Lebenslauf für die Ausländerbehörde: Beispiele und Anleitung

Ein Lebenslauf für die Ausländerbehörde ist ein Lebenslauf für den öffentlichen Dienst, und dort gelten eigene Regeln: Er wird am Anforderungsprofil der Ausschreibung gemessen, muss lückenlos sein und für jede Station Monat und Jahr, Arbeitgeber, Umfang und im öffentlichen Dienst Entgeltgruppe oder Amtsbezeichnung nennen. Zeigen Sie bearbeitete Anträge, Anhörungen, Dokumentenprüfungen und Ihre formale Qualifikation.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Lebenslauf-Muster für die Ausländerbehörde (Sachbearbeitung Aufenthaltsrecht)

Ein erfundener Sachbearbeiter mit einem realistischen Weg: Feldjäger bei der Bundeswehr, dann Ermittlungsdienst in einem Jobcenter, dann Sachbearbeitung im Aufenthaltsrecht. Die Stichpunkte sind so geschrieben, wie ein Anforderungsprofil sie abfragt: mit Fallzahlen und mit der Angabe, ob selbst entschieden oder nur vorbereitet wurde.

Jan Becker

Sachbearbeiter Aufenthaltsrecht · Tarifbeschäftigter im öffentlichen Dienst

Dortmund · 0231 555 0147 · jan.becker@beispiel.de · Führerschein Klasse B · Sicherheitsüberprüfung Ü2 (Bundeswehr, 2013 bis 2018)

Profil

Sachbearbeiter Aufenthaltsrecht mit 8 Jahren Erfahrung in Sachbearbeitung, Ermittlung und Aufdeckung von Leistungsmissbrauch im kommunalen Dienst. Entscheidet über 1.100 bis 1.400 Anträge auf Aufenthaltstitel pro Jahr, führt 12 bis 18 Vorsprachen und Anhörungen pro Woche und gibt Verdachtsfälle auf Urkundenfälschung an die Polizei ab. Fortgebildet in Gesprächsführung, Dokumentenprüfung und Aufenthaltsrecht.

Berufserfahrung

Sachbearbeiter Aufenthaltsrecht · Ausländerbehörde einer kreisfreien Stadt (Tarifbeschäftigter, TVöD EG 9b, Vollzeit 39 Std./Woche), Dortmund

09/2021 – heute

  • Entscheidung über 1.100 bis 1.400 Anträge pro Jahr auf Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln nach dem Aufenthaltsgesetz, unter anderem Blaue Karte EU, Familiennachzug und Niederlassungserlaubnis; Erteilungen, Nachforderungen und Ablehnungen jeweils mit schriftlicher Begründung.
  • 12 bis 18 persönliche Vorsprachen und Anhörungen pro Woche, auch mit Dolmetscherinnen und Dolmetschern; Gesprächsvermerke und Niederschriften für die Akte erstellt.
  • Prüfung von Pässen, Personenstandsurkunden und Nachweisen auf Fälschung und Verfälschung; 2025 in 46 Fällen mit Verdachtsmomenten an die Polizei zur weiteren Prüfung abgegeben.
  • Auswertung von Abfragen im Ausländerzentralregister und von Sicherheitsabfragen; Klärung von Erkenntnissen mit den beteiligten Stellen vor der Entscheidung.
  • Fehlerquote unter 3 % in zwei jährlichen Stichprobenprüfungen der Sachgebietsleitung mit je 30 Akten.
  • 4 neue Kolleginnen und Kollegen in ihren ersten 90 Tagen eingearbeitet und jeweils ihre ersten 40 Bescheide vor dem Versand gegengelesen.

Mitarbeiter Ermittlungs- und Außendienst (Leistungsmissbrauch) · Jobcenter einer kreisfreien Stadt (Tarifbeschäftigter, TVöD EG 8, Vollzeit 39 Std./Woche), Dortmund

03/2018 – 09/2021

  • Prüfung von 210 bis 260 Hinweisen auf Leistungsmissbrauch pro Jahr: Datenabgleiche, Hausbesuche, Anfragen bei Arbeitgebern und schriftliche Ermittlungsberichte.
  • 38 Fälle für Bußgeldverfahren und 6 Strafanzeigen vorbereitet, keiner davon wegen unzureichender Dokumentation zurückgegeben.
  • Überzahlungen von rund 1,2 Mio. € in drei Haushaltsjahren zurückgefordert oder verhindert.
  • 14-mal als ermittelnder Mitarbeiter vor Gericht als Zeuge ausgesagt.

Feldjäger, Unteroffizier (Soldat auf Zeit) · Bundeswehr, Feldjägertruppe (Vollzeit, Schichtdienst)

06/2013 – 03/2018

  • Verkehrs- und Zugangskontrollen sowie Identitätsprüfungen an einem Großstandort mit durchschnittlich 3.000 Fahrzeugen pro Tag.
  • Über 300 Ereignis- und Ermittlungsberichte geschrieben; als Wachhabender eine Schicht mit 6 Soldatinnen und Soldaten geführt.
  • Unteroffizierlehrgänge der Feldjägertruppe abgeschlossen; während der gesamten Dienstzeit sicherheitsüberprüft (Ü2).

Ausbildung

Verwaltungslehrgang II (Angestelltenlehrgang II), berufsbegleitend
Kommunales Studieninstitut, Dortmund, 2023

Zertifikate

  • Fortbildung Dokumentenprüfung: Erkennen gefälschter und verfälschter Ausweisdokumente, 2022
  • Fortbildung Fachkräfteeinwanderung und Blaue Karte EU, 2024
  • Sicherheitsüberprüfung Ü2 während der Dienstzeit bei der Bundeswehr (2013 bis 2018)
  • Einführungsschulung für neue Sachbearbeiter/innen der Ausländerbehörde, 2021

Kenntnisse

Sachbearbeitung und Bescheide nach Aufenthaltsgesetz und VerwaltungsverfahrensrechtAnhörungen, Gesprächsführung und NiederschriftenAufenthaltsgesetz und Freizügigkeitsrecht der EUDokumentenprüfung und FälschungsmerkmaleAuswertung von Register- und SicherheitsabfragenErmittlungsberichte und AktenführungZeugenaussagen vor GerichtDatenschutz nach DSGVO und VerschwiegenheitGespräche mit Dolmetscherinnen und DolmetschernSteuerung von Fallzahlen und RückständenEnglisch (gut), Spanisch (Grundkenntnisse)Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →
Schreiben Sie niemals Einzelheiten aus Fällen, Namen, Aktenzeichen, AZR-Nummern oder Inhalte laufender Verfahren in den Lebenslauf. Fallzahlen, Verfahrensarten und Ergebnisse von Stichprobenprüfungen sind in Ordnung; der Inhalt eines Falls nicht.

Warum ein Lebenslauf für die Ausländerbehörde ein Lebenslauf für den öffentlichen Dienst ist

Den „Immigration Officer“ gibt es in Deutschland nicht als eine Stelle. Die Grenzkontrolle übernimmt überwiegend die Bundespolizei mit Beamtinnen und Beamten im mittleren oder gehobenen Polizeivollzugsdienst. Über Asylanträge entscheiden Entscheider/innen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Über Aufenthaltstitel entscheiden die Ausländerbehörden der Kreise und kreisfreien Städte, in einigen Ländern ergänzt durch zentrale Ausländerbehörden. Dieses Muster richtet sich an die Sachbearbeitung Aufenthaltsrecht. Die Stellen werden auf den Seiten der Kommunen und in Portalen wie Interamt ausgeschrieben und zuerst vom Personalamt gegen das Anforderungsprofil geprüft, nicht von einer Leitung, die auf Stil achtet. Das verändert das Dokument grundlegend.

  • Länge. Zwei Seiten sind üblich, bei langer Erfahrung im öffentlichen Dienst auch drei. Streichen Sie aber keine Angaben, die das Anforderungsprofil abfragt; was fehlt, kann nicht berücksichtigt werden.
  • Angaben pro Station. Arbeitgeber, Ort, Monat und Jahr von Beginn und Ende, Vollzeit oder Teilzeit mit Wochenstunden und im öffentlichen Dienst Entgeltgruppe oder Amtsbezeichnung. Der Lebenslauf muss lückenlos sein; ungeklärte Zeiten führen zu Rückfragen und können in der Vorauswahl schaden.
  • Anforderungsprofil. Jede Ausschreibung nennt zwingende und wünschenswerte Anforderungen. Ihr Lebenslauf muss zeigen, dass Sie die zwingenden erfüllen, für den verlangten Zeitraum und möglichst in den Worten der Ausschreibung.
  • Qualifikation und Laufbahn. Nennen Sie Ihren Abschluss genau, etwa Verwaltungsfachangestellte/r, Verwaltungslehrgang I oder II, Bachelor in öffentlicher Verwaltung oder Laufbahnbefähigung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Daran erkennt das Personalamt sofort, ob Sie formal passen.
  • Schlichtes Layout. Viele Behörden nutzen Online-Portale oder Formulare, in die Sie den Lebenslauf als PDF hochladen. Ein gestalteter zweispaltiger Lebenslauf bringt hier keinen Vorteil, nur das Risiko, dass etwas übersehen wird.
  • Was zählen soll, muss im Lebenslauf oder in den Zeugnissen stehen. Das Personalamt wertet Lebenslauf, Zeugnisse und Beurteilungen aus; Erfahrung, die nur im Anschreiben erwähnt wird, wird leicht übersehen.

“Der häufigste Grund, warum starke Bewerberinnen und Bewerber aussortiert werden, sind fehlende Grunddaten: keine Wochenstunden, keine Monats- und Jahresangaben, keine klare Aussage, dass sie die geforderte Erfahrung wirklich haben. Schreiben Sie die langweiligen Teile. Und dann beschreiben Sie Ihre tatsächliche Arbeit mit den Worten der Ausschreibung, denn genau damit vergleichen wir Sie.”

Recruiter-Panel, Personalverantwortliche/r im öffentlichen Dienst, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Worauf Auswahlkommissionen zuerst achten

Wenn Sie die formale Vorauswahl bestanden haben, liest eine Auswahlkommission, oft unter Beteiligung des Personalrats, auf vier Dinge hin. Alle vier sollten ohne Suchen sichtbar sein.

  • Formale Voraussetzungen, klar benannt. Abschluss oder Laufbahnbefähigung, bei Beamtenstellen die Staatsangehörigkeit, bei internen Bewerbungen Ihre aktuelle Entgeltgruppe oder Ihr Statusamt. Das sind Zugangsvoraussetzungen, keine Extras.
  • Fallzahlen und Eigenständigkeit. Bearbeitete Anträge, Vorsprachen pro Woche, abgeschlossene Verfahren und ob Sie selbst entschieden oder nur vorbereitet haben. Die Kommission will wissen, dass Sie ein Sachgebiet ohne enge Begleitung tragen können.
  • Gesprächsführung. Anhörungen, Gespräche mit Dolmetscher/innen, Einschätzung der Glaubhaftigkeit von Angaben, Deeskalation am Schalter. Das ist die Kernkompetenz, und die meisten beschreiben sie viel zu vage.
  • Schriftliche Arbeit und Verlässlichkeit. Begründete Bescheide, Ermittlungsberichte, Stellungnahmen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren, Ergebnisse von Stichprobenprüfungen und dienstliche Beurteilungen, die Ihre Arbeit bestätigen.

Profiltexte für die Ausländerbehörde und verwandte Stellen

Ein Profil ist im öffentlichen Dienst nicht vorgeschrieben, aber ein kurzes oben hilft der Kommission. Vier Zeilen, mit Ihrer formalen Qualifikation.

Sachbearbeiter in der Ausländerbehörde
Sachbearbeiter Aufenthaltsrecht mit 8 Jahren Erfahrung in Sachbearbeitung, Ermittlung und Aufdeckung von Leistungsmissbrauch im kommunalen Dienst. Entscheidet über 1.100 bis 1.400 Anträge auf Aufenthaltstitel pro Jahr und führt 12 bis 18 Vorsprachen und Anhörungen pro Woche. Verwaltungslehrgang II, Sicherheitsüberprüfung Ü2 aus der Bundeswehrzeit.
Grenzkontrolle bei der Bundespolizei
Polizeikommissarin bei der Bundespolizei mit 6 Jahren in der grenzpolizeilichen Kontrolle an einem internationalen Flughafen: Ein- und Ausreisekontrolle, Prüfung der Einreisevoraussetzungen und 40 bis 60 Weiterleitungen pro Woche in die vertiefte Kontrolle. Spanisch verhandlungssicher. Laufbahnbefähigung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst.
Wechsel aus der Polizei in die Ausländerbehörde
Kriminalkommissar mit 8 Jahren Ermittlungserfahrung, über 400 Vernehmungen und 22 Aussagen vor Gericht, bewirbt sich auf eine Stelle in der Sachbearbeitung Aufenthaltsrecht. Fortgebildet in Vernehmungstechnik und im Erkennen von Urkundenfälschungen. Angestrebt ist der Wechsel in die allgemeine Verwaltung einer Kommune.
Visabearbeitung
Sachbearbeiterin Visa mit 5 Jahren Erfahrung in der Bearbeitung von Visumanträgen für eine deutsche Auslandsvertretung: 90 bis 130 Vorgänge pro Tag, Prüfung von Unterlagen und Unterstützung bei Antragsgesprächen in zwei Sprachen. Sicherheitsüberprüft, Erfahrung mit hohem Antragsaufkommen.
Einstieg nach dem Studium
Absolventin Bachelor Öffentliche Verwaltung (Abschlussnote 1,9) mit zwei Jahren Werkstudententätigkeit im Empfangs- und Sicherheitsdienst eines Industrieparks: Ausweis- und Zufahrtskontrollen bei rund 3.000 Fahrzeugen pro Tag, über 300 Meldungen geschrieben. Bereit, für die Stelle umzuziehen.

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Meinen Lebenslauf für die Ausländerbehörde erstellen

Stichpunkte für die Sachbearbeitung: von schwach zu stark

Im öffentlichen Dienst zählen genaue Angaben. Hier sind die Aufgaben der Ausländerbehörde und verwandter Stellen neu formuliert, jeweils mit Fallzahl und Entscheidungsbefugnis.

Zu vage, um berücksichtigt zu werdenWas das Personalamt bewerten kann
Anträge bearbeitet.Jährlich 1.100 bis 1.400 Anträge auf Aufenthaltstitel entschieden; Erteilungen, Nachforderungen und Ablehnungen jeweils mit schriftlicher Begründung.
Gespräche mit Antragstellenden geführt.12 bis 18 Vorsprachen und Anhörungen pro Woche geführt, auch mit Dolmetscher/innen; Gesprächsvermerke und Niederschriften für die Akte erstellt.
Dokumente auf Fälschungen geprüft.Pässe, Personenstandsurkunden und Nachweise auf Fälschung und Verfälschung geprüft; 2025 in 46 Fällen mit Verdachtsmomenten an die Polizei abgegeben.
Behördliche Datenbanken genutzt.Abfragen im Ausländerzentralregister und Sicherheitsabfragen ausgewertet und Erkenntnisse vor der Entscheidung mit der beteiligten Stelle geklärt.
Reisende an der Grenze kontrolliert.In der Ein- und Ausreisekontrolle 250 bis 400 Reisende pro Schicht geprüft und über die Einreisevoraussetzungen entschieden; 40 bis 60 Fälle pro Woche in die vertiefte Kontrolle weitergeleitet.
Berichte geschrieben.Über 300 Ereignis- und Ermittlungsberichte geschrieben und 38 Fälle für Bußgeldverfahren vorbereitet, keiner davon wegen unzureichender Dokumentation zurückgegeben.
Fälle betreut.Bestand von 220 offenen Vorgängen geführt und einen Rückstand von 400 Vorgängen aus einer unbesetzten Stelle innerhalb von zwei Quartalen abgebaut, ohne dass die Fehlerquote stieg.
Bei Bedarf vor Gericht ausgesagt.14-mal als ermittelnder Mitarbeiter vor Gericht als Zeuge ausgesagt, einschließlich Befragung durch die Verteidigung.
Neue Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet.4 neue Kolleginnen und Kollegen in ihren ersten 90 Tagen eingearbeitet und jeweils ihre ersten 40 Bescheide vor dem Versand gegengelesen.
Gesetze und Vorschriften beachtet.Aufenthaltsgesetz, Verwaltungsvorschriften und Anwendungshinweise auf jede Entscheidung angewendet; Fehlerquote unter 3 % in zwei jährlichen Stichprobenprüfungen der Sachgebietsleitung.
Lesen Sie das Anforderungsprofil der Ausschreibung und unterstreichen Sie die Verben: entscheiden, prüfen, anhören, beraten, dokumentieren. Achten Sie dann darauf, dass genau diese Verben in Ihrem Lebenslauf stehen, wo sie zutreffen.

Kenntnisse für den Lebenslauf in der Ausländerbehörde

Bleiben Sie sachlich und überprüfbar. Auswahlkommissionen beeindrucken Adjektive wenig; sie interessiert, was Sie eigenständig können.

  • Sachbearbeitung: Anwendung von Gesetz, Verordnung und Verwaltungsvorschriften auf den Einzelfall, Anforderung von Nachweisen, Erteilungen und Ablehnungen, Anhörung vor belastenden Entscheidungen und nachvollziehbare Begründung jeder Entscheidung.
  • Gesprächsführung: Anhörungen und Niederschriften, Einschätzung der Glaubhaftigkeit, Gespräche mit Dolmetscherinnen und Dolmetschern, Deeskalation, Umgang mit besonders schutzbedürftigen Menschen, Vermerke, die einer Überprüfung standhalten.
  • Dokumente und Identität: Prüfung von Pässen, Personenstandsurkunden und Nachweisen, Erkennen von Fälschungs- und Verfälschungsmerkmalen, Erfassung biometrischer Daten für den elektronischen Aufenthaltstitel, Auswertung von Registerabfragen.
  • Schriftliche Arbeit: Bescheide, Vermerke, Ermittlungsberichte, Stellungnahmen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren. Schwache Texte bremsen in diesem Bereich die berufliche Entwicklung schneller als alles andere.
  • Recht und Integrität: Datenschutz nach DSGVO, ordnungsgemäße Aktenführung, Verschwiegenheit, Umgang mit Interessenkonflikten und keine Weitergabe von Fallinformationen.
  • Sprachen: jede mit ehrlichem Niveau, etwa nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Gefragt sind je nach Region zum Beispiel Englisch, Arabisch, Türkisch, Russisch oder Ukrainisch; nennen Sie, ob Sie Gespräche ohne Dolmetscher führen können.
  • Systeme: Nennen Sie Fachverfahren, Register und Erfassungssysteme, mit denen Sie gearbeitet haben, mit ihren öffentlich bekannten Namen, und nicht mehr als das.

Staatsangehörigkeit, Sicherheitsüberprüfung und Voraussetzungen: was Sie angeben

Formale Voraussetzungen gehören in den Kopf oder ins Profil. Das Personalamt prüft sie zuerst, und wer sie versteckt, verlangsamt ein ohnehin langes Verfahren.

  • Staatsangehörigkeit. Für eine Verbeamtung wird in der Regel die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU- oder EWR-Staats verlangt, Ausnahmen sind möglich; für Tarifbeschäftigte gilt das meist nicht. Prüfen Sie die Ausschreibung und machen Sie die Angabe, wenn sie dort gefordert ist.
  • Bundeswehr. Ehemalige Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten nennen Verwendung, Dienstgrad, Dienstzeitende und einen Eingliederungs- oder Zulassungsschein, falls vorhanden. Er kann bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst Vorteile bringen; die Einzelheiten stehen im Soldatenversorgungsgesetz und in der Ausschreibung.
  • Sicherheitsüberprüfung. Nennen Sie Stufe und Zeitraum einer früheren oder aktuellen Überprüfung (Ü1, Ü2 oder Ü3). Für viele Stellen in der Ausländerbehörde ist sie nicht erforderlich, für bestimmte Stellen beim BAMF oder bei der Bundespolizei kann sie es sein.
  • Status im öffentlichen Dienst. Nennen Sie, ob Sie bereits Tarifbeschäftigte/r oder Beamtin bzw. Beamter sind, mit Entgeltgruppe oder Amtsbezeichnung und Laufbahn. Davon hängt ab, ob Sie sich auf interne Ausschreibungen bewerben können und ob eine Versetzung oder Abordnung in Frage kommt.
  • Weitere Voraussetzungen, die Sie bereits erfüllen: Führerschein, Bereitschaft zu Außenterminen oder Abendsprechzeiten, ein Führungszeugnis, das manche Dienstherren anfordern. Öffentliche Arbeitgeber laden schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber zum Vorstellungsgespräch ein, wenn die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt (§ 165 SGB IX); die Angabe ist freiwillig.
  • Für die Bundespolizei gelten zusätzlich Altersgrenzen, Polizeidiensttauglichkeit und ein Sporttest, die sich je nach Laufbahn unterscheiden. Raten Sie hier nicht; lesen Sie die aktuelle Ausschreibung und die Karriereseite der Bundespolizei.
Im öffentlichen Dienst werden Ihre Angaben mit Zeugnissen, Beurteilungen und gegebenenfalls der Personalakte abgeglichen. Ein geschöntes Datum, eine zu hoch angegebene Entgeltgruppe oder eine weggelassene Station fällt auf und kann das Verfahren beenden.

Einstieg: Bewerbung ohne Erfahrung im Aufenthaltsrecht

Ausländerbehörden stellen regelmäßig neue Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter ein und erwarten nicht, dass Sie das Aufenthaltsrecht schon kennen; vieles lernen Sie in der Einarbeitung. Gesucht sind Belege für Urteilsvermögen, gute schriftliche Arbeit und regelgebundenes Arbeiten.

  1. 1Prüfen Sie die formalen Anforderungen der Ausschreibung. Viele Stellen verlangen eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r, den Verwaltungslehrgang II oder ein Studium der öffentlichen Verwaltung; manche Kommunen öffnen Stellen auch für verwandte Abschlüsse, etwa Rechtswissenschaft oder Betriebswirtschaft. Nennen Sie Ihre Abschlussnote, wenn sie gut ist.
  2. 2Übertragen Sie Ihre Erfahrung. Sicherheitsdienst, Leitstelle, Justizvollzug, Sachbearbeitung in Versicherung oder Sozialverwaltung, Compliance in einer Bank, Identitätsprüfung im Kundenservice und Bundeswehr enthalten Identitätsprüfung, Regeln und Dokumentation.
  3. 3Zeigen Sie schriftliche Arbeit. Berichte, Fallvermerke, eine Abschlussarbeit, alles Längere und Sachliche. Mit Anzahl.
  4. 4Zeigen Sie Menge und Genauigkeit. Bearbeitete Anträge, kontrollierte Personen, geführte Gespräche, Fehlerquoten und Prüfergebnisse.
  5. 5Nennen Sie Sprachen mit ehrlichem Niveau und längere Aufenthalte im Ausland.
  6. 6Nennen Sie Ihre Bereitschaft zu Abendsprechzeiten oder Außenterminen, wenn die Ausschreibung sie erwähnt, und achten Sie darauf, dass Lebenslauf, Anschreiben und ein eventueller Bewerbungsbogen in jeder Angabe übereinstimmen.
Einstiegs-Stichpunkt aus dem Sicherheitsdienst
In der Fluggastkontrolle 900 bis 1.300 Fluggäste pro Schicht kontrolliert, Ausweisdokumente mit Bordkarten abgeglichen und 15 bis 25 Auffälligkeiten pro Woche an die Schichtleitung gemeldet.
Einstiegs-Stichpunkt aus der Sachbearbeitung
60 bis 80 Anträge auf Sozialleistungen pro Woche nach den Anspruchsvoraussetzungen geprüft, fehlende Nachweise schriftlich angefordert und in vierteljährlichen Prüfungen eine Richtigkeitsquote von 98 % gehalten.
Einstiegs-Stichpunkt aus der Bundeswehr
Als Feldjäger Verkehrs- und Zugangskontrollen sowie Identitätsprüfungen an einem Großstandort mit durchschnittlich 3.000 Fahrzeugen pro Tag durchgeführt; über 300 Ereignisberichte geschrieben, Sicherheitsüberprüfung Ü2.

Aufbau, Länge und Abgleich mit der Ausschreibung

  • Zwei Seiten, bei langer Erfahrung im öffentlichen Dienst auch drei; schlichtes Layout, eine Spalte, keine Grafiken. Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; manche Behörden bitten ausdrücklich darum, darauf zu verzichten.
  • Für jede Station: Arbeitgeber, Ort, Monat und Jahr von Beginn und Ende, Vollzeit oder Teilzeit und im öffentlichen Dienst Entgeltgruppe oder Amtsbezeichnung. Lücken erklären Sie in einer Zeile.
  • Übernehmen Sie die Begriffe des Anforderungsprofils in Überschriften und Stichpunkte, wo sie zutreffen. Wenn dort „Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln“ steht, verwenden Sie genau diese Formulierung.
  • Die Auswahl im öffentlichen Dienst folgt dem Grundsatz der Bestenauslese nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung (Art. 33 Abs. 2 GG). Machen Sie es der Kommission leicht, jede Anforderung bei Ihnen zu finden.
  • Fügen Sie bei, was die Ausschreibung verlangt: Abschluss- und Arbeitszeugnisse, bei internen Bewerbungen die letzte dienstliche Beurteilung, Nachweise über Lehrgänge. Fehlende Unterlagen können ebenso zum Ausschluss führen wie fehlende Erfahrung.
  • Bewerben Sie sich vor Ende der Bewerbungsfrist, die in der Ausschreibung genannt ist. Verspätete Bewerbungen werden oft nicht mehr berücksichtigt.

Wenn Sie sich nicht bei einer Behörde bewerben, sondern etwa in einer Kanzlei für Migrationsrecht, bei einer Beratungsstelle oder im Bereich Global Mobility eines Unternehmens, verwenden Sie einen normalen Lebenslauf für die Wirtschaft. Die Bezeichnungen im Behördenbereich sind vielfältig: Sachbearbeiter/in Aufenthaltsrecht, Sachbearbeiter/in Einbürgerung, Sachbearbeiter/in Ausländerbehörde, Entscheider/in beim BAMF, Polizeivollzugsbeamtin oder -beamter bei der Bundespolizei, Sachbearbeiter/in Visa im Auswärtigen Dienst. Suchen Sie nach allen und übernehmen Sie in Ihre Kopfzeile die Bezeichnung der Ausschreibung, auf die Sie antworten.

Häufige Fragen

Wie schreibe ich einen Lebenslauf für die Ausländerbehörde?

Schreiben Sie ihn als Lebenslauf für den öffentlichen Dienst: lückenlos, mit Monat und Jahr, Arbeitgeber, Umfang und gegebenenfalls Entgeltgruppe für jede Station. Übernehmen Sie dann die Begriffe des Anforderungsprofils und nennen Sie Zahlen zu Anträgen, Anhörungen, Dokumentenprüfungen und Berichten. Abschluss oder Laufbahnbefähigung gehören ganz nach oben.

Wie lang sollte ein Lebenslauf für den öffentlichen Dienst sein?

Meist zwei Seiten, bei langer Berufserfahrung auch drei. Wichtiger als die Länge ist, dass das Personalamt jede Anforderung der Ausschreibung bei Ihnen findet und den verlangten Zeitraum erkennen kann; was nicht dasteht, kann nicht berücksichtigt werden.

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf für die Ausländerbehörde?

Sachbearbeitung nach Aufenthaltsgesetz und Verwaltungsverfahrensrecht, Anhörungen und Gesprächsführung, Prüfung von Dokumenten und Identität, Erkennen von Fälschungsmerkmalen, Auswertung von Registerabfragen, Bescheide und Berichte, Aussagen vor Gericht, Steuerung von Fallzahlen, Datenschutz und Aktenführung sowie Sprachen mit ehrlichem Niveau.

Kann ich ohne Erfahrung in der Ausländerbehörde anfangen?

Ja. Viele Behörden stellen Verwaltungsfachangestellte, Absolventinnen und Absolventen der öffentlichen Verwaltung oder Beschäftigte mit Verwaltungslehrgang ein und arbeiten sie ins Aufenthaltsrecht ein. Übertragen Sie Erfahrung aus Sicherheitsdienst, Justizvollzug, Sachbearbeitung, Leitstelle oder Bundeswehr in Identitätsprüfung, regelgebundene Entscheidungen und schriftliche Dokumentation.

Soll ich Sicherheitsüberprüfung und Bundeswehrzeit im Lebenslauf angeben?

Ja, im Kopf oder im Profil. Nennen Sie Stufe und Zeitraum der Sicherheitsüberprüfung und ob sie aktuell ist, bei der Bundeswehr Verwendung, Dienstgrad und Dienstzeitende und gegebenenfalls einen Eingliederungs- oder Zulassungsschein. Beides kann im Verfahren eine Rolle spielen und wird geprüft.

Was ist das Anforderungsprofil, und warum ist es so wichtig?

Es ist der Teil der Ausschreibung, der beschreibt, welche Abschlüsse, Kenntnisse und Erfahrungen Sie mitbringen müssen und welche wünschenswert sind. Das Personalamt vergleicht Ihren Lebenslauf damit Punkt für Punkt. Wenn Ihr Lebenslauf eine zwingende Anforderung nicht erkennbar erfüllt, scheiden Sie oft schon in der Vorauswahl aus, ganz gleich, wie stark Sie sonst sind.

Darf ich konkrete Fälle nennen, die ich bearbeitet habe?

Nein. Lassen Sie Einzelheiten aus Fällen, Namen, Aktenzeichen und Ergebnisse vollständig weg. Verwenden Sie stattdessen Fallzahlen, Verfahrensarten, Ergebnisse von Stichprobenprüfungen und die Zahl der Abgaben an andere Stellen. Wer Fallinhalte weitergibt, verletzt Datenschutz und Verschwiegenheit, und Auswahlkommissionen werten das als Mangel an Urteilsvermögen.

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So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.