Lebenslauf für Lokführer/innen: Beispiele und Anleitung

In Deutschland heißt der Beruf offiziell Triebfahrzeugführer/in, umgangssprachlich Lokführer/in, und der Lebenslauf ist zuerst ein Sicherheitsnachweis. Zeigen Sie Ihren Triebfahrzeugführerschein mit Gültigkeit, die Zusatzbescheinigung mit Klassen und Baureihen, Ihre Streckenkenntnis, die Züge und Lasten, die Sie gefahren haben, und eine saubere Bilanz ohne Signalüberfahrung und ohne gefährliche Ereignisse.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Lokführer/in oder Triebfahrzeugführer/in: welche Stelle Sie meinen

„Lokführer/in“ ist der geläufige Name, in Verordnungen, Ausbildungsordnungen und vielen Stellenanzeigen steht Triebfahrzeugführer/in, kurz Tf. Nennen Sie im Lebenslauf beide Begriffe, denn Personalabteilungen und Bewerbermanagementsysteme suchen nach beiden. Mehr als alles andere verändert aber die Art der Bahn, bei der Sie sich bewerben, Ihren Lebenslauf.

  • Güterverkehr bei einer großen oder privaten Güterbahn: lange, schwere Züge, Schichtdienst rund um die Uhr, Übernachtungen auswärts und kurzfristige Dienständerungen. Eingestellt wird nach Führerschein, Zusatzbescheinigung, Streckenkenntnis und Erfahrung in der Zugführung.
  • Personenverkehr im Regional- und Fernverkehr: fester Fahrplan, Halte an Bahnhöfen, Türen, Fahrgäste und Pünktlichkeit. Die Stellen sind begehrt, und Fahrplandisziplin zählt mehr als Zuglast.
  • S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn: Die S-Bahn fährt nach Eisenbahnrecht mit Triebfahrzeugführerschein. U-Bahn und Straßenbahn fallen unter eigene Vorschriften (BOStrab), die Verkehrsbetriebe bilden selbst aus, und der Einstieg gelingt oft aus dem Busfahrdienst.
  • Rangierdienst: Rangierbegleiter/in und Triebfahrzeugführer/in Klasse A für Rangierloks und Bauzüge sind ein häufiger Einstieg in den Eisenbahnbetrieb. Viele Unternehmen qualifizieren aus dem Rangierdienst intern zur Klasse B weiter; Quereinsteiger/innen können die Funktionsausbildung aber auch direkt beginnen.

Lebenslauf-Muster für Triebfahrzeugführer/innen (Güterverkehr, 11 Jahre im Bahnbetrieb)

Ein bis zwei Seiten für einen Lokführer mit sechs Jahren im Streckendienst nach fünf Jahren im Rangierdienst. Name und Unternehmen sind erfunden. Führerschein, Zusatzbescheinigung und Streckenkenntnis stehen weit oben, und die Sicherheitsbilanz ist das wichtigste Ergebnis, keine Fußnote. Genau so wird ein Lebenslauf bei der Bahn gelesen.

Marco Schubert

Triebfahrzeugführer (Lokführer) im Güterverkehr, Klassen A und B

Würzburg · 0931 555 0139 · marco.schubert@beispiel.de · Triebfahrzeugführerschein gültig bis 2027 · Zusatzbescheinigung Klassen A und B · bereit für Schichtdienst und Übernachtungen auswärts

Profil

Triebfahrzeugführer mit 11 Jahren im Eisenbahnbetrieb, davon 6 im Streckendienst mit Klasse B. Fährt Einzelwagen-, Ganz- und Containerzüge bis 740 m Länge und 2.500 t auf rund 1.000 km Strecke mit Streckenkenntnis, darunter Steigungsstrecken bis 22 ‰. Triebfahrzeugführerschein nach TfV, Zusatzbescheinigung für die Baureihen 185, 186 und 193, sicher in PZB, LZB und Bremsprobe, in 6 Jahren keine Signalüberfahrung, kein gefährliches Ereignis und kein Regelverstoß.

Berufserfahrung

Triebfahrzeugführer im Güterverkehr (Klasse B) · Privates Eisenbahnverkehrsunternehmen im Güterverkehr (80 Lokomotiven, bundesweit), Würzburg

08/2020 – heute

  • Führung von Einzelwagen-, Ganz- und Containerzügen bis 740 m und 2.500 t auf Strecken im Raum Würzburg, Nürnberg, Fulda und Aschaffenburg, darunter Steigungsstrecken bis 22 ‰ mit elektrischer Bremse.
  • Kein gefährliches Ereignis, keine Signalüberfahrung und kein Regelverstoß in 6 Jahren und rund 300.000 Zugkilometern; Triebfahrzeugführerschein und Zusatzbescheinigung ohne Einschränkung.
  • Alle Begleitfahrten und Überprüfungen der letzten 4 Jahre ohne Beanstandung bestanden, unter anderem zu Signalen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Bremsprobe und Zugfunk.
  • Energieverbrauch auf der Steigungsstrecke um rund 7 % unter dem Durchschnitt der Kolleginnen und Kollegen gesenkt, durch vorausschauendes Fahren und Rückspeisung über die elektrische Bremse statt der Druckluftbremse.
  • Fahrten mit PZB, auf LZB-Strecken mit LZB; 14 Störungen der Zugbeeinflussung unterwegs nach Vorschrift abgearbeitet, ohne daraus entstandene Verspätung.
  • Lehrlokführer für 5 Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung: Streckenkunde und Zugführung auf der Strecke Würzburg–Nürnberg.

Rangierbegleiter und Triebfahrzeugführer Klasse A (Rangierdienst) · Privates Eisenbahnverkehrsunternehmen im Güterverkehr, Würzburg

09/2017 – 07/2020

  • Rangier- und Zugvorbereitungsdienst mit Zusatzbescheinigung Klasse A: Wagen bereitstellen und abholen, Bremsprobe und Zugpapiere.
  • Bildung und Vorbereitung von Zügen bis 740 m und rund 40 Wagen, Prüfung der Wagenreihung mit Gefahrgut nach RID und Abgleich der Wagenliste mit dem Zug.
  • In 3 Jahren ohne Regelverstoß, bei rund 4.000 Rangierbewegungen im Jahr ohne Entgleisung.
  • 2019 für die Weiterqualifizierung zur Klasse B ausgewählt; Unterricht, Simulator und begleitete Fahrten bis zur Zusatzbescheinigung abgeschlossen.

Rangierer (Einstieg in den Bahnbetrieb) · Anschlussbahn eines Industriegebiets (Rangierbetrieb), Schweinfurt

05/2015 – 08/2017

  • Rangierdienst im Anschlussbahnbetrieb: Kuppeln, Handbremsen, Rangiersignale, Rangierfunk und Wagenzählung bei 60 bis 90 Wagenbewegungen pro Schicht.
  • 2 Jahre ohne Arbeitsunfall und ohne Betriebsereignis im Gleisbereich, im Wechselschichtdienst einschließlich Nächten und Wochenenden.

Ausbildung

Weiterqualifizierung zum Triebfahrzeugführer Klasse B (Unterricht, Simulator und begleitete Fahrten), Zusatzbescheinigung 2020
Privates Eisenbahnverkehrsunternehmen im Güterverkehr (betriebliche Ausbildung), 2020

Fachkraft für Lagerlogistik (IHK)
Berufsschule und Ausbildungsbetrieb, Schweinfurt, 2015

Mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss)
Realschule, Schweinfurt, 2012

Zertifikate

  • Triebfahrzeugführerschein (EU-Fahrerlaubnis nach TfV), ausgestellt vom Eisenbahn-Bundesamt 2017, gültig bis 2027
  • Zusatzbescheinigung Klassen A und B (Baureihen 185, 186, 193), ausgestellt vom Arbeitgeber, aktuell
  • Tauglichkeit nach TfV (ärztliche und arbeitspsychologische Untersuchung), Wiederholungsuntersuchung 2025
  • Regelmäßiger Fortbildungsunterricht und Prüfung zum Regelwerk, jährlich
  • Gefahrgutunterweisung nach RID, aktuell
  • Erste-Hilfe-Kurs (9 Unterrichtseinheiten), Auffrischung 2025

Kenntnisse

Zugführung: vorausschauendes Fahren, elektrische Bremse, Längskräfte im ZugDruckluftbremse, Bremsprobe und Störungssuche unterwegsRegelwerk: Fahrdienstvorschrift, Signalbuch, Fahrplan und LangsamfahrstellenPZB, LZB und Sicherheitsfahrschaltung (Sifa), Verhalten bei StörungenSignale, Langsamfahrstellen, Befehle und Aufträge des FahrdienstleitersStreckenkenntnis: Steigungen, Gleisanlagen, Überholgleise, BahnübergängeFahrzeugprüfung vor Fahrtantritt und SchadmeldungZugfunk (GSM-R) und Verständigung mit der FahrdienstleitungRangieren, Kuppeln, Handbremsen, Rangiersignale (Klasse A)Gefahrgut nach RID: Wagenreihung und BegleitpapiereArbeitszeit, Ruhezeiten und SchichtplanungAusbildung neuer Lokführer/innen und Streckenkunde
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →
Übertreiben Sie nie beim Stand von Führerschein und Zusatzbescheinigung. Eisenbahnverkehrsunternehmen prüfen beides vor der Einstellung, dazu Tauglichkeit und Vorgeschichte, und eine falsche Angabe beendet das Verfahren sofort und dauerhaft.

Worauf Eisenbahnverkehrsunternehmen zuerst achten

Die Einstellung bei der Bahn richtet sich nach Sicherheit und ist streng geregelt. Fünf Dinge entscheiden, und vier davon stehen in den ersten sechs Zeilen Ihres Lebenslaufs.

  • Führerschein und Zusatzbescheinigung. Gültiger Triebfahrzeugführerschein, Klassen A und B, Baureihen und die Frage, ob eines von beiden je entzogen oder ausgesetzt war. Das ist die erste Frage, und sie wird geprüft.
  • Regelwerk und Streckenkenntnis. Nach welchem Regelwerk Sie gefahren sind und welche Strecken Sie kennen. Streckenkunde aufzubauen dauert, und eine Lokführerin, die das Netz des Unternehmens schon kennt, ist mehr wert.
  • Erfahrung in der Zugführung. Zugarten, Längen, Lasten und Strecken. 2.500 t eine Steigung hinunterzubringen ist eine andere Arbeit als Rangieren im Bahnhof, und der Lebenslauf sollte sagen, was Sie gemacht haben.
  • Sicherheitsbilanz in klaren Zahlen. Gefährliche Ereignisse, Signalüberfahrungen, Regelverstöße, Ergebnisse von Begleitfahrten, Arbeitsunfälle. Schreiben Sie die Nullen aus; eine Lücke ist nicht dasselbe wie eine saubere Bilanz.
  • Verfügbarkeit. Schichtdienst rund um die Uhr, Reserve- oder Springerdienst, Übernachtungen auswärts, Nächte, Wochenenden und Feiertage. Bahnbetrieb ist kein Job mit festen Schichten, und wer zeigt, dass er das verstanden hat, hat einen echten Vorteil.

“Führerschein, Regelwerk, Streckenkenntnis, Sicherheitsbilanz. Das ist die Vorauswahl, und sie dauert dreißig Sekunden. Was viele überrascht, ist, wie viel die Zeile zur Verfügbarkeit ausmacht. Die Hälfte der Leute, die aussteigen, tut das, weil ihnen niemand den Bereitschaftsdienst erklärt hat. Wenn Sie schon wissen, was das bedeutet, schreiben Sie es hin.”

Recruiter-Panel, Personalverantwortliche/r für den Eisenbahnbetrieb, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Führerschein, Zusatzbescheinigung und Tauglichkeit richtig angeben

Die Nachweise für Triebfahrzeugführer/innen sind nach EU-Recht und der Triebfahrzeugführerscheinverordnung (TfV) geregelt. Schreiben Sie sie mit Bezeichnung, Aussteller und Gültigkeit, und raten Sie nie bei einer Anforderung, die Sie nicht mit dem Unternehmen oder der aktuellen Vorschrift geklärt haben.

Triebfahrzeugführerschein
Triebfahrzeugführerschein (EU-Fahrerlaubnis nach TfV), ausgestellt vom Eisenbahn-Bundesamt 2017, gültig bis 2027. Er ist personengebunden, gilt in der ganzen EU und wird mit dem Nachweis der Tauglichkeit verlängert. Nennen Sie Ausstellungsjahr und Ablauf.
Zusatzbescheinigung
Zusatzbescheinigung Klassen A und B, ausgestellt vom Eisenbahnverkehrsunternehmen, mit den Baureihen 185, 186 und 193 und den befahrenen Strecken. Sie gilt beim ausstellenden Unternehmen; nach einem Wechsel stellt der neue Arbeitgeber eine eigene aus. Nennen Sie deshalb das Unternehmen.
Regelwerk
Regelmäßiger Fortbildungsunterricht und Prüfung zum Regelwerk des Infrastrukturbetreibers, im Netz der DB etwa Fahrdienstvorschrift und Signalbuch, dazu Fahrplan und Langsamfahrstellen. Nichtbundeseigene Bahnen haben teils eigene Fahrdienstvorschriften. Nennen Sie das Regelwerk, nach dem Sie wirklich fahren.
Streckenkenntnis
Streckenkenntnis für rund 1.000 km, darunter Steigungsstrecken bis 22 ‰. Nennen Sie Strecken oder Knoten mit Namen, wenn das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, sie kennt.
Tauglichkeit und Untersuchungen
Tauglichkeit nach TfV mit ärztlicher und arbeitspsychologischer Untersuchung, letzte Wiederholungsuntersuchung 2025; im Dienst gilt ein striktes Alkohol- und Drogenverbot nach den Regeln des Unternehmens. Schreiben Sie, dass Sie tauglich sind, und nennen Sie keine medizinischen Einzelheiten.

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Meinen Lebenslauf als Lokführer/in erstellen

Profiltexte und Berufsziele für Lokführer/innen

Vier Zeilen: Jahre im Bahnbetrieb und Jahre mit Klasse B, Verkehrsart und Zuglast, Regelwerk und Streckenkenntnis, dann die Sicherheitsbilanz. Ein Berufsziel schreiben Sie nur, wenn Sie sich für eine Ausbildung bewerben.

Profil: Lokführer im Güterverkehr
Triebfahrzeugführer mit 11 Jahren im Eisenbahnbetrieb, davon 6 mit Klasse B. Fährt Einzelwagen-, Ganz- und Containerzüge bis 740 m und 2.500 t auf rund 1.000 km Strecke mit Streckenkenntnis, darunter Steigungen bis 22 ‰. Sicher in PZB und LZB, in 6 Jahren keine Signalüberfahrung, kein gefährliches Ereignis und kein Regelverstoß.
Profil: Lokführerin im Regionalverkehr
Triebfahrzeugführerin mit 8 Jahren im Regionalverkehr auf einer 150 km langen Linie mit 22 Halten, rund 3.100 Fahrten mit Elektrotriebwagen. Triebfahrzeugführerschein und Zusatzbescheinigung aktuell, in 8 Jahren keine Signalüberfahrung und keine Beanstandung bei Geschwindigkeitsbeschränkungen, sicher bei Türstörungen und im Umgang mit Fahrgästen.
Profil: aus dem Rangierdienst zur Klasse B
Triebfahrzeugführer Klasse A und Rangierbegleiter mit 5 Jahren im Rangier- und Zugvorbereitungsdienst, Züge bis 740 m gebildet und vorbereitet, Gefahrgut nach RID, rund 4.000 Rangierbewegungen im Jahr ohne Regelverstoß und ohne Arbeitsunfall. Für die Weiterqualifizierung zur Klasse B ausgewählt und bereit, sie zu beginnen.
Berufsziel: Bewerbung für die Funktionsausbildung
Berufskraftfahrer mit Klasse CE und 4 Jahren Wechselschicht mit Nachtfahrten, punktefrei und ohne Arbeitsunfall, bewirbt sich für die Funktionsausbildung zum Triebfahrzeugführer. Kennt Schichtdienst rund um die Uhr, Bereitschaft und Übernachtungen auswärts und ist bereit, für den Einsatzort umzuziehen.

Stichpunkte für den Bahnbetrieb: von schwach zu stark

Alles hier stammt aus Ihren eigenen Unterlagen: Fahrtberichte, Ergebnisse von Begleitfahrten und Überprüfungen, Ihre Personalakte und die Sicherheitsstatistik Ihres Betriebs.

SchwachStark
Sicheres und wirtschaftliches Führen von Lokomotiven.Führung von Einzelwagen-, Ganz- und Containerzügen bis 740 m und 2.500 t auf rund 1.000 km Strecke mit Streckenkenntnis, darunter Steigungen bis 22 ‰.
Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften.Keine Signalüberfahrung, kein gefährliches Ereignis und kein Regelverstoß in 6 Jahren und rund 300.000 Zugkilometern mit Klasse B.
Interne Überprüfungen bestanden.Alle Begleitfahrten und Überprüfungen der letzten 4 Jahre ohne Beanstandung, zu Signalen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Bremsprobe und Zugfunk.
Auf Energieeffizienz geachtet.Energieverbrauch auf der Steigungsstrecke um rund 7 % unter dem Durchschnitt gesenkt, durch vorausschauendes Fahren und Rückspeisung über die elektrische Bremse.
Zugbeeinflussung bedient.Jede Fahrt mit PZB, auf LZB-Strecken mit LZB; 14 Störungen der Zugbeeinflussung unterwegs nach Vorschrift abgearbeitet, ohne daraus entstandene Verspätung.
Rangier- und Vorbereitungsdienst nach Bedarf.Züge bis 740 m und rund 40 Wagen gebildet und vorbereitet, Wagenreihung mit Gefahrgut nach RID geprüft, Bremsprobe und Zugpapiere erledigt.
Neue Kollegen unterstützt.Als Lehrlokführer 5 Kolleginnen und Kollegen in Streckenkunde und Zugführung auf der Strecke Würzburg–Nürnberg ausgebildet.
Rangierarbeiten im Bahnhof.Rangierdienst mit 60 bis 90 Wagenbewegungen pro Schicht, rund 4.000 Rangierbewegungen im Jahr ohne Entgleisung.

Kenntnisse im Lebenslauf für Lokführer/innen

Bleiben Sie beim Betrieb. Alles auf dieser Liste sollte etwas sein, das Ihre Lehrlokführerin oder Ihr Teamleiter bei einer Begleitfahrt prüfen würde.

  • Zugführung: vorausschauendes Fahren, elektrische Bremse, Längskräfte im Zug, schwere Züge auf Steigungen, Bremswege einschätzen, Anfahren eines schweren Zuges ohne Zugtrennung.
  • Bremsen: Bremsprobe vor der Fahrt und unterwegs, Bedienung der Hauptluftleitung, Störungssuche bei undichter oder fehlerhafter Bremse, Gefühl dafür, was der Zug hinter Ihnen tut.
  • Regelwerk und Signale: Fahrdienstvorschrift, Signalbuch, Fahrplan und Verzeichnis der Langsamfahrstellen, Signalbegriffe, Fahren auf Sicht, Befehle und Aufträge des Fahrdienstleiters, Sichern eines liegengebliebenen Zuges.
  • Streckenkenntnis: Steigungen, Bögen, Überholgleise, Bahnübergänge, Einschränkungen und alles, was Sie für die Streckenkunde auswendig kennen müssen.
  • Technik: PZB, LZB und ETCS, Störungen der Zugbeeinflussung, Sicherheitsfahrschaltung, Fahrtenregistrierung, Führerraumanzeigen und die Mehrfachtraktion, die Sie gefahren sind.
  • Fahrzeugkenntnis: Prüfung vor Fahrtantritt, Schäden erkennen und melden, Fahrzeuge abrüsten, kleine Störungen unterwegs beheben.
  • Rangierkenntnisse, wenn Sie Klasse A haben oder Rangierbegleiter/in waren: Rangieren, Kuppeln, Handbremsen, Rangiersignale, Wagenzählung, Zugpapiere, Gefahrgut nach RID.
  • Die Arbeitsbedingungen: Arbeits- und Ruhezeiten, Reserve- und Springerdienst, Übernachtungen auswärts, Nacht- und Feiertagsarbeit und Konzentration bei einer Abfahrt um 3 Uhr.

Lokführer/in werden: Bewerbung ohne Bahnerfahrung

Es gibt zwei Wege: die dreijährige Ausbildung zur Eisenbahnerin oder zum Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport (IHK) oder eine Funktionsausbildung für Quereinsteiger/innen, die je nach Träger rund neun bis zwölf Monate dauert und oft vom Arbeitgeber oder über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit bezahlt wird. Ihr Lebenslauf muss zeigen, dass Sie die Ausbildung bestehen und mit dem Schichtleben zurechtkommen.

  1. 1Zeigen Sie, dass Sie eine sicherheitskritische Ausbildung bestehen. Jede streng geregelte Arbeit zählt: Berufskraftfahrer, Bodendienst am Flughafen, Bundeswehr, Energieversorgung, Bergbau, Anlagenbedienung. Nennen Sie die Vorschriften und Ihre Bilanz darin.
  2. 2Belegen Sie, dass Sie Schicht und Bereitschaft vertragen. Nachtschichten, Wechselschichten, kurzfristige Einsätze, Übernachtungen auswärts. Schreiben Sie Jahre und Schichtmodell dazu, denn daran scheitern die meisten Neuen.
  3. 3Nennen Sie Ihren Punktestand und einen Lkw- oder Busführerschein, wenn Sie einen haben. Er zeigt, dass Sie Verantwortung für ein großes Fahrzeug kennen, und für U-Bahn und Straßenbahn kommen viele aus dem Busfahrdienst.
  4. 4Sagen Sie, dass Sie den Schichtdienst verstanden haben. Wenn Sie sich angesehen haben, was Reservedienst und Übernachtungen auswärts wirklich bedeuten, bringt Sie ein klarer Satz dazu vor die meisten anderen.
  5. 5Rechnen Sie mit Tests. Zur Einstellung gehören in der Regel ein Eignungstest, die ärztliche und arbeitspsychologische Tauglichkeitsuntersuchung mit Seh- und Hörtest, ein Führungszeugnis und oft ein Drogentest. Um keinen davon kommen Sie herum; achten Sie darauf, dass nichts in Ihrem Lebenslauf widerlegt werden kann.
Stichpunkt aus dem Güterverkehr auf der Straße
4 Jahre regionaler Güterverkehr mit Klasse CE und Schlüsselzahl 95, rund 350.000 km, punktefrei, ohne vermeidbaren Unfall und ohne Verstoß gegen Lenk- und Ruhezeiten bei Kontrollen der Fahrerkarte.
Stichpunkt zu Schicht und Bereitschaft
3 Jahre Rufbereitschaft rund um die Uhr im Störungsdienst eines Energieversorgers, im Schnitt 40 Einsätze im Jahr innerhalb von 60 Minuten nach Alarmierung, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.
Berufsziel
Berufskraftfahrer mit Klasse CE, 4 Jahren regionalem Güterverkehr und sauberem Punktestand, bewirbt sich für die Funktionsausbildung zum Triebfahrzeugführer. Vertraut mit Nachtarbeit, Bereitschaft und Übernachtungen auswärts und bereit, für den Einsatzort umzuziehen.

Aufbau, Länge und Schlüsselwörter

  • Ein bis zwei Seiten. Bewerbungen bei großen Bahnen laufen über Online-Portale, und eine zweite Seite ist in Ordnung, wenn sie Streckenkenntnis, Nachweise und Schulungen trägt.
  • Reihenfolge: Name mit Bezeichnung und Klassen, Kontakt mit Verfügbarkeit, Profil mit Sicherheitsbilanz, Berufserfahrung, Kenntnisse, Nachweise und Schulungen, Ausbildung.
  • Eine Spalte, keine Grafiken. Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig. Bahnunternehmen lesen über Bewerbermanagementsysteme ein, und Ihre Unterlagen werden für die Auswahlrunde oft ausgedruckt.
  • Verwenden Sie die deutschen Bezeichnungen: Triebfahrzeugführer/in, Lokführer/in, Tf, Rangierbegleiter/in, Wagenmeister/in, Fahrdienstleiter/in. Schreiben Sie „Lokführer/in (Triebfahrzeugführer/in)“, damit beide Suchbegriffe passen.
  • Übernehmen Sie die Begriffe der Anzeige: „Triebfahrzeugführerschein“, „Zusatzbescheinigung“, „Klasse B“, „TfV“, „Streckenkenntnis“, „Baureihenkenntnis“, „PZB“, „LZB“, „ETCS“, „Bremsprobe“, „Schichtdienst“, „Güterverkehr“, „Personenverkehr“.
  • Schreiben Sie die Nullen aus. „Keine Signalüberfahrung, kein gefährliches Ereignis, kein Regelverstoß“ ist der stärkste Satz auf der Seite, und er verschwindet, wenn Sie ihn nur andeuten.
  • Rechnen Sie mit einem langen Verfahren. Eignungstest, Tauglichkeitsuntersuchung und Prüfung der Unterlagen können Monate dauern. Halten Sie Daten und Angaben in jedem Formular gleich.

Kommen Sie von einer Bahn außerhalb der EU, nennen Sie, was Sie dort hatten und wo, und sagen Sie klar, dass in Deutschland ein Triebfahrzeugführerschein nach EU-Recht und eine Zusatzbescheinigung des Arbeitgebers nötig sind; dazu kommen ausreichende Deutschkenntnisse für die Verständigung im Betrieb. Ihre Erfahrung ist wertvoll, wird aber nicht als Fahrerlaubnis übernommen, und wer das offen sagt, wirkt professionell.

Häufige Fragen

Wie heißt der Lokführer offiziell?

Triebfahrzeugführer/in, kurz Tf. Lokführer/in ist der geläufige Name, der Ausbildungsberuf heißt Eisenbahner/in im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport. Schreiben Sie im Kopf „Lokführer (Triebfahrzeugführer)“, weil Personalabteilungen und Bewerbermanagementsysteme nach beiden Begriffen suchen.

Was gehört in den Lebenslauf als Lokführer/in?

Triebfahrzeugführerschein mit Gültigkeit, Zusatzbescheinigung mit Klassen und Baureihen, das Regelwerk, nach dem Sie fahren, Ihre Streckenkenntnis, Zugarten, Längen und Lasten und Ihre Sicherheitsbilanz in Zahlen: gefährliche Ereignisse, Signalüberfahrungen, Ergebnisse von Begleitfahrten.

Wie werde ich ohne Erfahrung Lokführer/in?

Über die dreijährige Ausbildung zur Eisenbahnerin oder zum Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport, oder über eine Funktionsausbildung für Quereinsteiger/innen, die je nach Träger etwa neun bis zwölf Monate dauert. Ihr Lebenslauf muss sicherheitskritische Arbeit, Erfahrung mit Nacht- und Schichtdienst, einen sauberen Punktestand und Verständnis für den Bereitschaftsdienst zeigen.

Welche Kenntnisse brauchen Lokführer/innen?

Zugführung mit elektrischer Bremse und Gefühl für Längskräfte im Zug, Bremsen und Bremsprobe, Regelwerk und Signale, auswendig gelernte Streckenkenntnis, Zugbeeinflussung (PZB, LZB, ETCS), Fahrzeugprüfung vor Fahrtantritt, Zugfunk sowie diszipliniert eingehaltene Arbeits- und Ruhezeiten.

Wie lang sollte ein Lebenslauf als Lokführer/in sein?

Ein bis zwei Seiten. Führerschein, Zusatzbescheinigung, Regelwerk, Streckenkenntnis und Sicherheitsbilanz gehören ins obere Drittel der ersten Seite. Eine zweite Seite nutzen Sie für Streckendetails, Ausbildertätigkeit und die vollständige Liste der Nachweise und Schulungen.

Prüfen Bahnunternehmen meine Sicherheitsbilanz?

Ja, gründlich. Führerschein, Zusatzbescheinigung, Tauglichkeit, frühere Ereignisse und Überprüfungen werden kontrolliert, und im Dienst gilt ein striktes Alkohol- und Drogenverbot. Übertreiben Sie im Lebenslauf nie etwas, denn es wird vor der Einstellung geprüft.

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