Lebenslauf für Psychiaterinnen und Psychiater: Beispiele und Anleitung

Ein Lebenslauf in der Psychiatrie wird zuerst nach Qualifikation gelesen: Approbation, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder Weiterbildungsstand, Schwerpunkte und Zusatz-Weiterbildungen. Danach zählt die Passung: Patientengruppen und Settings, Ihre Fallzahlen und die Qualitätskennzahlen, die Sie verbessert haben. Für Kliniken genügt meist ein tabellarischer Lebenslauf auf zwei Seiten; Universitätskliniken erwarten zusätzlich den wissenschaftlichen Lebenslauf.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Tabellarischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf: wann Sie welchen brauchen

In Deutschland bewerben sich Psychiaterinnen und Psychiater meist mit einem tabellarischen Lebenslauf von zwei Seiten. Er nennt Aus- und Weiterbildung, Approbation, Facharzt, Stellen und Zusatzqualifikationen in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge. Der wissenschaftliche Lebenslauf ergänzt Lehre, Publikationen und Vorträge und hat keine feste Seitenzahl.

  • Den tabellarischen Lebenslauf schicken Sie an psychiatrische Fachkliniken und Abteilungen, Institutsambulanzen, Medizinische Versorgungszentren, den Maßregelvollzug und den Justizvollzug. Die Personalabteilung braucht jedes Datum mit Monat und Jahr, weil Lücken erklärt werden müssen. Den wissenschaftlichen Lebenslauf brauchen Sie zusätzlich für Universitätskliniken, Stellen mit Forschung und Lehre und viele Bewerbungen auf Oberarzt- oder Chefarztpositionen.
  • Für Stellen außerhalb der Versorgung, etwa Medical Affairs in der Pharmaindustrie, digitale Gesundheitsanwendungen, Gutachtertätigkeit beim Medizinischen Dienst oder Aufgaben bei einer Krankenkasse, kürzen Sie auf zwei Seiten mit Ergebnissen. Dort lesen oft keine Ärztinnen und Ärzte, sondern Personalfachleute, die schnell die Passung suchen.
  • Führen Sie einen vollständigen Lebenslauf als Vorlage und kürzen Sie daraus. Halten Sie nie zwei Fassungen mit unterschiedlichen Daten, denn beim Abgleich mit Ihren Zeugnissen fällt jeder Unterschied auf.
  • Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Für Bewerbungen in den USA lassen Sie Foto und persönliche Daten weg.
Schreiben Sie Facharztbezeichnung, Approbation und Ihren frühesten Eintrittstermin in den Kopf. Im Krankenhaus sind Kündigungsfristen von mehreren Monaten üblich, und wer früher anfangen kann, hat bei einer offenen Facharztstelle einen echten Vorteil. Personalabteilungen sortieren danach.

Lebenslauf-Muster für die Psychiatrie (Facharzt, Institutsambulanz, knapp 7 Jahre nach der Facharztprüfung)

Ein gekürzter Lebenslauf auf zwei Seiten für einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in einer psychiatrischen Institutsambulanz, der auch Videosprechstunden anbietet und Assistenzärztinnen und -ärzte anleitet. Person, Kliniken und Weiterbildungsstätten sind erfunden.

Dr. med. Daniel Ahrens (erfundenes Beispiel)

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie · Institutsambulanz · Suchtmedizinische Grundversorgung

Oldenburg · 0441 555 0175 · daniel.ahrens@beispiel.de · linkedin.com/in/daniel-ahrens-beispiel

Profil

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit knapp 7 Jahren Facharzterfahrung in Institutsambulanz, geschützter Akutstation und Konsiliardienst. Betreut heute rund 420 Erwachsene mit schweren psychischen Erkrankungen, 14 bis 16 Kontakte am Tag, und verantwortet die Clozapin-Sprechstunde und die Depotambulanz. Wiederaufnahmen innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung von 19 % auf 12 % und nicht wahrgenommene Termine von 24 % auf 15 % gesenkt. Leitet 2 Assistenzärztinnen und -ärzte in der Ambulanz an.

Berufserfahrung

Facharzt, Psychiatrische Institutsambulanz · Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie (4 Ambulanzstandorte, rund 11.000 Patientinnen und Patienten im Jahr), Oldenburg

08/2021 – heute

  • Psychopharmakotherapie und stützende Gespräche für rund 420 Erwachsene, überwiegend mit Schizophrenie, bipolarer Störung, therapieresistenter Depression oder zusätzlicher Suchterkrankung; etwa 3.300 Kontakte im Jahr bei 14 bis 16 Kontakten am Tag.
  • Aufbau und Leitung der Clozapin-Sprechstunde: 34 Patientinnen und Patienten mit Blutbildkontrollen nach Fachinformation und Erinnerungssystem, in den letzten 24 Monaten keine versäumte Kontrolle.
  • Wiederaufnahmen innerhalb von 30 Tagen bei aus der Klinik entlassenen Patientinnen und Patienten in zwei Jahren von 19 % auf 12 % gesenkt, durch einen festen Ambulanztermin innerhalb von 7 Tagen nach Entlassung und einen Anruf der Ambulanzpflege am 3. Tag.
  • Nicht wahrgenommene Termine von 24 % auf 15 % gesenkt, durch offene Sprechstundenplätze in derselben Woche, eine zweistufige Terminerinnerung und einen kurzen Anruf nach dem ersten versäumten Termin.
  • Rund 40 % der Folgekontakte als Videosprechstunde für Patientinnen und Patienten aus zwei ländlichen Landkreisen, mit denselben Standards für Dokumentation und Verordnung wie in der Präsenzsprechstunde.
  • Fachärztliche Anleitung von 2 Assistenzärztinnen und -ärzten in Weiterbildung und Betreuung von 3 PJ-Studierenden im Jahr; Mitglied der Arzneimittelkommission des Hauses, die die Liste der Depotpräparate überarbeitet hat.

Facharzt, Akutpsychiatrie und Konsiliardienst · Allgemeinkrankenhaus der Regelversorgung (240 Betten, psychiatrische Abteilung mit geschützter Akutstation, 16 Betten), Delmenhorst

11/2019 – 07/2021

  • Fachärztliche Verantwortung für eine geschützte Akutstation mit 16 Betten und durchschnittlich 11 Aufnahmen pro Woche; Leitung der täglichen multiprofessionellen Visite mit Pflege, Sozialdienst und Klinikapotheke.
  • Mittlere Verweildauer auf der Akutstation von 12,4 auf 10,1 Tage gesenkt, ohne Anstieg der Wiederaufnahmen innerhalb von 30 Tagen, vor allem durch Entlassplanung ab dem ersten statt ab dem dritten Tag und, wo angezeigt, frühere Einstellung auf Depotpräparate.
  • Psychiatrischer Konsiliardienst für die somatischen Stationen und die Zentrale Notaufnahme, rund 600 Konsile im Jahr, darunter Beurteilungen der Einwilligungsfähigkeit, Delirbehandlung und Vorgehen bei Erregungszuständen.
  • Mitautor des überarbeiteten Standards zu Deeskalation und Fixierung der Station; Fixierungsstunden pro 1.000 Behandlungstage im folgenden Jahr um 41 % gesenkt.

Ausbildung

Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (60 Monate), Facharztprüfung vor der Ärztekammer Niedersachsen; im letzten Jahr Sprecher der Assistenzärztinnen und -ärzte
Psychiatrische Fachklinik mit voller Weiterbildungsbefugnis und neurologische Abteilung eines Klinikums, Bremen, 10/2014 – 10/2019

Promotion zum Dr. med.
Universität Hamburg, 2017

Studium der Humanmedizin, Ärztliche Prüfung (Staatsexamen) und Approbation
Universität Hamburg, 2014

Zertifikate

  • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztekammer Niedersachsen, 2019
  • Approbation als Arzt, 2014
  • Zusatz-Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung, 2022
  • Fortbildungszertifikat der Ärztekammer Niedersachsen, aktuell
  • Reanimationstraining (Basismaßnahmen), jährlich, aktuell
  • Deeskalationstraining für psychiatrische Akutstationen, 2020

Kenntnisse

Psychopharmakotherapie bei Schizophrenie, bipolarer Störung und therapieresistenter DepressionEinstellung auf Clozapin mit Blutbildkontrollen, DepotantipsychotikaBehandlung von Suchterkrankungen und Doppeldiagnosen, Opioid-SubstitutionEinschätzung von Eigen- und Fremdgefährdung, Krisenpläne, Unterbringung nach dem Landesrecht (PsychKG)Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie: Delir, Einwilligungsfähigkeit, ErregungszuständeStützende Gespräche, motivierende Gesprächsführung, verhaltenstherapeutisch orientierte SitzungenVideosprechstunde und Versorgung ländlicher RegionenORBIS, E-Rezept, Verordnung und Dokumentation von Betäubungsmitteln nach BtMVVFachärztliche Anleitung von Assistenzärztinnen und -ärzten in WeiterbildungUnterricht für PJ-Studierende, FallvorstellungenQualitätsarbeit: Wiederaufnahmen, Nachsorge nach Entlassung, nicht wahrgenommene TermineLeitung multiprofessioneller Teams mit Pflege, Sozialdienst und Klinikapotheke
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →
Geben Sie bei jeder Weiterbildungs- und Arbeitsstelle Monat und Jahr an und lassen Sie keine Lücke unerklärt. Personalabteilung und Ärztekammer gleichen alles mit Ihren Zeugnissen ab, und drei fehlende Monate kosten später mehr Zeit, als die eine erklärende Zeile gekostet hätte.

Worauf Chefärztinnen, Chefärzte und Personalabteilungen zuerst achten

  • Qualifikation in einem Block: Approbation mit Datum, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Jahr oder Weiterbildungsjahr mit geplanter Prüfung, Schwerpunkte und Zusatz-Weiterbildungen. Mit ausländischem Abschluss nennen Sie den genauen Stand der Anerkennung.
  • Passung. Patientengruppe (Erwachsene, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Forensik, Sucht, Frauen rund um Schwangerschaft und Geburt) und Setting (geschützte Akutstation, offene Station, Tagesklinik, Institutsambulanz, stationsäquivalente Behandlung, Konsiliardienst, Praxis). Einstellungen in der Psychiatrie hängen stark am Setting.
  • Volumen und Spektrum. Kontakte am Tag, Fälle im Quartal, Bettenzahl, Dienste, ob Sie Assistenzärztinnen und -ärzte anleiten und ob Sie komplexe Behandlungen wie Clozapin oder Elektrokonvulsionstherapie übernehmen.
  • Alles, was den Start erleichtert: frühester Eintrittstermin, Kündigungsfrist, bei ambulanten Stellen der Eintrag ins Arztregister und bei Stellen in Weiterbildung die Abschnitte, die Ihnen noch fehlen.
  • Qualität und Beitrag zur Organisation: Wiederaufnahmen, Nachsorge nach Entlassung, Wartezeit auf den Ersttermin, nicht wahrgenommene Termine, Zwangsmaßnahmen, Standards oder Kommissionsarbeit. Das unterscheidet zwei sonst gleiche Lebensläufe.

“Facharztstatus, Zulassung und Eintrittstermin entscheiden, ob ich den Lebenslauf überhaupt öffne. Danach will ich wissen, mit welchen Patientinnen und Patienten und mit welchem Pensum jemand arbeitet. Ein Psychiater, der Clozapin und Depotpräparate bei schweren psychischen Erkrankungen führt, ist eine andere Besetzung als jemand mit 20-minütigen Medikamentenkontrollen bei leichten Angststörungen, und beide Lebensläufe sehen gleich aus, wenn sie vage geschrieben sind.”

Recruiter-Panel, Personalverantwortliche/r für Psychiatrie und psychische Gesundheit, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Approbation, Facharzt und Zusatz-Weiterbildungen richtig angeben

Diesen Teil des Lebenslaufs schreiben die meisten ungenau. Fassen Sie ihn in einem Block zusammen und übernehmen Sie die Bezeichnungen wörtlich aus Ihren Urkunden.

  • Facharzt: „Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztekammer [Land], [Jahr]“. Die Weiterbildung dauert 60 Monate an weiterbildungsbefugten Stätten und umfasst nach der Musterweiterbildungsordnung auch 12 Monate in der Neurologie. Vor der Prüfung schreiben Sie „Assistenzärztin in Weiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie, 5. Weiterbildungsjahr, Facharztprüfung voraussichtlich [Monat/Jahr]“. Schreiben Sie „Fachärztin“ erst, wenn die Urkunde vorliegt.
  • Verwandte Fachgebiete und Zusatzqualifikationen: Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sind eigene Facharztbezeichnungen. Dazu kommen der Schwerpunkt Forensische Psychiatrie und Zusatz-Weiterbildungen wie die Suchtmedizinische Grundversorgung. Nennen Sie jeweils Weiterbildungsstätte und Zeitraum.
  • Approbation: Sie gilt bundesweit, das Datum genügt. Getrennte Zulassungen für einzelne Bundesländer wie in den USA gibt es nicht; Sie sind Mitglied der Landesärztekammer, in deren Bereich Sie arbeiten, und wechseln die Kammer bei einem Umzug.
  • Substitution und Betäubungsmittel: Für die Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger brauchen Sie in der Regel die Zusatz-Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung. Nennen Sie sie mit Jahr, denn Suchtambulanzen und Praxen suchen gezielt danach. Ohne diese Qualifikation ist Substitution nur in begrenztem Umfang in Zusammenarbeit mit einer suchtmedizinisch qualifizierten Ärztin oder einem Arzt möglich.
  • Reanimationstraining und Fortbildungszertifikat der Ärztekammer gehören in den Lebenslauf. Haftpflichtfälle, Beschwerden oder laufende Verfahren gehören nicht hinein; danach fragt, wenn überhaupt, der Arbeitgeber gesondert.
  • Abschluss aus dem Ausland: Nennen Sie den genauen Stand der Anerkennung, also Fachsprachprüfung bei der Ärztekammer, Kenntnisprüfung, befristete Berufserlaubnis oder beantragte Approbation, dazu Ihren Aufenthaltstitel, wenn er für den Arbeitgeber wichtig ist. In der Psychiatrie ist die Sprache Ihr wichtigstes Werkzeug; die Fachsprachprüfung auf C1-Niveau ist hier besonders wichtig.

Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.

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Meinen Lebenslauf als Psychiater/in erstellen

Profiltexte für die Psychiatrie nach Setting

Im wissenschaftlichen Lebenslauf ist ein Profil freiwillig, im tabellarischen Lebenslauf wird es erwartet. Vier Zeilen: Facharztstatus, Jahre, Patientengruppe und Setting, Pensum und ein messbarer Beitrag.

Institutsambulanz (Profil)
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit knapp 7 Jahren Erfahrung in der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen. Rund 420 Patientinnen und Patienten in laufender Behandlung, 14 bis 16 Kontakte am Tag, verantwortlich für Clozapin-Sprechstunde und Depotambulanz. Wiederaufnahmen innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung von 19 % auf 12 % gesenkt. Zusatz-Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung.
Kinder- und Jugendpsychiatrie (Profil)
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie mit 5 Jahren in einer Klinikambulanz mit Beratungsangebot für Schulen. Sieht 12 bis 14 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren am Tag, arbeitet eng mit Kinderheilkunde, Schulen und Jugendhilfe zusammen und hat die Wartezeit auf den Ersttermin mit einer Vorsprechstunde von 11 auf 5 Wochen gesenkt.
Telepsychiatrie (Profil)
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in einem Medizinischen Versorgungszentrum mit Schwerpunkt Videosprechstunde, durchschnittlich 16 Videotermine am Tag bei 92 % wahrgenommenen Terminen. Erfahrung mit der Verordnung auf Distanz, mit Krisenwegen ohne eigenen Präsenzstandort und mit der fachärztlichen Mitbetreuung für ein Netz von Hausarztpraxen auf dem Land.
Ende der Weiterbildung (Berufsziel)
Assistenzärztin im 5. Weiterbildungsjahr Psychiatrie und Psychotherapie und Sprecherin der Assistenzärztinnen und -ärzte, Weiterbildungszeit endet im Oktober 2026, Facharztprüfung angemeldet. Weiterbildung auf Akutstation, im Konsiliardienst, in der Aufnahme und 12 Monate in der Institutsambulanz. Suche eine Facharztstelle in einer Institutsambulanz für Erwachsene im Raum Hannover.

Stichpunkte im Lebenslauf: von vage zu konkret

Was die meisten Lebensläufe sagenWomit eine Chefärztin arbeiten kann
Psychiatrische Behandlung erwachsener Patienten.Rund 420 Erwachsene mit schweren psychischen Erkrankungen in laufender Behandlung, etwa 3.300 Kontakte im Jahr bei 14 bis 16 Kontakten am Tag.
Verordnung und Überwachung von Psychopharmaka.Aufbau und Leitung einer Clozapin-Sprechstunde mit 34 Patientinnen und Patienten, Blutbildkontrollen mit Erinnerungssystem und keiner versäumten Kontrolle in 24 Monaten.
Mitarbeit im multiprofessionellen Team.Leitung der täglichen Visite mit Pflege, Sozialdienst und Klinikapotheke auf einer geschützten Akutstation mit 16 Betten und durchschnittlich 11 Aufnahmen pro Woche.
Verbesserung der Behandlungsergebnisse.Wiederaufnahmen innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung von 19 % auf 12 % gesenkt, durch einen festen Ambulanztermin innerhalb von 7 Tagen und einen Anruf der Pflege am 3. Tag.
Verkürzung der Verweildauer auf Station.Mittlere Verweildauer auf der Akutstation von 12,4 auf 10,1 Tage gesenkt, ohne mehr Wiederaufnahmen, durch Entlassplanung ab dem ersten Tag und frühere Einstellung auf Depotpräparate.
Konsiliarische Tätigkeit für andere Fachabteilungen.Rund 600 Konsile im Jahr für die somatischen Stationen und die Zentrale Notaufnahme, darunter Beurteilungen der Einwilligungsfähigkeit und Delirbehandlung.
Anleitung von Assistenzärzten und Unterricht.Fachärztliche Anleitung von 2 Assistenzärztinnen und -ärzten, Betreuung von 3 PJ-Studierenden im Jahr und Mitarbeit am Deeskalationsstandard, der die Fixierungsstunden pro 1.000 Behandlungstage um 41 % senkte.
Keine Angaben zu einzelnen Patientinnen und Patienten, keine Behandlungsdaten und nichts, was jemanden erkennbar macht. Nennen Sie nur zusammengefasste Zahlen und Ergebnisse auf Ebene der Station oder Ambulanz.

Was sich nach Fachgebiet und Setting ändert

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie: Altersspanne, Zusammenarbeit mit Schulen, Kinderheilkunde und Jugendhilfe, Familienarbeit, Erfahrung mit ADHS und Autismus, Stellungnahmen für Jugendamt oder Familiengericht und die Wartezeit auf den Ersttermin.
  • Suchtmedizin: Zahl der Substitutionspatientinnen und -patienten, qualifizierte Entzugsbehandlung, Arbeit in Suchtambulanzen, Schadensminimierung und Zusammenarbeit mit Suchtberatung, Entwöhnungsbehandlung und, wenn das zutrifft, Bewährungshilfe.
  • Forensische Psychiatrie: Art und Zahl der Gutachten (Schuldfähigkeit, Prognose, zivilrechtliche Fragen), Bearbeitungszeit, Erfahrung als Sachverständige vor Gericht und Arbeit im Maßregelvollzug oder Justizvollzug. Nennen Sie keine Verfahren.
  • Gerontopsychiatrie: Behandlung von Demenz und Verhaltenssymptomen, Visiten in Pflegeheimen, Delir, Absetzen nicht mehr nötiger Medikamente und Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten.
  • Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie: Konsile im Jahr, betreute Fachabteilungen, Beurteilungen der Einwilligungsfähigkeit, Psychiatrie in Transplantationsmedizin oder Onkologie und jeder Standard, den Sie für das Haus geschrieben haben.
  • Notaufnahme, Krisendienst und Justizvollzug: Patientinnen und Patienten pro Dienst, Unterbringungen nach dem jeweiligen Landesgesetz (meist PsychKG, die Bezeichnung unterscheidet sich je nach Land) und nach dem Betreuungsrecht, Senkung von Fixierungen und Isolierungen und Zahl der erstellten Krisenpläne.
  • Telepsychiatrie und digitale Gesundheit: Videotermine am Tag, Anteil wahrgenommener Termine, Verordnung auf Distanz und wie Krisen ohne eigenen Präsenzstandort gelöst werden.

Bewerbung am Ende der Weiterbildung

Assistenzärztinnen und -ärzte am Ende der Weiterbildung werden nach Qualität und Breite der Weiterbildung und nach ihrem Eintrittstermin eingestellt. Kliniken sprechen gute Kandidatinnen und Kandidaten oft schon im letzten Weiterbildungsjahr an, deshalb sollte ein brauchbarer Lebenslauf bis dahin fertig sein.

  1. 1Schreiben Sie das Ende Ihrer Weiterbildungszeit und den geplanten Termin der Facharztprüfung in den Kopf. Den frühestmöglichen Eintritt braucht die Personalabteilung als Erstes.
  2. 2Melden Sie sich rechtzeitig zur Facharztprüfung an und schreiben Sie in den Lebenslauf, dass die Anmeldung mit Zeugnissen und Logbuch eingereicht ist, mit Monat. Das bestimmt, wann Sie als Fachärztin oder Facharzt anfangen können, und damit, wie gut Ihre Chancen sind.
  3. 3Führen Sie die Weiterbildungsabschnitte mit Umfang und Setting auf: Monate auf Station, im Konsiliardienst, in der Aufnahme, in der Suchtmedizin, in der Institutsambulanz und in der Neurologie, dazu die ungefähre Zahl eigener Ambulanzpatientinnen und -patienten.
  4. 4Ergänzen Sie Sprecheraufgaben, Kommissionsarbeit, Qualitätsprojekte, Lehre und jeden Standard, an dem Sie mitgeschrieben haben. Diese Teile lassen einen Lebenslauf in der Weiterbildung wie den einer Fachärztin wirken.
  5. 5Stellen Sie Publikationen, Poster und Vorträge in eigene Abschnitte mit vollständigen Angaben, neueste zuerst. Verteilen Sie sie nicht über die Berufserfahrung.
  6. 6Sagen Sie, was Sie suchen: Patientengruppe, Setting, Region und ob Sie Dienste übernehmen oder Videosprechstunden anbieten. Die Klinik besetzt eine konkrete Stelle.
Weiterbildung mit echten Details
Assistenzarzt in Weiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie, 11/2021 – 10/2026. Sprecher der Assistenzärztinnen und -ärzte 2025 bis 2026. 20 Monate stationäre Allgemeinpsychiatrie, 6 Monate Konsiliardienst, 6 Monate Aufnahme und Krisenintervention, 4 Monate Suchtmedizin, 12 Monate Neurologie; 12 Monate Institutsambulanz mit rund 40 eigenen Patientinnen und Patienten.
Qualitätsprojekt in der Weiterbildung
Leitung eines Qualitätsprojekts der Assistenzärztinnen und -ärzte, das ein einheitliches Anordnungsset für metabolische Kontrollen unter Antipsychotika der zweiten Generation einführte; dokumentierte Kontrollen auf der Station in zwei Quartalen von 46 % auf 81 % gesteigert.

Aufbau, Länge und Versand

  • Reihenfolge im Lebenslauf für die Psychiatrie: Kopf mit Titel vor dem Namen und Kontakt, Approbation und Facharzt, Berufserfahrung, Aus- und Weiterbildung, Lehre, Kommissionen und Leitungsaufgaben, Qualitätsprojekte, Publikationen und Vorträge, Mitgliedschaften (etwa in der DGPPN). Statt Referenzen legen Sie in Deutschland Ihre Arbeits- und Weiterbildungszeugnisse bei.
  • Länge: Zwei Seiten sind für den tabellarischen Lebenslauf üblich. Der wissenschaftliche Lebenslauf von Psychiaterinnen und Psychiatern mit langer Publikationsliste ist länger, und das stört niemanden.
  • Schlichtes Layout, einheitliche Datumsangaben mit Monat und Jahr, keine Tabellen, die ein Bewerbermanagementsystem nicht lesen kann. Große Klinikträger und MVZ-Gruppen nutzen solche Systeme. Ein Foto ist üblich, aber freiwillig.
  • Übernehmen Sie die Bezeichnung aus der Anzeige: Assistenzärztin, Fachärztin, Oberärztin, Chefärztin, ärztliche Leitung der Institutsambulanz, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Das sind unterschiedliche Suchen.
  • Begriffe, die in deutschen Stellenanzeigen der Psychiatrie immer wiederkehren: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Institutsambulanz, Akutpsychiatrie, Tagesklinik, stationsäquivalente Behandlung, Psychopharmakotherapie, Psychotherapie, multiprofessionelles Team, Weiterbildungsbefugnis, Dienste, ORBIS.
  • Senden Sie ein PDF mit dem Dateinamen Nachname-Vorname-Lebenslauf-Psychiatrie.pdf, zusammen mit Anschreiben, Urkunden und Zeugnissen, und halten Sie eine reine Textfassung für Portale bereit, die ein PDF nicht sauber auslesen.

Noch ein praktischer Punkt: Legen Sie eine Übersicht auf einer Seite mit Approbation, Facharzturkunde, Zusatz-Weiterbildungen, Weiterbildungszeiten und Fortbildungszertifikat an. Genau diese Angaben werden bei Einstellung, Kammerwechsel und Zulassung mehrmals von verschiedenen Stellen verlangt.

Häufige Fragen

Brauchen Psychiaterinnen und Psychiater einen tabellarischen oder einen wissenschaftlichen Lebenslauf?

Für Kliniken, Institutsambulanzen, Medizinische Versorgungszentren und den Maßregelvollzug einen tabellarischen Lebenslauf auf zwei Seiten. Für Universitätskliniken und Stellen mit Forschung und Lehre zusätzlich den wissenschaftlichen Lebenslauf mit Publikationen und Vorträgen. Für Pharmaindustrie, digitale Gesundheit, Medizinischen Dienst oder Krankenkassen eine kurze Fassung mit Ergebnissen. Führen Sie einen vollständigen Lebenslauf und kürzen Sie daraus.

Was gehört im Lebenslauf für die Psychiatrie ganz nach oben?

Name mit akademischem Titel, Kontaktdaten, Facharztbezeichnung oder Weiterbildungsstand, Approbation mit Datum, Schwerpunkte und Zusatz-Weiterbildungen und Ihr frühester Eintrittstermin. Danach sortieren Personalabteilungen, und eine abgeschlossene Facharztprüfung oder ein früher Eintritt kann den Ausschlag geben.

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf einer Psychiaterin oder eines Psychiaters?

Klinische Kenntnisse, die Sie unterscheiden: Psychopharmakotherapie für die Erkrankungen, die Sie behandeln, Clozapin und Depotantipsychotika, Einschätzung der Gefährdung und Unterbringung nach Landesrecht, Behandlung von Suchterkrankungen, Konsiliarpsychiatrie und die Psychotherapieverfahren, die Sie tatsächlich anwenden. Ergänzen Sie Anleitung, Lehre, Videosprechstunde und das Krankenhausinformationssystem.

Wie schreibe ich den Lebenslauf am Ende der Weiterbildung für die erste Facharztstelle?

Schreiben Sie Ende der Weiterbildungszeit, Prüfungstermin und Stand der Anmeldung in den Kopf. Führen Sie dann die Weiterbildungsabschnitte mit Monaten und Setting auf, die Zahl eigener Ambulanzpatientinnen und -patienten, Sprecher- oder Kommissionsaufgaben und Qualitätsprojekte. Publikationen und Vorträge kommen in eigene Abschnitte, und Sie sagen, welche Patientengruppe, welches Setting und welche Region Sie suchen.

Gehören Publikationen und Vorträge in den Lebenslauf?

Im wissenschaftlichen Lebenslauf ja, in eigenen Abschnitten mit vollständigen Angaben, neueste zuerst, getrennt nach Originalarbeiten, Buchkapiteln, Postern und eingeladenen Vorträgen. Im tabellarischen Lebenslauf genügt eine Zeile mit der Zahl Ihrer begutachteten Publikationen und zwei oder drei Titeln, die zur Stelle passen.

Wie lang sollte der Lebenslauf in der Psychiatrie sein?

Zwei Seiten für den tabellarischen Lebenslauf, länger für den wissenschaftlichen Lebenslauf mit umfangreicher Publikationsliste. Länge wird Ihnen in der Medizin nicht vorgeworfen, Unschärfe schon. Nennen Sie überall Monat und Jahr, erklären Sie jede Lücke und strecken Sie den Abschnitt zur Weiterbildung nie, nur um Platz zu füllen.

Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?

Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.

So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.