Lebenslauf für Betriebsleiter/innen in der Landwirtschaft: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf für die Betriebsleitung in der Landwirtschaft bringt Sie ins Gespräch, wenn der Eigentümer in den ersten drei Zeilen sieht, wie groß der Betrieb war, den Sie geführt haben: Hektar oder Tierzahl, die Betriebszweige (Ackerbau, Milchvieh, Geflügel, Obst oder Gemüse), das Budget, das Sie verantwortet haben, und Ihre Produktionszahlen wie Ertrag je Hektar, Milchleistung je Kuh oder Futterverwertung. Personal und Auflagen kommen danach.
Lebenslauf-Muster für die Betriebsleitung (Ackerbau und Mutterkuhhaltung)
Zwölf Jahre, vom Maschinenführer bis zur Leitung eines Betriebs mit 1.300 ha und einer Mutterkuhherde. Die Person ist erfunden, aber die Zahlen sind genau die, nach denen ein Eigentümer oder ein Agrarunternehmen fragt: Hektar, Tiere, Ertrag, Kosten je Hektar und wie viele Leute für Sie gearbeitet haben.
Henrik Albrecht
Betriebsleiter Landwirtschaft
Prenzlau · 03984 555 0126 · h.albrecht@beispiel.de · Führerschein CE und T · Sachkundenachweis Pflanzenschutz
Profil
Betriebsleiter mit 12 Jahren in Ackerbau und Rinderhaltung, leitet heute einen Betrieb mit 1.300 ha Weizen, Raps, Mais und Zuckerrüben sowie 400 Mutterkühen. Verantwortet einen Betriebsaufwand von 2,4 Mio. € im Jahr, führt 6 festangestellte Mitarbeitende und 9 Saisonkräfte und vermarktet rund 8.000 t Getreide und Raps im Jahr. Winterweizen im Fünfjahresmittel rund 0,9 t/ha über dem Kreisdurchschnitt.
Berufserfahrung
Betriebsleiter · Familiengeführter Ackerbau- und Mutterkuhbetrieb (1.300 ha, 400 Mutterkühe), Uckermark
02/2020 – heute
- Leitung des gesamten Betriebs im Auftrag der Eigentümerfamilie: Anbauplanung, Einkauf der Betriebsmittel, Bestellung und Ernte, Rinder, Maschinen, Personal und ein Betriebsaufwand von 2,4 Mio. €, mit monatlichem Bericht zu Kosten je Hektar und Liquidität.
- Winterweizen im Fünfjahresmittel mit 8,1 t/ha und Winterraps mit 4,0 t/ha; beim Weizen rund 0,9 t/ha über dem Kreisdurchschnitt durch teilflächenspezifische Aussaat und geteilte Stickstoffgaben.
- Düngerkosten um 45 €/ha gesenkt durch Rasterbeprobung des Bodens und Applikationskarten aus Climate FieldView, ohne Ertragsverlust in drei Jahren; Düngebedarfsermittlung nach Düngeverordnung für jeden Schlag.
- Führung von 6 festangestellten Mitarbeitenden und 9 Saisonkräften, einschließlich Anmeldung, Unterkunft, Fahrten und Arbeitszeiterfassung für die Saisonkräfte; seit vier Jahren keine Kündigung im Stammteam.
- Vermarktung von rund 8.000 t Getreide und Raps im Jahr über Vorkontrakte mit dem Landhandel, Lagerung auf dem Betrieb und Absicherung an der Warenterminbörse (Euronext); in drei Jahren im Schnitt 12 €/t über dem Preis zur Ernte.
- Betrieb jederzeit prüfbereit: GAP-Sammelantrag, Düngeaufzeichnungen, Pflanzenschutz-Aufzeichnungen, Unterweisungen im Arbeitsschutz, Tierkennzeichnung in HI-Tier und Wartungsprotokolle der Maschinen.
Stellvertretender Betriebsleiter · Agrarbetrieb mit 1.950 ha Ackerbau und Saatgutvermehrung, Altmark
03/2016 – 01/2020
- Leitung der Bestell- und Erntekolonnen auf 1.950 ha in 11 Gemarkungen, Koordination von 4 Mähdreschern und 6 Lkw in einer Getreideernte von 22 Tagen.
- Planung und Dokumentation aller Pflanzenschutzmaßnahmen; zwei behördliche Kontrollen ohne Beanstandung.
- Kraftstoff- und Reparaturkosten je Hektar um 9 % gesenkt durch planmäßige Wartung und Erfassung der Maschinenstunden im John Deere Operations Center.
- Pachtverwaltung für rund 60 Verpächterinnen und Verpächter, einschließlich pünktlicher Pachtzahlungen und Übersichten zu Flächen und Erträgen innerhalb von 30 Tagen nach der Ernte.
Maschinenführer und Bestandskontrolle · Familienbetrieb mit 850 ha Ackerbau, Uckermark
04/2014 – 02/2016
- Fahren von Einzelkornsämaschine, Feldspritze, Mähdrescher und Überladewagen auf 850 ha, dazu Bodenbearbeitung und Transporte mit Führerschein CE.
- Wöchentliche Bestandskontrolle auf 850 ha auf Unkraut, Schädlinge und Krankheiten; die Feldberichte waren die Grundlage für die Pflanzenschutzentscheidungen.
- Betreuung von 9 Kreisberegnungsanlagen; Pumpstunden um 12 % gesenkt durch Steuerung nach Bodenfeuchtesonden.
Ausbildung
B.Sc. Agrarwissenschaften, Schwerpunkt Agrarökonomie und Pflanzenbau
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2014
Zertifikate
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz, zuständige Landesbehörde Brandenburg, Fortbildung aktuell
- Ausbildereignungsprüfung (AEVO), 2019
- Befähigungsnachweis für Tiertransporte (Rinder), 2021
- Führerschein Klasse CE und T
- Erste-Hilfe-Kurs (9 Unterrichtseinheiten), 2025
Kenntnisse
Worauf Eigentümer und Agrarunternehmen zuerst achten
Die Betriebsleitung ist eine Vertrauensstelle. Der Eigentümer übergibt Ihnen Maschinen im Wert von Millionen, eine Ernte, die es nur einmal im Jahr gibt, und oft das Land seiner Familie. Fünf Punkte entscheiden.
- Größe und Betriebszweige. Hektar, Tiere, Ställe, Gewächshäuser und was Sie erzeugt haben. 250 ha Grünland zu bewirtschaften ist eine andere Aufgabe als 1.300 ha Marktfrüchte mit Beregnung.
- Produktionszahlen. Ertrag je Hektar, Milchleistung je Kuh, Futterverwertung, Absetzgewichte, Verluste, Anteil vermarktungsfähiger Ware. Das ist Ihre Bilanz, und sie lässt sich nachprüfen.
- Das Geld. Haben Sie ein Budget verantwortet, Betriebsmittel eingekauft, Pachtverträge verhandelt, Getreide oder Tiere vermarktet? Wer nur die Feldarbeit organisiert hat, ist eher Vorarbeiter oder Leiter Pflanzenproduktion, und das Gehalt folgt diesem Unterschied.
- Personal. Größe des Teams, Saisonkräfte (Anwerbung, Unterkunft, Arbeitszeiten), Arbeitssicherheit und Fluktuation. Gute Leute zu finden und zu halten ist heute auf den meisten Betrieben die schwierigste Aufgabe.
- Auflagen und Aufzeichnungen. Sachkunde und Aufzeichnungen im Pflanzenschutz, Düngeverordnung, GAP-Antrag und Kontrollen, QS oder QM-Milch, Tierwohl-Programme. Ein Eigentümer, der schon eine Vor-Ort-Kontrolle erlebt hat, achtet sehr genau darauf.
“Zeigen Sie mir Hektar, Tiere und Budget in den ersten drei Zeilen und dann eine Produktionszahl, die ich mit meiner eigenen vergleichen kann. Danach will ich wissen, wie viele Leute Ihnen unterstellt waren und ob Sie sie gehalten haben. Traktor fahren kann jeder. Jemanden zu finden, der ein Team durch die Ernte zusammenhält, ist das Schwierige.”
Profiltexte für die Betriebsleitung nach Betriebsart
Drei Zeilen, die zum Betrieb passen, bei dem Sie sich bewerben. Ein Milchviehbetrieb liest ein Ackerbau-Profil nicht genau, also schreiben Sie die passende Version.
Betriebsleiter mit 12 Jahren im Ackerbau, verantwortlich für 1.300 ha Weizen, Raps, Mais und Zuckerrüben bei einem Betriebsaufwand von 2,4 Mio. €. Winterweizen im Fünfjahresmittel 8,1 t/ha, rund 0,9 t über dem Kreisdurchschnitt. Führt 6 festangestellte Mitarbeitende und 9 Saisonkräfte und vermarktet rund 8.000 t Getreide und Raps im Jahr.
Herdenmanagerin mit 9 Jahren in einer Milchviehanlage mit 720 Kühen im Boxenlaufstall. Stalldurchschnitt 10.900 kg Milch je Kuh und Jahr bei einer Zellzahl unter 150.000, Führung von 22 Mitarbeitenden in drei Melkschichten und QM-Milch-Audits ohne Abweichungen.
Betriebsleiter Geflügel mit 7 Jahren auf 8 Hähnchenmastställen mit 240.000 Tieren je Durchgang. Futterverwertung 1:1,62, Verluste unter 3,4 %, Lüftungs- und Einstreumanagement sowie QS-Audits ohne Beanstandung und niedrige Therapiehäufigkeit im Antibiotikamonitoring.
Betriebsleiter mit 14 Jahren in Mutterkuhhaltung und Grünlandwirtschaft: 650 Mutterkühe mit Nachzucht auf 1.400 ha eigenem und gepachtetem Grünland. Aufzuchtrate 94 %, Umtriebsweide auf 22 Koppeln, Führung von 4 festangestellten Mitarbeitenden und Saisonhilfen.
Betriebsleiterin Gemüsebau mit 8 Jahren auf 260 ha Freilandgemüse und 35 ha Obst. Verantwortung von der Pflanzung bis zur Aufbereitung und Verpackung, Führung von 60 Saisonkräften und GLOBALG.A.P.-Audits vier Jahre in Folge ohne Hauptabweichung.
Stichpunkte für die Betriebsleitung: schwach und stark
Jeder Stichpunkt braucht eine Größe, eine Kennzahl oder einen Eurobetrag. Landwirtschaft ist ein Geschäft mit Zahlen, und so lesen Eigentümer auch Ihren Lebenslauf.
| Schwach | Stark |
|---|---|
| Leitung des täglichen Betriebsablaufs. | Leitung eines Betriebs mit 1.300 ha Marktfrüchten und 400 Mutterkühen bei einem Betriebsaufwand von 2,4 Mio. € im Jahr. |
| Steigerung der Erträge. | Winterweizen im Fünfjahresmittel mit 8,1 t/ha, rund 0,9 t/ha über dem Kreisdurchschnitt, durch teilflächenspezifische Aussaat und geteilte Stickstoffgaben. |
| Senkung der Betriebsmittelkosten. | Düngerkosten um 45 €/ha gesenkt durch Rasterbeprobung und Applikationskarten, ohne Ertragsverlust in drei Jahren. |
| Anleitung der Mitarbeiter. | Führung von 6 festangestellten Mitarbeitenden und 9 Saisonkräften einschließlich Anmeldung, Unterkunft und Fahrten; seit vier Jahren keine Kündigung im Stammteam. |
| Getreideverkauf. | Vermarktung von rund 8.000 t Getreide und Raps im Jahr über Vorkontrakte und eigene Lagerung, in drei Jahren im Schnitt 12 €/t über dem Preis zur Ernte. |
| Wartung der Maschinen. | 14 Maschinen auf planmäßige Wartung mit Erfassung im Operations Center umgestellt; Kraftstoff- und Reparaturkosten je Hektar um 9 % gesenkt. |
| Dokumentation für Behörden. | Pflanzenschutz-, Dünge- und Unterweisungsaufzeichnungen geführt, mit zwei behördlichen Kontrollen ohne Beanstandung. |
| Zusammenarbeit mit Verpächtern. | Pachtverwaltung für rund 60 Verpächterinnen und Verpächter mit pünktlichen Pachtzahlungen und Übersichten zu Flächen und Erträgen innerhalb von 30 Tagen nach der Ernte. |
| Versorgung der Rinder. | Führung einer Herde mit 400 Mutterkühen durch Deckzeit, Abkalbung und Gesundheitsprogramm; Kälberverluste in vier Abkalbeperioden unter 3 %. |
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Kenntnisse für den Lebenslauf in der Betriebsleitung
Gliedern Sie sie nach Produktion, Betriebswirtschaft, Personal und Auflagen. Die Mischung zeigt dem Eigentümer, ob Sie eher aus der Produktion kommen, eher aus der Betriebswirtschaft oder beides können.
- Produktion: Anbauplanung und Fruchtfolge, Pflanzenbau und Bodenfruchtbarkeit, Sorten- und Saatgutwahl, Pflanzenschutzstrategie, Beregnungssteuerung, Erntelogistik, Tiergesundheit und Fütterung, Besamung und Abkalbung, Weidemanagement, Lüftung und Haltung im Stall
- Technik: Traktoren, Sämaschinen, Feldspritzen, Mähdrescher, Überladewagen und Lkw; planmäßige Wartung und Reparatur; GPS-Lenksysteme; teilflächenspezifische Ausbringung und Ertragskartierung; Climate FieldView, John Deere Operations Center, 365FarmNet oder vergleichbare Programme
- Betriebswirtschaft: Betriebsplanung, Kosten je Hektar oder je Tier, Liquidität, Einkauf und Verhandlung von Betriebsmitteln, Vermarktung von Getreide und Tieren, Hagel- und Mehrgefahrenversicherung, GAP-Antrag und Förderprogramme, Pacht- und Lohnarbeitsverträge, Zusammenarbeit mit Buchstelle und Steuerberatung
- Personal: Einstellung, Einsatzplanung und Einarbeitung, Saisonkräfte aus dem In- und Ausland, Führung in einer weiteren Sprache, falls vorhanden, Arbeitsschutz, Arbeitszeiterfassung und Lohnvorbereitung, ein Team durch 22 Erntetage bringen
- Auflagen und Aufzeichnungen: Sachkunde und Aufzeichnungen im Pflanzenschutz, Unterweisungen im Arbeitsschutz, Düngebedarfsermittlung und Aufzeichnungen nach Düngeverordnung, Audits zur Lebensmittelsicherheit (QS, GLOBALG.A.P.), Programme wie QM-Milch oder die Initiative Tierwohl, Kontrollen im ökologischen Landbau
Wenn Sie Polnisch, Rumänisch oder eine andere Sprache Ihrer Saisonkräfte sprechen und Teams in dieser Sprache geführt haben, schreiben Sie es deutlich. Auf vielen Betrieben gehört das zu den drei wichtigsten Punkten für den Eigentümer.
Nachweise, Abschlüsse und Weiterbildung
Für die Leitung eines landwirtschaftlichen Betriebs braucht man in Deutschland keine Zulassung. Einige Abschlüsse und Nachweise haben aber Gewicht, und einer davon ist für den Pflanzenschutz gesetzlich vorgeschrieben.
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz: Pflicht für alle, die beruflich Pflanzenschutzmittel anwenden, darüber beraten oder sie verkaufen, und alle drei Jahre mit einer Fortbildung aufzufrischen. Ausgestellt von der zuständigen Behörde des Bundeslandes. Nennen Sie ihn mit dem Vermerk, dass die Fortbildung aktuell ist.
- Der klassische Weg in die Betriebsleitung: Berufsabschluss Landwirt/in, danach Landwirtschaftsmeister/in oder Staatlich geprüfte/r Agrarbetriebswirt/in (Fachschule). Nennen Sie Abschluss und Jahr.
- Studium: B.Sc. oder M.Sc. Agrarwissenschaften, Agrarwirtschaft oder Agrarmanagement ist auf großen Betrieben und bei Agrarunternehmen üblich. Eine lange Produktionsbilanz mit Zahlen kann aber mehr wiegen.
- Tierhaltung: Schulungen zu QS oder QM-Milch, der Befähigungsnachweis für Tiertransporte und Lehrgänge zu Tierwohl und Tiergesundheit, je nach Betriebszweig.
- Obst, Gemüse und Gewächshaus: Schulungen und Audits zu GLOBALG.A.P., QS oder den Standards Ihrer Abnehmer, mit Jahr und Ergebnis, wenn Sie es kennen.
- Ausbildereignung (AEVO): wichtig, wenn der Betrieb ausbildet oder ausbilden will. Viele Eigentümer fragen gezielt danach.
- Führerschein CE und T, wenn Sie Getreide, Tiere oder Maschinen transportieren. Das kommt öfter vor, als man denkt.
- Alles Besondere, das dem Betrieb Geld spart: Schweißen, Hydraulik, Reparatur von Brunnen und Pumpen oder der EU-Kompetenznachweis für Drohnen, wenn der Betrieb Drohnen für Bestandskontrolle oder Rehkitzsuche einsetzt.
Aus dem Team oder dem Herdenmanagement in die Betriebsleitung
Die meisten Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter kommen vom Schlepper oder aus dem Stall. Wenn Sie den Titel noch nicht hatten, muss der Lebenslauf zeigen, dass Sie Teile der Aufgabe schon heute übernehmen.
- 1Nennen Sie die Entscheidungen, die Sie schon treffen: Spritztermine, Besamung, Reihenfolge der Schläge in der Ernte, Ersatzteilbestellungen, die Entscheidung, ob ein Schlag befahrbar ist.
- 2Zählen Sie die Menschen, die Sie anleiten, auch ohne Titel. „Ein Bestellteam mit 4 Personen sechs Wochen lang eingeteilt“ ist Führungserfahrung.
- 3Zeigen Sie das Geld, mit dem Sie arbeiten, etwa Bestellungen von Betriebsmitteln, ein Ersatzteilkonto oder ein Kraftstoffbudget, das Sie überwachen.
- 4Ergänzen Sie die Aufzeichnungen, die Sie führen. Eigentümer stellen Leute ein, die dokumentieren, weil davon eine Kontrolle oder ein Gespräch mit Verpächtern abhängt.
- 5Holen Sie sich vor der Bewerbung den Sachkundenachweis Pflanzenschutz und, wenn möglich, die AEVO oder den Meister. Damit räumen Sie einen Einwand aus dem Weg.
- 6Zielen Sie auf den Zwischenschritt: stellvertretende Betriebsleitung, Herdenmanager/in, Leitung Pflanzenproduktion oder Vorarbeiter/in.
Maschinenführer und Bestandskontrolleur mit 6 Jahren auf einem Ackerbaubetrieb mit 850 ha, sucht eine Stelle als stellvertretender Betriebsleiter. Teilt bereits ein Bestellteam mit 4 Personen ein, steuert die Kreisberegnung nach Bodenfeuchtedaten und hat den Sachkundenachweis Pflanzenschutz und den Führerschein CE.
Einteilung von 4 Saisonkräften durch 22 Erntetage, tägliche Festlegung der Schlagreihenfolge und Koordination von 4 Mähdreschern und 6 Lkw mit insgesamt weniger als 2 Stunden Stillstand.
Aufbau, Länge und die Begriffe, nach denen gesucht wird
- Eine Seite mit weniger als zehn Jahren Erfahrung, zwei, wenn Sie mehrere Betriebe oder Betriebszweige geleitet haben; in Deutschland sind zwei Seiten für eine Leitungsstelle normal. Ein Foto ist üblich, aber freiwillig, das Geburtsdatum ebenso. Ein Anschreiben wird für Leitungsstellen meist erwartet.
- Setzen Sie Hektar, Tiere und Budget ins Profil. Agrarunternehmen und große Betriebe sortieren nach genau diesen drei Zahlen.
- Übernehmen Sie den Titel aus der Anzeige: Betriebsleiter/in, Leiter/in Pflanzenproduktion, Leiter/in Tierproduktion, Herdenmanager/in, Verwalter/in, Geschäftsführer/in einer Agrargesellschaft. Das sind verschiedene Suchbegriffe und oft verschiedene Gehaltsstufen.
- Schreiben Sie, ob Sie eine Wohnung auf dem Betrieb erwarten, ob Sie umziehen würden und ob Sie in Abkalbung, Ernte oder bei Unwetter in Bereitschaft sein können. Solche praktischen Angaben beschleunigen ein Angebot.
- Halten Sie das Layout schlicht. Viele Stellen laufen über die Agrarpresse, Personalberater der Agrarbranche und Familienbetriebe, die die Datei ausdrucken oder in ein Formular kopieren.
- Sie kommen aus dem Ausland? Rechnen Sie in Hektar, Tonnen, Dezitonnen je Hektar (dt/ha) und Kilogramm Milch je Kuh und Jahr um. Wer die Staatsangehörigkeit eines EU- oder EWR-Staates oder der Schweiz hat, braucht keine Arbeitserlaubnis; alle anderen schreiben eine Zeile zu ihrem Aufenthaltsstatus.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf für die Betriebsleitung in der Landwirtschaft?
Nennen Sie die Größe des Betriebs in den ersten drei Zeilen: Hektar oder Tiere, Betriebszweige und Budget. Schreiben Sie dann Stichpunkte mit Produktionszahlen, Kosten und Teamgröße. Ergänzen Sie einen gegliederten Block mit Kenntnissen zu Produktion, Betriebswirtschaft, Personal und Auflagen, danach Sachkundenachweis und weitere Nachweise. Eine Seite bei weniger als zehn Jahren, danach zwei.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf für die Betriebsleitung?
Planung der Pflanzen- oder Tierproduktion, Budgets und Kosten je Hektar oder je Tier, Einkauf von Betriebsmitteln, Vermarktung von Getreide oder Tieren, Precision-Farming-Software, Maschinenwartung, Beregnung, Einstellung und Führung von Personal einschließlich Saisonkräften sowie Aufzeichnungen wie Pflanzenschutz-Dokumentation, Düngebedarfsermittlung und Audits zur Lebensmittelsicherheit.
Welche Zahlen gehören in einen Lebenslauf für die Landwirtschaft?
Bewirtschaftete Hektar, Tierzahl, Ställe, Betriebsaufwand, Ertrag je Hektar, Milchleistung je Kuh, Futterverwertung, Aufzuchtrate oder Verluste, vermarktete Tonnen, Kosten je Hektar und die Zahl der Mitarbeitenden. Nehmen Sie ehrliche Durchschnitte über mehrere Jahre statt Ihrer besten Saison.
Wie schaffe ich den Aufstieg in die Betriebsleitung?
Zeigen Sie die Führung, die Sie schon übernehmen: Teams, die Sie einteilen, Entscheidungen zu Pflanzenschutz, Besamung oder Erntereihenfolge, Bestellungen, die Sie aufgeben, und Aufzeichnungen, die Sie führen. Holen Sie sich den Sachkundenachweis Pflanzenschutz, wenn möglich die AEVO oder den Landwirtschaftsmeister, und bewerben Sie sich als Zwischenschritt auf Stellen wie stellvertretende Betriebsleitung, Vorarbeiter/in oder Herdenmanager/in.
Brauche ich ein Studium für die Betriebsleitung?
Nicht immer. Große Betriebe und Agrarunternehmen bevorzugen oft ein Studium der Agrarwissenschaften oder einen Abschluss als Landwirtschaftsmeister/in oder Staatlich geprüfte/r Agrarbetriebswirt/in, aber viele Familienbetriebe stellen nach Produktionsbilanz und Empfehlungen ein. Ohne solchen Abschluss sollten Sie Erträge, Budgetverantwortung und Teamgröße noch stärker betonen.
Sieht ein Lebenslauf für die Leitung eines Geflügel- oder Milchviehbetriebs anders aus?
Ja. Der Aufbau ist gleich, die Zahlen ändern sich. Ein Lebenslauf für den Milchviehbetrieb beginnt mit Kuhzahl, Milchleistung je Kuh und Zellzahl. Einer für die Geflügelhaltung beginnt mit Ställen, Tieren je Durchgang, Futterverwertung und Verlusten. Schreiben Sie die Version, die zum Betrieb passt.
Wie gebe ich den Sachkundenachweis Pflanzenschutz an?
Nennen Sie den Nachweis, die ausstellende Behörde oder das Bundesland und dass die Fortbildung im laufenden Dreijahreszeitraum erfolgt ist. Die Fortbildungsangebote und zuständigen Stellen unterscheiden sich je nach Bundesland; fragen Sie im Zweifel beim Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes nach.
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