
- Einarbeitung nebenberuflicher oder neuer Ausbilderinnen und Ausbilder
Nachweise: Berufsabschluss und Ausbildereignung
Für diese Tätigkeit brauchen Sie zwei Arten von Nachweisen, und die zweite wird oft vergessen. Nennen Sie nur, was Sie wirklich haben, mit Jahr und, wo es darauf ankommt, Gültigkeit.
- Ihr Berufsabschluss auf der tatsächlichen Stufe: Gesellen- oder Facharbeiterbrief, Meisterbrief, staatlich geprüfte Technikerin oder staatlich geprüfter Techniker. Nennen Sie Kammer oder Schule und Jahr.
- Fachliche Nachweise Ihres Berufs, etwa Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606, die Sachkunde für Kältemittel, die Qualifikation als Elektrofachkraft oder die Berufszulassung in einem Gesundheitsberuf.
- Die Ausbildereignung: Nach dem Berufsbildungsgesetz braucht, wer ausbildet, neben der fachlichen auch die berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Nachweis ist meist die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO vor IHK oder HWK; im Handwerk ist sie als Teil IV in der Meisterprüfung enthalten. Nennen Sie Kammer und Jahr.
- Berufspädagogische Fortbildungen der Kammern, etwa Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin (IHK) oder Geprüfte/r Berufspädagoge/-pädagogin (IHK). Sie zeigen eine pädagogische Qualifikation über die AEVO hinaus. Die Abschlussbezeichnungen können sich mit neuen Fortbildungsordnungen ändern; übernehmen Sie die Bezeichnung aus Ihrem Zeugnis.
- Die Berufsschule ist ein anderer Weg: Wer dort unterrichtet, braucht in der Regel ein Lehramt an berufsbildenden Schulen oder einen Seiteneinstieg; für den fachpraktischen Unterricht haben die Länder eigene Wege für Meisterinnen, Meister, Technikerinnen und Techniker. Verwechseln Sie die beiden Stellen im Lebenslauf nicht.
- Mitarbeit in Prüfungsausschüssen von Kammern oder Innungen. Sie ist ehrenamtlich, wird aber hoch geschätzt, weil Sie die Prüfung von innen kennen.
- Für Trainerinnen und Trainer in Unternehmen: eine anerkannte Trainerausbildung sowie Herstellerschulungen, die Sie zum Schulen bestimmter Geräte oder Anlagen berechtigen, mit Hersteller und Jahr.
- Erste Hilfe, in den meisten Werkstätten erwartet; als betriebliche Ersthelferin oder betrieblicher Ersthelfer ein Pluspunkt.
- Erfinden Sie keine Qualifikation. Fehlt Ihnen die Ausbildereignung noch, nennen Sie den Weg und den Prüfungstermin, denn Bildungszentren haben damit in jeder Einstellungsrunde zu tun.
Aus dem Beruf in die Ausbildung wechseln
Die meisten Ausbilderinnen und Ausbilder kommen aus dem Beruf, nicht aus einem pädagogischen Studium, und viele Bildungszentren suchen Personal. Das Problem: Ihr Lebenslauf liest sich wie der einer Fachkraft. So richten Sie ihn auf die neue Rolle aus.
- 1Ändern Sie die Bezeichnung unter Ihrem Namen in „Ausbilder/in“ oder in die genaue Bezeichnung aus der Anzeige und lassen Sie die fachliche Glaubwürdigkeit im Profil und bei den Abschlüssen wirken.
- 2Suchen Sie jede Stunde, in der Sie schon ausgebildet haben: Auszubildende auf der Baustelle, Sicherheitsunterweisungen, Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, Herstellerschulungen, die Sie gehalten haben, ein Kurs an der Meisterschule oder in der Innung.
- 3Hängen Sie Ergebnisse an: wie viele Auszubildende Sie betreut haben, wie viele abgeschlossen und die Gesellenprüfung bestanden haben, wie schnell neue Kolleginnen und Kollegen voll einsatzfähig waren.
- 4Legen Sie die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) ab, falls Sie sie nicht schon mit der Meisterprüfung haben. Sie ist ein anerkannter, bundesweit gültiger Nachweis und bringt sofort eine pädagogische Qualifikation in Ihren Lebenslauf.
- 5Prüfen Sie, ob eine berufspädagogische Fortbildung der Kammer zu Ihrem Ziel passt, und nennen Sie Ihren Stand. Für den fachpraktischen Unterricht an einer Berufsschule informieren Sie sich bei der Schulbehörde Ihres Landes.
- 6Schreiben Sie einen Absatz dazu, wie Sie eine praktische Fertigkeit vermitteln: vormachen, anleiten, beobachten, abnehmen, ähnlich der Vier-Stufen-Methode aus der AEVO. Das zeigt, dass Sie über Unterricht nachgedacht haben, nicht nur über den Beruf.
- 7Übernehmen Sie zuerst nebenberuflich einen Abendkurs, etwa in der Meistervorbereitung oder bei einem Bildungsträger. Ein solcher Kurs und Ihr beruflicher Werdegang machen Ihre Bewerbung für eine feste Stelle stark.
In 6 Jahren 14 Auszubildende auf Gewerbebaustellen angeleitet, unter anderem beim Rohrbiegen, beim Anschließen von Verteilern und bei normgerechter Ausführung; 11 schlossen die Ausbildung ab und bestanden die Gesellenprüfung.
Dreiwöchige Einarbeitung für neue Servicetechnikerinnen und Servicetechniker aufgebaut und durchgeführt; Zeit bis zur vollen Einsatzfähigkeit bei 40 Neueinstellungen von 14 auf 9 Wochen verkürzt.
Wöchentliche Sicherheitsunterweisungen für 20 bis 35 Beschäftigte auf der Baustelle und die Auffrischung zum Freischalten nach den fünf Sicherheitsregeln durchgeführt; 18 Monate ohne meldepflichtigen Unfall auf dem Projekt.
Ausbildereignungsprüfung (AEVO) vor der Handwerkskammer 2025 bestanden; Fortbildung zum Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK) seit 2026, Prüfung voraussichtlich im Frühjahr 2027.
Aufbau, Länge und Schlüsselwörter
- Zwei Seiten sind hier normal, weil Sie zwei Laufbahnen zeigen: den Beruf und die Ausbildung. Kürzen Sie ältere Jahre im Beruf auf weniger Stichpunkte.
- Reihenfolge: Kopf mit Zielbezeichnung, Profil, Abschlüsse und Nachweise, Erfahrung in der Ausbildung, Berufserfahrung, Bildungsweg, Fortbildungen. Die Nachweise stehen weit oben, weil sie bei der Vorauswahl geprüft werden.
- Teilen Sie die Erfahrung in „Ausbildung und Lehrgänge“ und „Berufserfahrung“, wenn sich beides zeitlich überschneidet. Das liest sich klarer als eine gemischte Liste.
- Eine Spalte, schlichte Überschriften. Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Viele Kammern, Bildungsträger und Unternehmen nutzen Bewerbungsportale, die schlichte Layouts am besten lesen.
- Nennen Sie Ergebnisse, wo sie erfasst werden: Bestehensquoten, Abschlüsse, Vermittlung, Abbrüche. Solche Zahlen dokumentieren Träger und Kammern, und die Leitung kann sie meist prüfen.
- Führen Sie Fortbildungen gesondert auf, mit Stunden oder Kursnamen. Wer ausbildet, muss fachlich auf dem aktuellen Stand bleiben, und das wollen Arbeitgeber sehen.
- PDF, sofern nichts anderes verlangt ist. Dateiname: Vorname-Nachname-Lebenslauf-Ausbilder.pdf.
- Österreich und die Schweiz: Dort gelten eigene Regeln für die Ausbildung von Lehrlingen und Lernenden, etwa die Ausbilderprüfung in Österreich oder der Kurs für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner in der Schweiz. Behalten Sie den Aufbau und tauschen Sie die Bezeichnungen der Nachweise aus.
Begriffe aus der Anzeige, die Sie übernehmen, wenn sie zutreffen: berufliche Bildung, Ausbildereignung, AEVO, kompetenzorientierte Ausbildung, Lehrgangsplanung, Lernziele, praktische Unterweisung, Arbeitsproben, überbetriebliche Ausbildung, Umschulung, Gesellenprüfung, Abschlussprüfung, Ausbildungsrahmenplan, Kooperation mit Betrieben, Maßnahmezulassung, Vermittlungsquote, Arbeitssicherheit, Erwachsenenbildung, Lernplattform.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Ausbilder/in?
Zeigen Sie fachliche Glaubwürdigkeit und pädagogisches Können auf derselben Seite. Beginnen Sie mit einem Profil, das Abschluss, Jahre im Beruf und Jahre in der Ausbildung nennt, und setzen Sie Nachweise wie Meisterbrief und AEVO weit nach oben. Trennen Sie Erfahrung in der Ausbildung und im Beruf und hängen Sie Ergebnisse an: Bestehensquoten, Abschlüsse, Vermittlung. Zwei Seiten, schlichtes Layout.
Welche Aufgaben hat ein Ausbilder oder eine Ausbilderin?
Einen Beruf in Unterrichtsraum und Werkstatt vermitteln, Lehrgänge kompetenzorientiert planen, praktische Fertigkeiten bewerten, auf Prüfungen vorbereiten, die Werkstatt sicher und gut ausgestattet halten und den Kontakt zu Betrieben pflegen. In der betrieblichen Ausbildung kommen Ausbildungspläne, Ausbildungsnachweise und die Abstimmung mit Berufsschule und Kammer dazu.
Wie wechsle ich aus meinem Beruf in die Ausbildung?
Ändern Sie Ihre Bezeichnung in Ausbilder/in und zeigen Sie jede Stunde, in der Sie schon ausgebildet haben: betreute Auszubildende, Einarbeitungen, Sicherheitsunterweisungen, Herstellerschulungen. Hängen Sie Ergebnisse an, etwa wie viele Auszubildende abgeschlossen oder bestanden haben. Legen Sie die AEVO-Prüfung ab, falls Sie sie noch nicht haben, und übernehmen Sie zuerst nebenberuflich einen Kurs.
Welche Qualifikationen braucht ein Ausbilder oder eine Ausbilderin?
Ihren Berufsabschluss auf der tatsächlichen Stufe und die Ausbildereignung, meist nachgewiesen durch die AEVO-Prüfung vor IHK oder HWK oder als Teil der Meisterprüfung. Berufspädagogische Fortbildungen der IHK, Prüfertätigkeit und fachliche Zusatzqualifikationen kommen hinzu. Für den Unterricht an einer Berufsschule gelten andere Voraussetzungen, meist ein Lehramt an berufsbildenden Schulen.
Welche Zahlen gehören in den Lebenslauf eines Ausbilders?
Teilnehmende pro Jahr, Gruppen- und Jahrgangsgrößen, Bestehensquoten im ersten Anlauf, Abschlussquoten, Beschäftigung nach sechs Monaten, Unfallfreiheit in der Werkstatt und selbst entwickelte Lehrgänge oder Unterlagen. Bei geförderten Maßnahmen und in der überbetrieblichen Ausbildung werden solche Zahlen erfasst, deshalb achtet die Leitung besonders darauf.
Wie lang sollte der Lebenslauf eines Ausbilders sein?
Zwei Seiten, weil Sie zwei Laufbahnen zeigen. Geben Sie den Stellen in der Ausbildung vollständige Stichpunkte, kürzen Sie ältere Jahre im Beruf und führen Sie Fortbildungen in einem kurzen eigenen Block, weil Arbeitgeber sehen wollen, dass Sie fachlich aktuell sind.
Sieht der Lebenslauf für Trainerinnen und Trainer in Unternehmen anders aus?
Etwas. Personalentwicklung oder Trainingsleitung im Unternehmen achten weniger auf Kammerprüfungen und mehr auf Einarbeitungszeit, Zahl der Geschulten, Lernerfolg und Kosten pro Teilnehmenden. Beginnen Sie mit diesen Zahlen, lassen Sie den Berufsabschluss für die Glaubwürdigkeit sichtbar und nennen Sie die Plattformen und Autorenwerkzeuge, mit denen Sie schulen.
Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?
Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.
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