Lebenslauf für Fachkräfte für Arbeitssicherheit: Beispiele und Anleitung

Ein Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit überzeugt, wenn die Personalverantwortlichen sofort sehen, in welcher Branche Sie für Sicherheit gesorgt haben, welche Unfallzahlen Sie verändert haben (1000-Mann-Quote, LTIF, Ausfalltage), welche Qualifikation Sie mitbringen (Sifa-Ausbildung, SiGeKo, ISO 45001) und dass Sie Besichtigungen durch Berufsgenossenschaft und Arbeitsschutzbehörde schon begleitet haben. Unten finden Sie ein vollständiges Muster sowie HSE- und Einstiegsversionen.

Von cvplex Careers Team· Geprüft von József Dorcsinecz, Gründer· Aktualisiert am

Lebenslauf-Muster für Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Hochbau)

Eine erfundene Person, so geschrieben, wie Arbeitgeber im Arbeitsschutz tatsächlich lesen. Die Branche steht in der Zeile zur Stelle, die Unfallzahlen stehen in den ersten Stichpunkten, und die Qualifikationen tragen genau die Bezeichnungen, die Ausbildungsträger und Gesetze verwenden.

Andrea Wittkamp

Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sicherheitsingenieurin)

Köln · 0221 555 0192 · andrea.wittkamp@beispiel.de · Reisebereitschaft zu Baustellen 50 %

Profil

Sicherheitsingenieurin und Fachkraft für Arbeitssicherheit mit 10 Jahren in Bau, Metallverarbeitung und Industriedienstleistung. Die 1000-Mann-Quote eines Hochbauunternehmens in drei Jahren und rund 1,1 Mio. Arbeitsstunden von 46 auf 15 gesenkt und das Unternehmen zur SCC-Zertifizierung geführt, die zwei Industriekunden als Voraussetzung für Aufträge verlangen. Koordinatorin nach Baustellenverordnung (SiGeKo), interne Auditorin ISO 45001, Ausbilderin für Flurförderzeugführer.

Berufserfahrung

Fachkraft für Arbeitssicherheit · Hochbauunternehmen (240 gewerbliche Beschäftigte, 6 laufende Baustellen), Köln

01/2022 – heute

  • Sicherheitstechnische Betreuung von sechs Baustellen und 240 gewerblichen Beschäftigten nach ASiG und DGUV Vorschrift 2: Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen, Unfallanzeigen an die BG BAU und Vorbereitung der vierteljährlichen Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses (ASA).
  • 1000-Mann-Quote in drei Jahren von 46 auf 15 gesenkt und Ausfalltage durch Arbeitsunfälle mehr als halbiert, durch neu aufgebaute Gefährdungsbeurteilungen je Bauabschnitt und einen 2-Minuten-Check (Last Minute Risk Analysis) bei jeder Kolonne zu Schichtbeginn.
  • Einführung des Sicherheitsmanagements nach SCC bis zur erfolgreichen Zertifizierung; damit wurde das Unternehmen bei zwei Chemie- und Industriekunden zugelassen, die SCC als Auftragsvoraussetzung verlangen.
  • Rund 380 dokumentierte Baustellenbegehungen im Jahr, 94 % der Mängel innerhalb von sieben Tagen behoben und in einer gemeinsamen Maßnahmenliste nachverfolgt.
  • 27 Unfalluntersuchungen bis zur Ursache geführt (5-Why, Befragungen, Spurensicherung); drei davon führten zu technischen Änderungen, die die Gefahr beseitigten, statt nur zu einem Warnschild.
  • Zwei behördliche Überprüfungen durch die Aufsichtsperson der BG BAU und die staatliche Arbeitsschutzbehörde ohne Anordnung begleitet, darunter eine anlassbezogene Prüfung der Absturzsicherung nach einer Beschwerde 2023.

Fachkraft für Arbeitssicherheit · Metallverarbeitender Betrieb (Blechbearbeitung, 310 Beschäftigte, 3 Schichten), Leverkusen

08/2018 – 12/2021

  • Betreuung des Arbeitsschutzes für 310 Beschäftigte in drei Schichten, darunter Freischalten und Sichern, Schutzeinrichtungen an Maschinen, Lärmschutz und Atemschutz, in Abstimmung mit dem Betriebsarzt.
  • Maschinenbezogene Anweisungen zum Freischalten und Sichern für 214 Maschinen erstellt, 180 Beschäftigte unterwiesen und jährlich überprüft.
  • Beinaheunfall-Meldungen von 12 auf 148 im Jahr gesteigert, durch anonyme Meldungen und einen monatlichen Aushang darüber, was sich aufgrund der Meldungen geändert hat.
  • Meldepflichtige Handverletzungen in zwei Jahren um 62 % gesenkt, nach einem Handschuhtest in vier Abteilungen und der Nachrüstung der Schutzeinrichtungen an acht Abkantpressen.
  • 40 Stunden Schulung im Monat, darunter Erstunterweisung neuer Beschäftigter, Ausbildung von Staplerfahrerinnen und -fahrern nach DGUV Grundsatz 308-001 und Rettungsübungen für einen 9-köpfigen Rettungstrupp in Behältern und engen Räumen.

HSE-Koordinatorin (Anlagenstillstände) · Industriedienstleister für Industriereinigung und Anlagenstillstände, Wesseling

05/2016 – 07/2018

  • Arbeitsschutz bei Raffinerie-Stillständen mit bis zu 120 Beschäftigten von Fremdfirmen im Zweischichtbetrieb unterstützt.
  • Rund 60 Erlaubnisscheine für Arbeiten in Behältern und engen Räumen je Stillstand vorbereitet; Einsatz als Sicherungsposten und Aufsichtführende.
  • Gefahrstoffverzeichnis mit 340 Produkten, Sicherheitsdatenblätter, Betriebsanweisungen und Kennzeichnung nach CLP-Verordnung gepflegt.
  • SCC-Prüfung für operative Führungskräfte abgelegt, berufsbegleitend die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit abgeschlossen und zwei Notfallübungen im Jahr mit der Werkfeuerwehr unterstützt.

Ausbildung

Bachelor of Science Sicherheitstechnik
Universität, Wuppertal, 2016

Zertifikate

  • Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sicherheitsingenieurin), Ausbildung über den Unfallversicherungsträger, 2018
  • Koordinatorin nach Baustellenverordnung (SiGeKo), Lehrgang 2022
  • Ausbilderin für Flurförderzeugführer nach DGUV Grundsatz 308-001
  • Interne Auditorin ISO 45001, 2020
  • SCC-Prüfung für operative Führungskräfte, 2017
  • Erste-Hilfe-Fortbildung (9 UE), 2025, und Brandschutzhelferin

Kenntnisse

Arbeitsschutzgesetz, ASiG, DGUV Vorschriften 1 und 2, BetrSichV, GefStoffVGefährdungsbeurteilung, auch psychischer BelastungUnfalluntersuchung und UrsachenanalyseUnfallanzeigen, Verbandbuch und Unfallstatistik1000-Mann-Quote, LTIF und AusfalltageFreischalten und SichernArbeiten in Behältern und engen Räumen, ErlaubnisscheinverfahrenAbsturzsicherung und Gerüstprüfung als befähigte PersonAtem- und Gehörschutz, arbeitsmedizinische Vorsorge mit dem BetriebsarztGefahrstoffverzeichnis, Sicherheitsdatenblätter, CLP-KennzeichnungFremdfirmenkoordination und SCCUnterweisungen und Schulungen für ErwachseneEHS-Software Quentic und Intelex
Fiktives Beispiel. Namen, Arbeitgeber und Zahlen sind frei erfunden.Dieses Beispiel im Editor verwenden →
Schreiben Sie die Kennzahlen so, wie Ihre Branche sie schreibt. Die 1000-Mann-Quote (meldepflichtige Unfälle je 1.000 Vollarbeiter) ist in Deutschland verbreitet, Konzerne mit internationaler Mutter nutzen meist LTIF (Unfälle mit Ausfallzeit je 1 Mio. Arbeitsstunden). US-Kennzahlen wie TRIR nur, wenn Ihr Arbeitgeber sie wirklich verwendet.

Worauf Arbeitgeber im Arbeitsschutz zuerst achten

Wer eine Fachkraft für Arbeitssicherheit einstellt, entscheidet über ein Risiko. Die Person, die Ihren Lebenslauf liest, will wissen, ob Sie die Belegschaft unversehrt halten und den Betrieb aus Ärger mit Behörde und Berufsgenossenschaft heraushalten. Vier Dinge tragen diese Entscheidung.

  • Passende Branche. Bau, Metall, Chemie, Gesundheitswesen und Logistik haben andere Gefährdungen, andere Berufsgenossenschaften und andere Regelwerke. Ein Lebenslauf, der nicht sagt, woher Sie kommen, wird übersprungen, weil niemand erkennen kann, ob Sie die Gefährdungen des Betriebs kennen.
  • Die Zahlen. 1000-Mann-Quote, LTIF, meldepflichtige Unfälle, Ausfalltage, Beinaheunfall-Meldungen, unfallfreie Tage, erledigte Maßnahmen aus Begehungen. Nennen Sie einen Vorher-nachher-Wert, keine einzelne Zahl ohne Bezug.
  • Qualifikation, richtig eingeordnet. Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ist die Fachkunde nach ASiG, aufbauend auf Ingenieur-, Techniker- oder Meisterabschluss. Ein Seminar für Sicherheitsbeauftragte ist etwas ganz anderes. Arbeitgeber kennen den Unterschied, also vermischen Sie beides nicht in einer Liste „Fortbildungen“.
  • Erfahrung mit Aufsicht und Audits. Ob Sie Besichtigungen durch die Aufsichtsperson der Berufsgenossenschaft oder die staatliche Arbeitsschutzbehörde begleitet, Revisionsschreiben abgearbeitet oder ein Zertifizierungsaudit nach ISO 45001 bestanden haben. Wenn ja, schreiben Sie es klar.

“Zuerst schaue ich auf die Branche, dann auf eine Kennzahl mit Vorher und Nachher. „Sicherheitskultur gefördert“ kann jeder schreiben. Sagen Sie mir, dass die Unfallrate bei 3,1 lag und Sie sie unter 1,0 gebracht haben, und wie, dann lese ich die ganze Seite.”

Recruiter-Panel, Personalverantwortliche/r für Arbeits- und Umweltschutz (EHS), USA (Name wird nach Prüfung veröffentlicht)

Profiltexte für den Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Drei oder vier Zeilen. Branche, Umfang (Beschäftigte oder Arbeitsstunden), eine Kennzahl, die Sie verändert haben, und Ihre wichtigste Qualifikation. Lassen Sie „Leidenschaft für Sicherheit“ weg; das schreiben alle.

Fachkraft für Arbeitssicherheit im Bau
Sicherheitsingenieurin mit 10 Jahren in Hochbau und Metallverarbeitung. 1000-Mann-Quote auf sechs Baustellen und bei rund 1,1 Mio. Arbeitsstunden von 46 auf 15 gesenkt und die SCC-Zertifizierung des Unternehmens vorbereitet. Zwei behördliche Überprüfungen ohne Anordnung begleitet. Fachkraft für Arbeitssicherheit, SiGeKo nach Baustellenverordnung.
Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Fertigung
Sicherheitstechniker für ein Blechbearbeitungswerk mit 310 Beschäftigten im Dreischichtbetrieb. Anweisungen zum Freischalten und Sichern für 214 Maschinen erstellt und 180 Beschäftigte unterwiesen. Beinaheunfall-Meldungen von 12 auf 148 im Jahr gesteigert und meldepflichtige Handverletzungen um 62 % gesenkt. Staatlich geprüfter Techniker Maschinenbau mit Sifa-Ausbildung.
HSE-Koordinator/in, Chemie- und Raffineriestillstände
HSE-Koordinator bei Raffinerie-Stillständen mit bis zu 120 Fremdfirmen-Beschäftigten im Schichtbetrieb. Bereitet rund 60 Erlaubnisscheine je Stillstand vor, koordiniert Freimessungen und Sicherungsposten und hat 18 Monate ohne Unfall mit Ausfallzeit erreicht. SCC-Prüfung für operative Führungskräfte, Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit begonnen.
Wechsel vom Polier in die Arbeitssicherheit
Maurermeister und Polier mit 9 Jahren Baustellenerfahrung im Wechsel in die Arbeitssicherheit. Seit vier Jahren Sicherheitsbeauftragter der Baustelle, befähigte Person für Gerüste, tägliche Gefährdungsbesprechungen mit einer 22-köpfigen Kolonne und Unterweisungen zu jedem Schichtbeginn. Ausbildung zum Sicherheitsmeister läuft, Abschluss für 2027 geplant.
Einstieg nach dem Studium
Absolvent im Studiengang Sicherheitstechnik mit Ziel Fachkraft für Arbeitssicherheit im Bau. Praxissemester bei einem Bauunternehmen, 34 Gefährdungsbeurteilungen erstellt und die Unfallstatistik für zwei Baustellen geführt. SCC-Prüfung abgelegt, Erste-Hilfe-Ausbildung, Sifa-Ausbildung nach der geforderten Berufserfahrung angestrebt.

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Meinen Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit erstellen

Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit, als Ergebnisse formuliert

Die meisten Lebensläufe im Arbeitsschutz kopieren die Aufgabenliste aus der Stellenanzeige. Wer liest, hat diese Anzeige selbst geschrieben. Machen Sie aus jeder Aufgabe etwas, das in Ihrer Verantwortung passiert ist.

Aufgabe, wie sie meist dastehtDieselbe Aufgabe mit Beleg
Durchführung von Sicherheitsbegehungen.Rund 380 dokumentierte Begehungen im Jahr auf sechs Baustellen, 94 % der Mängel innerhalb von sieben Tagen in einer gemeinsamen Maßnahmenliste erledigt.
Untersuchung von Unfällen und Vorfällen.27 Unfalluntersuchungen bis zur Ursache geführt (5-Why, Befragungen); drei führten zu technischen Änderungen, die die Gefahr beseitigten, statt nur zu einem Warnschild.
Schulung der Beschäftigten im Arbeitsschutz.40 Stunden Unterweisung und Schulung im Monat, darunter Erstunterweisung, Staplerfahrerausbildung und Befahren enger Räume für einen 9-köpfigen Rettungstrupp.
Führen der Arbeitsschutzdokumentation.Gefährdungsbeurteilungen, Verbandbuch und Unfallanzeigen für drei Standorte geführt, Jahresbericht an die Geschäftsführung fristgerecht erstellt und ein Konzernaudit ohne Feststellung bestanden.
Sicherstellung der Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften.Zwei Überprüfungen durch Berufsgenossenschaft und Arbeitsschutzbehörde ohne Anordnung begleitet, darunter eine anlassbezogene Prüfung der Absturzsicherung, und das Revisionsschreiben in derselben Woche beantwortet.
Förderung einer positiven Sicherheitskultur.Beinaheunfall-Meldungen von 12 auf 148 im Jahr gesteigert, durch anonyme Meldungen und einen monatlichen Aushang darüber, was sich aufgrund der Meldungen tatsächlich geändert hat.
Verwaltung der persönlichen Schutzausrüstung.Test schnittfester Handschuhe in vier Abteilungen und Nachrüstung der Schutzeinrichtungen an acht Abkantpressen; meldepflichtige Handverletzungen in zwei Jahren um 62 % gesenkt.
Zusammenarbeit mit Fremdfirmen im Arbeitsschutz.46 Nachunternehmer über Unfallzahlen und SCC-Nachweis geprüft, vier abgelehnt, und vor Arbeitsbeginn eine baustellenbezogene Gefährdungsbeurteilung und Fremdfirmenunterweisung verlangt.
Nennen Sie nie eine Unfallquote, die Sie nicht belegen können. Im Gespräch wird oft nach den Jahren und der Unfallstatistik gefragt, auf die Sie sich beziehen. Wenn die Zahl nicht in Ihrer Verantwortung lag, nennen Sie stattdessen den Umfang: Arbeitsstunden, Beschäftigte, Standorte, Erlaubnisscheine, Begehungen.

Sifa-Ausbildung, Lehrgänge und die Stufen der Qualifikation

Trennen Sie Qualifikationen von Lehrgängen und Unterweisungen. Die Fachkunde als Fachkraft für Arbeitssicherheit baut auf einem Berufsabschluss auf und endet mit einem Nachweis des Ausbildungsträgers. Seminare und Unterweisungen belegen nur die Teilnahme. Ein Seminar für Sicherheitsbeauftragte als Qualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit auszugeben, ist der häufigste Fehler in diesen Lebensläufen.

  • Fachkraft für Arbeitssicherheit nach ASiG und DGUV Vorschrift 2, in drei Varianten: Sicherheitsingenieur/in (Ingenieurabschluss), Sicherheitstechniker/in (staatlich geprüfte/r Techniker/in) und Sicherheitsmeister/in (Meisterprüfung), jeweils mit Berufserfahrung und abgeschlossener Sifa-Ausbildung bei einem Unfallversicherungsträger oder einem anerkannten Bildungsträger. Nennen Sie Variante, Träger und Jahr.
  • Sicherheitsbeauftragte/r: eine ehrenamtliche Funktion für Beschäftigte, mit einem Seminar der Berufsgenossenschaft. Gut für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, aber keine Sifa-Qualifikation. Führen Sie es als Funktion bei der Stelle auf, nicht als Abschluss.
  • Fachspezifische Lehrgänge: Koordinator/in nach Baustellenverordnung (SiGeKo), SCC-Prüfung für operative Führungskräfte, Sachkunde für Asbestarbeiten nach TRGS 519, befähigte Person für Gerüste oder Leitern, Brandschutzbeauftragte/r, Gefahrgutbeauftragte/r. Nennen Sie das Jahr und, wo nötig, die Auffrischung.
  • Betriebsärztin oder Betriebsarzt ist ein eigener Beruf (Facharzt für Arbeitsmedizin oder Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin), kein Zusatz zur Sifa. Schreiben Sie stattdessen, wie Sie mit dem Betriebsarzt zusammengearbeitet haben, etwa bei arbeitsmedizinischer Vorsorge und im Arbeitsschutzausschuss.
  • Lehrgänge zur internen Auditorin oder zum Lead Auditor ISO 45001, wenn Ihr Arbeitgeber ein zertifiziertes Managementsystem betreibt.
  • Erste Hilfe und Brandschutzhelfer/in, und die Ausbildereignung für Staplerfahrer/innen nach DGUV Grundsatz 308-001, wenn Sie sie haben. Wer selbst ausbilden kann, spart dem Arbeitgeber Geld.
  • NEBOSH General Certificate oder Diploma ist der Standard in Großbritannien und in vielen internationalen Projekten. In Deutschland wird NEBOSH geschätzt, ersetzt aber nicht die Fachkunde als Fachkraft für Arbeitssicherheit. Wenn Sie beides haben, nennen Sie beides.

Für die Fachkraft für Arbeitssicherheit gibt es kein öffentliches Register mit Nummern; der Arbeitgeber bestellt Sie schriftlich. Bezeichnung, Träger und Jahr genügen deshalb im Lebenslauf. Chemieparks, Raffinerien und große Baustellen stellen oft eigene Anforderungen an Fremdfirmen, etwa SCC oder eine Werksunterweisung. Prüfen Sie die Anforderungen der Branche, bevor Sie schreiben, dass Sie sie erfüllen.

Einstieg und Wechsel aus der Praxis in die Arbeitssicherheit

Zwei ganz unterschiedliche Ausgangslagen landen bei derselben Stelle. Schreiben Sie sie unterschiedlich.

  1. 1Wenn Sie ein Studium und ein Praxissemester haben: Führen Sie das Praxissemester als echte Erfahrung mit Zahlen auf. Erstellte Gefährdungsbeurteilungen, begleitete Begehungen, gehaltene Unterweisungen, geführte Statistiken.
  2. 2Wenn Sie aus dem Handwerk oder der Produktion kommen: Beginnen Sie mit den Sicherheitsaufgaben, die Sie schon hatten. Funktion als Sicherheitsbeauftragte/r, befähigte Person, Unterweisungen, Erlaubnisscheine, Größe der Kolonne und jede Situation, in der Sie eine Arbeit gestoppt haben. Eine gestoppte Arbeit ist das Überzeugendste, was jemand aus der Praxis beschreiben kann.
  3. 3Holen Sie vor der Bewerbung nach, was schnell geht: das Seminar für Sicherheitsbeauftragte bei Ihrer Berufsgenossenschaft und, für Industrie und Chemie, die SCC-Prüfung. Die Sifa-Ausbildung selbst setzt Meister-, Techniker- oder Ingenieurabschluss und Berufserfahrung voraus.
  4. 4Stellen Sie Ihre Praxiserfahrung als Stärke dar, nicht als abgeschlossenes Kapitel. „Neun Jahre Polier, deshalb nehmen Kolonnen Korrekturen von jemandem an, der die Arbeit selbst gemacht hat“ beantwortet einen echten Einwand gegen junge Sicherheitsfachkräfte.
  5. 5Nennen Sie die Ausbildung, die Sie gerade machen, und wann sie endet. „Sifa-Ausbildung läuft, Abschluss 2027“ klingt nach Plan; „strebe eine Qualifikation an“ sagt nichts.
Wer aus der Praxis kommt, sollte jeden Nachweis aufführen: Staplerschein, Hubarbeitsbühne, Gerüstbau, Befahren enger Räume, Erste Hilfe. Zusammen zeigen sie, dass Sie die Unterweisungen kennen, die Sie künftig selbst halten.

Format, Länge und Begriffe aus der Anzeige

Eine Seite bei weniger als zehn Jahren Erfahrung, zwei Seiten, sobald Sie mehrere Standorte oder andere Sicherheitsfachkräfte verantworten. Umgekehrt chronologisch. Ein Foto ist in Deutschland üblich, aber freiwillig; Geburtsdatum und Familienstand ebenso. Bei internationalen Konzernen wird oft zusätzlich ein englischer Lebenslauf (CV) erwartet; schreiben Sie ihn dann nach den Gepflogenheiten des Ziellands.

  • Begriffe, die Sie übernehmen sollten, wenn die Anzeige sie nennt: Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sifa, ASiG, DGUV Vorschrift 2, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Arbeitsschutzausschuss, BetrSichV, GefStoffV, Gefahrstoffverzeichnis, Freischalten und Sichern, Absturzsicherung, Unfalluntersuchung, Arbeitsschutzmanagement, ISO 45001, SCC, Fremdfirmenkoordination, SiGeKo.
  • Schreiben Sie eine Abkürzung beim ersten Mal aus und verwenden Sie danach die Abkürzung. Bewerbermanagementsysteme suchen nach der genauen Schreibweise der Anzeige, und Leserinnen und Leser außerhalb des Arbeitsschutzes wissen nicht, was ASA bedeutet.
  • Geben Sie jeder Stelle eine Zeile zum Umfang: betreute Beschäftigte, Standorte, Schichten, Arbeitsstunden im Jahr. Das kostet einen Halbsatz und beantwortet die Frage, die alle haben.
  • Bleiben Sie bei einer Spalte und üblichen Überschriften. Große Arbeitgeber lesen Lebensläufe über Bewerbermanagementsysteme ein, und zweispaltige Layouts verlieren dabei noch immer Text.
  • Ergänzen Sie eine kurze Zeile zur Software: Quentic, Intelex, Cority, SAP EHS, SafetyCulture. Anzeigen nennen immer öfter eines dieser Programme beim Namen.

Wenn Sie die Branche wechseln, ergänzen Sie im Profil einen Satz, was sich übertragen lässt. Absturz, enge Räume, Freischalten und Erlaubnisscheinverfahren gibt es überall; die einzelnen Regelwerke, Berufsgenossenschaften und Maschinen nicht. Wer benennt, was mitkommt, verhindert, dass die Leserin oder der Leser annimmt, es komme nichts mit.

Häufige Fragen

Welche Kenntnisse gehören in den Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Gefährdungsbeurteilung, Unfalluntersuchung und Ursachenanalyse, Kenntnis von Arbeitsschutzgesetz, ASiG, DGUV Vorschriften, BetrSichV und GefStoffV, Unfallanzeigen und Unfallstatistik, Unterweisungen und Schulungen, Erlaubnisscheinverfahren für enge Räume und Heißarbeiten sowie Fremdfirmenkoordination. Ergänzen Sie die EHS-Software, die Sie nutzen, etwa Quentic, Intelex oder SafetyCulture, denn Anzeigen nennen sie inzwischen.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Beginnen Sie mit einem dreizeiligen Profil mit Ihrer Branche, dem Umfang in Beschäftigten oder Arbeitsstunden und einer Unfallkennzahl, die Sie verändert haben. Dann die Stellen, jeweils mit Betriebsart und Größe, und Stichpunkte mit Zahlen. Die Sifa-Ausbildung und weitere Qualifikationen stehen in einem eigenen Block, getrennt von Seminaren und Unterweisungen.

Was ist der Unterschied zwischen Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragter und HSE-Manager?

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit berät den Arbeitgeber nach ASiG und braucht die Sifa-Ausbildung auf Basis eines Ingenieur-, Techniker- oder Meisterabschlusses. Sicherheitsbeauftragte sind Beschäftigte, die diese Aufgabe ehrenamtlich neben ihrer Arbeit übernehmen. HSE oder EHS ist die internationale Bezeichnung in Konzernen, Chemie und Energie und schließt oft Umweltschutz ein, etwa Abfall und Emissionen. Übernehmen Sie die Bezeichnung aus der Anzeige und zeigen Sie Umweltaufgaben ausdrücklich, wenn die Stelle sie enthält.

Brauche ich die Sifa-Ausbildung für eine Stelle als Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Ja, für die Bestellung als Fachkraft für Arbeitssicherheit ist die Fachkunde nötig, also Berufsabschluss, Berufserfahrung und die abgeschlossene Sifa-Ausbildung. Für Stellen als HSE-Koordinator/in oder Assistenz im Arbeitsschutz reicht oft weniger, und manche Arbeitgeber stellen ein und schicken Sie dann in die Ausbildung. Wenn Sie mittendrin sind, nennen Sie den geplanten Abschluss.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf für die Arbeitssicherheit ohne Erfahrung?

Beginnen Sie mit Praxissemester, Abschlussarbeit oder Ihrer Zeit in Handwerk oder Produktion statt mit einem leeren Erfahrungsabschnitt. Zählen Sie, was Sie gemacht haben: Gefährdungsbeurteilungen, begleitete Begehungen, gehaltene Unterweisungen, Erlaubnisscheine. Ein Seminar für Sicherheitsbeauftragte und, für Industrie und Chemie, die SCC-Prüfung zeigen, dass Sie es ernst meinen.

Sollte ich Unfallquoten in den Lebenslauf schreiben?

Ja, wenn Sie sie verantwortet oder direkt beeinflusst haben, mit Vorher, Nachher und Zeitraum. Eine 1000-Mann-Quote von 46 auf 15 in drei Jahren ist viel stärker als eine einzelne Zahl. Nennen Sie keine Unternehmenszahl, an der Sie nicht beteiligt waren; im Gespräch wird nach den Jahren gefragt und danach, was Sie geändert haben.

Wie lang sollte der Lebenslauf als Fachkraft für Arbeitssicherheit sein?

Eine Seite bis etwa zehn Jahre Erfahrung. Zwei Seiten, sobald Sie mehrere Standorte betreuen oder andere Sicherheitsfachkräfte führen, weil Standortliste und Qualifikationen den Platz wirklich brauchen. Ältere Stellen aus Handwerk oder Produktion kürzen Sie auf je zwei Zeilen.

Ist NEBOSH in Deutschland nützlich?

NEBOSH hilft, besonders bei Arbeitgebern mit internationaler Mutter oder Projekten im Ausland, ersetzt aber nicht die Fachkunde als Fachkraft für Arbeitssicherheit nach ASiG. Führen Sie NEBOSH neben Ihrer Sifa-Ausbildung und Ihren Lehrgängen auf, nicht statt ihnen.

Bereit für Ihren eigenen Lebenslauf?

Der Editor schlägt Ihnen ein Kurzprofil auf Basis Ihrer Erfahrung vor und gleicht es anschließend mit der Stellenanzeige ab.

So ist diese Seite entstanden: Ein erster Entwurf wurde mit KI-Unterstützung aus der Beispielbibliothek von cvplex erstellt und anschließend von cvplex Careers Team redigiert und auf Fakten geprüft. Die Beispiele sind fiktive Zusammenstellungen, die Zahlen dienen nur der Veranschaulichung. Fehler können Sie über die Seite zu unseren redaktionellen Richtlinien melden. Diese Sprachversion wurde mit KI-Unterstützung aus dem Englischen übersetzt.