Lebenslauf für Konditorinnen, Konditoren und Patissiers: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf als Konditor/in oder Patissier/Patissière führt zum Gespräch, wenn die Küchenchefin oder der Küchenchef auf einen Blick Ihre Produktionsmenge sieht, die Art der Betriebe (Restaurant, Hotelbankett, Konditorei oder Produktion für Gastronomiekunden), die Dessertkarten, die Sie entwickelt haben, und Ihre Zahlen zu Wareneinsatz und Ausschuss. Gesellen- oder Meisterbrief, die Belehrung nach § 43 IfSG und eine Hygieneschulung mit HACCP gehören weit nach oben.
Lebenslauf-Muster Konditorin und Patissière (zehn Jahre, Restaurant und Hotel)
Ein erfundener Lebenslauf einer Konditormeisterin mit zehn Berufsjahren nach der Ausbildung, in einer Konditorei mit Gastronomiekunden, in der Bankettpatisserie eines Resorthotels und in einem Restaurant mit gehobener Küche. Küchen stellen nach Menge und Kostenkontrolle ein, deshalb enthält fast jeder Stichpunkt eine Stückzahl, einen Prozentwert oder einen Eurobetrag.
Johanna Albrecht
Chef Pâtissière · Konditormeisterin
Hamburg · johanna.albrecht@beispiel.de · 040 555 0119 · Portfolio: johanna-albrecht-patisserie-beispiel.de
Profil
Konditormeisterin mit zehn Jahren Berufserfahrung nach der Ausbildung, in einer Konditorei mit Gastronomiekunden, in der Bankettpatisserie eines Resorthotels und in einem Restaurant mit gehobener Küche und 120 Plätzen. Entwickelt und kalkuliert saisonale Dessertkarten, führt ein Team mit 4 Personen und hält den Wareneinsatz der Patisserie bei 21 %. Belehrung nach § 43 IfSG, Hygieneschulung mit HACCP und Erfahrung mit einem vollständigen Allergenmanagement nach LMIV.
Berufserfahrung
Chef Pâtissière (Leitung Patisserie) · Restaurant mit gehobener saisonaler Küche und Eventbereich (120 Plätze), Hamburg
02/2022 – heute
- Leitung der Patisserie für 160 bis 200 Gedecke pro Abend: 60 bis 90 angerichtete Desserts pro Service, dazu Petits Fours für jeden Tisch.
- Entwicklung und Kalkulation einer saisonalen Dessertkarte viermal im Jahr (6 Desserts, 3 Sorten Petits Fours); Wareneinsatz der Patisserie zwischen 20 und 22 % gehalten.
- Leitung eines Patisserie-Teams mit 4 Personen in zwei Schichten, Erstellung von Dienstplänen und Vorbereitungslisten; Überstunden im ersten Jahr um 18 % gesenkt.
- Eigene Herstellung des gesamten Brotservice mit 220 bis 300 Brötchen pro Abend und Focaccia; ersetzt eine Brotbestellung beim Großhändler über rund 1.900 € im Monat.
- Allergenmatrix für jedes Dessert erstellt und den Service darin geschult; kein Allergenvorfall bei rund 62.000 Gedecken.
Sous-Chef Pâtissière · Resorthotel mit Spa (220 Zimmer, Bankett- und Restaurantbetrieb), Timmendorfer Strand
03/2019 – 01/2022
- Desserts für Bankette mit bis zu 1.200 Gästen, darunter Menüs, Dessertbuffets und Hochzeitstorten für über 40 Hochzeiten im Jahr.
- Tägliche Produktion für ein Restaurant mit 90 Plätzen, das Café in der Lobby und den Zimmerservice, rund 700 Dessertportionen pro Woche.
- Ausschuss der Patisserie in 14 Monaten von 9 % auf 4 % der Produktion gesenkt, durch Mindestbestandslisten und portioniertes Einfrieren von Komponenten.
- Schulung von 7 Mitarbeitenden der Patisserie und 2 Spülkräften in Hygienegrundlagen und Kühlhausrotation; 3 amtliche Lebensmittelkontrollen ohne erhebliche Beanstandung.
- Verantwortung für ein monatliches Einkaufsbudget der Patisserie von 12.000 €; Verträge für Schokolade und Molkereiprodukte mit 6 % Einsparung neu verhandelt.
Konditorin · Handwerkliche Konditorei-Bäckerei mit Café und Gastronomiekunden, Hamburg
06/2016 – 02/2019
- Nachtschicht in der Feinbäckerei: Tourieren und Aufarbeiten von 2.800 bis 3.400 Croissants, Plunderteilchen und Franzbrötchen pro Woche.
- Tägliche Produktion für 9 Gastronomiekunden mit Lieferschluss um 5:30 Uhr; in zweieinhalb Jahren jedes Lieferfenster eingehalten.
- Verzierung von 15 bis 25 Torten pro Woche nach Kundenwunsch, darunter mehrstöckige Hochzeitstorten und große Blechkuchen für Feiern.
- Mise en place und Ordnung im Kühlhaus für ein Nachtteam mit 6 Personen an einer Linie mit 4 Etagenöfen.
Ausbildung
Konditorin, 3-jährige duale Ausbildung mit Gesellenprüfung
Handwerkskammer Hamburg und Berufsschule, Hamburg, 2016
Zertifikate
- Konditormeisterin, Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Hamburg, 2023
- Belehrung nach § 43 IfSG, 2013; Folgebelehrungen durch den Arbeitgeber, zuletzt 2025
- Allergenschulung (14 Hauptallergene nach LMIV), 2024
- Hygieneschulung nach LMHV mit HACCP, 2021, Auffrischung 2025
Kenntnisse
Worauf Küchenchef/innen und F&B-Leitungen zuerst achten
In der Patisserie wird schnell und praxisnah eingestellt. Wer Ihren Lebenslauf liest, weiß genau, was eine Patisserie leistet, und will nur herausfinden, ob Sie die Menge des eigenen Hauses ohne Hilfe schaffen.
- Menge und Format. Gedecke pro Abend, Gästezahlen bei Banketten, Wochenproduktion. „60 bis 90 angerichtete Desserts pro Service“ sagt einer Küchenchefin mehr als jedes Adjektiv.
- Art des Betriebs. Bankettpatisserie im Hotel, Patisserie im Restaurant und Produktion in einer Konditorei mit Gastronomiekunden verlangen unterschiedliche Stärken. Nennen Sie, in welchen Betrieben Sie gearbeitet haben und wie lange.
- Verantwortung für die Karte. Haben Sie die Dessertkarte selbst entwickelt und kalkuliert oder die Karte eines anderen umgesetzt? Sagen Sie klar, was zutrifft und wie oft die Karte wechselte.
- Kosten und Ausschuss. Wareneinsatz in Prozent, Ausschuss in Prozent, Arbeitsstunden. Damit begründet die Küchenleitung die Einstellung gegenüber Inhaberin, Inhaber oder Direktion.
- Nachweise und Lebensmittelkontrollen. Die Belehrung nach § 43 IfSG ist Pflicht, eine Hygieneschulung mit HACCP wird erwartet. Amtliche Kontrollen ohne erhebliche Beanstandung sind eine eigene Zeile wert.
“Jeder schickt mir einen Lebenslauf, in dem kreativ und leidenschaftlich steht. Ich brauche die Zahl der Gedecke, die Sie an einem Samstag geschafft haben, und Ihren Wareneinsatz. Schreiben Sie beides in die ersten drei Zeilen, dann rufe ich Sie an.”
Profiltexte für Konditorinnen, Konditoren und Patissiers
Drei Zeilen: Berufsjahre und Art der Betriebe, Ihre Menge und eine Zahl, die zeigt, dass Sie Kosten oder Qualität im Griff haben. Ein Berufsziel nur für Quereinsteigende und frisch Ausgelernte.
Patissière mit acht Jahren in Restaurants mit gehobener Küche, leitet derzeit die Patisserie für 180 Gedecke pro Abend mit einem Team von drei Personen. Entwickelt und kalkuliert viermal im Jahr eine saisonale Dessertkarte und hält den Wareneinsatz der Patisserie bei 21 %, einschließlich des gesamten hausgemachten Brotservice.
Chef Pâtissier mit elf Jahren in Resort- und Tagungshotels, produziert für Bankette mit bis zu 1.500 Gästen sowie für zwei Restaurants und den Zimmerservice. Über 40 Hochzeitstorten im Jahr, verantwortet ein monatliches Budget der Patisserie von 14.000 € und ein Team von sechs Personen.
Konditor mit neun Jahren in Konditorei-Bäckereien mit Filialen und Gastronomiekunden, leitet eine Nachtschicht mit 3.200 tourierten Teilen pro Woche für 11 Gastronomiekunden. In drei Jahren jedes Lieferfenster um 5:30 Uhr eingehalten.
Commis Pâtissière mit vier Jahren in einer Brasserie mit 200 Plätzen, führt am Wochenende den Dessertposten allein und setzt eine Dessertkarte mit sechs Positionen um. Sicher im Tourieren, Temperieren von Schokolade und in Zuckerarbeiten, bereit für die erste Stelle als Demi Chef Pâtissière.
Köchin mit IHK-Abschluss 2026 sucht eine erste Stelle als Commis Pâtissière in einer Restaurantküche. Während der Ausbildung 4 Monate in der Patisserie eines Hotels mit Bankettdesserts, Plundergebäck und angerichteten Desserts eingesetzt; Belehrung nach § 43 IfSG vorhanden.
Stichpunkte im Lebenslauf als Konditor/in: von schwach zu stark
Das Problem der meisten Lebensläufe aus der Patisserie ist nicht der Stil. Sie geben die Stellenbeschreibung wieder statt der Schicht. Ergänzen Sie die Menge, die Kosten oder die Zeit.
| Schwach (nur die Aufgabe) | Stark (Aufgabe mit Zahl) |
|---|---|
| Zubereitung von Desserts für das Restaurant. | 60 bis 90 Desserts pro Service bei 160 bis 200 Gedecken angerichtet, dazu Petits Fours für jeden Tisch. |
| Entwicklung neuer Dessertkarten. | Saisonale Karte mit 6 Desserts und 3 Sorten Petits Fours viermal im Jahr entwickelt und kalkuliert, Wareneinsatz bei 20 bis 22 %. |
| Herstellung von Croissants und Gebäck. | 2.800 bis 3.400 Teile Plundergebäck pro Woche in der Nachtschicht für 9 Gastronomiekunden touriert und aufgearbeitet. |
| Vermeidung von Lebensmittelabfällen. | Ausschuss der Patisserie in 14 Monaten von 9 % auf 4 % der Produktion gesenkt, mit Mindestbestandslisten und portioniert eingefrorenen Komponenten. |
| Anleitung des Küchenpersonals. | 4 Personen in der Patisserie in zwei Schichten geführt, Dienst- und Vorbereitungspläne erstellt, Überstunden in einem Jahr um 18 % gesenkt. |
| Herstellung von Hochzeitstorten. | Über 40 Hochzeitstorten im Jahr mit bis zu fünf Etagen, einschließlich Verkostungen und Gestaltungsgesprächen mit dem Veranstaltungsteam. |
| Einhaltung der Hygienevorschriften. | 3 amtliche Lebensmittelkontrollen in Folge ohne erhebliche Beanstandung; 7 Mitarbeitende in Kühlhausrotation und Kennzeichnung geschult. |
| Berücksichtigung besonderer Ernährungswünsche. | Für jede Karte ein glutenfreies und ein veganes Dessert entwickelt; Anteil dieser Desserts auf rund 15 % der verkauften Desserts gesteigert. |
| Bestellung von Waren. | Monatliches Budget der Patisserie von 12.000 € verantwortet, Verträge für Schokolade und Molkereiprodukte mit 6 % Einsparung neu verhandelt. |
| Mitarbeit bei Banketten. | Angerichtete Desserts und Buffets für Veranstaltungen mit bis zu 1.200 Gästen; Komponenten 48 Stunden vorher vorbereitet, Dessertservice innerhalb von zwei Stunden. |
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Kenntnisse im Lebenslauf als Konditor/in: Techniken, Geräte und Kalkulation
Drei Gruppen. Die Techniken zeigen Ihre Bandbreite, die Geräte zeigen, dass Sie in der fremden Küche sofort arbeiten können, und die kaufmännischen Kenntnisse unterscheiden die Leitung einer Patisserie von einem Commis.
- Techniken: Tourieren und Plundergebäck, Hefefeinteige und Sauerteigbrote, Temperieren von Schokolade und Pralinen, Zuckerarbeiten, Entremets und Mousse-Torten, Anrichten von Desserts, Speiseeis und Sorbets, Cremes und Curds, Tortendekoration und Spritztechnik, Spiegelglasur, Isomalt und Schaustücke
- Ernährung und Allergene: glutenfreie Rezepturen, vegane Desserts und Backen ohne Ei, nussfreie Produktionslinien, Allergenmatrix und Vermeidung von Kreuzkontakt, zuckerreduzierte Desserts
- Geräte: Ausrollmaschine, Spiralkneter und Planetenrührmaschinen, Etagen- und Heißluftöfen, Gärunterbrecher und Gärvollautomat, Schockfroster, Temperiermaschine, Speiseeismaschine, Vakuumiergerät, Teigteiler, Airbrush
- Kalkulation und Organisation: Rezepturkalkulation und Ausbeute, Mindestbestandslisten und Produktionsplanung, Inventur und Bestellung, Lieferantenverhandlungen, Dienstplanung, Menu Engineering, Kassen- und Warenwirtschaftssysteme (z. B. orderbird, gastronovi)
Vier saisonale Karten im Jahr entwickelt; ein Zitronen-Olivenöl-Kuchen war zwei Winter in Folge das meistverkaufte Dessert.
Dessertservice für ein Bankett mit 1.200 Gästen mit einem Team von fünf Personen innerhalb von zwei Stunden abgeschlossen.
System aus Mindestbestands- und Vorbereitungslisten aufgebaut, das den Ausschuss der Patisserie von 9 % auf 4 % der Produktion senkte.
Ausbildung, Meisterbrief und Nachweise für Konditor/innen und Patissiers
Anders als in den USA ist Konditor/in in Deutschland ein Ausbildungsberuf im Handwerk: 3 Jahre duale Ausbildung mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Für eine Anstellung brauchen Sie keine Zulassung, wohl aber die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Wer eine eigene Konditorei führen will, braucht in der Regel den Meisterbrief. Patissier/Patissière ist dagegen kein eigener Ausbildungsberuf, sondern die Bezeichnung für die Pâtisserie in Hotel- und Restaurantküchen; dort arbeiten Konditorinnen und Konditoren ebenso wie Köchinnen und Köche mit Schwerpunkt Patisserie.
- Belehrung nach § 43 IfSG: vor der ersten Tätigkeit mit Lebensmitteln beim Gesundheitsamt oder bei einer beauftragten Ärztin oder einem beauftragten Arzt; bei Arbeitsbeginn nicht älter als drei Monate, danach belehrt der Arbeitgeber alle zwei Jahre. Nennen Sie sie mit Jahr.
- Allergenschulung (14 Hauptallergene nach LMIV): Die Kennzeichnungspflicht gilt auch für lose Ware und für Desserts im Restaurant. Hotels und größere Gruppen fragen zunehmend danach.
- Konditormeister/in (Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in den Teilen I bis IV, Teil IV ist die Ausbildereignung nach AEVO): in der Regel Voraussetzung für die eigene Konditorei und ein starkes Signal für die Leitung einer Patisserie. Nennen Sie Kammer und Jahr.
- Hygieneschulung nach LMHV mit HACCP: Schulungen in Lebensmittelhygiene sind für alle vorgeschrieben, die mit Lebensmitteln arbeiten, und gehören in Produktion und Gastronomiebelieferung meist zum betrieblichen HACCP-Konzept. Nennen Sie das Jahr der letzten Auffrischung.
- Ausbildereignung (AEVO): auch ohne Meisterbrief eine eigene Zeile wert, wenn Sie Auszubildende betreuen. Küchen und Konditoreien, die ausbilden, achten darauf.
- Ausbildung: Gesellenbrief als Konditor/in oder Abschluss als Koch/Köchin (IHK) mit Schwerpunkt Patisserie, jeweils mit Kammer und Jahr. Praktika oder Gastwochen in renommierten Küchen gehören als kurze Zeile dazu, nicht als erfundene Anstellung. Wer im Ausland gelernt hat, kann den Abschluss bei der Handwerkskammer auf Gleichwertigkeit prüfen lassen.
Erfinden Sie keinen Nachweis und schreiben Sie nicht „Konditormeisterin“, solange die Meisterprüfung nicht bestanden ist; „Meisterschule seit 2025, Abschluss geplant 2027“ ist ehrlich und zählt trotzdem. Wer in Küche und Konditorei einstellt, kennt den Unterschied, und eine falsche Angabe fällt in den ersten zwei Minuten des Gesprächs auf.
Lebenslauf als Konditor/in ohne Erfahrung
Drei Gruppen suchen danach: frisch Ausgelernte, Köchinnen und Köche, die in die Patisserie wechseln, und Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker, die es beruflich versuchen wollen. Jede Gruppe braucht einen anderen ersten Abschnitt, aber keine sollte sich sofort auf eine Leitungsstelle bewerben. Bewerben Sie sich als Commis Pâtissier oder Konditor/in und arbeiten Sie sich in zwei Jahren hoch. Ohne jede Ausbildung ist der übliche Weg eine Ausbildung zur Konditorin oder zum Konditor, auch als Quereinstieg oder Umschulung.
- 1Frisch Ausgelernte: Schreiben Sie Ausbildungsbetrieb und Einsätze dorthin, wo sonst eine Stelle steht, mit Art des Betriebs, Dauer und Produkten. „4 Monate Patisserie eines Hotels mit 300 Zimmern während der Ausbildung: Plundergebäck, Bankettdesserts und Fertigstellung von Torten.“
- 2Köchinnen und Köche: Übertragen Sie, was schon passt. Sie kennen Mise en place, Bonzeiten, First-in-first-out und einen vollen Samstagabend. Nennen Sie, wie viele Gedecke Sie geschafft haben, und jede Patisseriearbeit, die Sie schon übernehmen, auch wenn es nur die Desserts fürs Personalessen sind.
- 3Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker: Zählen Sie Ihre Arbeit, also Bestellungen, Marktstände und gelieferte Torten. Wer regelmäßig Torten verkauft, braucht in der Regel ein angemeldetes Gewerbe und muss sich als Lebensmittelunternehmen bei der zuständigen Lebensmittelüberwachung registrieren; klären Sie die Einzelheiten vorher mit Gewerbeamt und Handwerkskammer, was ohne Meisterbrief erlaubt ist. „380 Tortenbestellungen in zwei Jahren über ein angemeldetes Nebengewerbe“ ist echte Erfahrung.
- 4Holen Sie die Belehrung nach § 43 IfSG rechtzeitig während der Bewerbungsphase; bei Arbeitsbeginn darf die Bescheinigung höchstens drei Monate alt sein. Sie kostet wenig, ist schnell erledigt und nimmt dem Betrieb eine Hürde.
- 5Bieten Sie Probearbeiten an. Schreiben Sie im Lebenslauf oder im Anschreiben, dass Sie dafür verfügbar sind. In der Gastronomie zählt ein guter Probetag mehr als ein guter Lebenslauf.
4 Monate in der Patisserie eines Resorthotels mit 300 Zimmern während der Ausbildung: Bankettdesserts für Veranstaltungen mit bis zu 800 Gästen, morgens eigenständig das Backen des Plundergebäcks.
Sautierposten für 220 Gedecke pro Abend über zwei Jahre geführt, durchschnittliche Bonzeit unter 11 Minuten.
380 Bestellungen für Torten und Kekse in zwei Jahren über ein angemeldetes Nebengewerbe abgewickelt, darunter 26 mehrstöckige Hochzeitstorten.
Restaurant, Hotel, Konditorei oder Produktion: Lebenslauf an den Betrieb anpassen
Dieselben zehn Jahre Erfahrung wirken je nach Empfänger anders. Ordnen Sie die obere Hälfte für den Betrieb, in den Sie wollen.
- Restaurant: Stellen Sie angerichtete Desserts, Entwicklung der Karte und Gedeckzahlen nach vorn. Die Küchenleitung sucht jemanden, dessen Desserts zur Küche passen, also nennen Sie Küchenstil und Preisniveau.
- Hotel und Bankett: Stellen Sie Gästezahlen, Vorbereitung und Produktion für mehrere Outlets nach vorn. Zeigen Sie, dass Sie die Qualität halten, wenn 900 Teller gleichzeitig hinausgehen, und nennen Sie Hochzeitstorten und das Lesen von Veranstaltungsaufträgen (Function Sheets).
- Konditorei und Café: Stellen Sie Frühproduktion und Menge, Theke und Auslage, Tortenbestellungen und gleichbleibende Qualität nach vorn. Hier zählen Tagesumsatz und Retourenquote.
- Produktion und Gastronomiebelieferung: Stellen Sie Chargengrößen, Lieferfenster, HACCP, Allergenmanagement und Ausbeute nach vorn. Das ist Produktion, und so sollte sich der Lebenslauf lesen.
- Kreuzfahrt, Gemeinschaftsverpflegung und Catering: Stellen Sie Größenordnung, Ergebnisse von Hygienekontrollen und Warenkontrolle nach vorn und nennen Sie Erfahrung mit festen Menüzyklen.
Aufbau, Länge und Bewerbung in der Küche
Eine Seite, zwei Seiten erst mit mehr als etwa zwölf Jahren und mehreren Betrieben, die es zu zeigen lohnt; in Deutschland sind zwei Seiten dann üblich. Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig. Eine Spalte mit schlichten Überschriften, denn Hotel- und Restaurantgruppen nutzen Bewerbermanagementsysteme (etwa SAP SuccessFactors, Personio oder softgarden), und Spalten werden dort falsch gelesen.
- Verwenden Sie den Titel aus der Anzeige: „Konditor/in“, „Patissier/Patissière“, „Chef Pâtissier“, „Demi Chef Pâtissier“, „Commis Pâtissier“, „Bäcker/in“. Sie werden getrennt gefiltert.
- Übernehmen Sie Begriffe wie „Patisserie“, „Desserts“, „Plundergebäck“, „Tourieren“, „Bankett“, „Wareneinsatz“ und „HACCP“, wenn sie Ihre Arbeit beschreiben; nach diesen Wörtern wird in der Hotellerie gesucht.
- Beschreiben Sie Betriebe nach Art und Größe, wenn der Name außerhalb Ihrer Stadt nichts sagt: „Restaurant mit gehobener Küche, 120 Plätze“, „Resorthotel mit 220 Zimmern“.
- Setzen Sie den Portfolio-Link in die Kopfzeile, nicht in eine Fußzeile, wo er abgeschnitten wird.
- Senden Sie ein PDF mit dem Namen Albrecht_Johanna_Lebenslauf_Konditorin.pdf und halten Sie einen Ausdruck bereit, denn viele Küchen stellen noch auf diesem Weg ein.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Konditor/in oder Patissier?
Beginnen Sie mit einem dreizeiligen Profil mit Berufsjahren, Art der Betriebe und Menge und beschreiben Sie dann jede Stelle mit Stichpunkten, die Zahlen enthalten: Desserts pro Service, Wochenproduktion, Gästezahlen bei Banketten, Wareneinsatz und Ausschuss in Prozent. Gesellen- oder Meisterbrief, Belehrung nach § 43 IfSG und Hygieneschulung gehören weit nach oben. Eine Seite, ein Portfolio-Link, keine Dessertfotos im Dokument.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Konditor/in?
Techniken (Tourieren, Temperieren von Schokolade, Entremets, Anrichten von Desserts, Zuckerarbeiten, Tortendekoration), Ernährung und Allergene (glutenfrei, vegan, Allergenmanagement), Geräte (Ausrollmaschine, Etagenofen, Schockfroster, Temperiermaschine) und die kaufmännischen Kenntnisse, die eine Leitung von einem Commis unterscheiden: Rezepturkalkulation, Mindestbestandslisten, Inventur, Lieferantenverhandlungen und Dienstplanung.
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Konditor/in ohne Erfahrung?
Bewerben Sie sich als Commis Pâtissier oder Konditor/in, nicht auf eine Leitungsstelle, und bauen Sie die Seite um das auf, was Sie haben. Frisch Ausgelernte setzen ihre Einsätze in der Ausbildung mit Dauer und Produktionsmenge dorthin, wo sonst eine Stelle steht. Köchinnen und Köche zeigen Gedeckzahlen und Bonzeiten. Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker zählen Bestellungen und gelieferte Torten. Holen Sie die Belehrung nach § 43 IfSG rechtzeitig, denn bei Arbeitsbeginn darf sie höchstens drei Monate alt sein.
Was ist ein gutes Berufsziel im Lebenslauf als Konditor/in?
Nur wenn Sie neu in der Patisserie sind oder die Branche wechseln. Ein Satz mit der gewünschten Stelle, Ihrer Ausbildung und einer Sache, die Sie schon können: „Köchin mit IHK-Abschluss sucht eine Stelle als Commis Pâtissière in einer Restaurantküche, mit 4 Monaten Hotelpatisserie in Plundergebäck und Bankettdesserts.“ Sonst schreiben Sie ein Profil.
Gehören Fotos meiner Desserts in den Lebenslauf?
Nein. Setzen Sie stattdessen einen Portfolio-Link in die Kopfzeile. Fotos im Dokument machen die Datei groß, werden von Bewerbermanagementsystemen falsch gelesen und schieben Ihre Erfahrung auf eine zweite Seite. Eine verlinkte Galerie mit einem Dutzend starker Bilder Ihrer eigenen Arbeit leistet mehr, und die Küchenleitung klickt tatsächlich darauf. Ein Bewerbungsfoto von Ihnen selbst ist davon unabhängig und freiwillig.
Wie lang sollte ein Lebenslauf als Konditor/in sein?
Für die meisten eine Seite, auch als Sous-Chef Pâtissier. Zwei Seiten, wenn Sie die Patisserie in mehreren Häusern geleitet haben oder zwölf und mehr Jahre zeigen wollen. Kürzen Sie ältere Stellen als Commis, bevor Sie Zahlen kürzen, und streichen Sie nie Wareneinsatz und Mengen, um Platz für eine vierte Stelle zu schaffen.
Unterscheidet sich der Lebenslauf als Commis Pâtissier von dem als Chef Pâtissier?
Ja, im Schwerpunkt. Als Commis geht es um die Ausführung: geführte Posten, hergestellte Produkte, Bonzeiten, gleichbleibende Qualität. Als Chef Pâtissier kommt die Verantwortung dazu: Entwicklung und Kalkulation der Karte, Budget, Bestellung, Dienstplanung und Einarbeitung. Wenn Sie aufsteigen wollen, zeigen Sie die ersten Zeichen von Verantwortung, die Sie schon haben, etwa Vorbereitungslisten oder die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen.
Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?
Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.
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