Lebenslauf für Übersetzer/innen: Beispiele und Anleitung

Ein Lebenslauf als Übersetzer/in bekommt eine Antwort, wenn das Projektmanagement ohne Suchen sieht: Ihre Sprachrichtungen (Englisch ins Deutsche), Ihre Fachgebiete (Medizin, Recht, Software), die CAT-Tools, mit denen Sie arbeiten (Trados, memoQ, Phrase), Ihre Menge und Lieferzeit (Wörter pro Tag, Wörter pro Jahr) und einen Nachweis wie ein Studium Übersetzen, die staatliche Prüfung oder eine Beeidigung. Die Qualität wird im Lektorat bewertet; nennen Sie also auch eine QA-Zahl.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Lebenslauf-Muster für Übersetzer/innen (Englisch und Spanisch ins Deutsche, Medizin und Medizintechnik)

Dieser Lebenslauf gehört zu einer Übersetzerin in Köln, die zunächst angestellt bei einem Medizintechnikhersteller gearbeitet hat und heute freiberuflich für Agenturen und zwei Direktkunden übersetzt. Projektmanager/innen in Agenturen und Lokalisierungsverantwortliche in Unternehmen lesen einen Übersetzer-Lebenslauf auf dieselbe Weise: Sprachrichtung, Fachgebiet, Tools, Menge, Nachweis. Name und Kunden sind erfunden. Die meisten Agenturverträge verbieten es, Endkunden zu nennen; deshalb beschreibt dieser Lebenslauf sie nach Art und Größe, wie es in der Branche üblich ist.

Katharina Brandt

Fachübersetzerin und Lektorin, Englisch und Spanisch ins Deutsche · ermächtigte Übersetzerin für Spanisch

Köln · 0221 555 0126 · katharina.brandt@beispiel.de · linkedin.com/in/katharina-brandt-beispiel · ProZ-Profil auf Anfrage

Profil

Übersetzerin mit 7 Jahren Erfahrung in Medizintechnik, klinischen Studien und Patienteninformationen, Englisch und Spanisch ins Deutsche; M.A. Fachübersetzen und in Nordrhein-Westfalen ermächtigte Übersetzerin für Spanisch. Übersetzt rund 550.000 Wörter pro Jahr und lektoriert weitere 300.000 in Trados Studio und Phrase, mit 99,2 % Termintreue bei 640 Agenturprojekten seit 2021. Zuvor Inhouse-Übersetzerin bei einem Medizintechnikhersteller (Gebrauchsanweisungen, Umstellung auf die MDR). Muttersprache Deutsch, Englisch und Spanisch auf C2-Niveau.

Berufserfahrung

Freiberufliche Übersetzerin und Lektorin, Englisch und Spanisch ins Deutsche · Drei Übersetzungsagenturen (Medizin und Life Sciences) und zwei Direktkunden (ein Medizintechnikhersteller, ein Auftragsforschungsinstitut), Köln

07/2021 – heute

  • Übersetzung von rund 550.000 Wörtern pro Jahr: Gebrauchsanweisungen für Medizinprodukte, Packungsbeilagen, Patienteninformationen und Einwilligungserklärungen für klinische Studien, Arztbriefe und Befunde; übliche Tagesleistung 2.500 bis 3.000 Wörter.
  • Lektorat von rund 300.000 Wörtern pro Jahr aus Humanübersetzung und maschineller Übersetzung (MTPE) gegen Kundenglossare und Styleguides; 2025 durchschnittlich 98,6 von 100 Punkten im LQA-System der Agentur.
  • Seit 2021 640 Projekte mit 99,2 % Termintreue geliefert; bei zwei Agenturen als bevorzugte Dienstleisterin gelistet, mit Vorrang bei Eilaufträgen (am selben Tag, bis 4.000 Wörter).
  • Aufbau und Pflege der Termbanken beider Direktkunden (2.800 und 1.100 Einträge); über 40 Fehler im Ausgangstext vor der Veröffentlichung an die Regulatory-Affairs-Abteilung des Herstellers gemeldet.
  • Tägliche Arbeit in Trados Studio 2024, Phrase TMS und memoQ (Kundenlizenzen) mit Xbench-Prüfung vor jeder Lieferung; Formate Word, InDesign (IDML) und XLIFF, bei regulierten Inhalten Revision nach ISO 17100.

Inhouse-Übersetzerin, Englisch ins Deutsche · Mittelständischer Medizintechnikhersteller (900 Mitarbeitende), Köln

08/2019 – 06/2021

  • Einzige Inhouse-Übersetzerin im 6-köpfigen Team Technische Dokumentation: rund 400.000 Wörter pro Jahr an Gebrauchsanweisungen, Software-Oberflächen, Schulungsunterlagen und Kundeninformationen mit festen Freigabeterminen übersetzt.
  • Agenturkosten um rund 55.000 € pro Jahr gesenkt, indem wiederkehrende Dokumente ins Haus geholt und ein Firmenglossar mit 3.200 Begriffen in Phrase (damals Memsource) aufgebaut wurde.
  • Alle Übersetzungstermine für die Umstellung der Produktkennzeichnung auf die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) eingehalten; bei den Audits keine Abweichung wegen der Übersetzungen.

Ausbildung

M.A. Fachübersetzen (Englisch, Spanisch; Schwerpunkt Medizin und Technik)
Hochschule mit Institut für Translation, Köln, 2019

B.A. Übersetzen (Englisch, Spanisch), mit Auslandssemester in Spanien
Universität, Leipzig, 2016

Zertifikate

  • Ermächtigte Übersetzerin für die spanische Sprache (Nordrhein-Westfalen), 2022
  • Trados-Studio-Zertifizierung von RWS, Einstiegsstufe (2023)
  • Datenschutzschulung nach DSGVO (jährlich, auf Wunsch der Kunden)

Kenntnisse

Sprachrichtungen: Englisch > Deutsch, Spanisch > Deutsch; beglaubigte Übersetzungen Spanisch <> Deutsch als ermächtigte ÜbersetzerinFachgebiete: Medizintechnik (Gebrauchsanweisungen, Software-Oberflächen), klinische Studien (Patienteninformationen, Einwilligungserklärungen), Arzneimittel (Packungsbeilagen), Arztbriefe und BefundeCAT- und TMS-Tools: Trados Studio 2024, Phrase TMS, memoQ, Smartcat; Pflege von Translation Memorys und TermbankenQA und Prozess: Xbench, Verifika, LQA-Bewertung, Revision nach ISO 17100, Styleguides der Kunden, Rückübersetzung für regulierte InhalteMT-Post-Editing: Light und Full Post-Editing von DeepL und kundenspezifischen Engines, 6.000 bis 8.000 Wörter am Tag beim Light Post-EditingDateiformate: Word, Excel, PowerPoint, InDesign (IDML), XLIFF, JSON- und XML-Strings, PDF-KonvertierungVerständliche Patientensprache und Einfache Sprache, Anpassung an Zielgruppe und Lesbarkeit
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →
„Freiberuflich“ ist im Lebenslauf einer Übersetzerin keine Schwäche; die meisten im Beruf arbeiten freiberuflich. Wichtig ist, dass sich der Eintrag wie eine Stelle liest: Art der Kunden, Textsorten, Menge, Tools, Termintreue und Qualitätszahlen.

Worauf Projektmanager/innen in Agenturen und Lokalisierungsteams zuerst achten

Zwei Arten von Personen lesen Lebensläufe von Übersetzerinnen und Übersetzern. Das Vendor Management einer Agentur entscheidet, ob Sie in die Datenbank aufgenommen werden und eine Probeübersetzung bekommen. Die Lokalisierungs- oder Kommunikationsleitung in einem Unternehmen entscheidet, ob Sie zum Gespräch für eine feste Stelle eingeladen werden. Beide suchen in den ersten zehn Sekunden nach denselben fünf Punkten.

  • Sprachrichtung und Variante. „Spanisch“ reicht nicht. Gebraucht wird „Englisch > Deutsch (Deutschland)“ oder „Deutsch > Englisch (US)“, und ob Sie in Ihre Muttersprache übersetzen; Agenturen verlangen das für druckreife Texte meist.
  • Fachgebiet. Recht, Medizin, Pharma, Finanzen, Technik, Software und Games, Marketing und Transkreation, Untertitel. Wer „alle Fachgebiete“ schreibt, landet unter „keines“.
  • Tools. Trados Studio, memoQ, Phrase, Smartcat, Wordfast, XTM, Crowdin und Lokalise für Software-Strings, Ooona oder Subtitle Edit für Untertitel. Agenturen vergeben Aufträge nach Tool; ein fehlender Toolname bedeutet fehlende Aufträge.
  • Menge und Verlässlichkeit. Wörter pro Tag, Wörter pro Jahr, gelieferte Projekte, Termintreue in Prozent. Ohne Termintreue gibt es keine Folgeaufträge.
  • Abschlüsse und Belege. Studium Übersetzen oder Fachübersetzen, staatliche Prüfung, Beeidigung oder Ermächtigung für beglaubigte Übersetzungen, Mitgliedschaft im BDÜ, dazu LQA-Werte oder Kundenbewertungen, die Sie belegen können.

“Wenn mir die ersten drei Zeilen nicht Sprachpaar, Richtung und Fachgebiet sagen, höre ich auf. Danach will ich die Toolliste und eine Tagesleistung, die ich glauben kann. Alles andere erfahre ich aus der Probeübersetzung.”

Recruiter-Panel, Vendor Managerin einer Übersetzungsagentur, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Stichpunkte für Übersetzer/innen: von schwach zu stark

Der schwache Stichpunkt beschreibt die Tätigkeit; der starke nennt Textsorte, Menge, Tool und eine Qualitäts- oder Terminzahl. Sieben Beispiele aus der Übersetzungspraxis, neu geschrieben:

Schwach (nur die Tätigkeit)Stark (Textsorte, Menge, Tool, Ergebnis)
Übersetzung von Dokumenten aus dem Englischen ins Deutsche.Rund 550.000 Wörter pro Jahr an Gebrauchsanweisungen, Packungsbeilagen und Patienteninformationen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, in Trados Studio und Phrase, bei 2.500 bis 3.000 Wörtern am Tag.
Korrekturlesen von Übersetzungen.300.000 Wörter pro Jahr aus Human- und maschineller Übersetzung gegen Kundenglossare lektoriert; LQA-Durchschnitt von 98,6/100 über alle Lieferungen 2025.
Termine eingehalten.Seit 2021 640 Agenturprojekte mit 99,2 % Termintreue geliefert, darunter Eilaufträge am selben Tag mit bis zu 4.000 Wörtern.
Arbeit mit CAT-Tools.Translation Memorys und Termbanken (2.800 und 1.100 Einträge) für zwei Direktkunden in Phrase TMS gepflegt; Anteil der TM-Treffer bei wiederkehrenden Texten auf rund 45 % gesteigert und die Lieferzeit pro Projekt um einen Tag verkürzt.
Übersetzung juristischer Texte.Rund 1.200 Seiten Verträge, Satzungen und Prozessunterlagen aus dem Portugiesischen ins Deutsche für zwei Kanzleien übersetzt, davon 300 Seiten als beglaubigte Übersetzung, von allen beteiligten Gerichten und Behörden anerkannt.
Mitarbeit an Untertiteln.Untertitel für rund 180 Stunden Serien und Dokumentationen aus dem Koreanischen ins Deutsche in Ooona übersetzt und getimt, nach Kundenvorgabe (42 Zeichen pro Zeile, 17 Zeichen pro Sekunde), 97 % Abnahme im ersten Durchgang.
Lokalisierung von Software.Oberflächentexte, Hilfecenter und Release Notes einer B2B-SaaS-Software (rund 120.000 Wörter pro Jahr) aus dem Englischen ins Deutsche in Crowdin lokalisiert, in Abstimmung mit der Entwicklung zu Längenbegrenzungen und Platzhaltern; in 8 Releases kein sprachlicher Fehler, der ein Release blockiert hätte.

Kenntnisse im Lebenslauf für Übersetzer/innen: Sprachen, Tools und Fachgebiete angeben

Der Abschnitt Kenntnisse erfüllt im Lebenslauf einer Übersetzerin drei Aufgaben: Er nennt Sprachpaar und Richtung, er listet die Tools, nach denen Agenturen suchen, und er nennt die Fachgebiete, in denen Sie tatsächlich eine Probeübersetzung bestehen würden. Geben Sie jedem Punkt eine eigene Zeile.

  • Sprachen: Ausgangs- und Zielsprache mit Richtung, Variante und Niveau. „Muttersprache“ für die Erstsprache, für die anderen ein Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (C2, C1). Sagen Sie, in welche Richtung Sie druckreif übersetzen.
  • Fachgebiete: zwei bis vier Gebiete mit Textsorten (Verträge und Schriftsätze; Patienteninformationen und Gebrauchsanweisungen; Geschäftsberichte und Fondsprospekte; Oberflächentexte und Hilfeseiten). Regulierte Gebiete (Medizin, Recht, Finanzen) werden besser bezahlt und strenger geprüft.
  • CAT-Tools und Plattformen: Trados Studio, memoQ, Phrase TMS, Smartcat, Wordfast, XTM, MateCat; Crowdin oder Lokalise für Software; Ooona, Subtitle Edit oder Aegisub für Untertitel; QA-Tools wie Xbench oder Verifika.
  • Post-Editing maschineller Übersetzung: ob Sie es anbieten, mit welchen Engines und wie schnell beim Light und Full Post-Editing. Viele Agenturen wickeln inzwischen einen großen Teil ihres Volumens so ab.
  • Prozesskenntnisse: Terminologiearbeit, Umsetzung von Styleguides, Abläufe nach ISO 17100, Rückübersetzung, Transkreation im Marketing, DTP-Prüfung von InDesign-Dateien.
  • Verwandte Nachweise außerhalb des Übersetzens: zum Beispiel die allgemeine Beeidigung als Dolmetscher/in, wenn Sie auch dolmetschen. Führen Sie sie getrennt auf, damit niemand die beiden Tätigkeiten verwechselt.
Kenntniszeilen, medizinische Fachübersetzung
Englisch > Deutsch, Spanisch > Deutsch · Gebrauchsanweisungen, Patienteninformationen, Studienunterlagen, Packungsbeilagen · Trados Studio, Phrase, memoQ · Xbench · MTPE (light und full) · Revision nach ISO 17100 · 2.500 bis 3.000 Wörter am Tag
Kenntniszeilen, Untertitelung
Koreanisch > Deutsch · Serien, Dokumentationen, Reality-Formate · Ooona, Subtitle Edit · Spotting und Timing, 42 Zeichen und Lesegeschwindigkeit · Untertitel für Hörgeschädigte · 20 bis 25 Programmminuten am Tag

Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.

Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.

Meinen Lebenslauf als Übersetzer/in erstellen

Profiltexte und Berufsziele für Übersetzer/innen

Vier Zeilen: Sprachpaar und Richtung, Jahre und Fachgebiet, Tools und Menge, Nachweis. Ein Berufsziel schreiben Sie nur, wenn Sie noch keine bezahlten Übersetzungen haben, und auch dann beginnt es mit dem Sprachpaar und einem Abschluss, nicht mit dem Wunsch, sich weiterzuentwickeln.

Einstieg mit Studium, ohne bezahlte Erfahrung (Berufsziel)
Übersetzer mit M.A. Fachübersetzen (Abschluss Juli 2026), Französisch ins Deutsche, Schwerpunkt Technik und Wirtschaft. 90.000 Wörter benotete Studienübersetzungen und ein ehrenamtliches Übersetzungsprojekt mit 40.000 Wörtern für eine humanitäre Organisation in memoQ und Trados. Muttersprache Deutsch, Französisch C2 (DALF); Aufnahme in den BDÜ beantragt.
Freiberuflicher Übersetzer mit Erfahrung (Profil)
Übersetzer für Englisch ins Deutsche mit 9 Jahren in Finanz- und Unternehmenskommunikation (Geschäftsberichte, Fondsunterlagen, Pressemitteilungen) für 4 Agenturen und 3 Direktkunden. Rund 600.000 Wörter pro Jahr in Trados Studio und Phrase, 99 % termingerecht, LQA-Durchschnitt 98. Staatlich geprüfter Übersetzer für Englisch, Mitglied im BDÜ.
Inhouse-Übersetzerin oder Lokalisierungsspezialistin (Profil)
Inhouse-Übersetzerin und Lokalisierungskoordinatorin mit 5 Jahren bei einem Hersteller von Unterhaltungselektronik, Englisch ins Deutsche, verantwortlich für 30 Produkthandbücher und eine Termbank mit 12.000 Einträgen in memoQ und Crowdin. Koordiniert 6 freiberufliche Übersetzerinnen und Übersetzer für weitere Märkte und hat die Lokalisierungszeit pro Release von 4 Wochen auf 10 Tage verkürzt. Muttersprache Deutsch, Englisch C2.
Untertitlerin (Profil)
Untertitlerin mit 4 Jahren und rund 700 Stunden Streaming-Inhalten, Spanisch und Englisch ins Deutsche, für zwei große Untertitelungsdienstleister. Arbeitet in Ooona und Subtitle Edit nach den Styleguides der Plattformen; 97 % Abnahme im ersten Durchgang und 20 bis 25 Programmminuten am Tag. Erstellt auch Untertitel für Hörgeschädigte und Templates.

Lebenslauf als Übersetzer/in ohne Berufserfahrung

Agenturen nehmen laufend neue Übersetzerinnen und Übersetzer in ihre Datenbanken auf, und viele Einstiegsstellen in Unternehmen stehen Absolventinnen und Absolventen offen. Sie brauchen einen Beleg, dass Sie auf professionellem Niveau übersetzen, nicht den Beleg, dass Sie jemand bezahlt hat. Ehrenamtliche, universitäre und Probeübersetzungen zählen alle, wenn Sie sie mit Menge und Tools beschreiben.

  1. 1Wählen Sie ein Sprachpaar, eine Richtung und ein bis zwei Fachgebiete. „Französisch ins Deutsche, Technik und Wirtschaft“ ist ein Lebenslauf; „Übersetzungen zwischen Deutsch, Englisch und Französisch, alle Fachgebiete“ ist keiner.
  2. 2Belegen Sie echte Wortmengen: ehrenamtliche Übersetzungen für Translators without Borders oder einen Verein vor Ort, ein großes Studienprojekt, Untertitel für ein Open-Source- oder Bildungsprojekt, eine Mappe mit drei oder vier Probeübersetzungen samt Ausgangstext.
  3. 3Lernen Sie ein CAT-Tool richtig. Die meisten bieten Testversionen oder Studierendenlizenzen (Trados, memoQ, Phrase), Smartcat und MateCat sind kostenlos nutzbar. Agenturen filtern nach Toolnamen.
  4. 4Belegen Sie Ihre Sprachkenntnisse mit etwas Überprüfbarem: einem Zertifikat mit GER-Niveau (DELF/DALF, DELE, Cambridge, JLPT), Jahren im Land, einem Studium in der Sprache.
  5. 5Planen Sie den nächsten Nachweis und nennen Sie ihn: die staatliche Prüfung für Übersetzer/innen mit geplantem Termin oder die Mitgliedschaft im BDÜ. Prüfen Sie die Zulassungs- und Aufnahmevoraussetzungen, bevor Sie einen Termin versprechen.
  6. 6Setzen Sie einen Abschnitt „Projekte“ oder „Übersetzungsmappe“ über die Berufserfahrung und kürzen Sie fachfremde Jobs auf je eine Zeile, außer sie haben Ihnen Fachwissen gebracht (Pflege, Recht, Technik), das ein Fachgebiet stützt.
Ehrenamtliches Projekt, geschrieben wie eine Stelle
Ehrenamtliche Übersetzerin, Translators without Borders, Englisch ins Deutsche, seit Januar 2025. Rund 45.000 Wörter zu Gesundheitsinformation und Hilfsangeboten für Geflüchtete in Phrase übersetzt; 12 Aufträge abgeschlossen, alle ohne größere Änderungen im Lektorat abgenommen, nach 6 Monaten zum Lektorat für andere Ehrenamtliche eingeladen.

Abschlüsse, Prüfungen und was „beeidigt“ oder „ermächtigt“ in Deutschland bedeutet

Die Berufsbezeichnung Übersetzer/in ist in Deutschland nicht geschützt; jede Person darf sie führen. Geschützt sind der Zusatz „staatlich geprüft“ und die Bestellung durch die Justiz: Für beglaubigte Übersetzungen, etwa für Gerichte, Standesämter und Behörden, werden Übersetzer/innen nach Landesrecht öffentlich bestellt und beeidigt, allgemein beeidigt oder ermächtigt; zuständig ist je nach Land meist das Landgericht oder das Oberlandesgericht. Eine beglaubigte Übersetzung trägt den Bestätigungsvermerk dieser Person. Kennen Sie den Unterschied und verwenden Sie die Begriffe korrekt.

  • Studium: B.A. oder M.A. in Übersetzen, Fachübersetzen oder Translation, angeboten von Universitäten und Hochschulen etwa in Germersheim, Heidelberg, Leipzig und Köln. Ein Studium in der Sprache oder im Fachgebiet (Recht, Medizin, Ingenieurwesen) ist ebenfalls eine Zeile wert.
  • Staatliche Prüfung für Übersetzer/innen: abgenommen von staatlichen Prüfungsstellen der Länder, je Sprache. Wer sie bestanden hat, darf sich „staatlich geprüfte/r Übersetzer/in“ nennen. Schreiben Sie: „Staatlich geprüfte Übersetzerin für Englisch (2020)“.
  • Beeidigung oder Ermächtigung: Voraussetzungen und Bezeichnung regelt das jeweilige Land. Übernehmen Sie genau den Wortlaut Ihrer Urkunde: „Ermächtigte Übersetzerin für die spanische Sprache (2022)“. Gerichte und Behörden finden beeidigte und ermächtigte Personen in der gemeinsamen Datenbank der Justiz.
  • Tool-Zertifikate: Zertifizierungsstufen für RWS Trados Studio, Zertifikatsprogramme für memoQ und Phrase. Ein kleiner, aber überprüfbarer Nachweis, den Agenturen wahrnehmen.
  • Internationale und angrenzende Nachweise: das britische DipTrans (CIOL) oder die ATA-Zertifizierung, wenn Sie für Kunden in Großbritannien oder den USA arbeiten; die allgemeine Beeidigung als Dolmetscher/in, wenn Sie auch dolmetschen. Führen Sie Dolmetschnachweise unter einer eigenen Überschrift auf.
Bezeichnen Sie sich nicht als „beeidigt“, „ermächtigt“ oder „staatlich geprüft“, wenn Sie es nicht sind. Eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband ist kein Titel, und beglaubigte Übersetzungen darf nur anfertigen, wer dafür von der Justiz beeidigt, ermächtigt oder öffentlich bestellt ist. Agenturen und Behörden prüfen die Angabe in der Datenbank der Justiz.

Aufbau des Lebenslaufs für Übersetzer/innen und Angabe freiberuflicher Kunden

  • Eine Seite bei bis zu etwa 10 Jahren, zwei bei vielen Fachgebieten oder langer Inhouse-Laufbahn; zwei Seiten sind in Deutschland üblich. Agenturen legen den Lebenslauf in einer Lieferantendatenbank ab, also muss das obere Drittel der ersten Seite Sprachpaar, Fachgebiete, Tools und Menge zeigen.
  • Reihenfolge: Titelzeile mit Sprachpaar und Richtung, Profil in vier Zeilen, Kenntnisse (Sprachen, Fachgebiete, Tools, QA), Berufserfahrung, Zertifikate, Ausbildung. Beim Einstieg stehen Ausbildung und Projekte vor der Berufserfahrung.
  • Freiberufliche Kunden: Die meisten Agenturverträge verbieten es, Endkunden zu nennen. Beschreiben Sie sie nach Art und Größe („ein börsennotierter Medizintechnikhersteller“, „drei Agenturen für Life Sciences“). Direktkunden nennen Sie nur mit Zustimmung. Stellen Sie nie Kundentexte in eine öffentliche Mappe.
  • Schreiben Sie den Lebenslauf in Ihrer Zielsprache, wenn Sie sich bei Kunden in diesem Markt bewerben, und in der Sprache der Agentur, wenn sie im Ausland sitzt. Der Lebenslauf einer Übersetzerin ist selbst eine Textprobe; lassen Sie ihn Korrektur lesen.
  • Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Honorare (Wort- oder Zeilenpreise) gehören nicht in den Lebenslauf, sondern in die Begleit-E-Mail oder das Lieferantenformular der Agentur. Für feste Stellen wird meist ein Anschreiben erwartet.
  • Schlichtes einspaltiges Layout, Standardschrift, PDF. Lieferantensysteme und Jobbörsen suchen nach den genauen Tool- und Sprachbezeichnungen; schreiben Sie sie so wie die Branche: „Trados Studio“, „memoQ“, „Phrase TMS“, „Englisch > Deutsch“. Prüfen Sie Lebenslauf und Anzeige mit dem ATS-Check von cvplex, um fehlende Begriffe zu finden.

Häufige Fragen

Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Übersetzer/in?

Beginnen Sie mit einer Titelzeile, die Sprachpaar und Richtung nennt, dann ein Profil in vier Zeilen mit Jahren, Fachgebieten, Tools, Wörtern pro Tag oder Jahr und Ihrem Nachweis. Führen Sie Kenntnisse in getrennten Zeilen für Sprachen, Fachgebiete, CAT-Tools und QA auf. Schreiben Sie Stichpunkte mit Textsorten, Mengen, Tools und Qualitäts- oder Terminzahlen und beschreiben Sie Agenturkunden nach Art. Ergänzen Sie Zertifikate und Ausbildung. Eine bis zwei Seiten.

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf einer Übersetzerin oder eines Übersetzers?

Ihr Sprachpaar mit Richtung und Variante; zwei bis vier Fachgebiete mit Textsorten; CAT- und QA-Tools (Trados Studio, memoQ, Phrase, Xbench); Post-Editing maschineller Übersetzung, wenn Sie es anbieten; Terminologie- und TM-Pflege; Styleguides und Abläufe nach ISO 17100; die Dateiformate, die Sie bearbeiten (InDesign, XLIFF, Untertitelformate); und Ihre realistische Tagesleistung.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Übersetzer/in ohne Erfahrung?

Beginnen Sie mit Sprachpaar, Richtung und ein bis zwei Fachgebieten und belegen Sie die Qualität mit Mengen: benotete Studienübersetzungen, ehrenamtliche Übersetzungen (Translators without Borders, ein Verein), ein Untertitelprojekt oder eine kleine Mappe, jeweils mit Wortzahl und dem genutzten CAT-Tool. Ergänzen Sie ein überprüfbares Sprachzertifikat, Ihr Studium und Ihre Pläne für die staatliche Prüfung oder die Aufnahme in den BDÜ.

Wie gebe ich freiberufliche Übersetzungskunden im Lebenslauf an?

Als einen Eintrag „Freiberufliche Übersetzerin“ mit Zeitraum; beschreiben Sie die Kunden dann nach Art und Größe (Agenturen, Direktkunden, ihre Branchen), weil die meisten Agenturverträge es verbieten, Endkunden zu nennen. Nennen Sie Mengen, Textsorten, Tools und Termin- oder Qualitätszahlen. Einen Direktkunden nennen Sie nur mit dessen Zustimmung.

Was bedeutet „beeidigte“ oder „ermächtigte Übersetzerin“, und brauche ich das?

Es bedeutet, dass ein Gericht oder eine Justizbehörde Sie nach Landesrecht für beglaubigte Übersetzungen bestellt hat; je nach Land heißt das öffentlich bestellt und beeidigt, allgemein beeidigt oder ermächtigt. Für die meisten Agentur- und Unternehmensaufträge ist es nicht nötig; ein Studium Übersetzen, die staatliche Prüfung und nachgewiesene Mengen reichen dort. Für Urkunden, Zeugnisse und Gerichtsunterlagen brauchen Sie es dagegen.

Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?

Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.

So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.