Lebenslauf für Hausärztinnen und Hausärzte: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf für die hausärztliche Tätigkeit führt zum Gespräch, wenn im oberen Drittel Approbation, Facharztanerkennung für Allgemeinmedizin und Ihr KV-Status stehen, dazu Ihr Leistungsspektrum (Fallzahl pro Quartal, Patientenkontakte am Tag, Sonografie, Hausbesuche, Pflegeheime, Notdienst) und ein oder zwei Ergebnisse mit Zahlen. Unten finden Sie ein vollständiges Muster, Profiltexte, Stichpunkte, Kenntnisse und die richtige Angabe Ihrer Qualifikationen.
Lebenslauf-Muster für die Allgemeinmedizin (Fachärztin im MVZ)
In Deutschland arbeiten Hausärztinnen und Hausärzte meist als Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin, nach einer fünfjährigen Weiterbildung und der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Dieses Muster zeigt eine Fachärztin, die seit 2019 hausärztlich tätig ist, zuerst in einer Landarztpraxis und heute angestellt in einem hausärztlichen MVZ. Es ist ein tabellarischer Lebenslauf auf zwei Seiten, wie ihn Praxen, MVZ und Kliniken erwarten. Name und Arbeitgeber sind erfunden.
Dr. med. Katharina Brenner
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Münster · 0251 555 0139 · katharina.brenner@beispiel.de
Profil
Fachärztin für Allgemeinmedizin mit mehr als 7 Jahren hausärztlicher Tätigkeit nach der Weiterbildung, von der Landarztpraxis bis zum MVZ mit 6 Ärztinnen und Ärzten. Betreut rund 1.100 Behandlungsfälle pro Quartal bei 35 bis 45 Patientenkontakten am Tag, bildet Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung aus und verantwortet die DMP-Betreuung, die den Anteil gut eingestellter Diabetikerinnen und Diabetiker in zwei Jahren um 13 Prozentpunkte erhöht hat. Approbation, Eintragung ins Arztregister, Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung, Englisch fließend.
Berufserfahrung
Fachärztin für Allgemeinmedizin (angestellt) · Hausarzt-MVZ am Aasee (6 Ärztinnen und Ärzte), Münster
07/2022 – heute
- Hausärztliche Versorgung von rund 1.100 Behandlungsfällen pro Quartal, vom Säugling bis über 90 Jahre, mit 35 bis 45 Patientenkontakten an 4 Praxistagen pro Woche; Dokumentation in CGM MEDISTAR in 98 % der Fälle am selben Tag abgeschlossen.
- Ärztliche Verantwortung für die DMP Diabetes mellitus Typ 2 und KHK mit über 400 eingeschriebenen Patientinnen und Patienten: Anteil mit HbA1c im vereinbarten Zielbereich in zwei Jahren von 61 % auf 74 % gesteigert, durch ein Recall-System und vorbereitete Termine mit den MFA.
- Einführung einer täglichen Akutsprechstunde und einer telefonischen Ersteinschätzung durch geschulte MFA; Wartezeit auf einen Routinetermin von 14 auf 5 Arbeitstage gesenkt.
- Leitung des Qualitätsmanagements nach QEP; in der Patientenbefragung 2025 würden 92 % der Befragten die Praxis weiterempfehlen.
- Weiterbildungsbefugnis für Allgemeinmedizin: Betreuung von 2 Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung sowie von Studierenden im Blockpraktikum und im PJ-Tertial Allgemeinmedizin (akademische Lehrpraxis).
Fachärztin für Allgemeinmedizin (angestellt) · Hausärztliche Gemeinschaftspraxis (2 Ärztinnen), Telgte
03/2019 – 06/2022
- Hausärztliche Versorgung in einer Landpraxis mit rund 1.000 Behandlungsfällen pro Quartal und 40 bis 50 Patientenkontakten am Tag, mit hohem Anteil älterer und mehrfach erkrankter Patientinnen und Patienten.
- Wöchentliche Visiten in 2 Pflegeheimen mit rund 60 Bewohnerinnen und Bewohnern und etwa 15 Hausbesuche pro Woche; palliative Betreuung in Zusammenarbeit mit dem örtlichen SAPV-Team.
- Substitutionsbehandlung für 12 Patientinnen und Patienten mit Opioidabhängigkeit nach Erwerb der Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung (2020).
- Rund 600 Sonografien (Abdomen, Schilddrüse) und 200 kleine Eingriffe pro Jahr: Gelenkinjektionen, Exzisionen, Wundversorgung, dazu Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung und Spirometrie.
- Nicht wahrgenommene Termine mit Online-Terminbuchung und SMS-Erinnerung von 12 % auf 5 % gesenkt; Mitarbeit an der QEP-Zertifizierung der Praxis 2021.
Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin (Sprecherin der Weiterbildungsassistenz) · Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin (Krankenhaus und Hausarztpraxis), Münster
01/2014 – 02/2019
- Fünfjährige Weiterbildung mit 24 Monaten Innere Medizin und Notaufnahme im Krankenhaus, 6 Monaten Pädiatrie und 30 Monaten in einer Hausarztpraxis mit eigenem Patientenstamm von rund 600 Behandlungsfällen pro Quartal; Facharztprüfung vor der Ärztekammer Westfalen-Lippe im Februar 2019.
- Gewählte Sprecherin der 24 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung im Verbund: Mitarbeit an der Dienstplanung für die Notaufnahme, Leitung der monatlichen Fallkonferenz.
Ausbildung
Promotion zur Dr. med.
Medizinische Fakultät, Universität zu Köln, 2016
Studium der Humanmedizin, Ärztliche Prüfung (Staatsexamen) und Approbation
Universität zu Köln, 2013
Zertifikate
- Fachärztin für Allgemeinmedizin, Ärztekammer Westfalen-Lippe, 2019
- Approbation als Ärztin, 2013; Eintragung ins Arztregister der KV Westfalen-Lippe, 2019
- Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung, 2020
- Genehmigung zur Ultraschalldiagnostik (Abdomen, Schilddrüse), KV Westfalen-Lippe
- Fortbildungszertifikat der Ärztekammer Westfalen-Lippe, zuletzt 2024
Kenntnisse
Tabellarischer Lebenslauf oder wissenschaftlicher Lebenslauf? Was Praxen und Kliniken erwarten
Viele Ärztinnen und Ärzte führen einen ausführlichen wissenschaftlichen Lebenslauf mit allen Publikationen, Vorträgen und Gremien. Er ist für Bewerbungen an Universitätskliniken und für Habilitationen gedacht. Für eine Stelle in einer Hausarztpraxis, einem MVZ oder einem Krankenhaus der Regelversorgung reicht ein kürzerer tabellarischer Lebenslauf: zwei Seiten, Ergebnisse zuerst, Qualifikationen leicht zu finden. Dazu kommen Anschreiben, Kopien der Urkunden und Arbeits- bzw. Weiterbildungszeugnisse.
- Seite eins: Name mit Titel, Berufsbezeichnung (etwa Fachärztin für Allgemeinmedizin), ein Profil aus 3 bis 4 Zeilen, Approbation, Facharzt und Zusatzbezeichnungen, dann aktuelle und letzte Stelle mit Stichpunkten.
- Seite zwei: frühere Stellen, Weiterbildungsabschnitte, Studium und Promotion, Lehre, Publikationen (kurze Auswahl oder „auf Anfrage“), Sprachen und Mitgliedschaften (DEGAM, Hausärztinnen- und Hausärzteverband).
- Weglassen: Examensnoten, sobald Sie Berufserfahrung haben, LANR, BSNR, Nummern von Urkunden und eine Referenzliste. Foto, Geburtsdatum und Familienstand sind in Deutschland üblich, aber freiwillig.
- Monat und Jahr bei jeder Stelle und jedem Weiterbildungsabschnitt, ohne Lücken. Die Ärztekammer prüft bei der Facharztanmeldung die Weiterbildungszeiten anhand der Zeugnisse, und auch Arbeitgeber fragen bei ungeklärten Lücken nach.
Worauf Praxen und MVZ-Leitungen zuerst achten
Praxisinhaberinnen und -inhaber, MVZ-Geschäftsführungen und Personalberatungen lesen viele Bewerbungen für hausärztliche Stellen. Der erste Durchgang dauert weniger als eine Minute und sucht ungefähr in dieser Reihenfolge nach diesen Punkten.
- Facharztstatus: Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin (oder Innere Medizin mit hausärztlicher Tätigkeit), in Weiterbildung mit Stand der Monate und geplantem Prüfungstermin, oder keines von beiden.
- Approbation und Arztregister: Approbation (nicht nur befristete Berufserlaubnis) und Eintragung ins Arztregister der Kassenärztlichen Vereinigung. Beides ist Voraussetzung für eine Anstellung in einer Vertragsarztpraxis oder eine eigene Kassenzulassung.
- Leistungsspektrum: Sonografie, Hausbesuche, Pflegeheime, kleine Chirurgie, Substitution, Palliativversorgung, Vorsorge bei Kindern, ärztlicher Bereitschaftsdienst. Landarztpraxen suchen Breite, städtische MVZ vor allem verlässliche Sprechstunden.
- Fallzahlen und Qualität: Behandlungsfälle pro Quartal, Patientenkontakte am Tag, DMP-Betreuung, Ergebnisse aus Qualitätszirkeln oder Patientenbefragungen.
- Praxisform und Beständigkeit: Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis, MVZ, Klinik, Praxisvertretung. Zwei oder mehr Stellen unter zwei Jahren führen zu Nachfragen, also erklären Sie Wechsel in einem Halbsatz.
- Verfügbarkeit und Rahmen: Eintrittsdatum, Stundenumfang, Interesse an einer späteren Praxisübernahme oder einem eigenen KV-Sitz und bei ausländischem Abschluss der Stand von Approbation und Fachsprachprüfung.
“Facharztstatus, ärztliche Lizenz, DEA-Registrierung für Betäubungsmittel, dann das Leistungsspektrum. Wenn diese vier Punkte klar auf der ersten Seite stehen, geht der Lebenslauf weiter. Bewerberinnen und Bewerber verlieren, wenn ich suchen muss, ob sie Geburtshilfe oder Klinikdienste machen, oder wenn die Zahl der betreuten Patienten fehlt und ich nicht erkennen kann, ob jemand 12 oder 24 Patienten am Tag sieht.”
Profiltexte für den Lebenslauf in der Allgemeinmedizin
Schreiben Sie ab dem Ende der Weiterbildung ein Profil, kein Berufsziel. Drei bis vier Zeilen: Facharztstatus, Jahre und Praxisform, Leistungsspektrum, ein oder zwei Ergebnisse mit Zahlen, Sprachen. Beispiele für häufige Situationen:
Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin im fünften Weiterbildungsjahr, Ende der Weiterbildungszeit Januar 2027, Facharztprüfung vor der Ärztekammer Nordrhein im Frühjahr 2027 geplant. 24 Monate Innere Medizin und Notaufnahme, 30 Monate hausärztliche Praxis mit rund 600 Behandlungsfällen pro Quartal, Sonografie Abdomen und Schilddrüse. Suche eine Anstellung mit Perspektive auf Praxisübernahme im Rheinland.
Fachärztin für Allgemeinmedizin mit 12 Jahren in einer Gemeinschaftspraxis, rund 1.200 Behandlungsfälle pro Quartal bei 40 Patientenkontakten am Tag. Verantwortlich für die DMP Diabetes und KHK sowie die hausarztzentrierte Versorgung der Praxis. Sicher in CGM MEDISTAR und T2med, Qualitätszirkel-Moderatorin.
Facharzt für Allgemeinmedizin mit 8 Jahren in einer Landarztpraxis in der Eifel: Sprechstunde, Hausbesuche, Visiten in 3 Pflegeheimen, Sonografie, kleine Chirurgie und regelmäßige Dienste im ärztlichen Bereitschaftsdienst. Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, Notarztdienste im Landkreis. Suche eine Praxisübernahme oder den Einstieg als Partner in einer ländlichen Praxis.
Fachärztin für Allgemeinmedizin mit 6 Jahren Erfahrung als Praxisvertretung in 14 Hausarztpraxen in 4 Bundesländern. Vom ersten Tag an sicher in CGM MEDISTAR, CGM TURBOMED, medatixx und tomedo, eingespielt in wechselnden Teams. Verfügbar für Vertretungen von 1 bis 12 Wochen.
Facharzt für Allgemeinmedizin mit 14 Jahren hausärztlicher Tätigkeit, davon 4 als ärztlicher Leiter eines MVZ mit 5 Standorten und 32 Ärztinnen und Ärzten. Aufbau des Qualitätsmanagements nach QEP und eines Einarbeitungsprogramms, das die Fluktuation im ärztlichen Team von 28 % auf 11 % gesenkt hat. Suche eine ärztliche Leitung mit weiterhin 15 Stunden Sprechstunde pro Woche.
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Stichpunkte für den Lebenslauf in der Allgemeinmedizin: schwach und stark
Ärztliche Lebensläufe nennen oft nur Stellen und Daten, ohne Stichpunkte, oder eine einzige Zeile wie „umfassende hausärztliche Versorgung“. Praxisinhaberinnen, Praxisinhaber und ärztliche Leitungen wollen Volumen, Spektrum und Verbesserungen sehen. Vier bis fünf Stichpunkte pro Stelle reichen.
| Schwach | Stark |
|---|---|
| Hausärztliche Versorgung von Patienten aller Altersgruppen. | Rund 1.100 Behandlungsfälle pro Quartal vom Säugling bis über 90 Jahre, 35 bis 45 Patientenkontakte an 4 Praxistagen pro Woche, Dokumentation in 98 % der Fälle am selben Tag abgeschlossen. |
| Teilnahme an Qualitätsmaßnahmen. | DMP Diabetes und KHK verantwortet: Anteil mit HbA1c im Zielbereich in zwei Jahren von 61 % auf 74 % gesteigert, durch Recall-System und vorbereitete Termine mit den MFA. |
| Vorgaben der Praxis erfüllt. | Eigene Sprechstunde mit rund 1.100 Behandlungsfällen pro Quartal übernommen; in der Patientenbefragung 2025 würden 92 % die Praxis weiterempfehlen. |
| Kleine Eingriffe durchgeführt. | Rund 200 Eingriffe pro Jahr: Gelenk- und Triggerpunktinjektionen, Exzisionen und Stanzbiopsien, Wundversorgung, Nagelkeilexzisionen, dazu 600 Sonografien. |
| Hausbesuche gemacht. | Wöchentliche Visiten in 2 Pflegeheimen mit 60 Bewohnerinnen und Bewohnern und etwa 15 Hausbesuche pro Woche; palliative Betreuung gemeinsam mit dem SAPV-Team. |
| Suchtpatienten behandelt. | Substitutionsbehandlung für 12 Patientinnen und Patienten mit Opioidabhängigkeit, davon 10 nach sechs Monaten weiter in Behandlung. |
| Terminvergabe verbessert. | Tägliche Akutsprechstunde und telefonische Ersteinschätzung durch MFA eingeführt; Wartezeit auf einen Routinetermin von 14 auf 5 Arbeitstage gesenkt. |
Kenntnisse und Software im Lebenslauf für die Allgemeinmedizin
Halten Sie die Kenntnisse kurz (10 bis 12 Punkte) und fachlich. Praxen suchen nach Leistungsspektrum, Untersuchungen, Praxissoftware und Sprachen, also gehören diese Begriffe hinein. Allgemeine Formeln wie „kommunikationsstark“ oder „patientenorientiert“ werden vorausgesetzt und können wegfallen.
- Spektrum: hausärztliche Versorgung aller Altersgruppen, Geriatrie und Pflegeheimbetreuung, Hausbesuche, Palliativversorgung, Vorsorge bei Kindern und Jugendlichen, Akutsprechstunde, ärztlicher Bereitschaftsdienst, Sportmedizin.
- Chronische Erkrankungen und Vorsorge: Diabetes, Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, COPD und Asthma, Herzinsuffizienz, Depression und Angststörungen, chronische Schmerzen, Check-up, Krebsfrüherkennung, Impfungen nach STIKO.
- Untersuchungen und Eingriffe: Sonografie (Abdomen, Schilddrüse), Ruhe- und Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Spirometrie, Gelenkinjektionen, Exzisionen, Wundversorgung, Manuelle Medizin oder Akupunktur, wenn Sie die Zusatzbezeichnung haben.
- Versorgungsformen: DMP, hausarztzentrierte Versorgung, Kooperationsverträge mit Pflegeheimen, geriatrisches Basisassessment, Qualitätszirkel, Qualitätsmanagement (etwa QEP).
- Software: Praxisverwaltungssysteme wie CGM MEDISTAR, CGM ALBIS, CGM TURBOMED, medatixx, T2med oder tomedo, dazu die Anwendungen der Telematikinfrastruktur (E-Rezept, eAU, ePA, KIM) und Videosprechstunde. Nennen Sie genau die Systeme, die Sie genutzt haben; Praxen planen die Einarbeitung danach.
- Sprachen: Sprache und Niveau angeben (Grundkenntnisse, gute Kenntnisse, fließend). Mit ausländischem Abschluss gehört das Deutschniveau mit der bestandenen Fachsprachprüfung dazu.
Approbation, Facharzt und Zusatzbezeichnungen richtig angeben
Stellen Sie Approbation und Qualifikationen in einen eigenen Abschnitt auf Seite eins, direkt unter das Profil oder nach der aktuellen Stelle. Nennen Sie bei jedem Punkt die ausstellende Stelle, den Status und das Jahr. Die genaue Bezeichnung zählt: „Allgemeinarzt“ ist umgangssprachlich, im Lebenslauf steht „Facharzt für Allgemeinmedizin“. „Praktischer Arzt“ schreiben Sie nur, wenn Sie diese frühere Bezeichnung tatsächlich führen.
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Anerkennung durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe, 02/2019
Approbation als Ärztin, erteilt 11/2013
Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin, 54 von 60 Monaten abgeleistet; Facharztprüfung vor der Ärztekammer Nordrhein voraussichtlich im Frühjahr 2027
Eintragung ins Arztregister der KV Westfalen-Lippe, 2019; Interesse an der Übernahme eines hausärztlichen Vertragsarztsitzes
Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung, 2020 · Psychosomatische Grundversorgung (80 Stunden) · Genehmigung Ultraschalldiagnostik Abdomen und Schilddrüse (KV) · Fortbildungszertifikat der Ärztekammer, 2024
- Schreiben Sie keine LANR, BSNR und keine Urkundennummern in den Lebenslauf. Kopien der Approbations- und der Facharzturkunde gehören in die Anlagen. Die Substitution ist in der Regel an die Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung gebunden; nennen Sie diese dann ausdrücklich.
- Zusatzbezeichnungen der Ärztekammer, etwa Palliativmedizin, Geriatrie, Sportmedizin, Notfallmedizin, Manuelle Medizin, Akupunktur oder Diabetologie, stehen direkt unter der Facharztanerkennung.
- Mitgliedschaften (DEGAM, Hausärztinnen- und Hausärzteverband, Marburger Bund) kommen in eine Zeile am Ende des Lebenslaufs.
Lebenslauf am Ende der Weiterbildung Allgemeinmedizin
Viele Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung bewerben sich 6 bis 12 Monate vor der Facharztprüfung, oft auf eine Anstellung mit Aussicht auf eine spätere Praxisübernahme. Ihr Lebenslauf muss die Weiterbildung deshalb wie Berufserfahrung darstellen. Praxen kennen den Unterschied, wollen aber trotzdem Volumen, Spektrum und ein Eintrittsdatum sehen.
- 1Kopf: Name, gegebenenfalls Dr. med., „Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin“ und das voraussichtliche Ende der Weiterbildung. Ergänzen Sie den Prüfungstermin, sobald Sie ihn haben.
- 2Profil: Ihre Weiterbildungsstationen (Klinik, Praxis, Verbund), Fallzahlen im Praxisabschnitt, Sonografie, Hausbesuche, Erfahrung in der Notaufnahme, gewünschte Region und Stundenumfang.
- 3Die Weiterbildungsabschnitte als wichtigste Erfahrung: je 4 bis 6 Stichpunkte mit Zahlen. Behandlungsfälle pro Quartal, Patientenkontakte am Tag, Untersuchungen aus Ihrem Logbuch, Dienste, Sprecherfunktionen, Qualitätsprojekte mit Ergebnis.
- 4Studium: Universität, Staatsexamen und Jahr; Promotion und Schwerpunkte im PJ in je einer Zeile.
- 5Approbation und Weiterbildungsstand: Datum der Approbation und die noch fehlenden Monate. Praxen können für Weiterbildungsstellen in der Allgemeinmedizin eine Förderung nach § 75a SGB V erhalten, deshalb ist Ihr genauer Stand für sie wichtig.
- 6Bleiben Sie bei zwei Seiten. Lassen Sie Abiturnote, Schulzeit und Nebenjobs aus dem Studium weg.
Eigener Patientenstamm in der Weiterbildungspraxis mit rund 600 Behandlungsfällen pro Quartal, 25 bis 30 Patientenkontakte am Tag, 95 % der Dokumentation am selben Tag abgeschlossen.
Rund 400 Sonografien des Abdomens und 200 der Schilddrüse im Logbuch dokumentiert (Nachweis für die KV-Genehmigung); 120 kleine chirurgische Eingriffe, 40 Gelenkinjektionen und rund 50 Nachtdienste in der Notaufnahme.
Aufbau und Länge des ärztlichen Lebenslaufs
- Zwei Seiten für die meisten Hausärztinnen und Hausärzte, höchstens drei bei viel Lehre oder Publikationen. Lange Publikationslisten gehören in ein eigenes Dokument.
- Umgekehrt chronologisch, mit Monat und Jahr bei jeder Station und ohne Lücken. Erklären Sie jede Lücke über drei Monate in einem Halbsatz (Elternzeit, Promotion, Anerkennungsverfahren, Praxisvertretungen).
- Schlichtes, einspaltiges Layout wie die Vorlage medical-clean von cvplex. Kliniken und große MVZ nutzen Bewerbermanagementsysteme; zweispaltige Layouts und Textfelder werden dort oft falsch gelesen.
- Dateiname: Nachname-Vorname-Lebenslauf-Allgemeinmedizin.pdf. Schicken Sie Anschreiben, Lebenslauf, Urkunden und Zeugnisse möglichst als ein PDF, sofern die Anzeige nichts anderes verlangt.
- Foto, Geburtsdatum und Familienstand sind üblich, aber freiwillig. Keine Steuer-ID, keine Sozialversicherungsnummer, keine LANR und keine Referenzliste, außer die Anzeige verlangt Referenzen. Ein Anschreiben wird für ärztliche Stellen fast immer erwartet.
- Halten Sie die Angaben in Lebenslauf, Urkunden, Weiterbildungszeugnissen und Arztregister gleich. Ärztekammer, KV und Arbeitgeber gleichen sie ab.
Begriffe, die Sie aus der Anzeige übernehmen, wenn sie zutreffen: Allgemeinmedizin, hausärztliche Versorgung, Fachärztin oder Facharzt, Approbation, Arztregister, Weiterbildungsbefugnis, Sonografie, Hausbesuche, Pflegeheim, DMP, hausarztzentrierte Versorgung, Palliativversorgung, Qualitätsmanagement, die genannte Praxissoftware, Videosprechstunde, MVZ, Landarztpraxis, Praxisübernahme, Englisch.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Hausärztin oder Hausarzt?
Nutzen Sie die genaue Bezeichnung (Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin) und einen tabellarischen Lebenslauf auf zwei Seiten. Stellen Sie Approbation, Facharztanerkennung und Arztregistereintrag auf Seite eins unter ein kurzes Profil, dann jede Stelle mit 4 bis 5 Stichpunkten zu Behandlungsfällen, Patientenkontakten, Untersuchungen, Hausbesuchen und Ergebnissen mit Zahlen. Weiterbildung, Studium und Promotion kommen auf Seite zwei.
Tabellarischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf für Ärzte?
Für Bewerbungen in Praxis, MVZ und Krankenhaus der Regelversorgung reicht ein tabellarischer Lebenslauf auf zwei Seiten, der Ergebnisse zeigt. Den vollständigen wissenschaftlichen Lebenslauf mit allen Publikationen und Gremien heben Sie für Universitätskliniken und akademische Stellen auf. Gleiche Fakten, kürzeres Dokument.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf für die Allgemeinmedizin?
Ihr Leistungsspektrum (Hausbesuche, Pflegeheime, Palliativversorgung, Vorsorge bei Kindern), die Untersuchungen und Eingriffe, die Sie selbst durchführen, chronische Erkrankungen und Vorsorge, Versorgungsformen wie DMP und hausarztzentrierte Versorgung, die Praxissoftware mit Namen, Lehre und Sprachen mit Niveau. Allgemeine Soft Skills können Sie weglassen.
Wie gebe ich Facharzt und Approbation im Lebenslauf an?
Mit der genauen Bezeichnung, der ausstellenden Stelle und dem Jahr: „Fachärztin für Allgemeinmedizin, Ärztekammer Westfalen-Lippe, 02/2019“ und „Approbation als Ärztin, 11/2013“. In der Weiterbildung nennen Sie die abgeleisteten Monate und den geplanten Prüfungstermin. Zusatzbezeichnungen stehen direkt darunter.
Brauche ich ein Berufsziel im ärztlichen Lebenslauf?
Nach der Weiterbildung nicht. Schreiben Sie stattdessen ein Profil: Facharztstatus, Jahre und Praxisform, Leistungsspektrum, ein oder zwei Ergebnisse. Kurz vor der Facharztprüfung können Sie das Profil mit einem Halbsatz zur gewünschten Praxisform und Region beenden. Das ersetzt ein Berufsziel, ohne Zeilen zu verschwenden.
Wie lang sollte der Lebenslauf einer Hausärztin oder eines Hausarztes sein?
Zwei Seiten. Drei nur bei umfangreicher Lehre, Forschung oder Leitungserfahrung. Publikationen und Vorträge können in ein eigenes Dokument, das Sie auf Anfrage nachreichen.
Ist ein Hausarzt dasselbe wie ein Facharzt für Allgemeinmedizin?
Nicht ganz. „Hausarzt“ beschreibt die Versorgungsebene. Hausärztlich tätig sind vor allem Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin, außerdem Internistinnen und Internisten, die sich für die hausärztliche Versorgung entschieden haben, und noch einige Praktische Ärzte. „Allgemeinarzt“ ist umgangssprachlich; im Lebenslauf steht die Facharztbezeichnung. In Großbritannien, Irland und Australien heißt die Rolle General Practitioner, in den USA Family Physician.
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