Lebenslauf für Kardiologinnen und Kardiologen: Beispiele und Anleitung
Kardiologinnen und Kardiologen werden nach Qualifikation und Fallzahlen eingestellt. Stellen Sie Approbation, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie und Zusatzqualifikationen nach oben, dann Ihre Eingriffszahlen, Befundungen und das Volumen Ihrer Ambulanz. Für Klinikstellen genügt meist ein tabellarischer Lebenslauf auf zwei Seiten; Universitätskliniken erwarten zusätzlich einen wissenschaftlichen Lebenslauf.
Tabellarischer und wissenschaftlicher Lebenslauf: auch in der Kardiologie zwei Fassungen
Für die meisten kardiologischen Stellen an einem Krankenhaus schicken Sie einen tabellarischen Lebenslauf auf zwei Seiten, dazu Approbationsurkunde, Facharzturkunde und Zeugnisse in den Anlagen. Universitätskliniken und Stellen mit Forschungsanteil erwarten zusätzlich den wissenschaftlichen Lebenslauf: Studium, Weiterbildung, Approbation, Facharzt, Zusatzqualifikationen, Eingriffszahlen, Publikationen, Vorträge, Lehre und Gremien, ohne Seitenbegrenzung. Bei einer interventionell tätigen Oberärztin mit einigen Jahren Erfahrung wird er schnell lang.
Es gibt zwei Ausnahmen. Stellen in der Industrie (Medizintechnik, Medical Affairs in der Pharmaindustrie) und manche Stellen im Klinikmanagement oder in Health-Tech-Unternehmen wollen einen Lebenslauf auf zwei Seiten, geschrieben wie ein Geschäftsdokument. Wenn Sie sich dort bewerben, führen Sie eine eigene, kürzere Datei und stellen Sie Ergebnisse vor die Weiterbildung.
Lebenslauf-Muster für die Kardiologie (nicht-invasive Kardiologie, Oberärztin)
Dies ist der erste Teil des Lebenslaufs einer Kardiologin sechs Jahre nach der Facharztprüfung. Name und Kliniken sind erfunden. Für diese Seite ist er gekürzt: Ein vollständiger wissenschaftlicher Lebenslauf würde mit Publikationen, Vorträgen, Lehre und Gremienarbeit weitergehen.
Anjali Deshmukh
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Oberärztin | Nicht-invasive Kardiologie
Augsburg · 0821 555 0126 · a.deshmukh@beispiel.de
Profil
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie mit 6 Jahren Facharzterfahrung, Oberärztin in der Klinik für Kardiologie (14 Ärztinnen und Ärzte) eines Krankenhauses der Schwerpunktversorgung mit 480 Betten. Schwerpunkt nicht-invasive Kardiologie und Bildgebung, EACVI-Zertifizierung in transthorakaler Echokardiographie. Befundet rund 2.400 Untersuchungen im Jahr und sieht in der kardiologischen Ermächtigungsambulanz rund 1.900 Patientinnen und Patienten im Jahr. Approbation 2014.
Berufserfahrung
Oberärztin (seit 2023), zuvor Fachärztin, Klinik für Kardiologie · Krankenhaus der Schwerpunktversorgung (480 Betten, 14 Ärztinnen und Ärzte in der Kardiologie), Augsburg
08/2020 – heute
- Sprechstunden in der kardiologischen Ambulanz (persönliche Ermächtigung) für allgemeine Kardiologie, Herzinsuffizienz und Prävention mit 60 bis 70 Patientinnen und Patienten pro Woche; rund 1.900 Patientinnen und Patienten im Jahr.
- Befundung von rund 2.400 Untersuchungen im Jahr: transthorakale Echokardiographien, Stressechokardiographien, nuklearkardiologische Untersuchungen gemeinsam mit der Nuklearmedizin und Langzeit-EKG.
- Rund 180 transösophageale Echokardiographien im Jahr, einschließlich intraprozeduraler Bildgebung bei strukturellen Eingriffen.
- Konsildienst für die anderen Fachabteilungen und Stationsverantwortung 12 Wochen im Jahr mit im Schnitt 9 neuen Konsilen am Tag, dazu oberärztlicher Hintergrunddienst etwa jede siebte Nacht und jedes siebte Wochenende.
- Leitung des Projekts zu Wiederaufnahmen bei Herzinsuffizienz: Wiederaufnahmen wegen Herzinsuffizienz innerhalb von 30 Tagen in zwei Jahren von 21 % auf 14 % gesenkt, durch einen festen nachstationären Termin innerhalb von 7 Tagen nach der Entlassung.
- Anleitung von jährlich 4 Assistenzärztinnen und -ärzten in Weiterbildung Innere Medizin und 2 in Weiterbildung Kardiologie in Ambulanz und Echolabor.
Assistenzärztin in Weiterbildung Innere Medizin und Kardiologie, Kardiologie · Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie eines Universitätsklinikums, München
07/2017 – 06/2020
- Kardiologischer Weiterbildungsabschnitt über 3 Jahre, davon 12 Monate auf der kardiologischen Intensivstation und im Konsildienst; Facharztprüfung vor der Bayerischen Landesärztekammer im Juli 2020.
- Im Logbuch 350 diagnostische Linksherzkatheter und 120 Rechtsherzkatheter als Untersucherin unter Anleitung.
- Befundung von über 1.500 transthorakalen und 200 transösophagealen Echokardiographien in den Rotationen der Bildgebung.
- Im letzten Jahr Sprecherin der Assistenzärztinnen und -ärzte der Kardiologie: Dienstplan für 12 Kolleginnen und Kollegen erstellt und die wöchentliche Fallkonferenz geleitet.
Assistenzärztin in Weiterbildung Innere Medizin und Kardiologie, internistische Rotationen · Krankenhaus der Schwerpunktversorgung (akademisches Lehrkrankenhaus), Regensburg
07/2014 – 06/2017
- Internistischer Weiterbildungsabschnitt über 3 Jahre mit 6 Monaten Intensivmedizin.
- Mitglied der Arbeitsgruppe Weiterbildung und Leitung eines Qualitätsprojekts zur Anforderung von Troponin, das unnötige Verlaufsbestimmungen um 28 % senkte.
Ausbildung
Studium der Humanmedizin, Ärztliche Prüfung (Staatsexamen) und Approbation
Ludwig-Maximilians-Universität München, 2014
Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
Ludwig-Maximilians-Universität München, 2010
Zertifikate
- Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Bayerische Landesärztekammer, 2020
- Fachkunde im Strahlenschutz für die Herzkatheterdiagnostik, 2018, aktualisiert 2023
- EACVI-Zertifizierung Transthorakale Echokardiographie, 2020
- Approbation als Ärztin, 2014
- Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
- Advanced Life Support (ALS), European Resuscitation Council, 2024
- Fellow of the European Society of Cardiology (FESC), 2023
Kenntnisse
Worauf Chefärztinnen, Chefärzte und Personalabteilungen achten
Zwei verschiedene Leser sehen Ihren Lebenslauf. Die Chefärztin oder der Chefarzt sucht jemanden für eine Lücke in einem Funktionsbereich und im Dienstplan. Die Personalabteilung gleicht Urkunden und Werdegang ab und sucht nach allem, was die Einstellung verzögern könnte.
- Approbation und Facharzt. Approbation mit Datum (sie gilt bundesweit), Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit Ärztekammer und Jahr, dazu Zusatz-Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen der Fachgesellschaft. Die Daten zählen, weil sie mit den Urkunden abgeglichen werden.
- Weiterbildungsstätten und Daten. Klinik, Abteilung und Zeitraum auf den Monat genau. Die Ärztekammer erkennt nur die Zeiten an, die Ihre Zeugnisse belegen, und die Personalabteilung prüft jede Angabe.
- Untersuchungs- und Eingriffszahlen. Herzkatheterlabor, Echolabor und Rhythmologie werden danach besetzt, was Sie eigenständig können, also will die Klinik die Zahlen sehen: diagnostische Herzkatheter, perkutane Koronarinterventionen (PCI), Implantationen von Schrittmachern und Defibrillatoren, Ablationen, TTE, TEE, nuklearkardiologische Untersuchungen.
- Lücken. Jeder ungeklärte Monat in Weiterbildung oder Berufstätigkeit wird erfragt. Schreiben Sie eine Zeile zu Forschungszeit, Elternzeit, Anerkennungsverfahren oder Umzug, statt eine Lücke zu lassen.
- Dienste. Abteilungen stellen ein, um einen Dienstplan zu füllen. Nennen Sie, was Sie getragen haben, etwa den Hintergrunddienst jede siebte Nacht oder die Rufbereitschaft für das Herzkatheterlabor.
- Anerkennung mit ausländischem Abschluss. Nennen Sie den Stand weit oben: Fachsprachprüfung, Kenntnisprüfung, Approbation oder befristete Berufserlaubnis. Davon hängt Ihr Eintrittsdatum ab, und eine späte Auskunft kostet allen Zeit.
Allgemeine, interventionelle, rhythmologische und Herzinsuffizienz-Lebensläufe unterscheiden sich
- Allgemeine und nicht-invasive Kardiologie. Beginnen Sie mit den Zahlen aus der Bildgebung und den Zertifizierungen: Echokardiographie (etwa Zertifizierungen der DGK oder der EACVI), kardiale MRT und CT, für die die DGK eigene Zusatzqualifikationen vergibt, und nuklearkardiologische Erfahrung. Ergänzen Sie das Volumen Ihrer Ambulanz.
- Interventionelle Kardiologie. Beginnen Sie mit der Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie der DGK, wenn Sie sie haben, und Ihren Fallzahlen: diagnostische Herzkatheter, PCI als Erstuntersucherin oder Erstuntersucher, radialer oder femoraler Zugang, komplexe Eingriffe und strukturelle Eingriffe, wenn Sie sie durchführen. Ergänzen Sie die Rufbereitschaft für den ST-Hebungsinfarkt und Ihre Door-to-Balloon-Zeit.
- Rhythmologie und Elektrophysiologie. Beginnen Sie mit den rhythmologischen Zusatzqualifikationen der DGK, Ihren Implantationszahlen (Schrittmacher, Defibrillatoren, kardiale Resynchronisation), Ablationen nach Art und Sondenextraktionen, wenn Sie sie durchführen.
- Herzinsuffizienz und Transplantation. Beginnen Sie mit der Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz der DGK, wenn Sie sie haben, Erfahrung mit mechanischer Kreislaufunterstützung, Listung und Nachsorge bei Herztransplantation und Ihrer Rolle im interdisziplinären Team.
- Universitäre Kardiologie. Publikationen, Drittmittel, Lehre, Habilitation und Gremienarbeit rücken nach oben. Ein vollständiges Publikationsverzeichnis in einheitlichem Zitierstil wird erwartet, und Ihre Rolle bei jeder Arbeit sollte erkennbar sein.
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Profiltexte für den Lebenslauf in der Kardiologie
Ein kurzes Profil oben im ärztlichen Lebenslauf ist freiwillig, wird aber immer üblicher und hilft beim schnellen Einordnen. Drei oder vier Zeilen, die Qualifikation zuerst.
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie mit 6 Jahren Facharzterfahrung, Oberärztin in einer Klinik für Kardiologie mit 14 Ärztinnen und Ärzten. EACVI-Zertifizierung in transthorakaler Echokardiographie. Befundet rund 2.400 Untersuchungen im Jahr und sieht in der Ermächtigungsambulanz rund 1.900 Patientinnen und Patienten im Jahr. Approbation 2014.
Interventioneller Kardiologe mit 9 Jahren in einem Herzkatheterlabor mit hoher Fallzahl. Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie (DGK). Rund 340 PCI als Erstuntersucher und 600 diagnostische Herzkatheter im Jahr, 88 % über radialen Zugang. Rufbereitschaft für den ST-Hebungsinfarkt etwa jede fünfte Nacht, mediane Door-to-Balloon-Zeit 54 Minuten.
Kardiologe mit Schwerpunkt Rhythmologie und 7 Jahren Facharzterfahrung, rhythmologische Zusatzqualifikation der DGK. Rund 260 Implantationen im Jahr, darunter Defibrillatoren und Systeme zur kardialen Resynchronisation, und rund 180 Ablationen, auch bei Vorhofflimmern und ventrikulärer Tachykardie.
Assistenzärztin in Weiterbildung Innere Medizin und Kardiologie, Mindestweiterbildungszeit im Juni 2026 erfüllt. Im Logbuch 400 diagnostische Herzkatheter, 1.800 transthorakale und 250 transösophageale Echokardiographien. Im letzten Jahr Sprecherin der Assistenzärztinnen und -ärzte. Facharztprüfung vor der Landesärztekammer für Herbst 2026 geplant. Sucht eine Facharztstelle in der allgemeinen Kardiologie in Süddeutschland.
Kardiologe mit 8 Jahren Berufserfahrung in Indien, seit 2024 in Deutschland. Fachsprachprüfung (C1 Medizin) und Kenntnisprüfung bestanden, Approbation 2025, derzeit Assistenzarzt in Weiterbildung Innere Medizin und Kardiologie mit Facharztprüfung voraussichtlich 2027; Anrechnung ausländischer Weiterbildungszeiten beantragt. Englisch, Hindi und Marathi fließend, Deutsch C1.
Stichpunkte zur ärztlichen Tätigkeit schreiben
| Zu vage für die Chefärztin | Was Chefarzt und Personalabteilung verwenden können |
|---|---|
| Umfassende kardiologische Versorgung eines vielfältigen Patientenkollektivs. | Sprechstunden für allgemeine Kardiologie, Herzinsuffizienz und Prävention mit 60 bis 70 Patientinnen und Patienten pro Woche, rund 1.900 im Jahr. |
| Durchführung von Echokardiographien. | Befundung von rund 2.400 Untersuchungen im Jahr: transthorakale und Stressechokardiographien, nuklearkardiologische Untersuchungen und Langzeit-EKG, dazu rund 180 TEE. |
| Erfahrung im Herzkatheterlabor. | Erstuntersucher bei 340 PCI und 600 diagnostischen Herzkathetern im Jahr, 88 % über radialen Zugang, dokumentierte Komplikationsrate in der externen Qualitätssicherung im Referenzbereich. |
| Teilnahme am Dienst. | Hintergrunddienst etwa jede siebte Nacht und jedes siebte Wochenende, dazu 12 Wochen im Jahr Stationsverantwortung mit im Schnitt 9 neuen Konsilen am Tag. |
| Mitarbeit im Qualitätsmanagement. | Leitung des Projekts zu Wiederaufnahmen bei Herzinsuffizienz; Wiederaufnahmen innerhalb von 30 Tagen in zwei Jahren von 21 % auf 14 % gesenkt, durch einen nachstationären Termin innerhalb von 7 Tagen nach Entlassung. |
| Ausbildung von Assistenzärzten. | Anleitung von jährlich 4 Assistenzärztinnen und -ärzten der Inneren Medizin und 2 der Kardiologie in Ambulanz und Echolabor, dazu eine monatliche Fortbildung zur Bildgebung. |
| Interdisziplinäre Zusammenarbeit. | Mitglied des Herzteams für die kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI), intraprozedurale TEE bei rund 60 Eingriffen im Jahr. |
| Mitarbeit in der Forschung. | Prüfärztin in 3 multizentrischen Studien mit 46 eingeschlossenen Patientinnen und Patienten, Zweitautorin von 4 Publikationen mit Peer-Review seit 2021. |
| Dokumentation im Krankenhausinformationssystem. | Arztbriefe in ORBIS zu über 95 % innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen; Neugestaltung der Vorlagen für die kardiologischen Ambulanzbriefe geleitet. |
| Mitarbeit in Gremien. | Vorsitz der Qualitätskommission Kardiologie: vierteljährliche Auswertung der Qualitäts- und Registerdaten und Bericht an die Klinikleitung. |
Approbation, Facharzt und Zusatzqualifikationen: was in den Lebenslauf gehört
- Approbation mit Datum; sie gilt bundesweit. Wer mit befristeter Berufserlaubnis arbeitet, nennt diese mit Befristung, ein laufendes Anerkennungsverfahren mit dem aktuellen Stand.
- Fachkunde im Strahlenschutz für die Anwendungsgebiete, in denen Sie arbeiten (etwa Herzkatheter oder Implantation von Schrittmachern), mit Jahr und letzter Aktualisierung.
- Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit Ärztekammer und Jahr. Die Weiterbildung dauert sechs Jahre und endet mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Haben Sie zusätzlich den Facharzt für Innere Medizin oder eine Zusatz-Weiterbildung wie Intensivmedizin, nennen Sie diese einzeln.
- Zusatzqualifikationen und Zertifizierungen der Fachgesellschaften. Die DGK vergibt Zusatzqualifikationen etwa für Interventionelle Kardiologie, Rhythmologie, Herzinsuffizienz sowie kardiale MRT und CT; für die Echokardiographie gibt es Zertifizierungen der DGK und der EACVI. Für Gefäßsonografie nennen Sie Ihre Kurse, etwa nach DEGUM-Richtlinien. Übernehmen Sie die Bezeichnung genau wie auf dem Zertifikat.
- Reanimations- und Notfallkurse. Advanced Life Support (ALS) des European Resuscitation Council oder vergleichbare Kurse, ATLS oder Kindernotfallkurse, wenn Ihr Arbeitsplatz sie verlangt.
- Mitgliedschaften und Fellowships. Mitglied der DGK, Fellow of the European Society of Cardiology (FESC) oder vergleichbare Auszeichnungen, mit Jahr.
- Angaben zur Weiterbildung. Klinik, Ort, Abteilung und genaue Monate für jeden Weiterbildungsabschnitt.
Klinische Kenntnisse gehören ebenfalls in den Lebenslauf, aber als Liste der Untersuchungen und Eingriffe, nicht als Eigenschaften. Nennen Sie die Eingriffe und Bildgebungsverfahren, die Sie eigenständig durchführen wollen, und nichts, was Sie nicht schon in der ersten Woche sicher übernehmen würden.
Am Ende der Weiterbildung: Lebenslauf für die erste Facharztstelle
- 1Beginnen Sie mit dem Lebenslauf im fünften Weiterbildungsjahr. Viele Facharztstellen werden mehrere Monate vor dem Eintritt besetzt.
- 2Werten Sie Ihr Logbuch früh aus und schreiben Sie echte Zahlen hinein: diagnostische Herzkatheter, Echokardiographien, TEE, Belastungsuntersuchungen, Implantationen, Ablationen, je nach Schwerpunkt.
- 3Nennen Sie den Stand der Facharztprüfung klar: bestanden, Mindestzeit erfüllt und Prüfung angemeldet oder Prüfung für einen bestimmten Termin geplant. Die Klinik plant damit Dienste und Weiterbildung.
- 4Nennen Sie Approbation und Ärztekammer. Wechseln Sie das Bundesland, wechselt mit dem Arbeitsort meist auch die Kammer; die Facharztanerkennung gilt bundesweit.
- 5Nennen Sie Sprecherfunktion, Lehre, Gremienarbeit und Qualitätsprojekte. Sie unterscheiden sonst gleich aussehende Lebensläufe am Ende der Weiterbildung.
- 6Brauchen Sie ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis für die Beschäftigung, entscheiden Sie selbst, ob Sie es im Lebenslauf nennen; ein Satz zum Zeitplan hilft der Klinik bei der Planung. Es ist keine Schwäche, aber eine späte Auskunft wirkt wie eine.
- 7Führen Sie ein vollständiges Publikationsverzeichnis mit sichtbarer Autorenposition. Nennen Sie Manuskripte in Vorbereitung nicht so, als wären sie angenommen.
Assistenzärztin in Weiterbildung Innere Medizin und Kardiologie, Mindestweiterbildungszeit im Juni 2026 erfüllt. Im Logbuch 400 diagnostische Herzkatheter, 1.800 transthorakale und 250 transösophageale Echokardiographien sowie 600 Belastungsuntersuchungen. 2025 bis 2026 Sprecherin der Assistenzärztinnen und -ärzte. Facharztprüfung vor der Landesärztekammer für Herbst 2026 geplant.
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie (2024), seitdem im Herzkatheterlabor, Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie in Vorbereitung. Im Jahr bis Juni 2026 Erstuntersucher bei 280 PCI, darunter 40 primäre PCI bei ST-Hebungsinfarkt. Radialer Zugang als Standard. Sucht eine Stelle in der allgemeinen und interventionellen Kardiologie mit Rufbereitschaft für den Herzinfarkt.
Aufbau, Länge und Versand
- Zwei Seiten für den tabellarischen Lebenslauf, der wissenschaftliche Lebenslauf ist länger. Drücken Sie einen ärztlichen Lebenslauf nicht auf eine Seite; das wirkt, als fehle Weiterbildung.
- Innerhalb jedes Abschnitts in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge, mit Monat und Jahr. Personalabteilung und Ärztekammer prüfen Daten und Lücken.
- Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Für Bewerbungen in den USA lassen Sie Foto und persönliche Daten weg.
- Ein schlichtes, einspaltiges Layout. Klinikträger nutzen Bewerberportale, und Lebensläufe werden ständig als Anhang weitergeleitet.
- Übernehmen Sie die Begriffe der Anzeige, wo sie zutreffen: nicht-invasiv, interventionell, strukturelle Herzerkrankungen, Rhythmologie, Elektrophysiologie, Herzinsuffizienz, Echokardiographie, TEE, Kardio-MRT, Kardio-CT, Chest Pain Unit, Hintergrunddienst, Rufbereitschaft.
- Führen Sie für Industrie, Medical Affairs oder Klinikmanagement einen eigenen Lebenslauf auf zwei Seiten, aufgebaut nach Ergebnissen und Projekten statt nach der Weiterbildung.
- Speichern Sie ihn als PDF, etwa Nachname-Vorname-Lebenslauf-Kardiologie-2026.pdf, und aktualisieren Sie ihn alle sechs Monate.
“Facharztstatus, Approbation und Fallzahlen auf Seite eins, in dieser Reihenfolge. Die Hälfte der kardiologischen Lebensläufe, die ich bekomme, versteckt die Eingriffszahlen auf Seite vier, und dann muss sie jemand suchen. Stellen Sie sie dahin, wo eine vielbeschäftigte Chefärztin sie sieht, und Ihre Bewerbung ist einen Monat schneller.”
Häufige Fragen
Tabellarischer oder wissenschaftlicher Lebenslauf für Kardiologinnen und Kardiologen?
Für die meisten Klinikstellen ein tabellarischer Lebenslauf auf zwei Seiten mit Approbation, Facharzt, Zusatzqualifikationen und Fallzahlen. Universitätskliniken und Stellen mit Forschungsanteil erwarten zusätzlich den wissenschaftlichen Lebenslauf mit Publikationen, Vorträgen, Lehre und Gremien. Einen eigenen Lebenslauf auf zwei Seiten brauchen Sie für Industrie, Medical Affairs oder Klinikmanagement.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf einer Kardiologin oder eines Kardiologen?
Schreiben Sie sie als Liste der Untersuchungen und Eingriffe, nicht als Eigenschaften: Echokardiographie einschließlich TEE, Belastungsuntersuchungen, Rechts- und Linksherzkatheter und die interventionellen, rhythmologischen oder Implantationseingriffe, die Sie durchführen. Ergänzen Sie Herzinsuffizienztherapie, die Bildgebung, die Sie befunden, und Ihr Krankenhausinformationssystem.
Wohin gehören die Eingriffszahlen im Lebenslauf?
In die Stelle oder den Weiterbildungsabschnitt, zu dem sie gehören, mit Jahr oder als Zahl pro Jahr. Funktionsbereiche wie das Herzkatheterlabor werden danach besetzt, was Sie eigenständig können, also braucht die Klinik die Zahlen. Nehmen Sie sie aus Logbuch und Leistungsstatistik und runden Sie nie nach oben, denn sie werden geprüft.
Wie gebe ich den Facharzt im Lebenslauf an?
Mit Bezeichnung, Ärztekammer und Jahr, etwa „Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Bayerische Landesärztekammer, 2020“. Zusatz-Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen der DGK führen Sie einzeln mit Jahr auf. Haben Sie die Prüfung noch nicht abgelegt, schreiben Sie Weiterbildungsjahr und Prüfungstermin, statt es offen zu lassen.
Braucht der Lebenslauf in der Kardiologie ein Berufsziel?
Lassen Sie das Berufsziel weg und schreiben Sie stattdessen ein Profil in drei oder vier Zeilen: Facharzt, Jahre, Klinik und Fallzahlen. Ein kurzer Satz zur Absicht hilft nur bei einem Orts- oder Schwerpunktwechsel, wenn die Klinik wissen muss, warum Sie sich außerhalb Ihres bisherigen Umfelds bewerben.
Wie gehe ich mit einer Lücke in Weiterbildung oder Berufstätigkeit um?
Erklären Sie sie in einer Zeile an der Stelle, an der sie entsteht. Forschungszeit, Elternzeit, Krankheit, Umzug, Anerkennungsverfahren und Wartezeiten auf die Approbation sind häufig, und nichts davon schließt Sie aus. Eine unerklärte Lücke dagegen wird in der Personalabteilung und in jedem Gespräch angesprochen.
Wie lang sollte der Lebenslauf am Ende der Weiterbildung sein?
Zwei Seiten für den tabellarischen Lebenslauf, mit Zahlen aus dem Logbuch, Sprecherfunktion und Lehre; der wissenschaftliche Lebenslauf mit Publikationen, Vorträgen und Gremien ist meist drei bis fünf Seiten lang. Beginnen Sie im fünften Weiterbildungsjahr, weil viele Facharztstellen Monate vor dem Eintritt besetzt werden.
Muss ich Anerkennung oder Aufenthaltsstatus angeben?
Den Stand der Anerkennung ja, und zwar weit oben: Approbation, befristete Berufserlaubnis oder laufende Kenntnisprüfung. Ohne Approbation oder Berufserlaubnis kann die Klinik Sie nicht ärztlich einsetzen, deshalb spart eine frühe Angabe Monate. Ob Sie Ihren Aufenthaltsstatus nennen, entscheiden Sie selbst.
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