Lebenslauf für Technische Schiffsoffizier/innen: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf als Technische/r Schiffsoffizier/in kommt in die engere Wahl, wenn die technische Inspektion sofort sieht: Ihr Befähigungszeugnis mit Funktion und etwaigen Beschränkungen, die Schiffstypen und Maschinenleistungen, auf denen Sie gefahren sind, Ihre STCW-Nachweise mit Ablaufdatum und Ihre Seefahrtszeit nach Dienststellung. Unten finden Sie ein vollständiges Muster, dazu Profiltexte, Stichpunkte und eine Version für den Einstieg.
Lebenslauf-Muster für Technische Schiffsoffizier/innen (Dritter Technischer Offizier, Motorschiff)
Dieses Muster zeigt einen Technischen Wachoffizier mit Befähigungszeugnis, der als Dritter Technischer Offizier auf Produktentankern und Containerschiffen fährt. Schiffs- und Firmennamen sind erfunden. Achten Sie darauf, dass Befähigungszeugnis und STCW-Nachweise weit oben stehen, denn das Crewing prüft sie vor allem anderen.
Niklas Ohlsen (fiktives Beispiel)
Dritter Technischer Offizier (Third Engineer) · Befähigungszeugnis Technischer Wachoffizier, STCW III/1
Bremerhaven · 0471 555 0126 · n.ohlsen@beispiel.de · Befähigungszeugnis und Seediensttauglichkeit gültig · Reisepass gültig bis 2031
Profil
Technischer Wachoffizier mit Befähigungszeugnis des BSH (STCW III/1) und über 7 Jahren in der Seefahrt auf Produktentankern und Containerschiffen, derzeit als Dritter Technischer Offizier. Geht die 4-8-Wache und verantwortet Kessel, Separatoren und Brennstoffsystem auf einem Schiff mit 14.000 kW Hauptmaschine. Einen vollständigen Zyklus im Wartungsplansystem mit 96 % termingerecht erledigten Aufträgen geführt und zwei Werftzeiten begleitet. Alle STCW-Nachweise gültig, darunter Brandbekämpfung für Fortgeschrittene und Hochspannung.
Berufserfahrung
Dritter Technischer Offizier · Tankerreederei, Hamburg (Produktentanker, 46.000 tdw, Hauptmaschine MAN B&W, 14.000 kW)
02/2023 – heute (Rotation: 3 Monate an Bord, 3 Monate frei)
- 4-8-Wache im Maschinenraum auf See und im Hafen: Überwachung von Hauptmaschine, 3 Hilfsdieseln, Kesseln und Brennstoffsystem über jeden Einsatz von 3 Monaten.
- Verantwortung für Hilfskessel, Brennstoff- und Schmierölseparatoren und das Brennstoffversorgungssystem, mit 24 Separatorüberholungen und 6 Brennerwartungen am Kessel in den letzten zwei Jahren.
- Rund 180 geplante Wartungsaufträge pro Einsatz im Wartungsplansystem (PMS) des Schiffs erledigt und abgezeichnet, 96 % davon termingerecht.
- Bunkern von 900 bis 1.400 t Brennstoff beaufsichtigt: Checkliste, Peilungen der Tanks und Einträge ins Öltagebuch nach MARPOL Anlage I.
- Maschinenseitige Leitung von zwei Werftzeiten, darunter Überholung von Laufbuchsen und Kolben der Hauptmaschine, Inspektion des Stevenrohrs und ein Besichtigungsumfang mit über 40 Positionen.
- 4 Technische Offiziersassistenten und 2 Schiffsmechaniker in Wachanweisungen, Arbeitsfreigabe (Permit to Work) und Einstieg in enge Räume eingewiesen; in 3 Jahren kein Arbeitsunfall im Maschinenraum.
Vierter Technischer Offizier · Bereederungsgesellschaft, Leer (Containerschiff, 2.800 TEU, Hauptmaschine 21.000 kW)
07/2020 – 01/2023
- 12-4-Wache; Wartung von 4 Hilfsdieseln, Luftverdichtern, Abwasseranlage und Frischwassererzeuger.
- Zylinderkopfüberholungen (Top-Overhaul) der Hilfsdiesel im 6.000-Stunden-Intervall, 9 Überholungen in der Vertragszeit ohne ungeplanten Generatorausfall auf See.
- Kühlcontaineranlage mit bis zu 320 Reefer-Anschlüssen betreut, Temperaturalarme dokumentiert und 40 bis 60 Alarme pro Reise abgearbeitet.
- Maschinentagebuch, Verbrauchsaufzeichnungen und Öltagebuch für Flaggenstaatbesichtigungen und Hafenstaatkontrollen geführt; 6 Kontrollen ohne Mängel im Maschinenbereich.
Technischer Offiziersassistent · Bereederungsgesellschaft, Leer (Praxiszeiten an Bord, 2 Einsätze)
05/2018 – 06/2020
- 360 Seetage in 2 Praxiseinsätzen an Bord, mit Ausbildungsnachweisbuch (Training Record Book) und Bewertungen durch die Schiffsleitung.
- Mitarbeit an 3 Überholungen von Zylindereinheiten der Hauptmaschine; 240 Stunden Wachdienst unter Aufsicht eines Technischen Wachoffiziers.
Ausbildung
Bachelor Schiffsbetriebstechnik (mit Praxiszeiten an Bord)
Fachbereich Seefahrt einer Hochschule, Flensburg, 2020
Zertifikate
- Befähigungszeugnis als Technischer Wachoffizier (STCW III/1), BSH, gültig bis 2028
- Basic Safety Training (Überlebenstechniken, Brandschutz und Brandbekämpfung, Erste Hilfe, Persönliche Sicherheit), gültig
- Brandbekämpfung für Fortgeschrittene, gültig
- Befähigungsnachweis für Überlebensfahrzeuge und Bereitschaftsboote, gültig
- Engine Room Resource Management (ERM), 2023
- Hochspannungslehrgang (Sicherheit und Arbeitsverfahren an Hochspannungsanlagen), 2024
- Security-Awareness-Lehrgang zur Gefahrenabwehr nach ISPS-Code, 2022
- Seediensttauglichkeitszeugnis (Seeärztlicher Dienst der BG Verkehr), gültig bis 2027
Kenntnisse
Was technische Inspektion und Crewing zuerst prüfen
In der Schiffsbetriebstechnik wird nach Papieren eingestellt. Bevor jemand einen Stichpunkt liest, werden Ihre Zeugnisse mit dem Schiff und der Stelle abgeglichen.
- Befähigungszeugnis und Funktion. Technischer Wachoffizier, Zweiter Technischer Offizier oder Leiter der Maschinenanlage, dazu etwaige Beschränkungen der Antriebsleistung. Zeugnisse für Schiffe mit geringerer Antriebsleistung sind ein eigener Weg und sollten auch so benannt werden.
- STCW-Nachweise mit Ablaufdatum. Basic Safety Training, Brandbekämpfung für Fortgeschrittene, Überlebensfahrzeuge, Engine Room Resource Management und Hochspannung, wo verlangt. Ein abgelaufener Nachweis nimmt Sie aus der Auswahl, schreiben Sie das Ablaufdatum also neben jeden einzelnen.
- Schiffstypen und Maschinenanlage. Tanker, Containerschiff, Massengutfrachter, Schlepper und Schubverband, Offshore-Versorger, Fahrgastschiff, Forschungsschiff. Nennen Sie Hersteller und Leistung der Hauptmaschine. Technische Offiziere werden für die Anlage eingestellt, die sie kennen.
- Seefahrtszeit nach Dienststellung. Seetage in jeder Funktion und Ihr Rotationsrhythmus. Sagen Sie klar, ob Sie Rotation oder einzelne Reisen suchen.
“Zuerst prüfe ich Befähigungszeugnis und Seediensttauglichkeit, dann die STCW-Daten, dann, welche Anlage jemand tatsächlich gefahren hat. Ein Lebenslauf mit „Wartung der Schiffsmaschinen“, ohne Motorhersteller, ohne Leistung und ohne Seetage, lässt sich keinem Schiff zuordnen.”
Profiltexte für Technische Schiffsoffizier/innen
Drei oder vier Zeilen: Befähigungszeugnis, Seefahrtszeit, Schiffstypen, die Anlagen, für die Sie verantwortlich sind, und der Stand Ihrer Papiere.
Technischer Wachoffizier mit Befähigungszeugnis des BSH (STCW III/1) und über 7 Jahren in der Seefahrt auf Produktentankern und Containerschiffen, derzeit als Dritter Technischer Offizier. Geht die 4-8-Wache und verantwortet Kessel, Separatoren und Brennstoffsystem auf einer Anlage mit 14.000 kW. PMS-Zyklus mit 96 % termingerecht erledigten Aufträgen. Alle STCW-Nachweise und die Seediensttauglichkeit gültig.
Technischer Wachoffizier (STCW III/1) mit 18 Monaten Fahrzeit seit Erteilung des Befähigungszeugnisses und 360 Seetagen als Technischer Offiziersassistent. Wartet Hilfsdiesel, Luftverdichter, Frischwassererzeuger und Abwasseranlage und hat 9 Top-Overhauls an Hilfsdieseln durchgeführt. Sucht eine Stelle in der weltweiten Fahrt mit Rotation.
Schiffsmaschinist mit Befähigungszeugnis als Leiter der Maschinenanlage auf Schiffen unter 3.000 kW Antriebsleistung (STCW III/3) und 6 Jahren auf Hafenschleppern und Schleppern in der Küstenfahrt mit knapp 3.000 kW. Wartet Hauptmaschinen, Getriebe und hydraulische Decksmaschinen und führt die Nachweise für Flaggenstaat und Klasse. Arbeitet sicher allein im Maschinenraum, Rotation 4 Wochen an Bord, 2 Wochen frei.
Leiter der Maschinenanlage mit Befähigungszeugnis nach STCW III/2, 15 Jahren auf See und 4 Jahren als Chief auf Tankern mit 40.000 bis 60.000 tdw. Führt eine Maschinenbesatzung von 6 Personen und ein jährliches Wartungs- und Ersatzteilbudget von rund 1 Mio. € und hat zwei Dockungen im Budget und termingerecht abgeschlossen.
Technischer Offizier mit 8 Jahren Seefahrtszeit, zuletzt als Zweiter Technischer Offizier, auf dem Weg an Land in die technische Inspektion. Maschinenseitige Leitung von zwei Werftzeiten mit über 40 Positionen, Reparaturspezifikationen geschrieben und Fremdfirmen beaufsichtigt. Sicher im Umgang mit PMS und den Anforderungen der Klassebesichtigungen, sucht eine Stelle als Technischer Inspektor (Superintendent).
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Aufgaben im Maschinenraum als Ergebnisse formulieren
Wachdienst und Wartung klingen in jedem Lebenslauf aus der Schiffsbetriebstechnik gleich. Nennen Sie die Maschine, das Intervall und das Ergebnis.
| Schwach | Stark |
|---|---|
| Maschinenwachen gegangen. | 4-8-Wache auf See und im Hafen auf einem Motorschiff mit 14.000 kW: Überwachung von Hauptmaschine, 3 Hilfsdieseln, Kesseln und Brennstoffsystem über Einsätze von je 3 Monaten. |
| Routinewartung durchgeführt. | Rund 180 geplante Wartungsaufträge pro Einsatz im PMS des Schiffs erledigt, 96 % termingerecht, darunter 24 Separatorüberholungen und 6 Brennerwartungen am Kessel. |
| Beim Bunkern geholfen. | Bunkern von 900 bis 1.400 t beaufsichtigt, mit Checkliste, Peilungen der Tanks und Einträgen ins Öltagebuch nach MARPOL Anlage I. |
| An Generatoren gearbeitet. | 9 Top-Overhauls an Hilfsdieseln im 6.000-Stunden-Intervall in einer Vertragszeit, ohne ungeplanten Generatorausfall auf See. |
| An der Dockzeit teilgenommen. | Maschinenseitige Leitung von zwei Werftzeiten: Überholung von Laufbuchsen und Kolben der Hauptmaschine, Inspektion des Stevenrohrs und eine Besichtigungsliste mit 40 Positionen, alle vor dem Ausdocken abgeschlossen. |
| Aufzeichnungen geführt. | Maschinentagebuch, Verbrauchsaufzeichnungen und Öltagebuch durch 6 Flaggenstaatbesichtigungen und Hafenstaatkontrollen ohne Mängel im Maschinenbereich geführt. |
| Nachwuchs beaufsichtigt. | 4 Technische Offiziersassistenten und 2 Schiffsmechaniker in Wachanweisungen, Arbeitsfreigabe und Einstieg in enge Räume eingewiesen; in 3 Jahren kein Arbeitsunfall im Maschinenraum. |
| Probleme auf See behoben. | Ausfall des Frischwassererzeugers auf See mit Ersatzteilen an Bord diagnostiziert und behoben, Produktion nach 9 Stunden wieder aufgenommen, ohne Wasserrationierung für 21 Besatzungsmitglieder. |
Kenntnisse in der Schiffsbetriebstechnik, die in den Lebenslauf gehören
Ordnen Sie sie nach Anlagen, damit die technische Inspektion sofort sieht, ob Sie zur Maschinenanlage passen.
- Antrieb: Zweitakt- und Viertakt-Dieselmotoren, mittelschnelllaufende Motoren, Untersetzungsgetriebe, Wellenleitung und Stevenrohr, Verstellpropeller, Fernsteuerung der Hauptmaschine.
- Hilfsanlagen: Hilfsdiesel, Schalttafeln und Hochspannungsanlagen, Hilfs- und Abgaskessel, Separatoren, Luftverdichter, Frischwassererzeuger, Abwasseranlagen und Bilgenwasser-Entöler.
- Ladung und Deck: Ladepumpen und Inertgasanlagen auf Tankern, Kühlcontaineranlagen, hydraulische Decksmaschinen, Krane und Winden, Anlagen zur Ballastwasserbehandlung.
- Vorschriften: MARPOL-Anlagen und Öltagebuch, ISM-Code und Sicherheitsmanagementsystem, Vorbereitung auf Hafenstaatkontrollen, Besichtigungsumfänge der Klasse, Vorgaben von Flaggenstaat und Klasse für Schlepper und kleinere Schiffe.
- Systeme und Verwaltung: Wartungsplansoftware wie AMOS oder NS5, Ersatzteil- und Bestellwesen, Verbrauchsmeldungen, Arbeitsfreigabe, Gefährdungsbeurteilung.
- Praxis: Schweißen, Dreh- und Werkstattarbeit, Ausrichten und Spielmessungen, Schwingungs- und Temperaturmessungen, elektrische Fehlersuche und Isolationsmessung.
Befähigungszeugnis, STCW-Nachweise und Papiere: so geben Sie sie an
Geben Sie Ihren Papieren einen eigenen Abschnitt mit Daten. Diesen Teil des Lebenslaufs leitet das Crewing oft direkt an die Stelle weiter, die die Unterlagen prüft.
- 1Schreiben Sie Ihr Befähigungszeugnis genau wie ausgestellt: Funktion, STCW-Regel und etwaige Beschränkungen, etwa der Antriebsleistung.
- 2Nennen Sie jeden STCW-Nachweis in einer eigenen Zeile mit Ablaufdatum. Basic Safety Training, Brandbekämpfung für Fortgeschrittene und Überlebensfahrzeuge laufen am häufigsten unbemerkt ab.
- 3Ergänzen Sie Engine Room Resource Management und Hochspannung, wenn Sie sie haben, dazu Tankerbefähigungen, etwa die fortgeschrittene Ausbildung für den Ladungsumschlag auf Öl- oder Chemikalientankschiffen.
- 4Nennen Sie das Seediensttauglichkeitszeugnis mit Ablaufdatum und Ihr Seefahrtbuch. Ein abgelaufenes Tauglichkeitszeugnis stoppt eine Einstellung sofort.
- 5Geben Sie Reisepass, Visa und Anerkennungsvermerke anderer Flaggenstaaten (Endorsements) an, wenn Sie unter fremder Flagge fahren.
- 6Ergänzen Sie die gesamte Seefahrtszeit nach Dienststellung in Tagen und Ihren bevorzugten Rotationsrhythmus. Genau danach plant das Crewing seine Einsätze.
Die Vorschriften für Befähigungszeugnisse ändern sich mit der Zeit und unterscheiden sich je nach Fahrtgebiet, Antriebsleistung und Schiffstyp. Klären Sie die aktuellen Anforderungen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) oder bei Ihrer Seefahrtschule, bevor Sie etwas angeben, bei dem Sie unsicher sind.
Lebenslauf für Technische Offiziersassistent/innen und den Einstieg
Wenn Sie Technische/r Offiziersassistent/in sind, gerade Studium oder Fachschule abgeschlossen haben oder als Schiffsmechaniker/in aufsteigen wollen, geht es im Lebenslauf um Seefahrtszeit, Ausbildungsnachweise und die Anlagen, an denen Sie tatsächlich gearbeitet haben.
- Setzen Sie die Gesamtzahl Ihrer Seetage in die erste Zeile, aufgeteilt nach Schiffstyp. Seefahrtszeit als Offiziersassistent/in zählt, und das Crewing weiß genau, was sie wert ist.
- Nennen Sie die Überholungen und Arbeiten, an denen Sie mitgewirkt haben: Zylindereinheit der Hauptmaschine, Separator zerlegt, Top-Overhaul am Hilfsdiesel, Pumpe instand gesetzt. Sagen Sie, wie oft.
- Nennen Sie Hochschule oder Fachschule, Ihren Abschluss und das Befähigungszeugnis, das Sie beantragt haben, mit Datum, wenn es noch nicht erteilt ist.
- Führen Sie jeden STCW-Lehrgang mit Ablaufdatum auf, denn die Papiere von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern sind meist vollständig und aktuell, und dieser Vorteil sollte sichtbar sein.
- Wenn Sie als Schiffsmechaniker/in oder Maschinenhilfskraft im Maschinenraum gearbeitet haben, beschreiben Sie Ihre Wache und die Anlagen, die Sie gewartet haben, statt „Unterstützung der Technischen Offiziere“ zu schreiben.
- Nennen Sie Ihre Verfügbarkeit und ob Sie über eine Crewing-Agentur oder direkt bei Reedereien suchen, weil ein Teil der Einstiegsstellen über Agenturen besetzt wird.
Technischer Wachoffizier (STCW III/1) mit frisch erteiltem Befähigungszeugnis und 360 Seetagen als Technischer Offiziersassistent auf Container- und Massengutschiffen. Mitarbeit an 3 Überholungen von Zylindereinheiten der Hauptmaschine, 5 Separatorüberholungen und 2 Top-Overhauls an Hilfsdieseln, dazu 240 Stunden Wachdienst unter Aufsicht eines Technischen Wachoffiziers. Alle STCW-Nachweise und die Seediensttauglichkeit gültig, sofort verfügbar für jede Rotation.
Schiffsmechaniker mit 4 Jahren und 720 Seetagen auf Schleppern und Offshore-Versorgern. Gehört zur Maschinenwache, wartet Hilfsdiesel, Verdichter und hydraulische Decksmaschinen und erledigt PMS-Aufträge unter Anleitung des Leiters der Maschinenanlage. Fachschule für Schiffsbetriebstechnik begonnen, Abschluss und Befähigungszeugnis als Technischer Wachoffizier für 2027 geplant.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Technische/r Schiffsoffizier/in?
Setzen Sie Ihr Befähigungszeugnis genau wie ausgestellt in die Titelzeile, dann ein Profil aus drei Zeilen mit Seefahrtszeit, Schiffstypen und Leistung der Hauptmaschine. Geben Sie jedem Schiff Typ, Größe und Maschine und schreiben Sie Stichpunkte mit Zahlen: Überholungen, PMS-Aufträge, Bunkermengen, bestandene Kontrollen. Zum Schluss folgt ein Abschnitt mit allen Nachweisen und Daten.
Welcher Aufbau passt zum Lebenslauf in der Schiffsbetriebstechnik?
Umgekehrt chronologisch, ein bis zwei Seiten, mit einem klar abgesetzten Abschnitt für Ihre Papiere. Das Crewing liest Befähigungszeugnis und STCW-Nachweise zuerst, also gehören sie nicht ans Ende. Nennen Sie die Schiffsdaten neben jedem Arbeitgeber, denn die Anlage, die Sie gefahren haben, ist das wichtigste Einstellungskriterium.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf von Technischen Schiffsoffizier/innen?
Wachdienst, Wartung von Zweitakt- und Viertakt-Dieselmotoren, Hilfsdiesel und Schalttafeln, Kessel, Separatoren, Kältetechnik, Hydraulik, Bunkern und Öltagebuch, Wartungsplansoftware, Arbeitsfreigabe und Einstieg in enge Räume, dazu Schweißen und Werkstattarbeit. Nennen Sie die Anlagen, nicht nur „Wartung“.
Wie gebe ich STCW-Nachweise im Lebenslauf an?
Je eine Zeile mit Ablaufdatum: Basic Safety Training, Brandbekämpfung für Fortgeschrittene, Überlebensfahrzeuge und Bereitschaftsboote, Engine Room Resource Management, Hochspannung, dazu etwaige Tankerbefähigungen. Ergänzen Sie das Seediensttauglichkeitszeugnis. Einen abgelaufenen Nachweis geben Sie als „Verlängerung läuft“ an, statt ihn wegzulassen.
Was ist ein gutes Berufsziel im Lebenslauf für die Schiffsbetriebstechnik?
Ein Berufsziel nur, wenn Ihr Befähigungszeugnis neu ist oder Sie den Bereich wechseln. Zwei Zeilen mit Ihrem Zeugnis, Ihrer Seefahrtszeit und der gesuchten Stelle, etwa eine Stelle als Vierter Technischer Offizier mit Rotation in der weltweiten Fahrt. Wer schon fährt, schreibt besser ein Profil.
Wie zeige ich meine Seefahrtszeit im Lebenslauf?
Geben Sie die Gesamttage nach Dienststellung im Profil an und wiederholen Sie die Tage bei jedem Schiff. Für das nächste Befähigungszeugnis zählt die Seefahrtszeit, deshalb sagt diese Zahl dem Crewing mehr als eine Beschäftigungsdauer in Jahren. Nennen Sie auch Ihren Rhythmus, etwa 3 Monate an Bord, 3 Monate frei.
Kann ich ohne Seeerfahrung als Technische/r Schiffsoffizier/in anfangen?
Der Einstieg führt über eine Ausbildung zur Schiffsmechanikerin oder zum Schiffsmechaniker oder über ein Studium beziehungsweise eine Fachschule für Schiffsbetriebstechnik mit Praxiszeiten an Bord. Mit Seefahrtszeit als Offiziersassistent/in und STCW-Nachweisen kommen Sie für eine erste Stelle mit Befähigungszeugnis infrage. Stellen Sie im Lebenslauf die Seetage und die konkreten Überholungen, an denen Sie mitgewirkt haben, an den Anfang.
Schreibe ich „Schiffsingenieur“ oder „Technischer Schiffsoffizier“ in den Lebenslauf?
Verwenden Sie die Bezeichnung aus der Stellenanzeige und aus Ihrem Befähigungszeugnis. Im Zeugnis stehen Funktionen wie Technischer Wachoffizier, Zweiter Technischer Offizier oder Leiter der Maschinenanlage, und das gehört in Ihre Titelzeile. „Schiffsingenieur/in“ oder „Schiffsbetriebstechniker/in“ funktioniert gut als allgemeine Beschreibung im Profil.
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