Lebenslauf für das Notariat: Beispiele und Anleitung für Notarfachangestellte, Notarinnen und Notare

Ein Lebenslauf für das Notariat überzeugt, wenn die Notarin oder der Notar sofort sieht, welchen Abschluss Sie haben, in welchen Bereichen Sie Urkunden vorbereiten und vollziehen, wie viele Vorgänge Sie bearbeitet haben und wie fehlerfrei, und mit welchen Systemen Sie arbeiten. Wichtig vorab: Einen „Notary Public“ wie in den USA gibt es in Deutschland nicht. Das Notaramt ist ein öffentliches Amt für Volljuristinnen und Volljuristen; eine amerikanische Notary-Zulassung gehört deshalb als eine Zeile unter Zusatzqualifikationen.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Lebenslauf-Muster für Notarfachangestellte (Grundstücksverkehr)

Die meisten Lebensläufe mit „Notar“ im Titel schreiben in Deutschland nicht Notarinnen und Notare, sondern ihre Mitarbeitenden. Das Muster zeigt eine Notarfachangestellte mit Bankausbildung, die in einem Notariat Kaufverträge und Grundschulden vorbereitet und vollzieht. Name und Arbeitgeber sind erfunden und nur beschreibend benannt. Achten Sie auf die ersten vier Zeilen: Abschluss, Schwerpunkt, Vollzugsvolumen und Fehlerquote. Danach suchen Notarinnen und Notare zuerst.

Renate Oberländer

Notarfachangestellte, Vollzug Grundstücksverkehr

Mainz · 06131 555 0148 · renate.oberlaender@beispiel.de

Profil

Notarfachangestellte mit über 8 Jahren Erfahrung im Notariat und einer Ausbildung als Bankkauffrau, Schwerpunkt Grundstücksverkehr und Grundpfandrechte. Rund 2.400 Vorgänge für einen Notar und eine Notarin vorbereitet und vollzogen, Zwischenverfügungen des Grundbuchamts bei unter 1 % der Anträge. Sicher im elektronischen Urkundenarchiv, in XNP und im Online-Verfahren der Bundesnotarkammer; Identifizierung und Dokumentation nach dem Geldwäschegesetz.

Berufserfahrung

Notarfachangestellte, Vollzug Grundstücksverkehr · Notariat mit zwei Notarstellen, Mainz

03/2021 – heute

  • Vorbereitung und Vollzug von 30 bis 40 Urkunden im Monat für einen Notar und eine Notarin: Kaufverträge, Grundschuldbestellungen, Überlassungsverträge, Teilungserklärungen und Löschungen.
  • Zwischenverfügungen des Grundbuchamts bei unter 1 % von rund 2.400 Vorgängen, weil jeder Antrag vor dem Versand auf Grundbuchstelle, Flurstücke, Namen und Vollmachten geprüft wird.
  • Fälligkeitsmitteilungen am Tag nach Vorliegen aller Voraussetzungen versandt und Umschreibungsanträge noch am Tag der Zahlungsbestätigung gestellt.
  • Vorbereitung von Online-Beurkundungen und Online-Beglaubigungen im Videokommunikationssystem der Bundesnotarkammer, vor allem GmbH-Gründungen und Handelsregisteranmeldungen für Beteiligte außerhalb von Mainz.
  • Führung des elektronischen Urkundenverzeichnisses und Einstellung der Urkunden in die elektronische Urkundensammlung; Verwahrung der Papierurschriften nach den Vorgaben des Notars.
  • Vorbereitung von 10 bis 15 weiteren Terminen im Monat: Unterschriftsbeglaubigungen, Vorsorgevollmachten, Erbscheinsanträge und Gesellschafterlisten, jeweils mit Identitätsfeststellung und Dokumentation nach dem Geldwäschegesetz.

Mitarbeiterin im Notariat (Quereinstieg), Grundstücksverkehr · Notariat mit einer Notarstelle, Mainz

07/2018 – 02/2021

  • Vorbereitung von 25 bis 35 Kaufvertragsentwürfen im Monat nach Vorgabe des Notars, mit Prüfung von Grundbuchauszügen, Flurstücksangaben und Ablöseforderungen der Gläubigerbanken.
  • Betreuung von rund 300 Beurkundungsterminen in zwei Jahren: Unterlagen, Identitätsfeststellung, Ausfertigungen und beglaubigte Abschriften.
  • Einholung von Löschungsbewilligungen, Vorkaufsrechtsverzichten der Gemeinden und Genehmigungen, wodurch die durchschnittliche Zeit von der Beurkundung bis zur Fälligkeitsmitteilung von 6 auf 3 Wochen sank.
  • Einarbeitung von zwei neuen Mitarbeiterinnen in die Vollzugsabläufe und die Führung der Urkundenrolle.

Bankkauffrau, Privatkundenberatung · Regionale Genossenschaftsbank, Mainz

08/2016 – 06/2018

  • Eröffnung von 15 bis 20 Konten pro Woche und Verantwortung für die Kasse, in 23 Monaten ohne Kassendifferenz.
  • Tägliche Legitimationsprüfung von Ausweisdokumenten nach dem Geldwäschegesetz, dieselbe Sorgfalt, auf die es bei der Identitätsfeststellung im Notariat ankommt.

Ausbildung

Ausbildung zur Bankkauffrau (IHK)
Regionale Genossenschaftsbank und Berufsbildende Schule, Mainz, 2016

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
Gymnasium, Mainz, 2013

Zertifikate

  • Abschlussprüfung Notarfachangestellte (Externenprüfung), Notarkammer, 2023
  • Seminar für Notariatsmitarbeitende zum Grundbuchverfahren, 2022
  • Schulung elektronisches Urkundenarchiv und XNP, 2021
  • Schulung Online-Verfahren der Bundesnotarkammer, 2022
  • Jährliche Schulung zu Geldwäscheprävention und Datenschutz im Notariat (zuletzt 2026)

Kenntnisse

Grundstücksverkehr: Kaufverträge, Grundschulden, Überlassungen, Teilungserklärungen, LöschungenUrkundsarten: Beurkundungen, Unterschriftsbeglaubigungen, Abschriftsbeglaubigungen, VollmachtenIdentitätsfeststellung und Dokumentation nach dem GeldwäschegesetzOnline-Verfahren der BundesnotarkammerUrkundenverzeichnis und elektronisches UrkundenarchivVorbereitung nach Vorgabe des Notars, ohne eigene RechtsberatungTerminplanung und Fristenkontrolle im VollzugGrundbuch- und HandelsregisterverfahrenAuswärtstermine in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen organisierenVerschwiegenheit und sicherer Umgang mit UrkundenXNP und elektronischer Rechtsverkehr mit Grundbuchamt und RegistergerichtKostenberechnung nach dem GNotKG
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →
Das Notariat ist in Deutschland je nach Land unterschiedlich organisiert. In einigen Ländern gibt es hauptberufliche Notarinnen und Notare (Nurnotariat), in anderen üben Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte das Amt zusätzlich aus (Anwaltsnotariat), in manchen Regionen gibt es beides. Prüfen Sie, welche Form in Ihrer Region gilt, und verwenden Sie die Bezeichnungen der zuständigen Notarkammer.

Worauf Notarinnen und Notare bei Mitarbeitenden zuerst achten

Im Notariat liest die Notarin oder der Notar Ihren Lebenslauf meist selbst. Die Frage dahinter: Kann ich dieser Person Entwürfe, Vollzug und den Kontakt zu Beteiligten anvertrauen, ohne dass Fehler in eine Urkunde geraten?

  • Abschluss. Notarfachangestellte/r, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r oder ein verwandter Beruf mit Notariatserfahrung. Nennen Sie Kammer und Jahr.
  • Schwerpunkte. Grundstücksverkehr, Gesellschaftsrecht und Handelsregister, Erb- und Familienrecht. Jedes Gebiet hat eigene Urkunden und Vollzugsschritte.
  • Menge und Genauigkeit. Vorbereitete und vollzogene Vorgänge und wie oft Grundbuchamt oder Registergericht beanstandet haben. Ein falsches Flurstück kann eine Eintragung um Wochen verzögern.
  • Vollzugsdauer. Wie schnell Fälligkeitsmitteilungen und Umschreibungsanträge hinausgehen. Davon hängt ab, wann Käuferinnen und Käufer zahlen und Verkäuferinnen und Verkäufer ihr Geld bekommen.
  • Verschwiegenheit und Geldwäscheprävention. Notariate prüfen Identität und wirtschaftlich Berechtigte nach dem Geldwäschegesetz. Erfahrung damit ist ein klares Plus.
  • Systeme. XNP, elektronisches Urkundenarchiv, elektronischer Rechtsverkehr mit Grundbuchamt und Registergericht und die Notariatssoftware, mit der Sie gearbeitet haben.
  • Online-Verfahren. Wenn Sie Online-Beurkundungen oder Online-Beglaubigungen über das System der Bundesnotarkammer vorbereitet haben, schreiben Sie es dazu.

“Drei Zeilen entscheiden vor allem anderen: welcher Bundesstaat jemanden bestellt hat, wann die Bestellung ausläuft und ob die Hintergrundprüfung aktuell ist. Dann Menge und Beanstandungsquote. Wer mir zweitausend Termine und unter einem halben Prozent Beanstandungen nennt, bekommt einen Probeauftrag. Ein Lebenslauf, auf dem nur „sorgfältig“ steht, nicht.”

Recruiter-Panel, Personalverantwortliche bei Dienstleistern für Immobilienabwicklung, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

„Notar“ im Lebenslauf: was Sie schreiben dürfen und was nicht

Viele, die danach suchen, sind keine Notarinnen oder Notare. Sie arbeiten im Notariat, in einer Kanzlei mit Anwaltsnotariat oder haben in den USA als Notary Public gearbeitet und wollen das richtig angeben. „Notar“ und „Notarin“ sind Amtsbezeichnungen, die nur bestellte Amtsträger führen. Alles andere schreiben Sie als Tätigkeit im Notariat, in einer Zeile oder als Stichpunkt.

So nichtBesser so
Notarin (als Mitarbeiterin)Notarfachangestellte im Notariat, Schwerpunkt Grundstücksverkehr
Notarin (USA)Notary Public, State of Texas (USA), 2022 bis 2025: Beglaubigung von Unterschriften. Hinweis: entspricht nicht dem deutschen Notaramt.
„Notariat“ als eigene Station ohne AufgabenEin Stichpunkt in der Stelle, in der Sie es gemacht haben, mit Art und Menge der Vorgänge.
Notarassessorin (wenn Sie sich nur beworben haben)Bewerbung für den Anwärterdienst eingereicht, Auswahlgespräch im November 2026.
Notariatsaufgaben in einem Absatz verstecktEin Stichpunkt in der Stelle: „Vorbereitung von 20 bis 30 Beurkundungen im Monat, darunter Kaufverträge und Vorsorgevollmachten, und Führung des Urkundenverzeichnisses.“

Wohin damit: Bei Bürostellen in einer Kanzlei gehört Notariatserfahrung in die jeweilige Station und, wenn die Anzeige „Notariat“ oder „ReNo“ nennt, auch ins Profil. In Kanzleien mit Anwaltsnotariat wird genau danach gefiltert, deshalb sollte das Wort im Lebenslauf stehen.

Abschlüsse, Bürostelle in einer Kanzlei
Abschlüsse: Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Rechtsanwaltskammer, 2019 · Seminar Grundbuchverfahren für Mitarbeitende, 2022 · Schulung elektronisches Urkundenarchiv
Im Profil, wenn die Anzeige danach fragt
Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte mit 8 Jahren in einer Kanzlei mit Anwaltsnotariat, zuständig für den Vollzug von Grundstücksverträgen, das Urkundenverzeichnis und die Fristen der Prozessabteilung.
Stichpunkt in einer Stelle
Vorbereitung von 25 bis 35 Urkunden im Monat für das Anwaltsnotariat der Kanzlei, darunter Unterschriftsbeglaubigungen, Vorsorgevollmachten und Grundstückskaufverträge, mit Führung des Urkundenverzeichnisses.

Notaramt in Deutschland: Bestellung, Nurnotariat, Anwaltsnotariat und Online-Verfahren

Wer in den USA Notary Public ist, hat eine Bestellung beantragt, oft mit kurzem Kurs oder Test. Das deutsche Notaramt ist etwas völlig anderes. Die folgenden Punkte helfen Ihnen, Ihren Werdegang richtig einzuordnen. Die Einzelheiten regeln die Länder, also prüfen Sie sie bei der Landesjustizverwaltung oder der Notarkammer.

  • Bestellung: Notarinnen und Notare werden von der Landesjustizverwaltung auf ausgeschriebene Stellen bestellt. Voraussetzung ist die Befähigung zum Richteramt, also beide juristischen Staatsexamina.
  • Nurnotariat: Hier führt der Weg in der Regel über einen mehrjährigen Anwärterdienst als Notarassessorin oder Notarassessor. Die Auswahl richtet sich nach Leistung, die Examensnoten haben großes Gewicht. Nennen Sie im Lebenslauf beide Examina mit Punktzahl.
  • Anwaltsnotariat: Hier werden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte zusätzlich zur Notarin oder zum Notar bestellt. Verlangt werden unter anderem mehrjährige Anwaltstätigkeit, die bestandene notarielle Fachprüfung und eine praktische Ausbildung in einem Notariat. Nennen Sie Jahr und Ergebnis der Fachprüfung.
  • Haftung: Notarinnen und Notare müssen eine Berufshaftpflichtversicherung unterhalten. Eine Kaution (Bond) oder eine eigene Versicherung von Mitarbeitenden wie in den USA gibt es nicht; im Lebenslauf von Mitarbeitenden hat eine Versicherungssumme nichts zu suchen.
  • Urkundenverzeichnis: Seit 2022 führen Notariate das Urkundenverzeichnis elektronisch und verwahren Urkunden zusätzlich im elektronischen Urkundenarchiv der Bundesnotarkammer. Erfahrung damit ist ein konkreter Pluspunkt.
  • Online-Verfahren: Bestimmte Vorgänge, etwa GmbH-Gründungen und Handelsregisteranmeldungen, lassen sich per Video über das System der Bundesnotarkammer beurkunden oder beglaubigen. Private Plattformen wie in den USA gibt es dafür nicht.
  • Verschwiegenheit und Geldwäscheprävention: Mitarbeitende werden auf die Verschwiegenheit verpflichtet, Notariate müssen Beteiligte nach dem Geldwäschegesetz identifizieren. Eine Hintergrundprüfung durch einen privaten Anbieter wie bei US-Signing-Agents ist nicht üblich.
Beschreiben Sie sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter nie so, als hätten Sie beraten oder beurkundet. Beurkunden, belehren und beraten darf nur die Notarin oder der Notar. Schreiben Sie „vorbereitet“, „nach Vorgabe entworfen“ oder „vollzogen“; ein Lebenslauf, der etwas anderes andeutet, ist für jedes Notariat ein Warnsignal.

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Meinen Lebenslauf für das Notariat erstellen

Profiltexte und Berufsziele für das Notariat

Drei oder vier Zeilen: Abschluss, Schwerpunkt, Menge und Systeme. Wenn Sie gerade die Ausbildung abgeschlossen haben oder quer einsteigen, schreiben Sie ein Berufsziel und stellen den Abschluss und Ihre Verfügbarkeit nach vorn.

Notarfachangestellte mit Erfahrung, Grundstücksverkehr
Notarfachangestellte mit über 8 Jahren im Notariat, Schwerpunkt Grundstücksverkehr. Rund 2.400 Vorgänge vorbereitet und vollzogen, Zwischenverfügungen bei unter 1 % der Anträge, Fälligkeitsmitteilungen am Tag nach Vorliegen der Voraussetzungen. Sicher im elektronischen Urkundenarchiv, in XNP und im Online-Verfahren der Bundesnotarkammer.
Notarfachangestellte, Gesellschaftsrecht und Handelsregister
Notarfachangestellte mit 6 Jahren Erfahrung im Gesellschaftsrecht, rund 90 Vorgänge im Monat: GmbH-Gründungen, Handelsregisteranmeldungen, Gesellschafterlisten und Anteilsübertragungen. Bereitet Online-Gründungen im System der Bundesnotarkammer vor und klärt Beanstandungen des Registergerichts direkt.
Anwaltsnotar (Profil)
Rechtsanwalt und Notar mit 14 Jahren Anwaltstätigkeit, seit 2021 zum Notar bestellt, Schwerpunkt Immobilien- und Gesellschaftsrecht. Notarielle Fachprüfung 2019, rund 600 Urkunden im Jahr, Leitung eines Teams von drei Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht.
Berufsziel, nach der Ausbildung
Notarfachangestellte (Abschlussprüfung vor der Notarkammer 06/2026) mit Ausbildung in einem Notariat mit Schwerpunkt Grundstücksverkehr und Erbrecht. Sucht eine Stelle im Vollzug in Mainz oder Wiesbaden, ab sofort verfügbar, sicher mit XNP, Word und digitalem Diktat.

Stichpunkte für das Notariat: schwach und stark

Die übliche Stellenbeschreibung lautet: Vorbereitung von Urkunden, Terminvereinbarung, Aktenführung. Das macht jede Mitarbeiterin im Notariat. Ergänzen Sie Menge, Urkundsarten und Genauigkeit.

Schwach (übliche Stellenbeschreibung)Stark (konkret und zählbar)
Vorbereitung von Urkunden.Vorbereitung und Vollzug von 30 bis 40 Urkunden im Monat für zwei Notarstellen, darunter Kaufverträge, Grundschuldbestellungen, Überlassungen und Teilungserklärungen.
Prüfung der Identität der Beteiligten.Identität anhand amtlicher Lichtbildausweise festgestellt, wirtschaftlich Berechtigte nach dem Geldwäschegesetz ermittelt und dokumentiert; bei Online-Verfahren Abgleich über die Online-Ausweisfunktion im System der Bundesnotarkammer.
Ordnungsgemäße Aktenführung.Urkundenverzeichnis elektronisch geführt, jede Urkunde in die elektronische Urkundensammlung eingestellt und Papierurschriften nach den Vorgaben des Notars verwahrt.
Termingerechter Vollzug.Fälligkeitsmitteilungen am Tag nach Vorliegen aller Voraussetzungen versandt und Umschreibungsanträge am Tag der Zahlungsbestätigung gestellt.
Sorgfältige Arbeitsweise.Zwischenverfügungen des Grundbuchamts bei unter 1 % von rund 2.400 Vorgängen, weil Grundbuchstelle, Flurstücke, Namen und Vollmachten vor jedem Antrag geprüft werden.
Organisation von Terminen.Rund 8 Auswärtstermine im Monat in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Privatwohnungen organisiert, einschließlich Abstimmung mit Angehörigen und Einrichtungen.
Beantwortung von Fragen der Beteiligten.Beteiligte zu Ablauf und Unterlagen informiert, rechtliche Fragen an den Notar weitergeleitet und die Zwei-Wochen-Frist für Entwürfe bei Grundstückskaufverträgen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern überwacht.
Arbeit mit Notariatssoftware.Anträge an Grundbuchamt und Registergericht elektronisch über XNP gestellt, Kostenrechnungen nach dem GNotKG vorbereitet und jeden Vorgang im Fristenkalender mit Wiedervorlage erfasst.

Kenntnisse für den Lebenslauf im Notariat

Teilen Sie sie in Urkundsarbeit, Fachwissen und Organisation auf, denn ein Notariat braucht alle drei.

  • Urkundsarbeit (vorbereitet): Beurkundungen, Unterschrifts- und Abschriftsbeglaubigungen, Ausfertigungen, Vollmachten, Online-Verfahren der Bundesnotarkammer
  • Urkunden: Grundstückskaufverträge, Grundschulden, Überlassungsverträge, Teilungserklärungen, Gesellschaftsverträge, Handelsregisteranmeldungen, Vorsorgevollmachten, Testamente und Erbverträge, Erbscheinsanträge
  • Sorgfaltspflichten: Identitätsfeststellung, Geldwäschegesetz, Verschwiegenheit, Datenschutz, Prüfung von Mitwirkungsverboten, keine eigene Rechtsberatung
  • Technik: XNP, elektronisches Urkundenarchiv, elektronischer Rechtsverkehr mit Grundbuchamt und Registergericht, Notariatssoftware, digitales Diktat
  • Organisation: Terminplanung, Fristenkontrolle und Wiedervorlagen im Vollzug, Kostenberechnung nach dem GNotKG, Korrespondenz mit Banken, Gemeinden und Behörden
  • Umgang mit Menschen: Ruhe bei nervösen oder älteren Beteiligten, verständliche Erklärung der Abläufe und der Mut, Unstimmigkeiten vor dem Termin anzusprechen

Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Eine Notarin oder ein Notar erinnert sich an die Mitarbeiterin, die vor dem Termin angerufen hat, weil ein Name im Entwurf anders geschrieben war als im Ausweis, und nicht an die, die es durchgehen ließ.

Lebenslauf für den Einstieg ins Notariat ohne Erfahrung

Ohne Notariatserfahrung anzufangen ist kein Problem, wenn Sie zeigen, dass Sie sorgfältig, verschwiegen und schnell einsetzbar sind. Notariate wollen wissen, welchen Abschluss Sie mitbringen, welche Vorkenntnisse passen und wann Sie anfangen können.

  1. 1Erste Zeile: Ihr Abschluss oder Ihre laufende Ausbildung. Nichts gehört darüber.
  2. 2Zweite Zeile: die Vorkenntnisse, die am besten passen, etwa Grundbuch, Bankgeschäft oder Kanzleiarbeit.
  3. 3Dritte Zeile: Verschwiegenheit und Datenschutz, belegt durch frühere Stellen mit vertraulichen Daten.
  4. 4Nennen Sie Ihre Bürokenntnisse genau: Word, Diktat, Schreibgeschwindigkeit in Anschlägen pro Minute. Notariate fragen danach oft schon im ersten Gespräch.
  5. 5Geben Sie Verfügbarkeit und Umfang an: Eintrittstermin, Vollzeit oder Teilzeit und ob Sie Auswärtstermine begleiten können.
  6. 6Nutzen Sie frühere Stellen als Beleg für Genauigkeit: Bank, Hausverwaltung, Grundbuchamt, Kanzlei, Versicherung oder Personalabteilung. Überall dort werden Ausweise, Verträge oder vertrauliche Daten geprüft.
  7. 7Wer ganz neu anfängt, bewirbt sich direkt bei Notariaten um einen Ausbildungsplatz als Notarfachangestellte/r; die Ausbildung dauert drei Jahre, und die Notarkammern informieren über Ausbildungsbetriebe.
Übertragbarer Stichpunkt, Bankhintergrund
Bankkauffrau, 2022 bis 2026: Eröffnung von 15 bis 20 Konten pro Woche, tägliche Legitimationsprüfung nach dem Geldwäschegesetz und in vier Jahren keine Kassendifferenz.
Kenntnisse für den Einstieg
Vorkenntnisse für das Notariat: Grundbuchauszüge lesen, Grundpfandrechte aus der Baufinanzierung, Legitimationsprüfung nach dem Geldwäschegesetz, Word mit Formatvorlagen, digitales Diktat, rund 280 Anschläge pro Minute.
Verfügbarkeit
Ab 01/2027 in Vollzeit verfügbar, Pendelbereich Mainz, Wiesbaden und Bingen, Begleitung von Auswärtsterminen nach Absprache.

Format, Länge und die richtigen Begriffe

Eine Seite, bei längerer Erfahrung höchstens zwei. Schlichtes Layout in einer Spalte, ohne Grafiken. Foto und Geburtsdatum sind in Deutschland üblich, aber freiwillig. Viele Notariate lesen den Lebenslauf ausgedruckt, größere Arbeitgeber nutzen Bewerbermanagementsysteme, die reinen Text lesen.

  • Übernehmen Sie die Begriffe aus der Anzeige: „Notarfachangestellte“, „ReNo“, „Notariat“, „Vollzug“, „Grundstücksverkehr“, „Beurkundung“, „Urkundenverzeichnis“, „XNP“, „GNotKG“, „Handelsregister“.
  • Nennen Sie Abschluss und Jahr genau und aktualisieren Sie den Lebenslauf, sobald eine Prüfung bestanden ist.
  • Bewerben Sie sich auf eine Bürostelle außerhalb des Notariats, fassen Sie die Notariatserfahrung in eine Zeile oder einen Stichpunkt und nutzen Sie den Platz für die gesuchte Stelle.
  • Legen Sie nie echte Urkunden, Entwürfe oder Auszüge als Arbeitsprobe bei. Das verletzt die Verschwiegenheit und beendet jede Bewerbung im Notariat.
  • Geben Sie eine Telefonnummer an, unter der Sie tagsüber erreichbar sind. Notariate rufen oft direkt an. Anschreiben und Zeugnisse schicken Sie als PDF mit.

Zum Schluss ein Test: Wenn die ersten fünf Zeilen einer Notarin nicht sagen, welchen Abschluss Sie haben, in welchem Bereich Sie Urkunden vollziehen und wie genau Sie arbeiten, schieben Sie diese Zeilen nach oben, bevor Sie die Bewerbung abschicken.

Häufige Fragen

Wie gebe ich Notariatserfahrung im Lebenslauf an?

Als Stichpunkt in der Stelle, in der Sie sie gesammelt haben, mit Art und Menge der Vorgänge, zum Beispiel „Vorbereitung von 20 bis 30 Beurkundungen im Monat und Führung des Urkundenverzeichnisses“. Ein Abschluss als Notarfachangestellte oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte steht unter Ausbildung mit Kammer und Jahr. Nennt die Anzeige ein Notariat, gehört das Wort auch ins Profil.

Wie gebe ich eine amerikanische Notary-Public-Zulassung im deutschen Lebenslauf an?

Als eine Zeile unter Zusatzqualifikationen, mit Bundesstaat und Zeitraum, zum Beispiel „Notary Public, State of Texas (USA), 2022 bis 2025“. Übersetzen Sie sie nicht mit „Notarin“ oder „Notar“, denn das deutsche Notaramt setzt beide Staatsexamina und eine Bestellung durch die Landesjustizverwaltung voraus. Für Stellen mit Bezug zu den USA ist die Zeile trotzdem ein Pluspunkt.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Notarfachangestellte?

Beginnen Sie mit Abschluss und Schwerpunkt, dann folgen Menge und Genauigkeit: vollzogene Vorgänge, Beanstandungen von Grundbuchamt oder Registergericht, Vollzugsdauer. Nennen Sie Systeme wie XNP und das elektronische Urkundenarchiv, Erfahrung mit dem Online-Verfahren der Bundesnotarkammer und mit dem Geldwäschegesetz. Beschreiben Sie die Urkundsarten konkret statt der üblichen Stellenbeschreibung.

Welche Kenntnisse gehören in einen Lebenslauf für das Notariat?

Vorbereitung von Beurkundungen und Beglaubigungen, Grundstücks- und Gesellschaftsrecht in der Praxis, Grundbuch- und Handelsregisterverfahren, Identitätsfeststellung nach dem Geldwäschegesetz, Urkundenverzeichnis und elektronisches Urkundenarchiv, XNP, Kostenberechnung nach dem GNotKG, Fristen und Wiedervorlagen sowie Verschwiegenheit.

Kann ich ohne Erfahrung im Notariat anfangen?

Ja. Viele Notariate bilden selbst aus, und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aus Bank, Kanzlei oder Hausverwaltung sind gefragt. Stellen Sie Ihren Abschluss und passende Vorkenntnisse auf die erste Seite, belegen Sie Sorgfalt und Verschwiegenheit mit früheren Stellen und nennen Sie Ihre Verfügbarkeit.

Wie wird man in Deutschland Notarin oder Notar?

Nur mit beiden juristischen Staatsexamina. Im Nurnotariat führt der Weg in der Regel über einen mehrjährigen Anwärterdienst als Notarassessorin oder Notarassessor, im Anwaltsnotariat über mehrjährige Tätigkeit als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt, die notarielle Fachprüfung und eine praktische Ausbildung im Notariat. Bestellt wird von der Landesjustizverwaltung auf ausgeschriebene Stellen. Welche Form gilt, hängt vom Land und teils von der Region ab.

Wie lang sollte ein Lebenslauf für das Notariat sein?

Eine Seite, mit längerer Erfahrung höchstens zwei. Notarinnen und Notare suchen nach Abschluss, Schwerpunkt, Menge und Genauigkeit und entscheiden dann über ein Gespräch. Ältere Stationen außerhalb des Notariats lassen sich auf je eine Zeile kürzen.

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So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.