Lebenslauf für Gynäkologinnen und Gynäkologen: Beispiele und Anleitung

Ein gynäkologischer Lebenslauf wird zuerst auf die Qualifikation geprüft: Approbation, Fachärztin oder Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (oder Stand der Weiterbildung), eventuelle Schwerpunkte und Zusatzqualifikationen. Danach liest die Chefärztin oder die Praxis Ihr Volumen, Ihr OP-Spektrum, Ihr Dienstmodell und ob Sie noch Geburtshilfe machen, denn davon hängt ab, ob Sie zur Stelle passen.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Tabellarischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf in der Frauenheilkunde?

Beides, und die beiden sind nicht austauschbar. Der wissenschaftliche Lebenslauf ist das lange Dokument: jede Position, jede Publikation, jeder Vortrag, jedes Gremium, oft vier bis zehn Seiten. Ihn erwarten Universitätsfrauenkliniken, Forschungsstellen und Habilitationsverfahren.

Der tabellarische Lebenslauf auf zwei Seiten ist das, was Chefärztin, Personalabteilung, Praxisinhaberin oder eine Personalberatung zuerst liest. Er fasst Ihren Werdegang um Ihr klinisches Profil herum zusammen: Weiterbildung, Facharztstatus, Geburten- und OP-Zahlen, Eingriffe, Dienste und was Sie suchen. Die meisten Gynäkologinnen und Gynäkologen brauchen beide, aus denselben Fakten gebaut.

Das Muster unten ist die zweiseitige Fassung. Halten Sie den wissenschaftlichen Lebenslauf bereit und schicken Sie ihn, wenn eine Universitätsklinik danach fragt.

Egal welche Fassung Sie schicken: Lassen Sie keine Lücke im Werdegang. Klinik und Ärztekammer gleichen Ihre Angaben mit Zeugnissen ab, und sechs unerklärte Monate kosten später mehr Zeit als eine Zeile Erklärung jetzt.

Lebenslauf-Muster für Gynäkologinnen und Gynäkologen (Oberärztin Frauenheilkunde und Geburtshilfe)

Dieses Muster zeigt eine Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe neun Jahre nach der Facharztprüfung, heute Oberärztin in der Frauenklinik eines Krankenhauses der Schwerpunktversorgung mit Schwerpunkt minimalinvasive Chirurgie. Name, Kliniken und Hochschulen sind erfunden. Übernehmen Sie den Aufbau und setzen Sie Ihre eigene Weiterbildung, Ihre Zahlen und Ihre Qualifikationen ein.

Dr. med. Sophie Albrecht

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Oberärztin mit Schwerpunkt minimalinvasive Chirurgie

Osnabrück · 0541 555 0195 · sophie.albrecht@beispiel.de

Profil

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 9 Jahren Facharzterfahrung, seit 2022 Oberärztin in einer Frauenklinik mit rund 1.700 Geburten im Jahr. Trägt die ärztliche Verantwortung für 140 bis 170 Geburten und führt 180 bis 210 gynäkologische Operationen im Jahr durch, rund 70 % davon minimalinvasiv. Sectiorate bei Erstgebärenden am Termin mit Einling in Schädellage 21 % gegenüber 26 % im Abteilungsdurchschnitt. Sucht eine Oberarztstelle mit operativem Schwerpunkt und höchstens jedem sechsten Hintergrunddienst.

Berufserfahrung

Oberärztin (seit 2022), zuvor Fachärztin, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe · Krankenhaus der Schwerpunktversorgung (380 Betten, Perinatalzentrum), Osnabrück

08/2020 – heute

  • Leitung der Myom- und Endometriosesprechstunde an 2 Tagen pro Woche mit 20 bis 24 Patientinnen am Tag, dazu Schwangerenambulanz und Geburtsplanung, zusammen rund 2.100 Patientinnenkontakte im Jahr.
  • Ärztliche Verantwortung für 140 bis 170 Geburten im Jahr; Sectiorate bei Erstgebärenden am Termin mit Einling in Schädellage 21 % (Abteilung 26 %), Dammrisse III. und IV. Grades unter 2 %.
  • 180 bis 210 gynäkologische Operationen im Jahr: laparoskopische und vaginale Hysterektomie, roboterassistierte Myomenukleation, laparoskopische Salpingektomie und Zystenausschälung, Hysteroskopie, Konisation und Endometriumablation, rund 70 % minimalinvasiv.
  • Oberärztlicher Hintergrunddienst etwa jede sechste Nacht für eine Geburtshilfe mit rund 1.700 Geburten im Jahr, dazu ein Wochenende pro Monat im Haus.
  • Leitung der Arbeitsgruppe postpartale Blutung seit 2023: quantitative Messung des Blutverlusts und ein PPH-Notfallwagen eingeführt; schwere mütterliche Komplikationen in zwei Jahren um etwa ein Drittel gesenkt.
  • Anleitung von 4 Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung und Unterricht für 6 PJ-Studierende im Jahr im Kreißsaal (akademisches Lehrkrankenhaus).

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe · Frauenklinik eines Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung (rund 800 Geburten im Jahr), Meppen

09/2017 – 07/2020

  • Aufbau einer Myom- und Beckenbodensprechstunde von null auf rund 1.400 Patientinnen in 3 Jahren, für ein ländliches Einzugsgebiet aus zwei Landkreisen.
  • Ärztliche Betreuung von 190 bis 220 Geburten im Jahr, darunter viele Frauen ohne vorherige Anmeldung und Verlegungen aus umliegenden Häusern, mit Bereitschaftsdienst etwa jede vierte Nacht.
  • Dysplasiesprechstunde an einem halben Tag pro Woche mit rund 120 Kolposkopien und 45 Konisationen im Jahr.
  • Ärztliche Ansprechpartnerin bei der Einführung eines neuen Krankenhausinformationssystems in der Frauenklinik; Zeit bis zum fertigen Arztbrief von 36 auf unter 12 Stunden gesenkt.

Ärztin in Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe · Frauenklinik eines Universitätsklinikums (Perinatalzentrum Level 1), Göttingen

09/2012 – 08/2017

  • Fünfjährige Weiterbildung mit Stationen in Kreißsaal, Pränatalmedizin, operativer Gynäkologie und gynäkologischer Onkologie; Facharztprüfung vor der Ärztekammer Niedersachsen 2017, im letzten Jahr Sprecherin der Assistenzärztinnen und -ärzte.
  • Im Logbuch dokumentiert: 285 Spontangeburten, 195 Kaiserschnitte und 165 größere gynäkologische Eingriffe.
  • Leitung eines Qualitätsprojekts zur frühen Erkennung der postpartalen Blutung, das als Standard der Klinik übernommen wurde.
  • 2 Poster auf nationalen Fachkongressen (2016 und 2017).

Ausbildung

Promotion zur Dr. med.
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 2015

Studium der Humanmedizin, Ärztliche Prüfung (Staatsexamen) und Approbation
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 2012

Zertifikate

  • Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ärztekammer Niedersachsen, 2017
  • Approbation als Ärztin, 2012
  • Advanced Life Support (ALS) und Newborn Life Support (NLS), European Resuscitation Council, 2024
  • Zertifikat Minimal Invasive Chirurgie (MIC II), Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE), 2021
  • Ultraschall in Gynäkologie und Geburtshilfe, DEGUM-Stufe I, 2019
  • Mitgliedschaft: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

Kenntnisse

Schwangerenvorsorge und Betreuung von RisikoschwangerschaftenSpontangeburt, vaginal-operative Entbindung und KaiserschnittLaparoskopische und roboterassistierte gynäkologische ChirurgieVaginale und laparoskopische HysterektomieHysteroskopie, Endometriumablation, Konisation, KolposkopieUltraschall in Geburtshilfe und GynäkologieVerhütung einschließlich Einlage von Spirale und ImplantatWechseljahre und BlutungsstörungenPostpartale Blutung und SchulterdystokieQualitätsmanagement und Erstellung von KlinikstandardsAnleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung und PJ-UnterrichtKrankenhausinformationssysteme ORBIS und SAP i.s.h.med
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →

Worauf Chefärztinnen, Praxen und Personalberatungen zuerst achten

Bei ärztlichen Stellen in der Frauenheilkunde geht es um Passung, nicht um eine Rangliste. Die Leserin will herausfinden, ob Sie in eine bestimmte Klinik oder Praxis passen, und schaut dafür auf fünf Dinge.

  • Qualifikationsstand. Approbation, Fachärztin oder Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Jahr oder Weiterbildungsjahr mit geplantem Prüfungstermin, dazu Schwerpunkte und Zusatzqualifikationen. Läuft etwas noch, schreiben Sie es mit Datum, statt es wegzulassen.
  • Spektrum. Machen Sie noch Geburtshilfe oder nur noch Gynäkologie? Diese eine Angabe sortiert Sie in völlig verschiedene Stellen, also gehört sie in die erste Zeile.
  • Volumen. Geburten pro Jahr, Operationen pro Jahr, Sprechstundenvolumen, in der Praxis Behandlungsfälle pro Quartal. Ohne diese Zahlen kann niemand einschätzen, ob Sie den Bedarf decken.
  • OP-Spektrum. Offen, vaginal, laparoskopisch, roboterassistiert. Kliniken besetzen eine bestimmte Lücke, oft minimalinvasive Chirurgie oder komplexe benigne Eingriffe.
  • Dienste. Ihr aktuelles Dienstmodell (Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Hintergrunddienst) und was Sie künftig übernehmen wollen. Eine klare Angabe erspart allen Beteiligten drei Telefonate.

“Über ein schlichtes Layout lese ich hinweg, über eine fehlende Zahl nicht. Nennen Sie mir Geburten pro Jahr, Operationen pro Jahr, Ihr Dienstmodell und ob Sie noch Geburtshilfe machen. Wenn Sie die Operateurin sind, die gesucht wird, sind das vier Zeilen, und das Gespräch ist vereinbart. Die meisten Lebensläufe in der Frauenheilkunde verstecken alle vier auf Seite zwei.”

Recruiter-Panel, Personalberaterin für ärztliche Stellen in der Frauenheilkunde, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Profiltexte und Berufsziele für Gynäkologinnen und Gynäkologen

Vier oder fünf Zeilen oben im Lebenslauf: Facharztstatus, Jahre, Spektrum, Zahlen, operativer Schwerpunkt, dann was Sie suchen. In der Medizin ist die gesuchte Stelle im Profil ausnahmsweise wirklich nützlich, weil Kliniken und Praxen eine konkrete Lücke besetzen.

Frauenheilkunde und Geburtshilfe, mehrere Jahre Facharzterfahrung
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 9 Jahren Facharzterfahrung, Oberärztin in einer Frauenklinik mit rund 1.700 Geburten im Jahr. Ärztliche Verantwortung für 140 bis 170 Geburten und 180 bis 210 Operationen im Jahr, rund 70 % minimalinvasiv. Sectiorate bei Erstgebärenden am Termin 21 % gegenüber 26 % im Abteilungsdurchschnitt. Sucht eine Oberarztstelle mit operativem Schwerpunkt und höchstens jedem sechsten Hintergrunddienst.
Nur Gynäkologie, ohne Geburtshilfe
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 14 Jahren Berufserfahrung, seit 2021 angestellt in einer Frauenarztpraxis ohne Geburtshilfe. Sprechstunde an 5 Tagen zu Blutungsstörungen, Unterbauchschmerzen, Wechseljahren, Verhütung und Mutterschaftsvorsorge, dazu 2 ambulante OP-Tage im Monat für Hysteroskopie, Ablation und laparoskopische Eingriffe mit rund 130 Eingriffen im Jahr. Sucht eine Stelle in Praxis oder MVZ ohne geburtshilfliche Dienste.
Vor der Facharztprüfung
Ärztin in Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe im fünften Weiterbildungsjahr, Facharztprüfung vor der Ärztekammer für Herbst 2026 geplant. Im Logbuch 320 Spontangeburten, 210 Kaiserschnitte und 190 größere gynäkologische Eingriffe, darunter 60 laparoskopische und 25 roboterassistierte. Sucht eine Facharztstelle in einer Frauenklinik mit mindestens 4 Oberärztinnen und -ärzten und ärztlicher Präsenz im Kreißsaal rund um die Uhr.
Schwerpunkt minimalinvasive Chirurgie
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 11 Jahren Facharzterfahrung und einem Schwerpunkt minimalinvasive Chirurgie mit rund 260 Eingriffen im Jahr, über 85 % laparoskopisch oder roboterassistiert. Regelmäßige Zuweisungen bei komplexer benigner Hysterektomie, tief infiltrierender Endometriose und großem Uterus myomatosus. Seit 2022 Tutor für das Robotersystem der Klinik. Sucht eine operativ ausgerichtete Stelle mit weniger geburtshilflichen Diensten.
Wiedereinstieg oder Umzug
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 16 Jahren Berufserfahrung, Umzug nach Hamburg aus familiären Gründen. Zuletzt 120 Geburten und 150 gynäkologische Operationen im Jahr als Oberärztin in einer Frauenklinik mit 6 Oberärztinnen und -ärzten. Wechsel zur Ärztekammer Hamburg mit dem Umzug, Approbation gilt bundesweit. Offen für Klinik, Praxis oder MVZ, auch in Teilzeit mit 80 %.

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Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.

Meinen Lebenslauf als Gynäkologin oder Gynäkologe erstellen

Zahlen und Ergebnisse: was hineingehört und wie Sie es formulieren

Zahlen im ärztlichen Lebenslauf sind keine Werbung. An ihnen sieht eine Klinik oder Praxis, ob Sie den Bereich tragen können, der besetzt werden muss. Nennen Sie Spannen, beziehen Sie alles auf denselben Zeitraum und nennen Sie keine Zahl, die Sie im Gespräch nicht belegen können.

VageBrauchbar
Umfangreiche Erfahrung in der Geburtshilfe.Ärztliche Verantwortung für 140 bis 170 Geburten im Jahr, Sectiorate bei Erstgebärenden am Termin mit Einling in Schädellage 21 % gegenüber 26 % im Abteilungsdurchschnitt.
Versiert in der operativen Gynäkologie.180 bis 210 Operationen im Jahr: laparoskopische und vaginale Hysterektomie, roboterassistierte Myomenukleation, Hysteroskopie, Konisation und Ablation, rund 70 % minimalinvasiv.
Ambulante Sprechstunde.Myom- und Endometriosesprechstunde an 2 Tagen pro Woche mit 20 bis 24 Patientinnen am Tag, zusammen mit der Schwangerenambulanz rund 2.100 Kontakte im Jahr.
Teilnahme am Dienstsystem.Oberärztlicher Hintergrunddienst etwa jede sechste Nacht für eine Geburtshilfe mit rund 1.700 Geburten im Jahr, dazu ein Wochenende pro Monat im Haus.
Mitarbeit im Qualitätsmanagement.Leitung der Arbeitsgruppe postpartale Blutung; quantitative Messung des Blutverlusts und PPH-Notfallwagen eingeführt, schwere mütterliche Komplikationen in zwei Jahren um etwa ein Drittel gesenkt.
Ausbildung von Studierenden und Assistenzärzten.Anleitung von 4 Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung und Unterricht für 6 PJ-Studierende im Jahr im Kreißsaal.
Gute Ultraschallkenntnisse.Ultraschall in Geburtshilfe und Gynäkologie einschließlich Fetometrie, Doppler und Kochsalz-Sonohysterografie, DEGUM-Stufe I.
Sicher im Umgang mit dem KIS.Ärztliche Ansprechpartnerin bei der Einführung eines neuen Krankenhausinformationssystems in der Frauenklinik; Zeit bis zum fertigen Arztbrief von 36 auf unter 12 Stunden gesenkt.
Keine Angaben, die Patientinnen erkennbar machen, keine Fallgeschichten und keine Gesundheitsdaten Einzelner. Das verbieten Schweigepflicht und DSGVO. Zahlen, Raten und Bezeichnungen von Eingriffen sind in Ordnung, alles, was auf eine Person schließen lässt, nicht.

Approbation, Facharzt und Zusatzqualifikationen richtig angeben

Diesen Abschnitt lesen Klinik und Praxis am genauesten, und hier wird am häufigsten ungenau formuliert. Schreiben Sie die exakten Bezeichnungen mit Jahr.

  • Facharztstatus. Schreiben Sie „Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ärztekammer Niedersachsen, 2017“. In der Weiterbildung nennen Sie Weiterbildungsjahr und geplanten Prüfungstermin; die Weiterbildung dauert nach der Weiterbildungsordnung 5 Jahre. Schreiben Sie nie „Fachärztin“ vor der bestandenen Prüfung.
  • Schwerpunkte. Die Weiterbildungsordnung kennt in der Frauenheilkunde die Schwerpunkte Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Gynäkologische Onkologie sowie Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Nennen Sie einen Schwerpunkt nur, wenn die Ärztekammer ihn anerkannt hat.
  • Fachgesellschaften. Die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) oder im Berufsverband der Frauenärzte ist keine Qualifikation. Nennen Sie sie in einer Zeile am Ende, nie anstelle der Facharztanerkennung.
  • Approbation mit Datum. Sie gilt bundesweit. Mit ausländischem Abschluss nennen Sie den genauen Stand: Fachsprachprüfung (C1 Medizin), Kenntnisprüfung oder Gleichwertigkeit, befristete Berufserlaubnis.
  • Für Praxis und MVZ: Eintragung ins Arztregister, Anstellungsgenehmigung oder Zulassung und Genehmigungen der KV, etwa für Ultraschall. LANR und Urkundennummern gehören nicht in den Lebenslauf.
  • Notfallkurse: Advanced Life Support und Newborn Life Support für alle, die in der Geburtshilfe arbeiten, dazu Simulationstrainings für geburtshilfliche Notfälle mit Jahr.
  • Operative und diagnostische Zusatzqualifikationen: MIC-Zertifikate der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie, Ultraschallqualifikationen nach den Stufen der DEGUM (für die Pränataldiagnostik zählen die höheren Stufen), Kolposkopie-Qualifikation, Einweisung am Robotersystem. Nennen Sie die genaue Stufe, weil die Klinik sie ohnehin nachfragt.
  • Berufshaftpflicht und Behandlungsfehlerverfahren gehören nicht in den Lebenslauf. Halten Sie den Versicherungsnachweis aber bereit, besonders für Praxis, Belegtätigkeit oder Honorardienste.
Runden Sie keine Qualifikation auf. „Fachärztin“ vor der Prüfung oder eine Zusatzqualifikation, deren Kurs Sie nur zum Teil besucht haben, beendet die Bewerbung. Arbeitgeber und Ärztekammer lassen sich die Urkunden vorlegen.

Lebenslauf am Ende der Weiterbildung in Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Vor der ersten Facharztstelle haben Sie keine eigenen Stationszahlen als Oberärztin, deshalb übernimmt das Logbuch die Beweislast. Chefärztinnen und Chefärzte erwarten das und lesen es genau.

  1. 1Beginnen Sie mit der Weiterbildungsstätte, dem Weiterbildungsjahr und dem geplanten Termin der Facharztprüfung vor der Ärztekammer.
  2. 2Nennen Sie die Zahlen aus Ihrem Logbuch nach Kategorien: Spontangeburten, vaginal-operative Entbindungen, Kaiserschnitte, größere gynäkologische Eingriffe, dann laparoskopische und roboterassistierte Eingriffe gesondert. Nehmen Sie die Summen aus dem Logbuch, keine Schätzungen.
  3. 3Nennen Sie die Eingriffe, die Sie selbstständig durchführen, und seien Sie ehrlich bei denen, für die Sie noch Anleitung möchten. Kliniken respektieren das, und es schützt Sie.
  4. 4Führen Sie Sprecherfunktion, Qualitätsprojekte, Gremienarbeit und Lehre auf. Daran sieht man, wie Sie sich im Team verhalten werden.
  5. 5Forschung, Poster und Publikationen gehören hinein, im tabellarischen Lebenslauf als kurze Liste, vollständig im wissenschaftlichen Lebenslauf.
  6. 6Sagen Sie, was Sie suchen: Klinik oder Praxis, Versorgungsstufe und Geburtenzahl, Dienstmodell und Region. Wer Ihren Lebenslauf liest, prüft die Passung; eine klare Angabe wird Ihnen nicht negativ ausgelegt.
Logbuch-Zeile am Ende der Weiterbildung
Logbuch bei Abschluss der Weiterbildung: 320 Spontangeburten, 42 vaginal-operative Entbindungen, 210 Kaiserschnitte, 190 größere gynäkologische Eingriffe, darunter 60 laparoskopische Hysterektomien, 25 roboterassistierte Eingriffe, 55 Hysteroskopien und 30 Konisationen.
Ehrliche Zeile zum Spektrum
Selbstständig: vaginale und laparoskopische Hysterektomie, diagnostische und operative Hysteroskopie, laparoskopische Adnexchirurgie und Kaiserschnitt. Im ersten Jahr gern mit Anleitung: roboterassistierte Myomenukleation und ausgedehnte Adhäsionen.

Aufbau, Länge und die Begriffe, nach denen gesucht wird

  • Zwei Seiten für den tabellarischen Lebenslauf, egal wie lang der wissenschaftliche ist. Kürzen Sie nicht, indem Sie Daten weglassen.
  • Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Für Bewerbungen in den USA oder Großbritannien lassen Sie Foto und persönliche Daten weg.
  • Qualifikationen, Approbation und Zahlen gehören auf Seite eins. Publikationen und Gremien kommen auf Seite zwei oder in den wissenschaftlichen Lebenslauf.
  • Überall Monat und Jahr, jede Lücke erklärt. Klinik und Ärztekammer gleichen den ganzen Werdegang mit den Zeugnissen ab.
  • LANR, BSNR und Urkundennummern gehören nicht in den Lebenslauf; Kopien von Approbations- und Facharzturkunde kommen in die Anlagen.
  • Schicken Sie ein PDF mit Ihrem Namen im Dateinamen, etwa Albrecht-Sophie-Lebenslauf-Gynaekologie.pdf, zusammen mit Anschreiben und Zeugnissen.

Übernehmen Sie die Begriffe der Anzeige und Ihres Fachgebiets: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologie, Fachärztin, Oberärztin, Weiterbildung, Perinatalzentrum, Kreißsaal, Sectiorate, minimalinvasive Chirurgie, laparoskopische Hysterektomie, roboterassistierte Chirurgie, Kolposkopie, Konisation, Hysteroskopie, Endometriumablation, Schwangerenvorsorge, Pränataldiagnostik, Risikoschwangerschaft, Hintergrunddienst. Schreiben Sie Abkürzungen beim ersten Mal aus, damit beide Formen gefunden werden.

Häufige Fragen

Tabellarischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf für Gynäkologinnen und Gynäkologen?

Den tabellarischen Lebenslauf auf zwei Seiten für Kliniken, Praxen, MVZ und Personalberatungen, den wissenschaftlichen für Universitätsfrauenkliniken, Forschungsstellen und Habilitationen. Der tabellarische fasst Weiterbildung, Facharztstatus, Zahlen, Eingriffe und Dienstwünsche zusammen. Der wissenschaftliche führt alles auf, auch alle Positionen, Publikationen, Vorträge und Gremien, ohne Seitenbegrenzung. Bauen Sie beide aus denselben Fakten, damit nichts widersprüchlich ist.

Was gehört in das Profil einer Gynäkologin oder eines Gynäkologen?

Vier oder fünf Zeilen: Facharztstatus, Jahre, ob Sie noch Geburtshilfe machen, Geburten- und OP-Zahlen pro Jahr, Ihr OP-Spektrum und welche Stelle mit welchem Dienstmodell Sie suchen. Kliniken und Praxen besetzen eine konkrete Lücke, deshalb beschleunigt die gesuchte Stelle im Profil die Entscheidung, statt anmaßend zu wirken.

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf in der Frauenheilkunde?

Ordnen Sie sie klinisch: Schwangerenvorsorge und Geburtshilfe, operative Gynäkologie nach Zugang (vaginal, laparoskopisch, roboterassistiert, offen), ambulante Eingriffe wie Kolposkopie, Konisation, Hysteroskopie, Ablation und Spiraleinlage, Ultraschall mit Qualifikationsstufe und Notfälle wie postpartale Blutung und Schulterdystokie. Ergänzen Sie Lehre, Qualitätsarbeit und Ihr Krankenhausinformationssystem oder Ihre Praxissoftware.

Wie schreibe ich den Lebenslauf am Ende der Weiterbildung?

Nutzen Sie Ihr Logbuch als Beleg: Spontangeburten, Kaiserschnitte, größere gynäkologische Eingriffe, laparoskopische und roboterassistierte Eingriffe. Nennen Sie Weiterbildungsstätte, Weiterbildungsjahr und geplanten Prüfungstermin. Schreiben Sie, was Sie selbstständig können und wofür Sie noch Anleitung möchten. Ergänzen Sie Sprecherfunktion, Qualitätsprojekte und Lehre und nennen Sie die Art von Stelle und Dienstmodell, die Sie suchen.

Wie formuliere ich ein gutes Berufsziel im ärztlichen Lebenslauf?

Bei Ärztinnen und Ärzten funktioniert ein Berufsziel am besten als eine Zeile zur Passung, nicht als Karrierewunsch. Zum Beispiel: „Berufsziel: Fachärztin in einer Frauenklinik mit mindestens 1.000 Geburten im Jahr, operativem Anteil und höchstens jedem sechsten Hintergrunddienst, Raum Niedersachsen.“ Vage Ziele zu Entwicklung und Exzellenz geben der Leserin nichts, womit sie arbeiten kann.

Wie lang sollte der Lebenslauf einer Gynäkologin oder eines Gynäkologen sein?

Zwei Seiten. Chefärztinnen, Praxisinhaber und Personalberatungen lesen oft zwischen zwei Terminen, und zwei Seiten mit den Zahlen auf Seite eins bringen schneller eine Antwort als zehn Seiten wissenschaftlicher Lebenslauf. Diesen heben Sie für Universitätskliniken und Forschungsstellen auf, wo Vollständigkeit mehr zählt als Kürze.

Soll ich meine Sectiorate und andere Ergebnisse angeben?

Ja, wenn Sie die Zahlen kennen, sie günstig sind und Sie die Bezugsgröße erklären können. Die Sectiorate bei Erstgebärenden am Termin mit Einling in Schädellage ist besser vergleichbar als die Gesamtrate, und der Vergleich mit dem Abteilungsdurchschnitt zeigt, dass Sie Ihre eigenen Daten verfolgen. Nennen Sie nie eine Zahl, die Sie nicht belegen können, denn im Gespräch wird danach gefragt.

Wie gehe ich mit einer Lücke im Werdegang um?

Nennen Sie sie mit Datum in einer Zeile: Elternzeit, Krankheit, Pflege von Angehörigen, Umzug oder eine Zeit außerhalb der Patientenversorgung. Klinik und Ärztekammer sehen den Werdegang ohnehin anhand der Zeugnisse, eine Lücke fällt also auf. Eine kurze sachliche Erklärung im Lebenslauf verhindert, dass daraus später ein Fragezeichen wird.

Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?

Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.

So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.