Lebenslauf für Biologinnen und Biologen: Beispiele und Anleitung
Ein Lebenslauf in der Biologie wird zuerst nach Methoden gelesen. Wer im Labor einstellt, will sehen, mit welchen Assays, Geräten und Organismen Sie praktisch gearbeitet haben, dann den Umfang (bearbeitete Proben, kartierte Flächen, gescreente Klone), dann Ihren Abschluss. Publikationen und Poster helfen, aber ein konkreter Methodenblock bringt Ihnen die Einladung zum Gespräch.
Lebenslauf-Muster für Biolog/innen (Molekularbiologie, Industrielabor)
Dieses Muster zeigt eine Biologin mit sieben Jahren Laborerfahrung, zuletzt in einem mittelgroßen Biotech-Unternehmen. Name und Arbeitgeber sind erfunden. Achten Sie darauf, dass der Methodenblock weit oben steht. In den Life Sciences ist dieser Block der eigentliche Lebenslauf; alles darunter belegt, dass Sie diese Methoden wirklich beherrschen.
Katharina Vogt
Biologin (M.Sc.), Molekular- und Zellbiologie
München · 089 555 0129 · k.vogt.bio@beispiel.de · linkedin.com/in/katharina-vogt-beispiel
Profil
Molekularbiologin mit 7 Jahren Laborerfahrung in Zelllinienentwicklung und Assay-Validierung. Arbeitet mit CRISPR-Knockouts, qPCR, Western Blot, Durchflusszytometrie und Säugerzellkultur im S2-Labor. Hat 9 Assays aufgebaut und validiert, die heute im Routine-Screening laufen, und 2025 rund 4.800 Proben bearbeitet. M.Sc. Biologie mit Schwerpunkt Molekularbiologie; Mitautorin von 3 begutachteten Fachartikeln, davon 2 als Zweitautorin.
Berufserfahrung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Zellbiologie (Research Associate II) · Biotech-Unternehmen in der klinischen Entwicklung (rund 180 Beschäftigte), München
03/2022 – heute
- Erzeugung und Validierung von CRISPR-Cas9-Knockout- und Knock-in-Zelllinien; 23 validierte klonale Linien in den letzten drei Jahren geliefert, vom Screening bis zum validierten Klon in rund 11 Wochen.
- Betreuung eines qPCR- und Western-Blot-Workflows mit 4.800 Proben im Jahr 2025 bei einer Assay-Fehlerquote unter 2 %.
- Entwicklung eines 12-Farben-Panels für die Durchflusszytometrie zur Phänotypisierung von Immunzellen; Analysezeit pro Probe von 40 auf 14 Minuten gesenkt.
- Pflege von über 30 Säugerzelllinien einschließlich Mykoplasmentests und Kryokonservierung; seit 24 Monaten keine Kontamination.
- SOPs und Chargenprotokolle für 9 Assays erstellt und überarbeitet, alle 9 ohne wesentliche Feststellung im internen QA-Audit; Einarbeitung von 4 Kolleginnen und Kollegen in die Arbeit im S2-Labor.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Research Associate I) · Auftragsforschungsinstitut (CRO) für Bioanalytik, Heidelberg
07/2019 – 02/2022
- Durchführung von ELISA und zellbasierten Potency-Assays für 14 Kundenprogramme, im Schnitt 60 Platten pro Woche, dokumentiert nach GLP-nahen Standards.
- Präparation von über 400 NGS-Bibliotheken (Next-Generation Sequencing) und Proben-QC am Fragment Analyzer bei einer Erfolgsquote der Bibliotheken von 96 %.
- Reagenzienkosten um rund 18 % (etwa 25.000 € im Jahr) gesenkt durch Bündelung der Lieferanten und Umstellung von drei Assays auf halbes Volumen nach einer Validierungsstudie.
- Dokumentation aller Arbeiten in Benchling; Audit-Trail in 3 Kundenaudits ohne Korrekturmaßnahmen akzeptiert.
Masterstudentin und wissenschaftliche Hilfskraft, Entwicklungsbiologie · Institut für Biologie einer Universität, Freiburg im Breisgau
09/2017 – 06/2019
- Masterarbeit zur Transkriptionsregulation in der Zebrafischentwicklung, dazu 2 Jahre Mitarbeit in der Haltung einer Zebrafischanlage mit 900 Becken.
- In-situ-Hybridisierung, Immunfluoreszenz und konfokale Mikroskopie an rund 1.200 Embryonen.
- Beiträge auf 2 nationalen Fachtagungen; Mitautorin von 3 begutachteten Fachartikeln (davon 2 als Zweitautorin).
Ausbildung
Master of Science Biologie, Schwerpunkt Molekularbiologie
Fakultät für Biologie einer Universität, Freiburg im Breisgau, 2019
Bachelor of Science Biologie (Nebenfach Statistik)
Fachbereich Biologie einer Universität, Konstanz, 2017
Zertifikate
- Schulung zur guten wissenschaftlichen Praxis (DFG-Kodex), 2024
- IATA-Gefahrgutschulung, biologische Stoffe Kategorie B (UN 3373), 2025
- Unterweisung nach Biostoffverordnung und Gentechnik-Sicherheitsverordnung, jährlich
- Kurs Versuchstierkunde nach FELASA-Empfehlungen, 2018
Kenntnisse
Worauf Laborleitungen zuerst schauen
Lebensläufe in der Biologie sichtet meist die Person, die Sie später anleitet, nicht nur die Personalabteilung. Sie muss einen Laborplatz oder eine Kartiersaison besetzen und hat nur wenige Fragen.
- Welche Methoden Sie tatsächlich selbstständig durchgeführt haben. Nicht nur zugesehen, nicht nur assistiert. Schreiben Sie dazu, wenn Sie in einer Methode geschult wurden, sie aber noch nicht allein durchgeführt haben; eine Übertreibung fällt in der ersten Woche auf.
- Der Umfang Ihrer Arbeit. Proben pro Woche, Platten pro Woche, gescreente Klone, kartierte Flächen, gehandhabte Tiere, präparierte Bibliotheken. Der Umfang zeigt, ob Sie in einer Produktionsumgebung bestehen.
- Die Organismen und Systeme. Säugerzellkultur ist etwas anderes als Zebrafischhaltung, und beides ist etwas anderes als der Fang von Singvögeln mit Japannetzen. Nennen Sie Ihre.
- Ihre Dokumentation. In der Industrie zählen GLP- oder GMP-Dokumentation, elektronische Laborbücher und Audithistorie so viel wie die Technik. Im Freiland sind es Erfassungsbögen, Genehmigungen und eine lückenlose Probenkette (Chain of Custody).
Molekularbiologie, Freiland, Meeresbiologie und Mikrobiologie brauchen verschiedene Lebensläufe
Hinter „Biologe/Biologin“ stehen Stellen, die fast nichts gemeinsam haben. Der Aufbau Ihres Lebenslaufs sollte sich mit dem Fachgebiet ändern, weil sich die Checkliste der Lesenden ändert.
- Molekular- und Zellbiologie. Beginnen Sie mit Methoden und Geräten, dann Zelllinien und Modellsystemen, dann dem Qualitätsstandard (GLP, GMP, in der Diagnostik Rili-BÄK oder DIN EN ISO 15189). Publikationen folgen nach den Methoden, außer Sie bewerben sich in der Wissenschaft.
- Mikrobiologie und Qualitätskontrolle. Beginnen Sie mit Nährmedienherstellung, Ausplattieren und Keimzählung, Umgebungsmonitoring, Sterilitäts- und Endotoxinprüfung, in der Pharmaindustrie den einschlägigen Kapiteln des Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur.), und mit Identifizierungsmethoden wie MALDI-TOF oder biochemischen Testreihen. Schreiben Sie dazu, ob Sie unter GMP arbeiten.
- Freiland- und Wildtierbiologie. Beginnen Sie mit Erfassungsmethoden und Genehmigungen: Transekt- und Punkt-Stopp-Zählungen, Revierkartierung, Japannetzfang und Beringung, Radio- und GPS-Telemetrie, Wildkameras, Fallenfang, dazu Führerschein Klasse B, Erste-Hilfe-Kurs und ob Sie zehn Stunden mit 18 kg Gepäck im Gelände unterwegs sein können.
- Meeresbiologie. Ergänzen Sie Ihren Status als Forschungstaucher/in, Seetage auf Forschungsschiffen, Bootsführung (etwa den Sportbootführerschein See), Sicherheitstraining und die konkrete Ausrüstung, mit der Sie gearbeitet haben. Die Ausbildung zur/zum geprüften Forschungstaucher/in und ein geführtes Tauchbuch sind hier der entscheidende Nachweis.
- Naturschutz, Umwelt und Gutachten. Beginnen Sie mit den Verfahren, an denen Sie mitgearbeitet haben, etwa Biotopkartierung, artenschutzrechtliche Prüfung, FFH-Verträglichkeitsprüfung oder Umweltverträglichkeitsprüfung, und nennen Sie die GIS-Software beim Namen.
- Stellen nahe der Bioinformatik. Ziehen Sie R, Python und Pipelines für die Sequenzanalyse in einen eigenen Block und werden Sie konkret: „RNA-seq-Analyse in R mit DESeq2“ schlägt „Datenanalyse“.
Profiltexte für den Lebenslauf als Biologe/Biologin
Molekularbiologin mit 7 Jahren Laborerfahrung in Zelllinienentwicklung und Assay-Validierung. Sicher in CRISPR-Genomeditierung, qPCR, Western Blot, Durchflusszytometrie und Säugerzellkultur im S2-Labor. 9 Assays aufgebaut und validiert, die heute in der Routine laufen; 2025 rund 4.800 Proben bearbeitet.
Biologe (B.Sc., 2026) mit 18 Monaten als studentische Hilfskraft in der Forschung und einem Sommerpraktikum in einem Diagnostiklabor. Praktische Erfahrung mit PCR, Gelelektrophorese, Bakterienkultur, DNA-Extraktion und Mikroskopie, dazu 400 Stunden aseptisches Arbeiten. Führt ein sorgfältiges Laborbuch und arbeitet genau nach SOP.
Feldbiologin mit 5 Kartiersaisons in Vogel- und Kleinsäugerprojekten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. 240 Punkt-Stopp-Zählungen und 1.100 Netzstunden durchgeführt, 2.300 Vögel mit Beringungserlaubnis beringt; Verwaltung der Erfassungsdaten in QGIS und R. Sichere Artenkenntnis der heimischen Brutvögel nach Ruf und Gesang.
Mikrobiologe mit 4 Jahren in der Qualitätskontrolle eines GMP-Herstellers steriler Arzneimittel. Umgebungsmonitoring in 3 Reinraumbereichen, Keimzahl-, Endotoxin- und Sterilitätsprüfungen sowie Keimidentifizierung mit MALDI-TOF. 22 OOS-Ergebnisse untersucht, bei 19 davon ohne Wiederholungsbefund.
Biologielehrer mit 7 Jahren am Gymnasium, der ins Labor wechselt, mit abgeschlossenem Lehramtsstudium im Fach Biologie und einer 2025 abgeschlossenen Weiterbildung in biotechnologischen Labortechniken. Geübt in PCR, Gelelektrophorese, Zellkultur und präzisem Pipettieren, 200 Laborstunden absolviert. Stark im Schreiben von Protokollen und im Anleiten anderer.
Labor- und Freilandarbeit in Stichpunkte übersetzen, die zählen
Die meisten Lebensläufe in der Biologie zählen auf, was im Labor passiert ist. Die guten sagen, wie viel, wie gut und was sich dadurch verändert hat.
| Was die meisten schreiben | Was Laborleitungen zweimal lesen |
|---|---|
| PCR und Gelelektrophorese durchgeführt. | RT-qPCR an 4.800 Proben im Jahr mit 3 validierten Assays, Assay-Fehlerquote unter 2 % und Ergebnis am selben Tag für dringende Proben. |
| Erfahrung in Zellkultur. | Pflege von über 30 Säugerzelllinien einschließlich Mykoplasmentests und Kryokonservierung; seit 24 Monaten keine Kontamination. |
| Mitarbeit an CRISPR-Experimenten. | Erzeugung von CRISPR-Cas9-Knockout-Linien von Anfang bis Ende: Guide-Design, Nukleofektion, Einzelzellklonierung und Validierung per Sequenzierung und Western Blot. 23 validierte Klone in drei Jahren. |
| Felddaten erhoben. | 240 Punkt-Stopp-Zählungen und 1.100 Netzstunden an 14 Standorten in 3 Kartiersaisons; 2.300 Vögel mit Beringungserlaubnis beringt. |
| Daten analysiert. | R-Pipeline (DESeq2 und ggplot2) für differenzielle Expression aufgebaut, die einen manuellen Excel-Workflow ersetzt und die Analysezeit pro Experiment von 2 Tagen auf 3 Stunden gesenkt hat. |
| Berichte geschrieben. | 9 Assay-SOPs mit zugehörigen Chargenprotokollen verfasst; alle 9 ohne wesentliche Feststellung im internen QA-Audit, 3 davon in Kundenaudits akzeptiert. |
| Neue Mitarbeitende eingearbeitet. | Einarbeitung von 4 wissenschaftlichen Mitarbeitenden und 2 Werkstudierenden in aseptisches Arbeiten und die Arbeit im S2-Labor; alle 6 innerhalb von 6 Wochen für selbstständige Zellkulturarbeit freigegeben. |
| Laborbestand verwaltet. | Reagenzienkosten um 18 % gesenkt, rund 25.000 € im Jahr, durch Bündelung auf zwei Lieferanten und Validierung von drei Assays mit halbem Volumen. |
| An Publikationen mitgewirkt. | Mitautorin von 3 begutachteten Fachartikeln (davon 2 als Zweitautorin); für einen davon sämtliche Bild- und qPCR-Daten geliefert. |
Mit einem Beispiel starten, in wenigen Minuten fertig.
Zum Start ist keine Anmeldung nötig. Wählen Sie ein Beispiel, passen Sie es mit Vorschlägen an und behalten Sie die Vorschau beim Schreiben im Blick.
Der Methodenblock: was hineingehört und wie Sie ihn schreiben
Diesen Teil des Lebenslaufs liest man am genauesten. Gliedern Sie nach Kategorien, geben Sie Ihr Niveau ehrlich an und verwenden Sie für jede Methode die übliche Bezeichnung, keinen laborinternen Spitznamen.
- Nukleinsäuren: DNA- und RNA-Extraktion, PCR, RT-qPCR, digitale PCR, Klonierung und Plasmidpräparation, Sanger-Sequenzierung, NGS-Bibliotheksvorbereitung, Gel- und Kapillarelektrophorese, CRISPR-Guide-Design und Genomeditierung
- Proteine: Western Blot, ELISA, Immunpräzipitation, SDS-PAGE, chromatographische Proteinreinigung, Proteinbestimmung nach BCA und Bradford, Probenvorbereitung für die Massenspektrometrie
- Zellen und Gewebe: Säuger- und Insektenzellkultur, Isolierung von Primärzellen, Transfektion und Nukleofektion, Kryokonservierung, Mykoplasmentests, Histologie und Schnitttechnik, Immunhistochemie
- Geräte und Bildgebung: Durchflusszytometer, Plattenleser, Konfokal- und Fluoreszenzmikroskop, Fragment Analyzer, HPLC, MALDI-TOF, mikrobiologische Sicherheitswerkbank
- Mikrobiologie: Nährmedienherstellung, aseptisches Arbeiten, Ausplattieren und Koloniezählung, Gramfärbung, Resistenztestung, Umgebungsmonitoring, Keimzahl- und Endotoxinbestimmung
- Freilandmethoden: Transekt- und Punkt-Stopp-Zählungen, Japannetzfang und Beringung, Kleinsäugerfang, Radio- und GPS-Telemetrie, Wildkameras, Gewässerprobenahme, lückenlose Probenkette
- Daten und Software: R, Python, GraphPad Prism, FlowJo, ImageJ, Benchling oder ein anderes elektronisches Laborbuch, ArcGIS Pro oder QGIS
- Regelwerk und Sicherheit: Arbeit in S1- und S2-Laboren (GenTSV, Biostoffverordnung), GLP, GMP, Rili-BÄK, Tierversuchsanträge und Ethikvoten, Gefahrgutversand
Abschlüsse, Zertifikate und Genehmigungen
Die meisten Stellen für Biologinnen und Biologen hängen am Abschluss, nicht an einer Zulassung. Mit dem Bachelor kommen Sie meist auf Stellen als technische Assistenz oder Research Associate, der Master ist für wissenschaftliche Stellen der Regelfall, und die Promotion (Dr. rer. nat.) ist in der deutschen Biologie weit verbreitet und für Scientist-Stellen in der Industrie und für eigenständige Forschung oft Voraussetzung. In einigen Teilgebieten gibt es dennoch echte Nachweise, die Sie nennen sollten, wenn sie zutreffen.
- Freiland und Naturschutz: Eine Zertifizierung wie die der US-amerikanischen Wildlife Society gibt es in Deutschland nicht; hier zählen Artenkenntnis und Kartiererfahrung. Behördliche Genehmigungen, etwa eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz für Fang oder Markierung geschützter Arten oder eine Beringungserlaubnis, gehören mit der ausstellenden Stelle in den Lebenslauf.
- Mikrobiologie: Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) bieten Tagungen und Fortbildungen an. Ein verpflichtendes Zertifikat gibt es nicht; solche Fortbildungen sind ein Pluspunkt, für die meisten Industriestellen aber keine Voraussetzung.
- Versuchstiere: Für Tierversuche brauchen Sie eine Sachkunde nach der Tierschutz-Versuchstierverordnung, die meist über Kurse nach FELASA-Empfehlungen erworben wird. Sie zählt, wenn Sie mit Tiermodellen arbeiten werden.
- Schulungsnachweise: Schulungen zur guten wissenschaftlichen Praxis nach dem DFG-Kodex und Unterweisungen nach GenTSV und Biostoffverordnung sind an deutschen Instituten üblich. Eine IATA-Gefahrgutschulung ist eine Zeile wert, wenn Sie biologische Proben versenden, ebenso eine Mitgliedschaft im VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland).
- Meeresbiologie und Tauchen: Die Ausbildung zur/zum geprüften Forschungstaucher/in und ein geführtes Tauchbuch gehören in einem meeresbiologischen Lebenslauf ganz nach oben.
- Medizinische Labore: Wenn Sie in Deutschland Humanproben für die Diagnostik untersuchen, gelten die Rili-BÄK und bestimmte Vorbehaltstätigkeiten für MTL. Klären Sie mit dem Labor, welche Aufgaben Sie als Biologin oder Biologe übernehmen dürfen, statt es vorauszusetzen.
Lebenslauf in der Biologie ohne Berufserfahrung oder direkt nach dem Studium
Das ist die meistgesuchte Variante der Frage, und die ehrliche Antwort lautet: Sie haben fast sicher Erfahrung. Laborpraktika im Studium sind praktische Arbeit, und das wissen die meisten, die Einstiegsstellen besetzen.
- 1Setzen Sie einen Abschnitt „Methoden“ über die Berufserfahrung. Nennen Sie, was Sie in Vertiefungsmodulen und Forschungsprojekten gemacht haben, mit korrekt geschriebenen Methodennamen.
- 2Geben Sie Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit einen eigenen Eintrag mit Titel, Arbeitsgruppe, Zeitraum und drei Stichpunkten. Das ist Forschungserfahrung, also stellen Sie sie wie eine Stelle dar.
- 3Zählen Sie Ihre Laborstunden. „400 Stunden aseptisches Arbeiten und Zellkultur in zwei Vertiefungsmodulen“ ist eine echte, überprüfbare Angabe.
- 4Ergänzen Sie Jobs außerhalb der Biologie, die Zuverlässigkeit und sorgfältige praktische Arbeit zeigen: Tierarztpraxis, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion. Stellen Sie Genauigkeit und das Arbeiten nach Vorgabe in den Vordergrund.
- 5Nennen Sie Poster und Tagungsbeiträge mit Titel und Jahr, auch wenn sie nur am Institut präsentiert wurden.
- 6Bewerben Sie sich auf Stellen als technische Assistenz, Research Associate, in der Qualitätskontrolle oder als Kartierer/in statt auf „Scientist“-Stellen. Die erste Stelle ist die schwerste.
Studentische Hilfskraft und Bachelorarbeit, Arbeitsgruppe Populationsgenetik, Institut für Biologie einer Universität (09/2024 bis 05/2026). DNA-Extraktion, PCR und Gelelektrophorese an 380 Freilandproben für ein populationsgenetisches Projekt; Tabelle zur Probenverfolgung aufgebaut, mit der 4 Studierende arbeiten; Poster auf einer regionalen Tagung für Studierende vorgestellt, 2026.
Biologe mit einer vollen Saison im Gewässermonitoring. Zweimal im Monat Erhebung von Wasserqualitätsdaten an 22 Messstellen, Probenahme und Sortierung von Makrozoobenthos und lückenlose Probenkette für 340 Proben. Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs, belastbar bei 10-Stunden-Tagen in abgelegenem Gelände.
Lebenslauf oder akademischer CV? Zwei verschiedene Dokumente
Für eine Stelle in der Industrie, bei einer Behörde oder in einem Gutachterbüro schreiben Sie einen Lebenslauf: eine Seite am Anfang des Berufslebens, zwei Seiten nach etwa fünf Jahren, Methoden weit oben, Publikationen auf ein, zwei Zeilen gekürzt.
Für eine Promotionsstelle, einen Postdoc, ein Stipendium oder eine Professur schreiben Sie einen akademischen CV: ohne Längenbegrenzung, mit vollständiger Publikationsliste und korrekten Zitaten, Tagungsbeiträgen, Lehre, eingeworbenen Drittmitteln mit Betrag (etwa „DFG-Sachbeihilfe, 280.000 €, 3 Jahre“), Gremienarbeit und namentlichen Referenzen. Gekürzt wird nichts. Bei einer Promotionsstelle erwartet die Arbeitsgruppe den CV zusammen mit einem Motivationsschreiben. Geben Sie bei Hochschulstellen alle Beschäftigungszeiten genau an, denn Personalabteilungen prüfen Vorbeschäftigungen wegen der Höchstbefristung nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG).
Format, Länge und der Weg durch den Filter
- Eine Seite bis etwa fünf Jahre Berufserfahrung, danach zwei Seiten. Bei Behörden und im öffentlichen Dienst legen Sie Zeugnisse und Nachweise bei und orientieren sich eng an den Anforderungen der Ausschreibung, weil die Auswahl oft formal nach diesen Kriterien erfolgt.
- Übernehmen Sie die Methodennamen der Anzeige genau. Steht dort „RT-qPCR“, schreiben Sie RT-qPCR, nicht „Real-Time-PCR“. Filter vergleichen Zeichenfolgen, keine Konzepte.
- Schreiben Sie eine Abkürzung beim ersten Mal aus, setzen Sie die Kurzform in Klammern und verwenden Sie danach die Kurzform. NGS, IHC und FACS brauchen das.
- Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Ihre Arbeitserlaubnis nennen Sie nur, wenn die Anzeige danach fragt, und dann in einer Zeile.
- Nennen Sie die Modellorganismen und Zelllinien, mit denen Sie gearbeitet haben. „HEK293, CHO, primäre humane PBMCs“ trifft die Schlüsselwörter und ist ehrlich.
“Ich springe direkt zum Methodenblock. Wenn jemand schreibt, dass er Durchflusspanels fährt, und ich FlowJo und eine Panelgröße sehe, glaube ich es. Steht dort „versiert in einer Vielzahl von Labortechniken“, gehe ich davon aus, dass die Person keine davon je allein durchgeführt hat, und meistens stimmt das.”
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf in der Biologie ohne Berufserfahrung?
Beginnen Sie mit einem Abschnitt „Methoden“, den Sie aus Ihren Laborpraktika und Forschungsprojekten aufbauen, und geben Sie Ihrer Abschlussarbeit einen eigenen Eintrag mit Zeitraum und drei Stichpunkten. Zählen Sie Ihre Laborstunden und nennen Sie die Geräte, die Sie bedient haben. Bewerben Sie sich dann auf Stellen als technische Assistenz, Research Associate oder Kartierer/in statt auf Scientist-Stellen.
Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Biologe/Biologin?
Die konkreten Methoden, die Sie selbstständig beherrschen, nach Kategorien geordnet: Nukleinsäuremethoden, Proteinmethoden, Zellkultur, Mikroskopie, Geräte, Mikrobiologie oder Freilandmethoden, dazu Datenwerkzeuge wie R, Prism, FlowJo, ImageJ oder QGIS. Ergänzen Sie Erfahrung mit Regelwerken wie S2-Labor, GLP oder GMP, wo sie zutrifft.
Wie lang sollte der Lebenslauf als Biologe/Biologin sein?
Eine Seite bis etwa fünf Jahre Erfahrung, danach zwei Seiten. Für Hochschulstellen, Promotion und Postdoc gilt der akademische CV, der deutlich länger sein darf; bei Behörden kommen Zeugnisse und Nachweise als Anlagen dazu.
Lebenslauf oder akademischer CV für die Biologie?
Ein Lebenslauf für Industrie, Behörden und Gutachterbüros. Ein akademischer CV für Promotionsstellen, Postdocs, Stipendien und Professuren, mit vollständiger Publikationsliste, Lehre, Drittmitteln und Gremienarbeit. Halten Sie beide bereit und schicken Sie den passenden, denn das falsche Dokument fällt sofort auf.
Wo stehen Publikationen im Lebenslauf als Biologe/Biologin?
Im Lebenslauf für die Industrie nach Berufserfahrung und Methoden, als kurze Liste mit korrekten Zitaten oder als eine Zeile mit Anzahl und Autorenposition. Im akademischen CV bekommen Publikationen einen eigenen Abschnitt weit oben, jedes Zitat vollständig. Führen Sie Manuskripte in Vorbereitung nicht so auf, als wären sie veröffentlicht.
Was unterscheidet den Lebenslauf in der Mikrobiologie von dem in der Molekularbiologie?
Der Methodenblock und die Zeile zum Regelwerk. In der Mikrobiologie beginnen Sie mit Nährmedienherstellung, Ausplattieren und Keimzählung, Umgebungsmonitoring, Sterilitäts- und Endotoxinprüfung und Keimidentifizierung, meist unter GMP oder in der Diagnostik unter Rili-BÄK. In der Molekularbiologie beginnen Sie mit PCR, Klonierung, Sequenzierung, Genomeditierung und Proteinassays. Gleicher Aufbau, andere erste zwanzig Zeilen.
Brauche ich ein Zertifikat, um als Biologe/Biologin zu arbeiten?
Meist nicht. Die meisten Stellen hängen am Abschluss, oft an Master oder Promotion. Nachweise zählen in einzelnen Teilgebieten: die Sachkunde für Tierversuche, die Ausbildung zur/zum geprüften Forschungstaucher/in in der Meeresbiologie, Genehmigungen und Artenkenntnis im Naturschutz und Unterweisungen für S2-Labore. Wenn Sie in der Diagnostik Humanproben untersuchen, klären Sie, welche Tätigkeiten MTL vorbehalten sind.
Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?
Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.
So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.