Lebenslauf für Brauer/innen: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf als Brauer/in wird nach Anlagengröße und Gleichmäßigkeit gelesen. Nennen Sie die Sudhausgröße in Hektolitern, wie viele Sude Sie pro Woche fahren, Ihre Sudhausausbeute und Ihre Qualitätswerte (gelöster Sauerstoff, Vergärungsgrad, Gleichmäßigkeit der Abfüllung). Danach Gär- und Lagerkeller, Reinigung und Qualitätssicherung. Bierwissen allein bringt Ihnen die Stelle nicht.
Lebenslauf-Muster für Brauer/innen (Produktion, 35-hl-Sudhaus)
Dies ist der Lebenslauf eines Brauers und Mälzers mit neun Jahren Erfahrung, der vom Keller ins Sudhaus und in die Qualitätssicherung gewechselt ist. Name und Brauereien sind erfunden. Achten Sie darauf, dass Anlagengröße, Sudfrequenz und Qualitätswerte schon im Profil stehen. Eine Braumeisterin oder ein Braumeister liest das zuerst und entscheidet in Sekunden, ob Sie im eigenen Sudhaus sofort mitarbeiten können.
Jonas Rademacher
Brauer und Mälzer, Produktion
Bamberg · 0951 555 0183 · jonas.rademacher@beispiel.de · linkedin.com/in/jonas-rademacher-beispiel
Profil
Brauer und Mälzer mit 9 Jahren Erfahrung an einem 35-hl- und einem 18-hl-Sudhaus, derzeit 8 bis 10 Sude pro Woche bei rund 15.000 hl im Jahr. Hält die Sudhausausbeute bei 76 % und den gelösten Sauerstoff im Gebinde unter 40 ppb. Verantwortet Hefemanagement, Gär- und Lagerkeller, CIP-Reinigung und das betriebseigene Labor. IBD General Certificate in Brewing.
Berufserfahrung
Brauer (Produktion) · Private Craft-Brauerei (15.000 hl im Jahr, 35-hl-Sudhaus), Bamberg
04/2021 – heute
- 8 bis 10 Sude pro Woche an einem 35-hl-Sudhaus mit 4 Gefäßen, 14 Rezepturen vom Pils mit 4,8 % bis zum Imperial Stout mit 9,2 % Alkohol.
- Sudhausausbeute durch Anpassung von Schrotung und Maischverfahren von 72 % auf 76 % gesteigert; Einsparung von rund 11.000 € Malzkosten im Jahr.
- Führung einer Hefebank mit 6 Stämmen: Berechnung der Anstellhefemenge, Zellzählung, Methylenblaufärbung und Ernte bis zur 8. Führung mit dokumentierter Obergrenze.
- Gelöster Sauerstoff an der Dosenlinie unter 40 ppb und im Drucktank unter 25 ppb, bei jedem Lauf gemessen.
- Betreuung des Labors: Stammwürze, pH-Wert, Alkoholgehalt, Schnellgärproben und wöchentliche mikrobiologische Kulturansätze; in vier Jahren 3 Kontaminationen vor der Abfüllung erkannt.
- Wasserverbrauch durch Neuaufbau der CIP-Programme und Rückgewinnung des letzten Spülwassers von 5,8 auf 4,6 hl Wasser je hl Bier gesenkt.
Vorarbeiter Gär- und Lagerkeller · Mittelständische Privatbrauerei (8.000 hl im Jahr, 18-hl-Sudhaus), Forchheim
06/2018 – 04/2021
- Verantwortung für 22 Gärtanks und 6 Drucktanks: Umpumpen, Hopfenstopfen, Karbonisierung, Filtration und Tankumschlag.
- Durchschnittliche Tankumschlagzeit durch neue Reihenfolge der CIP-Reinigung und vorbereitete Reinigungsmittel von 26 auf 15 Stunden verkürzt; dadurch rund 9 zusätzliche Sude pro Monat möglich.
- Abfüllung von 400 bis 600 Kegs pro Monat und Bedienung des Gegendruckfüllers mit 2 Füllköpfen bei einer Füllgenauigkeit innerhalb von 1 %.
- Einweisung von 4 Kellermitarbeitenden in den Umgang mit Lauge und Säure, das Arbeiten in Behältern und engen Räumen und die CO2-Sicherheit; in drei Jahren ohne Arbeitsunfall.
Brauer, Sudhaus und Abfüllung · Gasthausbrauerei (8-hl-Anlage), Erlangen
02/2017 – 06/2018
- Mitarbeit an 3 bis 4 Suden pro Woche an einer 8-hl-Zweigeräteanlage, einschließlich Malzannahme, Einmaischen, Anschwänzen und Ausschlagen.
- Abfüllung von 200 Kästen im Monat von Hand und Bedienung der manuellen Kegwaschanlage mit 90 gereinigten Kegs pro Woche.
- Führung der Sudprotokolle und der Aufzeichnungen zu Herstellung und Entnahme für die monatliche Biersteuer-Anmeldung beim Hauptzollamt.
Ausbildung
Brauer und Mälzer, duale Ausbildung (verkürzt, Abschlussprüfung im Winter 2016/17)
Ausbildungsbrauerei in Oberfranken und Berufsschule, Fachklasse Brauer und Mälzer, 2017
Zertifikate
- Institute of Brewing and Distilling, General Certificate in Brewing (2020)
- Cicerone Certified Beer Server (2018)
- Ersthelfer im Betrieb, Auffrischung 2022
- Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001 (2024)
- Unterweisung Arbeiten in Behältern und engen Räumen sowie CO2-Sicherheit, durch den Arbeitgeber (jährlich)
- Belehrung nach § 43 IfSG, Folgebelehrung durch den Arbeitgeber 2025
Kenntnisse
Was die Braumeisterin oder der Braumeister in der ersten Minute prüft
Auf Stellen in Craft-Brauereien bewerben sich weit mehr Menschen, als es Stellen gibt, und die meisten sind Bierbegeisterte. Eingestellt werden diejenigen, die wie Produktionskräfte wirken, die auch etwas von Bier verstehen, nicht umgekehrt.
- Anlagengröße und Zahl der Gefäße. Eine 8-hl-Anlage in der Gasthausbrauerei und ein 70-hl-Sudhaus in der Produktion sind verschiedene Aufgaben mit unterschiedlicher körperlicher Belastung. Nennen Sie die Größe in Hektolitern, die Zahl der Gefäße und ob die Anlage von Hand, teilautomatisiert oder vollautomatisch gefahren wird.
- Sudfrequenz und Jahresausstoß. Sude pro Woche und Hektoliter im Jahr zeigen, welches Tempo Sie gewohnt sind.
- Qualitätswerte. Gelöster Sauerstoff, gleichmäßiger Vergärungsgrad, Sudhausausbeute, Füllgenauigkeit. Hier liegt der Unterschied zwischen jemandem, der Bier braut, und jemandem, der zweimal dasselbe Bier braut.
- Keller und Reinigung. Der größte Teil der Brauarbeit ist Reinigung. Wer ernsthaft über CIP, Umgang mit Chemikalien und Tankumschlag schreibt, wird nicht für einen Hobbybrauer gehalten.
- Sicherheit und Belastbarkeit. Enge Räume und Behälter, CO2, Lauge, heißes Wasser, Stapler, nasse Böden und 25-kg-Malzsäcke. Schreiben Sie, dass Sie das kennen und können.
Profiltexte für den Lebenslauf als Brauer/in
Brauer und Mälzer mit 9 Jahren Erfahrung an einem 35-hl- und einem 18-hl-Sudhaus, derzeit 8 bis 10 Sude pro Woche bei rund 15.000 hl im Jahr. Hält die Sudhausausbeute bei 76 % und den gelösten Sauerstoff im Gebinde unter 40 ppb. Verantwortet Hefemanagement, CIP-Reinigung und das betriebseigene Labor.
Braumeisterin mit 12 Jahren Erfahrung, davon 5 als Leiterin einer Produktion mit 23.000 hl im Jahr und 8 Beschäftigten. Verantwortet die Rezepturen für 18 Sorten, die Qualitätssicherung und die Biersteuer-Anmeldungen. Abgefüllte Menge in drei Jahren um 34 % gesteigert, Rohstoffkosten je Hektoliter dabei konstant gehalten.
Vorarbeiter im Gär- und Lagerkeller mit 4 Jahren Erfahrung an einer 18-hl-Anlage mit 22 Gärtanks und 6 Drucktanks. Tankumschlag von 26 auf 15 Stunden verkürzt und 4 Kolleginnen und Kollegen im Umgang mit Lauge und in engen Räumen eingewiesen. Mitarbeit an über 200 Suden und bereit, das Sudhaus zu übernehmen.
Brauereihelfer mit 18 Monaten Erfahrung an einer 8-hl-Anlage in einer Gasthausbrauerei: Malzannahme, Einmaischen, Ausschlagen, Kegreinigung und Abfüllung. Staplerschein, Belehrung nach § 43 IfSG, 10-Stunden-Schichten auf nassen Böden gewohnt. Cicerone Certified Beer Server und 5 Jahre Hobbybrauen an einer 40-Liter-Anlage.
Produktionsmitarbeiterin mit 6 Jahren Erfahrung in einer Molkerei: CIP-Reinigung, Pasteurisierung, Prüfung des Reinigungserfolgs und HACCP-Dokumentation. Staplerschein und Unterweisung für Arbeiten in engen Räumen. IBD General Certificate in Brewing 2026 abgeschlossen, sucht eine Stelle im Keller oder als Brauereihelferin.
Stichpunkte, die nach Produktion klingen, nicht nach Leidenschaft
| Was Bierbegeisterte schreiben | Wonach Brauereien einstellen |
|---|---|
| Viele verschiedene Bierstile gebraut. | 8 bis 10 Sude pro Woche an einem 35-hl-Sudhaus mit 4 Gefäßen, 14 Rezepturen vom Pils mit 4,8 % bis zum Imperial Stout mit 9,2 % Alkohol. |
| An der Verbesserung der Ausbeute gearbeitet. | Sudhausausbeute durch Anpassung von Schrotung und Maischverfahren von 72 % auf 76 % gesteigert, rund 11.000 € weniger Malzkosten im Jahr. |
| Für die Hefe zuständig. | Hefebank mit 6 Stämmen geführt: Berechnung der Anstellmenge, Zellzählung, Methylenblaufärbung und Ernte bis zur 8. Führung mit dokumentierter Obergrenze. |
| Auf gute Bierqualität geachtet. | Stammwürze, pH-Wert, Alkohol, Schnellgärproben und wöchentliche mikrobiologische Kulturansätze; in vier Jahren 3 Kontaminationen vor der Abfüllung erkannt. |
| Tanks und Anlagen gereinigt. | CIP-Programme neu aufgebaut und letztes Spülwasser zurückgewonnen; Wasserverbrauch von 5,8 auf 4,6 hl je hl Bier gesenkt. |
| Bei der Abfüllung geholfen. | Gelöster Sauerstoff an der Dosenlinie unter 40 ppb, bei jedem Lauf gemessen, Füllgenauigkeit am Gegendruckfüller innerhalb von 1 %. |
| Den Keller betreut. | 22 Gärtanks und 6 Drucktanks betreut: Umpumpen, Hopfenstopfen, Karbonisierung und Filtration, Tankumschlag von 26 auf 15 Stunden verkürzt. |
| Neue Mitarbeitende eingearbeitet. | 4 Kellermitarbeitende im Umgang mit Lauge und Säure, im Arbeiten in engen Räumen und in der CO2-Sicherheit eingewiesen; in drei Jahren ohne Arbeitsunfall. |
| Büroarbeit für die Brauerei erledigt. | Sudprotokolle und Aufzeichnungen zu Herstellung und Entnahme für die monatliche Biersteuer-Anmeldung geführt; in drei Jahren keine Berichtigung nötig. |
| Neue Rezepte entwickelt. | 6 neue Rezepturen entwickelt und 4 Versuchssude von 1 hl auf 35 hl übertragen; das saisonale IPA wurde im ersten Jahr zur zweitstärksten Sorte. |
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Kenntnisse für den Lebenslauf in der Brauerei
- Sudhaus: Schroten und Einstellen der Mühle, Maischverfahren, Läutern und Anschwänzen, Würzekochen und Hopfengaben, Whirlpool, Ausschlagen und Würzekühlung
- Gär- und Lagerkeller: Anstellen, Temperaturführung, Diacetylabbau, Hopfenstopfen, Klärung, Kaltlagerung, Umpumpen, Karbonisierung, Filtration, Tankumschlag
- Hefe: Reinzucht, Ernte, Zellzählung mit der Zählkammer, Methylenblaufärbung (Totzellenanteil), Berechnung der Anstellmenge, Verfolgung der Führungen
- Qualität: Stammwürze und Restextrakt, pH-Wert, Alkohol, Bittereinheiten, gelöster Sauerstoff, Schnellgärproben, mikrobiologische Kulturansätze, Verkostungspanel und Erkennen von Fehlaromen
- Reinigung: Aufbau und Betrieb von CIP-Programmen, Umgang mit Lauge, Säure und Peressigsäure, Prüfung des Reinigungserfolgs, ATP-Tests, Allergen- und Schädlingsmanagement
- Abfüllung: Dosen- und Flaschenabfüllung, Kegreinigung und Kegfüllung, Falzkontrolle, Füllhöhen, Kennzeichnung des Mindesthaltbarkeitsdatums, Etikettierung
- Energie und Instandhaltung: Kälteanlage mit Glykol, Dampf oder direkte Befeuerung, CO2 und Druckluft, Pumpen, Ventile, Dichtungen, Schläuche, einfache Fehlersuche
- Vorschriften und Verwaltung: Aufzeichnungen für die Biersteuer, Sudprotokolle, Bestandsführung und Rohstoffbestellung, HACCP-Konzept, Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilungen, Brauen nach dem deutschen Reinheitsgebot
Abschlüsse und Weiterbildungen in der Brauerei
Um als Brauer/in angestellt zu arbeiten, brauchen Sie in Deutschland keine Zulassung; die Brauerei selbst steht unter der Steueraufsicht des Zolls und der Lebensmittelüberwachung. Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Brauer und Mälzer oder zur Brauerin und Mälzerin. Eine formale Weiterbildung bringt Sie weiter nach vorn, besonders für Aufgaben in Produktion und Qualität.
- Institute of Brewing and Distilling. Das General Certificate in Brewing und das Diploma in Brewing sind international anerkannte Prüfungen auf Englisch, die viele berufsbegleitend ablegen.
- Braumeister/in. Die übliche Aufstiegsfortbildung nach der Ausbildung, in der Regel als Meisterprüfung vor der Handwerkskammer. Vorbereitungslehrgänge bieten unter anderem Doemens und die VLB Berlin an; Voraussetzungen und genaue Abschlussbezeichnung erfahren Sie beim Anbieter.
- Studium. Am bekanntesten ist das Brauwesen an der TU München in Weihenstephan, traditionell mit dem Abschluss Diplom-Braumeister/in, heute auch als Bachelor und Master; dazu kommen Studiengänge der Getränketechnologie an weiteren Hochschulen. Nennen Sie Studiengang und Jahr.
- Cicerone und Biersommelier. Das Cicerone-Programm prüft Bierwissen und Service, nicht die Produktion; der Certified Beer Server ist schnell gemacht, der Certified Cicerone eine ernsthafte Prüfung. In Deutschland ist die Ausbildung zum Biersommelier bekannter, etwa bei Doemens. Nützlich für Ausschank und Verkostung.
- Sicherheit und Hygiene. Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001, Unterweisung für Arbeiten in Behältern und engen Räumen, CO2 und Gefahrstoffe, Erste Hilfe und die Belehrung nach § 43 IfSG. Brauereien sind Lebensmittelbetriebe, und diese Nachweise zählen.
- Vorschriften. Alles, was Sie zu Biersteuer-Aufzeichnungen, HACCP oder Lebensmittelhygiene gemacht haben, gehört in den Lebenslauf, wenn Sie Aufzeichnungen führen werden.
So bekommen Sie die erste Stelle in einer Brauerei
Fast alle, die ohne Ausbildung einsteigen, beginnen im Keller oder in der Abfüllung. Diese Arbeit ist nass, kalt, schwer und eintönig, und Brauereien prüfen genau, ob Bewerberinnen und Bewerber das wissen, bevor sie anfangen.
- 1Bewerben Sie sich als Maschinenführer/in in der Abfüllung, für die Kegreinigung oder als Kellerhelfer/in, nicht als Brauer/in. Das ist der normale Weg, und wenn Sie ihn gehen, zeigen Sie, dass Sie die Branche kennen.
- 2Machen Sie den Staplerschein, bevor Sie sich bewerben. Fast jede Stellenanzeige einer Brauerei erwähnt ihn, und die meisten Bewerberinnen und Bewerber haben ihn nicht.
- 3Schreiben Sie klar, was Sie körperlich leisten können: 25-kg-Malzsäcke heben, 10 Stunden stehen, früh anfangen, an Wochenenden arbeiten und gelegentlich nachts brauen.
- 4Nennen Sie passende Produktionserfahrung: Molkerei, Fruchtsaft, Lebensmittelherstellung, Großküche, Chemie. CIP- und Hygieneerfahrung aus jedem Lebensmittelbetrieb lässt sich direkt übertragen.
- 5Setzen Sie Hobbybrauen ans Ende, mit Anlagengröße, Suden pro Jahr und eventuellen Wettbewerbsergebnissen. Höchstens zwei Zeilen.
- 6Legen Sie während der Bewerbungsphase das IBD General Certificate in Brewing ab oder besuchen Sie einen kurzen Lehrgang, etwa bei Doemens oder der VLB Berlin. Das zeigt, dass es Ihnen um Produktion geht und nicht um Bier als Hobby.
Barkeeper mit 4 Jahren Erfahrung im Ausschank einer Brauerei, jetzt auf der Suche nach einer Stelle im Keller. Cicerone Certified Beer Server, Belehrung nach § 43 IfSG, Staplerschein 2026. Fünf Jahre Hobbybrauen an einer 40-Liter-Anlage mit genauen Sudprotokollen. Verfügbar für Frühschichten, Wochenenden und 10-Stunden-Schichten.
Produktionsmitarbeiter mit 6 Jahren Erfahrung in einer Molkerei: CIP-Reinigung, Pasteurisierung, Prüfung des Reinigungserfolgs und HACCP-Dokumentation. Unterweisung für Arbeiten in engen Räumen und Staplerschein, ohne Arbeitsunfall. IBD General Certificate in Brewing 2026 abgeschlossen.
Aufbau, Länge und Bewerbung
- Eine Seite mit schlichtem Layout. Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Viele Brauereien sind kleine Betriebe, und die Braumeisterin liest den Lebenslauf zwischen zwei Suden.
- Schreiben Sie Anlagengröße und Jahresausstoß neben jeden Arbeitgeber. Das gibt jeder Zahl darunter ihren Zusammenhang.
- Größere Brauereien und Brauereigruppen nutzen Bewerbermanagementsysteme. Übernehmen Sie deren Begriffe: hl, Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, CIP, gelöster Sauerstoff, Vergärungsgrad, Hefereinzucht, Kälteanlage, Abfüllung, Biersteuer.
- Schreiben Sie, ob Sie das Schichtmodell aus der Anzeige leisten können, auch Brautage, die um 4 Uhr beginnen.
- Schicken Sie keinen Lebenslauf, der sich um Ihre Meinungen zu Bier dreht. Eine Braumeisterin hat selbst Meinungen und zu wenig Leute, die um 19 Uhr einen Gärtank gründlich reinigen.
- Bei einer kleinen Brauerei wirkt eine kurze, konkrete E-Mail mit Lebenslauf im Anhang, persönlich an die Braumeisterin oder den Braumeister adressiert, besser als ein Online-Formular.
“Alle schreiben, sie seien begeistert von Craft-Bier. Sagen Sie mir Ihre Sudhausgröße, Ihre Sude pro Woche und Ihren Sauerstoffwert. Wer ungefragt über CIP und Hefeführungen schreibt, hat in einem echten Keller gearbeitet, und den lade ich noch am selben Nachmittag ein.”
Häufige Fragen
Wie beschreibe ich die Aufgaben als Brauer/in im Lebenslauf?
Bauen Sie sie um die Anlage und die Zahlen auf. Sudhausgröße in Hektolitern, Zahl der Gefäße, Sude pro Woche, Jahresausstoß, gebraute Rezepturen, dazu Ihre Ausbeute- und Qualitätswerte. Danach Gär- und Lagerkeller, Hefemanagement, CIP-Reinigung und Abfüllung. Ergänzen Sie die Aufzeichnungen für die Biersteuer, wenn Sie sie geführt haben.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf für eine Brauerei?
Arbeit im Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, Hefemanagement, CIP-Reinigung und Umgang mit Chemikalien, Laboranalysen einschließlich gelöstem Sauerstoff und Schnellgärproben, Bedienung von Abfüllanlagen sowie Kälteanlage und CO2-Versorgung. Ergänzen Sie Staplerschein, Unterweisung für enge Räume und Hygienenachweise.
Wie bekomme ich ohne Erfahrung eine Stelle in einer Brauerei?
Bewerben Sie sich für Keller, Kegreinigung oder Abfüllung statt als Brauer/in. Machen Sie den Staplerschein, schreiben Sie klar, dass Sie 25-kg-Säcke heben und 10-Stunden-Schichten im Nassbereich arbeiten können, und nennen Sie jede Erfahrung aus Lebensmittel- oder Getränkebetrieben mit CIP und Hygiene. Hobbybrauen höchstens in zwei Zeilen am Ende.
Brauche ich einen Abschluss als Brauer/in?
Für eine Anstellung ist er gesetzlich nicht vorgeschrieben, und manche gute Brauerinnen und Brauer haben alles im Betrieb gelernt. Üblich sind aber die Ausbildung zum Brauer und Mälzer, danach die Fortbildung zur Braumeisterin oder zum Braumeister oder ein Studium im Brauwesen; international ist das IBD-Zertifikat anerkannt. Das hilft vor allem für Aufgaben in Produktion und Qualität. Cicerone und Biersommelier betreffen Bierwissen und Service, nicht die Produktion.
Gehört Hobbybrauen in den Lebenslauf?
Ja, aber kurz und am Ende. Nennen Sie Anlagengröße, Sude pro Jahr und eventuelle Wettbewerbsergebnisse. Hobbybrauen zeigt Interesse, nicht Produktionserfahrung, und ein Lebenslauf, der damit beginnt, wirkt wie die Bewerbung eines Hobbybrauers.
Wie lang sollte der Lebenslauf als Brauer/in sein?
Eine Seite für die meisten Stellen. Zwei nur, wenn Sie sich als Braumeister/in oder Produktionsleitung bewerben und Mengen, Teams und mehrere Standorte nennen können. In beiden Fällen gilt: viele Zahlen auf wenig Raum.
Was unterscheidet den Lebenslauf als Brauer/in von dem für den Gär- und Lagerkeller?
Der Lebenslauf als Brauer/in beginnt mit dem Sudhaus: Maischverfahren, Ausbeute, Rezepturen und Sudzahlen. Der Lebenslauf für den Keller beginnt mit den Tanks: Gärführung, Umpumpen, Hopfenstopfen, Karbonisierung, CIP und Tankumschlag. Beide brauchen Hygiene und Arbeitssicherheit, und die meisten Brauerinnen und Brauer haben zuerst im Keller gearbeitet.
Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?
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