Lebenslauf für Hebammen: Beispiele und Anleitung
Einen Lebenslauf als Hebamme prüft die Leitende Hebamme zuerst auf Nachweise: die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung, Ihre Einsatzform (angestellt, freiberuflich oder als Beleghebamme) und Ihre Geburtenzahlen. Danach zählen Ihr Tätigkeitsspektrum (Kreißsaal, Schwangerenvorsorge, Wochenbett, Kurse) und Belege dafür, dass Sie gut mit dem ärztlichen Team zusammenarbeiten.
Lebenslauf-Muster für Hebammen (Kreißsaal, Geburtshaus und Wochenbett)
Das Muster zeigt eine Hebamme mit 13 Berufsjahren: rund fünf Jahre im Kreißsaal eines Perinatalzentrums, danach acht Jahre in hebammengeleiteter Geburtshilfe im Geburtshaus und im Hebammenkreißsaal einer Klinik. Name und Arbeitgeber sind erfunden. Setzen Sie Ihre eigenen Geburtenzahlen, Tätigkeiten und Nachweise ein.
Johanna Berger
Hebamme, B.Sc., Erlaubnis 2013 · Kreißsaal, Hebammenkreißsaal und Wochenbettbetreuung
Hamburg · 040 555 0117 · johanna.berger@beispiel.de
Profil
Hebamme mit 13 Jahren Berufserfahrung, davon 8 Jahre in hebammengeleiteter Geburtshilfe (Geburtshaus und Hebammenkreißsaal) und 5 Jahre im Kreißsaal eines Perinatalzentrums. Betreut 12 bis 16 Geburten im Monat im Schichtdienst und freiberuflich rund 60 Frauen im Jahr in Schwangerschaft und Wochenbett. Erlaubnis seit 2013, Praxisanleiterin, Reanimation des Neugeborenen und ALSO aktuell. Sectiorate bei Erstgebärenden mit Einling in Schädellage am Termin in den eigenen Betreuungen der letzten zwei Jahre 20 %, im Abteilungsdurchschnitt 26 %.
Berufserfahrung
Hebamme im Kreißsaal und Hebammenkreißsaal (angestellt, 75 %), zusätzlich freiberufliche Wochenbettbetreuung · Geburtshilfliche Abteilung eines kommunalen Klinikums mit hebammengeleitetem Kreißsaal (rund 2.400 Geburten im Jahr), Hamburg
08/2021 – heute
- Betreuung von 12 bis 16 Geburten im Monat im Schichtdienst, von der Aufnahme über die Geburtsleitung bis zur Erstversorgung des Neugeborenen, mit Hinzuziehung der Ärztin oder des Arztes nach Klinikstandard bei Regelwidrigkeiten.
- Freiberuflich rund 60 Frauen im Jahr in Schwangerschaft und Wochenbett betreut (Vorsorge in geteilter Betreuung mit der gynäkologischen Praxis, Hausbesuche im Wochenbett, Stillberatung), Abrechnung nach dem Hebammenhilfevertrag mit den Krankenkassen.
- Sectiorate bei Erstgebärenden mit Einling in Schädellage am Termin in den eigenen Betreuungen 20 %, Abteilungsdurchschnitt 26 %; Einleitungs- und Betreuungspraxis quartalsweise mit dem ärztlichen Team ausgewertet.
- Versorgung von Dammrissen I. und II. Grades und Episiotomien, U1-Untersuchung, Blutentnahme für das Neugeborenen-Screening und Neugeborenen-Hörscreening.
- CTG-Beurteilung und intermittierende Auskultation; Leitung der monatlichen CTG-Fallbesprechung für 30 Hebammen, Ärztinnen und Ärzte.
- Praxisanleitung für 3 bis 4 Studierende der Hebammenwissenschaft pro Jahr von zwei Hochschulen, mit Abzeichnung der Praxiseinsätze und Kompetenznachweise.
Hebamme (freiberuflich) · Hebammengeleitetes Geburtshaus mit eigener Vorsorge- und Kurspraxis, Hamburg
07/2018 – 07/2021
- Rund 60 außerklinische Geburten im Jahr als verantwortliche Hebamme, Verlegungsrate unter der Geburt 11 %; jede Verlegung innerhalb des hausinternen Standards von 30 Minuten in der Klinik übergeben.
- Geburtsvorbereitungskurse für Gruppen von 8 bis 10 Frauen und Paaren und Schwangerenvorsorge für rund 140 gemeinsam im Team betreute Frauen.
- U1-Untersuchung und Betreuung der Neugeborenen in den ersten zwei Wochen, Blutentnahme für das Neugeborenen-Screening und Übergabe an die Kinderärztin oder den Kinderarzt bei jeder Geburt.
- Quartalsweise Notfalltrainings im Team zu postpartaler Blutung, Schulterdystokie und Reanimation des Neugeborenen; ab 2020 verantwortlich für das Notfalltraining des Geburtshauses.
Hebamme im Kreißsaal (angestellt) · Perinatalzentrum eines Universitätsklinikums, Kreißsaal und Pränatalstation, Hamburg
04/2013 – 06/2018
- Hebammenbetreuung in einem Kreißsaal mit 8 Entbindungsräumen und rund 140 Geburten im Monat, einschließlich Schwangerer mit Präeklampsie unter Magnesiumtherapie auf der Pränatalstation.
- Betreuung bei 6 bis 8 Kaiserschnitten pro Monat: Vorbereitung der Frau, Übernahme und Erstversorgung des Neugeborenen im OP.
- 3 Jahre Schichtleitung im Nachtdienst und Einarbeitung von 12 neuen Kolleginnen.
Ausbildung
Bachelor of Science Hebammenwissenschaft (berufsbegleitend für examinierte Hebammen)
Hochschule, Hamburg, 2018
Hebamme, dreijährige Ausbildung mit staatlicher Prüfung
Hebammenschule an einem Universitätsklinikum, Kiel, 2013
Zertifikate
- Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Hebamme“, 2013, unbefristet
- Praxisanleiterin (berufspädagogische Zusatzqualifikation), 2019
- Reanimation des Neugeborenen, Kurs nach den Leitlinien des ERC (NLS), 2025
- ALSO-Kurs (Advanced Life Support in Obstetrics), 2024
- Reanimationstraining für Erwachsene im Haus, jährlich, zuletzt 2026
- Fortbildung CTG-Interpretation nach FIGO-Klassifikation, 2023
- Berufshaftpflichtversicherung für die freiberufliche Tätigkeit, aktuell
Kenntnisse
Worauf Leitende Hebammen und Kreißsaalleitungen zuerst achten
Bewerbungen von Hebammen prüft meist die Leitende Hebamme oder die Kreißsaalleitung, oft zusammen mit der Chefärztin oder dem Chefarzt der Geburtshilfe. Sie wollen vier Antworten.
- Liegt die Erlaubnis vor, und in welcher Form arbeiten Sie? Erlaubnis mit Jahr, dazu angestellt, freiberuflich oder als Beleghebamme. Bei freiberuflicher Tätigkeit zählen Institutionskennzeichen und Berufshaftpflicht. Die Anerkennung eines ausländischen Abschlusses dauert oft Monate, deshalb ist alles, was schon vorliegt, für die Klinik viel wert.
- Wie viel betreuen Sie? Geburten pro Monat oder pro Jahr, Frauen in Vorsorge und Wochenbett, Hausbesuche am Tag. Ohne diese Zahlen kann die Leitung nicht einschätzen, ob Sie den Dienstplan tragen.
- Welches Spektrum haben Sie? Manche Hebammen arbeiten nur im Kreißsaal, andere begleiten Frauen von der Vorsorge bis zum Ende des Wochenbetts und geben Kurse. Schreiben Sie, was Sie machen und was nicht.
- Arbeiten Sie gut im Team? Hinzuziehung ärztlicher Kolleginnen und Kollegen und Verlegungen sind in jeder Geburtshilfe die Reibungspunkte. Eine Zeile dazu, wie Sie mit dem ärztlichen Team zusammenarbeiten, sagt mehr als ein Absatz über Ihre Haltung.
“In den ersten zehn Sekunden will ich drei Dinge wissen: ob die Erlaubnis vorliegt, wie viele Geburten jemand im Monat wirklich betreut und ob der Schichtdienst mit Nächten und Wochenenden passt. Alles andere klären wir im Gespräch.”
Profiltexte und Berufsziele für Hebammen
Drei bis fünf Zeilen: Berufsbezeichnung und Jahre, Umfeld, Geburtenzahlen und eine Ergebnis- oder Qualitätszahl. Berufseinsteigerinnen schreiben ein Berufsziel und beginnen mit den Geburten und Einsätzen aus dem Studium.
Hebamme mit 7 Jahren im Kreißsaal einer Geburtsklinik mit rund 2.000 Geburten im Jahr, betreut 15 Geburten im Monat im Schichtdienst und übernimmt regelmäßig die Schichtleitung. Sicher in CTG-Beurteilung, Betreuung bei Einleitungen, Versorgung von Dammrissen und in der Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Team. Praxisanleiterin für Studierende.
Freiberufliche Hebamme mit 6 Jahren außerklinischer Geburtshilfe, rund 45 Geburten im Jahr als verantwortliche Hebamme. Begleitet Frauen von der Vorsorge bis zum Ende des Wochenbetts, übernimmt die U1 und das Notfallmanagement bei postpartaler Blutung und Reanimation des Neugeborenen. Verlegungsrate 10 %, jede Verlegung mit dokumentierter Übergabe.
Freiberufliche Hebamme mit 5 Jahren Schwerpunkt Schwangerenvorsorge, Wochenbett und Kurse. Betreut rund 90 Frauen im Jahr im Wochenbett mit bis zu 6 Hausbesuchen am Tag, leitet 8 Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse im Jahr und arbeitet mit zwei gynäkologischen Praxen in geteilter Vorsorge zusammen. Gelegentlich Dienste als Beleghebamme.
Absolventin des dualen Studiums Hebammenwissenschaft (Bachelor mit staatlicher Prüfung, Abschluss September 2026, Erlaubnis beantragt), zuvor 5 Jahre Pflegefachfrau auf einer Wochenbettstation. Im Studium 45 Geburten unter Anleitung selbst geleitet, 250 Vorsorgeuntersuchungen und 40 Neugeborenenuntersuchungen. Suche eine Stelle im Kreißsaal mit strukturierter Einarbeitung.
Pflegefachfrau mit 6 Jahren auf der Wochenbett- und Pränatalstation eines Perinatalzentrums, derzeit im dualen Studium Hebammenwissenschaft mit Abschluss voraussichtlich im Herbst 2027. Schichtleitung im Nachtdienst in einem Haus mit 150 Geburten im Monat, Fortbildungen zur CTG-Interpretation und zur Reanimation des Neugeborenen. Suche für das letzte Studienjahr einen Praxiseinsatz bei einer freiberuflichen Hebamme und eine Stelle nach dem Abschluss.
Stichpunkte für den Lebenslauf als Hebamme
Kopieren Sie nie die Stellenbeschreibung. Schreiben Sie, was Sie selbst tun, und ergänzen Sie eine Zahl: Geburten, Hausbesuche, betreute Frauen, Eingriffe pro Jahr, Verlegungsrate, Ergebniszahlen. Ordnen Sie die Stichpunkte so, wie Ihre Klinik oder Praxis arbeitet.
Betreuung von 12 bis 16 Geburten im Monat im Schichtdienst, bei spontanem und eingeleitetem Geburtsbeginn, Geburtsleitung und Erstversorgung des Neugeborenen, mit Hinzuziehung der Ärztin oder des Arztes nach Klinikstandard.
Schwangerenvorsorge für rund 40 Frauen im Jahr in geteilter Betreuung mit der gynäkologischen Praxis, mit Risikoerfassung im Mutterpass, Lagebestimmung und Beratung zu Geburtsort und Geburtsmodus.
Wochenbettbetreuung bis zwölf Wochen nach der Geburt, bei jeder Frau Screening auf postpartale Depression mit einem validierten Fragebogen (EPDS) und Weitervermittlung von 10 bis 15 Frauen im Jahr an ärztliche Behandlung oder die Frühen Hilfen.
U1-Untersuchung, Blutentnahme für das Neugeborenen-Screening und Übergabe an die Kinderärztin oder den Kinderarzt bei jeder betreuten Geburt.
Versorgung von Dammrissen I. und II. Grades und Episiotomien, rund 80 Nähte im Jahr, mit Kontrolle der Wundheilung im Wochenbett.
Notfallmanagement bei postpartaler Blutung, Schulterdystokie und Reanimation des Neugeborenen; quartalsweise Notfalltrainings im Team und 2024 Neugestaltung der Notfallbox für postpartale Blutungen (PPH-Box) im Kreißsaal.
Sectiorate bei Erstgebärenden mit Einling in Schädellage am Termin in den eigenen Betreuungen 20 %, Abteilungsdurchschnitt 26 %, quartalsweise mit dem ärztlichen Team ausgewertet.
Praxisanleitung für 3 bis 4 Studierende der Hebammenwissenschaft pro Jahr, mit Abzeichnung der Praxiseinsätze und Kompetenznachweise.
Mitglied im Qualitätszirkel Geburtshilfe der Klinik, Mitautorin des Standards zur intermittierenden Auskultation und Vorstellung vor 30 Hebammen, Ärztinnen und Ärzten.
Geburts- und Wochenbettdokumentation zu über 95 % am selben Tag abgeschlossen; freiberufliche Leistungen nach dem Hebammenhilfevertrag abgerechnet, ohne Beanstandung durch eine Krankenkasse.
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Kenntnisse im Lebenslauf als Hebamme
Zwölf bis sechzehn fachliche Kenntnisse, in der Reihenfolge, die Ihr Umfeld schätzt. Ein Kreißsaal liest zuerst die Geburtshilfe, eine Hebammenpraxis zuerst Vorsorge, Wochenbett und Kurse.
Geburtshilfe und Neugeborenes:
- Geburtsleitung, Förderung der physiologischen Geburt, Gebärhaltungen und Bewegung
- CTG-Beurteilung und intermittierende Auskultation
- Betreuung bei Einleitung und Wehenunterstützung nach Klinikstandard
- Wassergeburt, wenn Ihr Haus sie anbietet
- Postpartale Blutung, Schulterdystokie und Nabelschnurkomplikationen
- Reanimation und Erstuntersuchung des Neugeborenen (U1)
- Versorgung von Dammrissen und Episiotomien
Vorsorge, Wochenbett und Kurse:
- Schwangerenvorsorge, Risikoerfassung und Beratung zum Geburtsort
- Wochenbettbetreuung und Screening auf postpartale Depression
- Beratung zur Verhütung nach der Geburt
- Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse
- Stillberatung und Weitervermittlung an Stillberaterinnen
- Äußere Untersuchung und Lagebestimmung (Leopold-Handgriffe)
- Abrechnung nach dem Hebammenhilfevertrag
Fähigkeiten, auf die eine Leitende Hebamme achtet:
- Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, Hinzuziehung und Verlegung
- Schichtdienst oder Rufbereitschaft und strukturierte Übergabe
- Praxisanleitung von Studierenden und neuen Kolleginnen
- Qualitätsarbeit, Notfalltrainings und Klinikstandards
- Dokumentation in ORBIS oder einer anderen Kreißsaalsoftware, externe Qualitätssicherung
- Arbeit mit Dolmetscherinnen und mit Frauen aus unterschiedlichen Kulturen
Erlaubnis, Studium und Fortbildungen: so geben Sie sie an
Hebamme ist in Deutschland eine geschützte Berufsbezeichnung, und anders als in den USA gibt es nur eine Berufsqualifikation ohne Abstufungen. Arbeitgeber kennen die Unterschiede zwischen Ausbildung nach altem Recht, Studium und Zusatzqualifikationen. Schreiben Sie Ihren Stand genau und setzen Sie den Abschnitt weit nach oben.
- Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Hebamme“: Voraussetzung für jede Tätigkeit, erteilt von der zuständigen Landesbehörde nach der staatlichen Prüfung. Seit der Reform durch das Hebammengesetz (HebG) von 2020 führt der Weg über ein duales Bachelorstudium Hebammenwissenschaft mit staatlicher Prüfung. Die Bezeichnung „Hebamme“ gilt seitdem für alle Geschlechter.
- Ausbildung nach altem Recht: Wer die dreijährige Ausbildung an einer Hebammenschule abgeschlossen hat, auch in einem der letzten Jahrgänge der Übergangszeit, behält die Erlaubnis unverändert. Nennen Sie Schule und Jahr und einen später erworbenen Bachelor, wenn Sie ihn haben. Ältere Urkunden von Männern lauten auf „Entbindungspfleger“.
- Freiberufliche Tätigkeit: Sie zeigen sie beim Gesundheitsamt an, rechnen mit einem Institutionskennzeichen (IK) mit den Krankenkassen ab und brauchen eine Berufshaftpflichtversicherung. Schreiben Sie in den Lebenslauf, dass IK und Berufshaftpflicht bestehen und ob die Versicherung Geburtshilfe einschließt.
- Fortbildungspflicht: Die Berufsordnungen der Länder verlangen regelmäßige Fortbildung, Umfang und Nachweis unterscheiden sich je nach Land. Nennen Sie die letzten Fortbildungen mit Jahr.
- Praxisanleitung: Für die Anleitung von Studierenden braucht es eine berufspädagogische Zusatzqualifikation. Nennen Sie sie mit Jahr, denn Kliniken suchen gezielt Praxisanleiterinnen.
- Notfallkurse: Reanimation des Neugeborenen, etwa ein NLS-Kurs nach ERC, und regelmäßige Notfalltrainings im Team werden fast überall erwartet. Der ALSO-Kurs und Fortbildungen zur CTG-Interpretation tauchen in Anzeigen häufig als Pluspunkt auf.
- Beleghebamme: Wenn Sie als Beleghebamme an einer Klinik gearbeitet haben, nennen Sie Klinik und Zeitraum. Das verkürzt die Aufnahme in ein neues Belegteam.
Lebenslauf als Hebamme ohne Berufserfahrung oder direkt nach dem Studium
Absolventinnen des Hebammenstudiums haben viel zu schreiben, weil die Praxiseinsätze genau dokumentiert werden. Ein häufiger Fehler ist, sie unter „Ausbildung“ zu verstecken, statt sie als Praxis zu zeigen.
- 1Schreiben Sie Ihren Stand in die Kopfzeile: Erlaubnis erteilt, beantragt oder Abschluss zu einem genannten Datum.
- 2Legen Sie über der Berufserfahrung einen Abschnitt „Praxiseinsätze“ an, mit einem Eintrag je Einsatzort: Umfeld, Zeitraum, Art der Anleitung und Stunden.
- 3Nennen Sie die Zahlen aus Ihrem Praxisnachweis: selbst geleitete Geburten, Vorsorgeuntersuchungen, Wochenbettbesuche, Neugeborenenuntersuchungen, gynäkologische Einsätze. Die Hochschule erfasst diese Zahlen ohnehin; übernehmen Sie sie genau.
- 4Behalten Sie Ihre Pflegeerfahrung, wenn Sie welche haben. Fünf Jahre auf einer Wochenbett- oder Pränatalstation sind ein echter Vorteil, und Leitende Hebammen wissen das zu schätzen.
- 5Schreiben Sie, welche Unterstützung Sie suchen. Der Wunsch nach einer strukturierten Einarbeitung im ersten Jahr wirkt reflektiert, nicht schwach.
- 6Nennen Sie jeden aktuellen Nachweis: Reanimation des Neugeborenen, Erste Hilfe, CTG-Fortbildung.
Praxiseinsatz Kreißsaal und Schwangerenambulanz, Klinik mit 1.800 Geburten im Jahr, Januar bis August 2026, 480 Stunden: 40 Geburten unter Anleitung selbst geleitet, 180 Vorsorgeuntersuchungen und 60 Wochenbettbesuche, 25 Neugeborenenuntersuchungen und 15 Dammnähte unter Anleitung.
Praxiseinsatz bei einer freiberuflichen Hebamme, 200 Stunden: 120 Hausbesuche im Wochenbett, davon 20 in den ersten Tagen nach ambulanter Geburt, und Mitarbeit in 2 Geburtsvorbereitungskursen.
Pflegefachfrau, 6 Jahre: Schichtleitung im Nachtdienst auf der Wochenbett- und Pränatalstation eines Perinatalzentrums mit 150 Geburten im Monat, Fortbildung zur CTG-Interpretation, Einarbeitung von 12 neuen Kolleginnen.
Aufbau, Länge und die Frage nach dem akademischen Lebenslauf
- Zwei Seiten sind für eine berufserfahrene Hebamme normal und in Deutschland akzeptiert. Erlaubnis, Fortbildungen, Einsatzorte und Zahlen passen nicht auf eine Seite. Berufseinsteigerinnen bleiben bei ein bis zwei Seiten.
- Reihenfolge: Kopf mit Berufsbezeichnung, Profil, Erlaubnis und Nachweise, Berufserfahrung, Ausbildung und Studium, Kenntnisse, danach Anleitung, Qualitätszirkel oder Vorträge, wenn Sie welche haben.
- Senden Sie ein PDF. Bleiben Sie bei einer Spalte und schlichten Überschriften, damit die Bewerbermanagementsysteme der Kliniken den Text richtig lesen.
- Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Ein kurzes Anschreiben erwarten die meisten Kliniken und Geburtshäuser. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln für Anerkennung und Bewerbung.
- Stellen an Hochschulen, etwa in Lehre und Forschung der Hebammenwissenschaft, verlangen einen ausführlichen akademischen Lebenslauf mit Veröffentlichungen und Vorträgen. Das ist ein anderes Dokument als der zweiseitige Lebenslauf für den Kreißsaal.
- Die Erlaubnis gilt bundesweit; bei einem Umzug melden freiberufliche Hebammen sich beim neuen Gesundheitsamt. Bei einem Abschluss aus dem Ausland gehört der Stand ins Profil: „Hebamme (Abschluss in Polen), Anerkennung im Juli 2026 bei der zuständigen Landesbehörde beantragt“ beantwortet die erste Frage der Klinik.
Begriffe, die Sie aus Anzeigen übernehmen können, wenn sie auf Sie zutreffen: Hebamme, Kreißsaal, Hebammenkreißsaal, Geburtshaus, Beleghebamme, freiberuflich, Schwangerenvorsorge, Wochenbettbetreuung, Geburtsvorbereitung, Rückbildung, Schichtdienst, Rufbereitschaft, CTG, Reanimation des Neugeborenen, Dammversorgung, Stillberatung, Praxisanleitung, Qualitätsmanagement, ORBIS, Perinatalzentrum.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Hebamme?
Setzen Sie „Hebamme“ und das Jahr der Erlaubnis in die Kopfzeile, dann ein Profil mit Berufsjahren, Umfeld, Geburten pro Monat und einer Ergebniszahl. Danach folgen Erlaubnis und Nachweise, weil sie über die Einstellung entscheiden, und dann jede Stelle mit Stichpunkten nach Tätigkeitsbereich. Zwei Seiten sind für eine erfahrene Hebamme in Ordnung.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Hebamme?
Wenn Sie Geburten betreuen, zuerst die Geburtshilfe: Geburtsleitung, CTG-Beurteilung, Notfallmanagement bei Blutung und Schulterdystokie, Reanimation des Neugeborenen, Dammversorgung. Dann Vorsorge, Wochenbett, Stillberatung und Kurse. Ergänzen Sie Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Team, Schichtdienst oder Rufbereitschaft, Praxisanleitung und Dokumentation.
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Hebamme ohne Berufserfahrung?
Nutzen Sie Ihre Praxiseinsätze als Erfahrung. Nennen Sie jeden Einsatzort, seine Größe, Ihre Stunden und die Zahlen aus Ihrem Praxisnachweis: selbst geleitete Geburten, Vorsorgeuntersuchungen, Neugeborenenuntersuchungen, Dammnähte. Schreiben Sie den Stand der Erlaubnis dazu, behalten Sie eine Pflegeausbildung und nennen Sie Ihre Notfallkurse.
Was ist ein gutes Berufsziel im Lebenslauf als Hebamme?
Zwei oder drei Zeilen mit Ihrem Stand, Ihren Zahlen aus dem Studium und der Art von Stelle, die Sie suchen. Zum Beispiel: „Absolventin des dualen Studiums Hebammenwissenschaft, Erlaubnis beantragt, 45 selbst geleitete Geburten unter Anleitung, suche eine Stelle im Kreißsaal mit strukturierter Einarbeitung im ersten Jahr.“
Gehört die Zahl der betreuten Geburten in den Lebenslauf?
Ja. Sie ist das deutlichste Maß für Ihre Praxis, und Leitende Hebammen suchen danach. Nennen Sie Geburten pro Monat für die aktuelle Stelle und eine Jahres- oder Gesamtzahl für frühere Stellen. Ergänzen Sie betreute Frauen in Vorsorge und Wochenbett, damit man sich Ihre Woche vorstellen kann.
Was ist der Unterschied zwischen angestellter Hebamme, Beleghebamme und freiberuflicher Hebamme?
Die angestellte Hebamme arbeitet im Dienstplan einer Klinik. Die Beleghebamme ist freiberuflich tätig und betreut Geburten in einer Klinik, mit der sie einen Belegvertrag hat. Die freiberufliche Hebamme arbeitet außerhalb der Klinik, etwa in Vorsorge, Wochenbett, Kursen, im Geburtshaus oder bei Hausgeburten, und rechnet selbst mit den Krankenkassen ab. Schreiben Sie genau, in welcher Form Sie gearbeitet haben.
Ich habe meinen Abschluss als Hebamme im Ausland gemacht. Wie sieht mein Lebenslauf aus?
Nennen Sie Ihre ursprüngliche Qualifikation, das Land und die zuständige Stelle und dann klar Ihren Stand in Deutschland: Antrag auf Anerkennung gestellt, Anpassungslehrgang oder Kenntnisprüfung geplant, Erlaubnis erteilt. Übertragen Sie Geburtenzahlen und Tätigkeiten in deutsche Begriffe. Kliniken stellen in der Regel erst ein, wenn die Erlaubnis vorliegt oder ihr Termin absehbar ist.
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