Lebenslauf für Dermatologinnen und Dermatologen: Beispiele und Anleitung

Ein dermatologischer Lebenslauf wird auf vier Dinge hin gelesen: Approbation, Facharztstatus für Haut- und Geschlechtskrankheiten (oder Stand der Weiterbildung), Ihr Spektrum aus konservativer, operativer und ästhetischer Dermatologie und Ihr Volumen (Patientinnen und Patienten am Tag, Behandlungsfälle pro Quartal, Biopsien, Exzisionen). Für eine Praxis oder ein MVZ zählt dazu Ihr KV-Status. Unten finden Sie ein tabellarisches Muster auf zwei Seiten und Hinweise, wann der ausführliche wissenschaftliche Lebenslauf gefragt ist.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Lebenslauf-Muster für Dermatologinnen und Dermatologen (konservative und operative Dermatologie)

Ein tabellarischer Lebenslauf auf zwei Seiten für eine Fachärztin mit mehreren Jahren Berufserfahrung in der Praxis. Name, Arbeitgeber und Zahlen sind erfunden, aber realistisch. Praxisinhaberinnen, Praxismanagement und ärztliche Leitungen von MVZ suchen im oberen Block nach Facharztstatus, Approbation und Spektrum der Eingriffe und gehen dann direkt zum Volumen.

Dr. med. Miriam Hollweg

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Freiburg · 0761 555 0184 · miriam.hollweg@beispiel.de

Profil

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit mehr als 8 Jahren Facharzterfahrung in konservativer, operativer und ästhetischer Dermatologie, Zusatzbezeichnung Allergologie. Seit 2023 Partnerin einer dermatologischen Gemeinschaftspraxis mit 3 Standorten, 35 bis 40 Patientinnen und Patienten am Tag, rund 900 Biopsien und 260 Exzisionen im Jahr. Leitet die Allergologie der Praxis und betreut Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Sicher in der Therapie mit Biologika, Isotretinoin, Epikutantestung und Lasertherapie (Fachkunde nach NiSV).

Berufserfahrung

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, seit 2023 Partnerin · Dermatologische Gemeinschaftspraxis (3 Standorte, 9 Ärztinnen und Ärzte), Freiburg

07/2021 – heute

  • Sprechstunde mit 35 bis 40 Patientinnen und Patienten an 4,5 Praxistagen pro Woche, rund 1.500 Behandlungsfälle pro Quartal, davon etwa 65 % konservativ, 25 % operativ und 10 % ästhetisch (Selbstzahlerleistungen).
  • Rund 900 Biopsien und 260 Exzisionen im Jahr; 2025 insgesamt 41 Melanome diagnostiziert, davon 33 im Stadium 0 oder IA.
  • Leitung der Allergologie mit Epikutantestung (DKG-Standardreihe und Zusatzreihen) für 60 bis 70 Patientinnen und Patienten im Jahr mit Kontakt- und Berufsdermatosen, einschließlich Hautarztberichten im Hautarztverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung.
  • Betreuung von 140 Patientinnen und Patienten unter Biologika bei Psoriasis und atopischer Dermatitis und von 55 Patientinnen und Patienten im Jahr unter Isotretinoin, bei Frauen im gebärfähigen Alter im Schwangerschaftsverhütungsprogramm; Laborkontrollen in drei internen Prüfungen lückenlos dokumentiert.
  • Anleitung von 2 Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung mit wöchentlicher Durchsicht ihrer Befunde; Dringlichkeitsregeln für suspekte Hautveränderungen eingeführt, Wartezeit auf einen Ersttermin von 14 auf 6 Wochen gesenkt.
  • Umstellung der Praxis auf einheitliche Dokumentationsvorlagen in medatixx geleitet; Dokumentationszeit pro Termin im Schnitt um rund 3 Minuten verkürzt.

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten (angestellt) · MVZ eines Kreiskrankenhauses (Dermatologie, Allgemeinmedizin, Chirurgie), Offenburg

01/2018 – 06/2021

  • Aufbau der dermatologischen Sprechstunde im MVZ von null auf rund 2.900 Patientinnen und Patienten in Betreuung in weniger als drei Jahren, für einen ländlichen Einzugsbereich ohne weitere Hautarztpraxis in der Nähe.
  • Im Schnitt 1.150 Behandlungsfälle pro Quartal, davon rund 450 Hautkrebs-Screenings; Mitarbeit im Qualitätszirkel Dermatologie der Region.
  • Dermatologischer Konsildienst für das Krankenhaus mit 260 Betten, rund 120 Konsile im Jahr, darunter Arzneimittelexantheme, Abgrenzung von Erysipel und Stauungsdermatitis sowie bullöse Autoimmundermatosen.
  • 2020 ein Telekonsil mit Hausarztpraxen der Umgebung aufgebaut: 480 Anfragen mit Fotodokumentation im ersten Jahr, in 22 % davon war kein Termin in der Hautarztsprechstunde nötig.

Ärztin in Weiterbildung Haut- und Geschlechtskrankheiten · Hautklinik eines Universitätsklinikums, Tübingen

11/2012 – 12/2017

  • Fünfjährige Weiterbildung mit Stationen in Hochschulambulanz, Bettenstation, Dermatochirurgie, Allergologie und Phototherapie; Facharztprüfung im Dezember 2017. Im letzten Jahr Sprecherin der Assistenzärztinnen und -ärzte, Dienstplanung für 12 Kolleginnen und Kollegen.
  • Über 1.400 im Logbuch dokumentierte operative Eingriffe, darunter Exzisionen, Lappen- und Transplantatplastiken, dazu Assistenz bei Defektdeckungen nach mikrographisch kontrollierter Chirurgie.
  • Eigenverantwortliche Sprechstunde in der Hochschulambulanz an rund 8 halben Tagen im Monat mit Schwerpunkt Kontaktallergien.
  • 4 Originalarbeiten mit Peer Review zur Kontaktdermatitis, 2 Poster auf nationalen Fachkongressen.

Ausbildung

Promotion zur Dr. med., magna cum laude
Eberhard Karls Universität Tübingen, 2015

Studium der Humanmedizin, Ärztliche Prüfung (Staatsexamen) und Approbation
Universität Heidelberg, 2012

Abitur
Gymnasium, Karlsruhe, 2005

Zertifikate

  • Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Landesärztekammer Baden-Württemberg, 2017
  • Zusatzbezeichnung Allergologie, 2020
  • Approbation als Ärztin, 2012; vertragsärztliche Zulassung, KV Baden-Württemberg, 2023
  • Genehmigung Hautkrebs-Screening (KV Baden-Württemberg); Fachkunde nach NiSV für Laser- und IPL-Anwendungen, 2021
  • Fortbildungszertifikat der Landesärztekammer, zuletzt 2024

Kenntnisse

Ganzkörperuntersuchung und Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie), digitale VerlaufskontrolleShave-, Stanz- und Exzisionsbiopsie; Kürettage und ElektrokaustikExzisionen mit Lappen- und TransplantatplastikKryotherapie und intraläsionale KortikoidinjektionEpikutantest (Standard- und Zusatzreihen), PricktestBiologika und Systemtherapie bei Psoriasis und atopischer DermatitisIsotretinoin-Therapie mit SchwangerschaftsverhütungsprogrammPhototherapie mit Schmalspektrum-UVB (311 nm)Botulinumtoxin, Filler, Farbstofflaser und fraktionierter LaserKinder- und AltersdermatologieTelekonsil mit Fotodokumentationmedatixx und ORBIS; Abrechnung nach EBM und GOÄAnleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →

Tabellarischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf: Was Arbeitgeber in der Dermatologie erwarten

In der Medizin gibt es zwei übliche Formen. Der wissenschaftliche Lebenslauf hat keine Seitenbegrenzung und führt alles auf: Weiterbildung, Qualifikationen, Positionen, Publikationen, Vorträge, Lehre und Gremien. Der tabellarische Lebenslauf umfasst höchstens zwei Seiten und ist auf die Stelle zugeschnitten. Führen Sie eine vollständige Fassung und leiten Sie daraus für jede Bewerbung die passende Version ab.

Wissenschaftlicher Lebenslauf, wennTabellarischer Lebenslauf (1 bis 2 Seiten), wenn
Sie sich an einer Universitäts-Hautklinik bewerben oder auf eine Stelle mit Forschungs- und Lehranteil.Sie sich in einer Praxis, einem MVZ oder einer Hautklinik außerhalb der Universitätsmedizin bewerben.
Sie eine Oberarztstelle mit Lehrauftrag, eine Habilitation oder eine Berufung anstreben.Sie sich bei einem Pharma- oder Medizinprodukteunternehmen, einem Kosmetikhersteller oder einem Start-up bewerben.
Sie sich um ein Stipendium, einen Forschungsaufenthalt oder ein Clinician-Scientist-Programm bewerben.die Bewerbung über ein Jobportal oder ein Online-Formular läuft.
Publikationen, Drittmittel, Poster und Gremienarbeit in die Bewerbung gehören.die erste Leserin keine Ärztin ist (etwa die Personalabteilung einer Kette für ästhetische Medizin) und die Kernaussage in 20 Sekunden braucht.
Das Muster oben funktioniert für beide Fälle. Es liest sich wie ein tabellarischer Lebenslauf, enthält aber die vier Angaben, die Praxis oder Klinik zuerst prüfen: Facharztanerkennung, Approbation, lückenlose Weiterbildungszeiten und den KV-Status.

Was eine Praxis in der ersten Minute prüft

  • Approbation und Facharztstatus. Ob Sie Fachärztin oder Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten sind und seit wann, oder in welchem Weiterbildungsjahr Sie stehen und wann die Prüfung geplant ist. Schreiben Sie das Jahr der Anerkennung dazu.
  • Ihr Spektrum. Grob, welcher Anteil Ihrer Sprechstunde konservativ, operativ und ästhetisch ist. Eine Praxis mit voller Kassensprechstunde will keinen Lebenslauf, der sich zu 90 % nach Ästhetik liest, und umgekehrt genauso.
  • Volumen. Patientinnen und Patienten am Tag, Praxistage pro Woche, Behandlungsfälle pro Quartal, Hautkrebs-Screenings, Biopsien und Exzisionen. Eine Praxis sucht vor allem Kapazität.
  • Praktische Fragen. Eintrittstermin, angestellte Tätigkeit oder Übernahme eines Vertragsarztsitzes, Einsatz an Zweigpraxen und mit ausländischem Abschluss der Stand von Approbation oder Berufserlaubnis. Das gehört ans Ende, nicht nach oben, aber es gehört hinein.

“Die dermatologischen Lebensläufe, die im Verfahren stecken bleiben, sind die, bei denen die Weiterbildungsdaten nicht zusammenpassen oder der Facharztstatus unklar ist. Die Überprüfung der Unterlagen deckt es ohnehin auf, also sagen Sie es mir direkt: in welchem Jahr zertifiziert, in welchen Bundesstaaten zugelassen, jede Lücke in einer Zeile erklärt. Dann zeigen Sie mir Ihr Tagesvolumen, denn das ist es, was die Praxis eigentlich einkauft.”

Recruiter-Panel, Personalverantwortliche für ärztliche Stellen, USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Profiltexte für Dermatologinnen und Dermatologen

Ein ärztlicher Lebenslauf braucht nicht immer ein Profil, aber vier oder fünf Zeilen oben helfen, wenn zuerst das Praxismanagement oder die Personalabteilung liest. Bleiben Sie sachlich und beginnen Sie mit dem Facharztstatus.

Konservative und operative Dermatologie, mehrere Jahre Berufserfahrung
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten (2017) mit 8 Jahren in Praxis und MVZ. Behandelt 35 bis 40 Patientinnen und Patienten am Tag, führt rund 900 Biopsien und 260 Exzisionen im Jahr durch und betreut 140 Patientinnen und Patienten unter Biologika. Zusatzbezeichnung Allergologie, leitet die Allergologie der Praxis und betreut 2 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung.
Dermatochirurgie
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit 6 Jahren als Oberarzt mit Schwerpunkt Dermatochirurgie an einer Hautklinik. Rund 600 Eingriffe mit mikrographisch kontrollierter Chirurgie (3D-Histologie) im Jahr in enger Abstimmung mit der hauseigenen Dermatohistologie, dazu komplexe Defektdeckungen mit Lappen- und Transplantatplastiken. Zuweisernetz aus 40 Haus- und 6 Hautarztpraxen.
Schwerpunkt Ästhetik und Laser
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit 5 Jahren zwischen Kassensprechstunde und ästhetischer Dermatologie, rund 700 Behandlungen mit Botulinumtoxin und 450 mit Fillern im Jahr, dazu fraktionierte und Gefäßlaser (Fachkunde nach NiSV). Schult ärztliche Kolleginnen und Kollegen in der Injektionstechnik und übernimmt das Komplikationsmanagement. Behält zwei Praxistage pro Woche für konservative Dermatologie und Hautkrebs-Vorsorge.
Vor der Facharztprüfung (erste Facharztstelle)
Arzt in Weiterbildung Haut- und Geschlechtskrankheiten im fünften Weiterbildungsjahr an einer Universitäts-Hautklinik, Facharztprüfung vor der Landesärztekammer für Herbst 2026 geplant. Über 1.400 im Logbuch dokumentierte operative Eingriffe, eigene Ambulanzsprechstunde, Konsildienst und Kinderdermatologie; Sprecher der Assistenzärztinnen und -ärzte. Suche eine Facharztstelle in Praxis oder MVZ mit operativem Anteil.

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Meinen Lebenslauf als Dermatologin oder Dermatologe erstellen

Stichpunkte für den dermatologischen Lebenslauf: von schwach zu stark

Fast jede Dermatologin „diagnostiziert und behandelt Hauterkrankungen“. Dieser Satz sagt niemandem etwas. Nennen Sie Volumen, Spektrum und ein Ergebnis, das Sie belegen können.

SchwachStark
Diagnostik und Therapie des gesamten Spektrums der Dermatologie.35 bis 40 Patientinnen und Patienten am Tag, rund 1.500 Behandlungsfälle pro Quartal, etwa 65 % konservativ, 25 % operativ und 10 % ästhetisch.
Durchführung von Biopsien und kleinen Eingriffen.Rund 900 Biopsien und 260 Exzisionen im Jahr, einschließlich Lappen- und Transplantatplastiken an Kopf und Hals.
Erfahrung in der Hautkrebsvorsorge.2025 insgesamt 41 Melanome diagnostiziert, davon 33 im Stadium 0 oder IA, mit einem Protokoll aus Ganzkörperuntersuchung und digitaler Auflichtmikroskopie für Risikopatientinnen und -patienten.
Verordnung von Medikamenten bei Psoriasis und Neurodermitis.Betreuung von 140 Patientinnen und Patienten unter Biologika bei Psoriasis und atopischer Dermatitis, Verordnung nach Leitlinie begründet und dokumentiert; keine Regresse aus Wirtschaftlichkeitsprüfungen.
Kenntnisse in der Isotretinoin-Therapie.55 Patientinnen und Patienten im Jahr unter Isotretinoin, bei Frauen im gebärfähigen Alter im Schwangerschaftsverhütungsprogramm mit monatlichen Kontrollen; in drei internen Prüfungen keine Lücke in der Dokumentation.
Zusammenarbeit mit dem Praxisteam.Anleitung von 2 Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung mit wöchentlicher Durchsicht aller Histologiebefunde; Dringlichkeitsregeln eingeführt, die die Wartezeit auf einen Ersttermin von 14 auf 6 Wochen senkten.
Mitwirkung an der Lehre.Betreuung von Studierenden im Blockpraktikum Dermatologie (akademische Lehrpraxis) und monatlicher Dermatoskopie-Kurs für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung Allgemeinmedizin.
Dokumentation in der Praxissoftware.Dokumentations- und Verordnungsvorlagen der Praxis in medatixx neu aufgebaut; Dokumentationszeit pro Termin im Schnitt um rund 3 Minuten verkürzt.

Approbation, Facharzt und Weiterbildung richtig angeben

Diesen Teil lesen Praxis, Personalabteilung und bei einer Anstellung oder Zulassung auch die Kassenärztliche Vereinigung zweimal. Verwenden Sie die genauen Bezeichnungen Ihrer Urkunden und runden Sie kein Datum, um eine Lücke zu verdecken. Eine Lücke von drei Monaten mit einer Zeile Erklärung ist in Ordnung; eine unerklärte führt zu Rückfragen.

  1. 1Facharztanerkennung zuerst: „Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Landesärztekammer Baden-Württemberg, 2017“. In der Weiterbildung nennen Sie Weiterbildungsjahr oder abgeleistete Monate und den geplanten Prüfungstermin. Schreiben Sie nie „Facharzt“, bevor Sie die Prüfung bestanden haben.
  2. 2Approbation mit Datum, bei befristeter Berufserlaubnis diese mit Befristung. Für Praxis und MVZ dazu den KV-Status: Eintragung ins Arztregister, Anstellungsgenehmigung oder vertragsärztliche Zulassung. Nummern wie LANR oder Urkundennummern gehören nicht in den Lebenslauf, die Kopien kommen in die Anlagen.
  3. 3Zusatzbezeichnungen der Ärztekammer, etwa Allergologie, Phlebologie, Proktologie, Andrologie oder Dermatohistologie, und Genehmigungen der KV, zum Beispiel für das Hautkrebs-Screening. Nennen Sie genau die Bezeichnung, die Sie führen.
  4. 4Weiterbildung: Die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten dauert nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer 5 Jahre. Nennen Sie jede Station mit Klinik oder Praxis, Abteilung und Zeitraum auf den Monat genau.
  5. 5Fortbildung und Kurse mit Anbieter und Jahr: Fachkunde nach NiSV für Laser- und IPL-Anwendungen, Dermatoskopie- und Operationskurse, Kurse zur Ästhetik. Als Vertragsärztin oder angestellte Ärztin in der vertragsärztlichen Versorgung weisen Sie 250 Fortbildungspunkte in 5 Jahren nach (§ 95d SGB V); das Fortbildungszertifikat der Ärztekammer ist dafür der übliche Nachweis.
  6. 6Mitgliedschaften: Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), für Operierende die Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie, für Onkologie die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO). Eine Zeile am Ende genügt.
Erfinden oder beschönigen Sie keine Qualifikation. Facharzturkunde, Approbation und Zeugnisse werden vor jedem Vertrag geprüft, bei einer Zulassung auch vom Zulassungsausschuss, und eine einzige übertriebene Zeile beendet das Verfahren.

Eingriffe, Systeme und Kenntnisse für den dermatologischen Lebenslauf

Gliedern Sie die Liste so, dass man das Profil Ihrer Tätigkeit auf einen Blick erkennt. Nennen Sie nur Eingriffe, die Sie am nächsten Montag ohne Anleitung durchführen würden.

  • Konservative Dermatologie: Akne und Rosazea, Psoriasis, atopische Dermatitis, Hidradenitis suppurativa, bullöse Autoimmundermatosen, kutaner Lupus, Alopezie, Arzneimittelexantheme, chronische Wunden, sexuell übertragbare Infektionen.
  • Diagnostik und Eingriffe: Auflichtmikroskopie, Shave-, Stanz- und Exzisionsbiopsie, Kürettage und Elektrokaustik, Kryotherapie, intraläsionale Injektion, Nagelchirurgie, Epikutan- und Pricktest, Nativpräparat und Pilzkultur, Phototherapie mit Schmalspektrum-UVB, photodynamische Therapie.
  • Operativ und ästhetisch: Exzision mit Lappen- und Transplantatplastik, mikrographisch kontrollierte Chirurgie, wenn Sie darin ausgebildet sind, Botulinumtoxin, Filler, chemische Peelings, Farbstoff-, fraktionierter und Haarentfernungslaser (mit Fachkunde nach NiSV), Sklerotherapie.
  • Systeme und Verwaltung: Praxissoftware wie medatixx, CGM MEDISTAR oder TurboMed, in der Klinik ORBIS; E-Rezept und eAU; Abrechnung nach EBM und GOÄ, Selbstzahlerleistungen (IGeL); Isotretinoin im Schwangerschaftsverhütungsprogramm; Hautarztverfahren der Unfallversicherung; Kodierung nach ICD-10-GM; Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung; Telekonsil.

Aufbau, Länge und welche Fassung Sie schicken

Der tabellarische Lebenslauf für Praxis, MVZ oder Hautklinik hat in Deutschland zwei Seiten. Der wissenschaftliche Lebenslauf für die Universitätsmedizin kann deutlich länger sein, das ist normal und schadet nicht. Entscheidend ist die Reihenfolge.

  • Reihenfolge für Praxis und MVZ: Kopf mit Titel vor dem Namen, Profil, Approbation und Qualifikationen, Berufserfahrung, Eingriffe und Kenntnisse, Aus- und Weiterbildung, Publikationen und Vorträge am Ende.
  • Reihenfolge für die Universitätsmedizin: Aus- und Weiterbildung zuerst, dann Positionen, Drittmittel, Publikationen, Lehre und Gremien; das klinische Volumen rückt nach unten.
  • Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Für Bewerbungen in den USA oder Großbritannien lassen Sie Foto und persönliche Daten weg.
  • Umgekehrt chronologisch, bei jeder Stelle und jedem Weiterbildungsabschnitt Monat und Jahr, keine Lücke unerklärt.
  • PDF mit Ihrem Namen im Dateinamen, etwa Hollweg-Miriam-Lebenslauf-Dermatologie.pdf, zusammen mit Anschreiben, Urkunden und Zeugnissen.
  • Für Industrie oder Medical Affairs kürzen Sie auf zwei Seiten, übersetzen Eingriffszahlen in Projekt- und Führungserfahrung und behalten nur die fünf wichtigsten Publikationen.
Verlangt ein Online-Formular einen Lebenslauf, laden Sie die tabellarische Fassung hoch und bieten den wissenschaftlichen Lebenslauf in der ersten Nachricht an. Das ist üblich und verhindert, dass ein zwölfseitiges Dokument im Bewerbermanagementsystem schlecht ausgelesen wird.

Häufige Fragen

Schreiben Dermatologinnen und Dermatologen einen tabellarischen oder einen wissenschaftlichen Lebenslauf?

Für Praxis, MVZ und Hautkliniken außerhalb der Universitätsmedizin den tabellarischen Lebenslauf auf zwei Seiten. Universitäts-Hautkliniken, Forschungsstellen und Habilitationen verlangen den vollständigen wissenschaftlichen Lebenslauf mit Weiterbildung, Publikationen und Vorträgen. Führen Sie den wissenschaftlichen Lebenslauf aktuell und leiten Sie für jede Bewerbung die kurze Fassung daraus ab.

Wie lang sollte der Lebenslauf einer Dermatologin oder eines Dermatologen sein?

Zwei Seiten für Praxis, MVZ, Klinik und Industrie. Beim Berufsstart nach der Facharztprüfung reichen ein bis zwei Seiten. Der wissenschaftliche Lebenslauf hat keine Seitenbegrenzung und wächst mit Publikationen und Positionen; kürzen Sie dort keine Weiterbildungsdaten, um Platz zu sparen.

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf für die Dermatologie?

Gliedern Sie in konservative Dermatologie, Diagnostik und Eingriffe, operative und ästhetische Dermatologie sowie Systeme. Nennen Sie konkrete Verfahren wie Auflichtmikroskopie, Stanz- und Exzisionsbiopsie, Epikutantest, Schmalspektrum-UVB, Botulinumtoxin und Lasertypen, dazu Praxissoftware, Abrechnung nach EBM und GOÄ und das Schwangerschaftsverhütungsprogramm bei Isotretinoin.

Wie gebe ich den Facharzt für Dermatologie im Lebenslauf an?

Mit der genauen Bezeichnung, der Ärztekammer und dem Jahr: „Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Landesärztekammer Baden-Württemberg, 2017“. Danach Zusatzbezeichnungen wie Allergologie oder Dermatohistologie und Genehmigungen der KV. In der Weiterbildung schreiben Sie das Weiterbildungsjahr und den geplanten Prüfungstermin, nie „Facharzt“ vor der bestandenen Prüfung.

Wie schreibe ich den Lebenslauf direkt nach der Facharztprüfung oder kurz davor?

Stellen Sie Weiterbildung und dokumentiertes Volumen nach vorn: operative Eingriffe aus dem Logbuch, eigene Ambulanzsprechstunde, Konsildienst, Sprecherfunktion und Erfahrung mit Kindern oder komplexen konservativen Fällen. Nennen Sie den Prüfungstermin oder das Datum der Anerkennung und Ihren möglichen Eintrittstermin. Publikationen und Poster bekommen einen eigenen Abschnitt, auch wenn es nur drei sind.

Gehören Publikationen und Vorträge in den Lebenslauf?

Im wissenschaftlichen Lebenslauf ja, in eigenen Abschnitten mit vollständigem Zitat in einheitlichem Stil, die neuesten zuerst, getrennt nach Originalarbeiten, Buchkapiteln, Vorträgen und Postern. Im tabellarischen Lebenslauf für Praxis oder Industrie genügen drei bis fünf passende Titel und ein Satz, dass die vollständige Liste auf Anfrage vorliegt.

Was meint eine Praxis, wenn sie nach meinem Volumen fragt?

Wie viel Sie in einer normalen Woche leisten: Patientinnen und Patienten am Tag, Praxistage pro Woche, Behandlungsfälle pro Quartal und Zahlen zu Eingriffen wie Biopsien, Exzisionen oder mikrographisch kontrollierter Chirurgie im Jahr. Nennen Sie Spannen, die Sie aus Ihrem eigenen Terminplan belegen können, denn diese Zahlen kommen im Gespräch über Gehalt oder Praxisbeteiligung wieder auf den Tisch.

Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?

Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.

So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.